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Kleines Vademecum für Kommentarschreiber

27. August 2020/6 Kommentare/in Archive/von René Zeyer

Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.

Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.

Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.

Jeder Artikel, der auf ZACKBUM.ch erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.

Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.

Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.

Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.

Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.

Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.

Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.

Redaktion ZACKBUM.ch

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https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg 0 0 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2020-08-27 16:08:512020-08-27 16:10:54Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
6 Kommentare
  1. Eva
    Eva sagte:
    4. Juni 2025 um 22:38

    1. Wiederholung statt Tiefe
    Viele Beiträge auf Zackbum.ch drehen sich immer wieder um dieselben Themen – insbesondere die Kritik an den großen Medienhäusern wie Tamedia, SRF oder Republik. Diese Fixierung wirkt auf Dauer monoton und vermittelt den Eindruck eines persönlichen Rachefeldzugs statt echter Medienkritik. Neue Perspektiven oder tiefere Analysen bleiben oft aus.

    2. Oberflächliche Polemik statt fundierter Analyse
    Statt sich ernsthaft mit den Strukturen und Herausforderungen des Journalismus auseinanderzusetzen, greift Zackbum.ch häufig auf flache Polemik zurück. Persönliche Seitenhiebe ersetzen systematische Recherche – und der Ton ist oft herablassend, nicht konstruktiv. So wird das Projekt seinem eigenen Anspruch, echte Medienkritik zu leisten, kaum gerecht.

    3. Fehlende journalistische Sorgfalt
    Faktenchecks, klare Quellenangaben oder strukturierte Argumentationslinien sucht man häufig vergebens. Die Artikel wirken eher wie Meinungsblogposts, nicht wie sorgfältig recherchierte Beiträge. Das schmälert die Glaubwürdigkeit und macht die Seite für anspruchsvolle Leser:innen unattraktiv.

    4. Eintöniger Stil und eingeschränkte Themenvielfalt
    Der Schreibstil ist oft gleichförmig: bissig, sarkastisch, manchmal zynisch – aber selten inspirierend oder überraschend. Wer mehr erwartet als die immergleichen Tiraden gegen “Mainstream-Medien”, wird schnell gelangweilt.

    5. Kein echter Diskurs
    Statt zur Förderung eines offenen Mediendiskurses beizutragen, wirkt Zackbum.ch wie eine geschlossene Meinungsblase. Kritische Auseinandersetzung mit eigenen Positionen oder differenzierte Gastbeiträge fehlen fast vollständig.

    Antworten
  2. Roland Moser
    Roland Moser sagte:
    21. Januar 2023 um 15:34

    Es wäre besser alles zu veröffentlichen.

    Antworten
    • Walter Krähenmann
      Walter Krähenmann sagte:
      4. April 2023 um 18:50

      warum?

      Antworten
  3. Bernd
    Bernd sagte:
    29. Dezember 2020 um 11:49

    Leute, das ist einfach toll auf den Punkt gebracht! Die beste «Nettiquette», der ich im noch jungen Leben des Internets begegnet bin. Es war so toll geschrieben, ich habs bis zum Ende gelesen 🙂 Weiter so!

    Antworten
  4. Heinz B
    Heinz B sagte:
    14. Oktober 2020 um 18:00

    Gratulation – das erste Kommentar Vademecum, das ein Schmunzeln bei mir auslöst, während ich es lese. Erfrischend, da nicht von Juristen geschrieben.

    Antworten
  5. Remo Jutzeler
    Remo Jutzeler sagte:
    5. September 2020 um 8:18

    Ha,ha, sehr erfrischend geschrieben, diese Leitlinien. Gut gemacht👍

    Antworten

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