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Da waren’s nur noch zwei …

23. Januar 2024/5 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Herber Rückschlag für alle Trump-Hasser. Dritte Strophe Pfeifen im Wald.

Die sich abzeichnende Wahl zwischen Joe Biden und Donald Trump ist wie zwischen Pest und Cholera. Ein seniler Greis gegen einen Amok-Greis. Da können sich Spin Doctors und Schönschreiber, Warner vor dem einen oder dem anderen, Fans und Anhänger noch so Mühe geben: es ist ein Graus. Womit wir wohl 90 Prozent der ZACKBUM-Leser gegen uns aufgebracht hätten.

Das Schlimmste in diesem Mainstream, der zwar gelegentlich Kritisches über Biden sagt, aber bei der Erwähnung von Trump regelmässig in unkontrollierte Schübe und Zuckungen gerät, ist das verzweifelte Pfeifen im Wald.

Die Vorwahlen bei den Republikanern haben begonnen, Trump hat einen Erdrutschsieg eingefahren. Mehr als die Hälfte aller Delegiertenstimmen bekommen, seine beiden Mitbewerber deklassiert, die zusammen nicht mal ansatzweise auf seine Prozentzahl kamen.

Natürlich, das ist der erste Caucus von vielen, ein kleiner Bundesstaat, dann war noch Schnee und Eis. Aber wenn man Trump etwas lassen muss, dann seine Fähigkeit, eine richtig tolle US-Show abzuziehen. Und zu wissen, dass sein Stern so hell strahlt, dass er nicht mal an TV-Debatten mit seinen Konkurrenten teilnimmt – weil nur die davon profitieren könnten, etwas von seinem Ruhm abzukriegen.

Nun ist es aber noch dramatischer, als alle Unken vorhersagten. Die nun ungeniert ihre früheren Prognosen in die Tonne treten. So titelt srf.ch angewidert: «Die Bruchlandung des vermeintlichen Überfliegers der Republikaner». Neutraler formuliert für einmal sogar «watson»: «Ron DeSantis steigt aus dem Rennen um US-Präsidentschaft aus».

Dabei hatte ihn Grossanalyst Constantin Seibt von der «Republik» schon zur Zukunft des Faschismus hochgeschrieben, was mit einer selten demagogischen Illustration eines Teufels in Menschengestalt untermalt wurde. Und nun das.

So hetzt das Gutmenschenblatt «Republik».

Wie geht denn damit der Grossanalyst Peter Burghardt um, der sich in Iowa Arsch und Finger abfror und die Leser der «Süddeutschen Zeitung» und Tamedia mit seinem Geschwurbel belästigte? Als hätte er ihn (und die einzig verbliebene Kandidatin) nicht kurz zuvor noch als Hoffnungsschimmer gelobt, behauptet er nun: «Jetzt ist also auch die Tournee des Ron DeSantis vorbei, wen mag das noch wundern.». Na, einen Burghardt zum Beispiel, aber das möchte er nicht zugeben.

Fantasierte Burghardt noch vor Kurzem, dass Nikki Haley noch lange nicht verloren, vielleicht sogar noch eine Chance habe, Präsidentschaftskandidatin zu werden, ist es nun plötzlich für ihn klar: «es müssten wirklich außergewöhnliche Umstände eintreten, wenn Trump beim Parteikongress im Juli in Wisconsin nicht mit Pauken und Trompeten zum offiziellen Bewerber der Republikaner ernannt würde.»

Aber die Hoffnung stirbt auch bei Burghardt zuletzt: «Nun ist nur noch Nikki Haley als halbwegs ernsthafte Widersacherin Trumps im Rennen.» Halbwegs ernsthaft, das ist natürlich bitter.

Allerdings: eigentlich müsste diese Festlegung Burghardts eingefleischte Trump-Fans beunruhigen. Denn bislang ist der Mann immer falsch gelegen mit seinen Prognosen …

Schlagworte: Constantin Seibt, Donald Trump, Joe Biden, Peter Burghardt, Ron DeSantis, SZ, Tamedia
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https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2024/01/Bildschirmfoto-2024-01-15-um-10.43.26.png 684 1014 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2024-01-23 05:00:002024-01-23 08:51:36Da waren’s nur noch zwei …
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5 Kommentare
  1. Guido Kirschke
    Guido Kirschke sagte:
    23. Januar 2024 um 14:31

    Wieviele Jahre sind vergangen zwischen Trump, der keine Kriege im Namen der USA begonnen hat und dem letzten US-Präsidenten vor ihm, der ebenso keine Kriege im Namen der USA losgetreten hat?

    Antworten
    • Ernie M
      Ernie M sagte:
      24. Januar 2024 um 11:15

      Ich messe den Prädidentengreis an seinen Taten.
      (Habe 30 Jahre in den USA gearbeitet und bin auch USA-Bürger)

      Vor 4 Jahren hatten wir:
      Frieden in Europa!
      Frieden im Nahen Osten!
      Keine Immigrantenkrise;
      Keine Grenzkrise;
      1% Inflation;
      $1,75 pro Gallone Benzin;
      2,5 Hypothekarzins;
      Eine wachsende Wirtschaft;
      Vollbeschäftigung.

      What the hell happened?
      BIDENOMICS happened.

      And, don’t forget: We also didn’t have
      an open border with God only
      knows who’s coming to a city near you.

      Antworten
  2. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:
    23. Januar 2024 um 9:12

    Pest und Cholera, richtig vermerkt. Es ist das Desaster der Republikaner und der Demokraten die nicht mehr in der Lage sind Personen ins Rennen um die Präsidentschaft zu schicken denen man zutraut dem Amt gewachsen zu sein. Auswahl, der eine korrupt und hasserfüllt, der andere müde und manchmal verwirrt. Die Fortsetzung der Peinlichkeiten, das Amt als Familienpfründe, Bush und fast Kennedys!

    Antworten
    • Marcella Kunz
      Marcella Kunz sagte:
      23. Januar 2024 um 14:59

      Der andere ist nicht nur müde und verwirrt, sondern auch noch korrupt (Stichworte: Steuerparadies Delaware, Filius-Geschäfte in der Ukraine, als Daddy Aussenminister war).

      Antworten
      • Peter Bitterli
        Peter Bitterli sagte:
        23. Januar 2024 um 20:09

        Vizepräsident, nicht Aussenminister!

        Antworten

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