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Wumms: Jan-Dirk Herbermann

24. Oktober 2023/5 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Der Tausendsassa und Überjournalist zieht die Schweiz in den Dreck.

Herbermann residiert in Genf. Von dort aus beliefert eine ganze Latte von deutschen und österreichischen Zeitungen. Darunter den «Standard», den «Tagesspiegel» oder «Focus». Auch Blätter von CH Media bestreicht er mit Mitteilungen aus der grossen weiten Welt wie «Hoffnung auf Grenzöffnung in Rafah». Aber zurzeit haben es ihm natürlich die Schweizer Wahlen angetan. Da berichtet er in aller nötigen Objektivität dem deutschen und österreichischen Leser im «Tagesspiegel» Folgendes:

Das Ausland ist bekanntlich der gegendarstellungsfreie Raum, und diese Möglichkeit nützt Herbermann radikal aus. Er begab sich auf Reportage, um seinen vielen Lesern in Deutschland und Österreich die Schweiz, die SVP und deren Absichten näherzubringen.

Er besuchte einen Anlass der «nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei des Kantons Nidwalden». Sozusagen ein Abstecher in das Herz der Dunkelheit. Da gibt’s den «knorrigen Rentner», der ruft «Wir sind alle für die SVP», und dann seinen Süssmost trinkt. Denn hier feiere die SVP, «eine der erfolgreichsten rechtspopulistischen Parteien Europas, aufsehenerregende Triumphe».

Wie macht sie das? «Die SVP bietet heimelige Wohlfühlstimmung … setzt routiniert auf die Furcht vor den Fremden … klassische Sündenpolitik … In der Pause erscheint ein hochgewachsener Herr, kariertes Sakko, durchdringender Blick. Er sagt: „In Deutschland würde ich die AfD wählen.“»

Irgend ein Klischee ausgelassen? Irgend eine sinnvolle Erklärung geliefert, wieso die SVP die Wahlen gewonnen hat? Aber nein, als Zugabe gibt es noch den «Zeithistoriker Damir Skenderovic». Der ist immer zur Stelle, wenn es hauchdünne Thesen über die SVP zum Besten zu geben gilt. Schon die parteipolitisch erfahrene Corona-Kreische Marc Brupbacher interviewte den Professor für Tamedia, wo er ungebremst seine Vergleiche zwischen AfD, SVP und Wurzeln im Faschismus ziehen durfte.

Hier darf Skenderovic auch ungeniert über die SVP herziehen: «Eine ernsthafte Diskussion, ob die SVP mit ihren rechtspopulistischen Positionen überhaupt in der Regierung vertreten sein soll, hat es nie wirklich gegeben.»

Womit nun auch noch der Rechtspopulismus im Kasten wäre. «Wo Angst vor Fremden schon Folklore ist», mit einem solch perfiden Untertitel disqualifiziert sich Herbermann schon als ernstzunehmender Journalist auf der Suche nach der Wirklichkeit. Blöd auch für ihn, dass sich die Realität nicht an sein Drehbuch hält. Denn statt «aufsehenerregende Triumphe» kassierte die SVP in ihrer «Hochburg» eine Niederlage, ihr Kandidat für den Nationalrat scheiterte.

Noch radikaler, aber durchaus im Sinne des Autors schenkt «Focus» den Beitrag ein:

Rechtsextrem, nationalkonservativ, rechtspopulistisch, Sündenbock … Wenn man bedenkt, dass der Mann das Schweizbild von Hunderttausenden von Lesern massgeblich prägt, dann muss man sich nicht mehr wundern, wieso es in Deutschland oder Österreich eine etwas verzerrte Sicht auf die Eidgenossen gibt.

Dass eine solche Schande des Journalismus allerdings auch bei Schweizer Blättern, bei CH Media in Lohn und Brot steht, ist dann doch befremdlich.

Schlagworte: AfD, CH Media, Damir Skenderovic, Focus, Jan-Dirk Herbermann, Marc Brupbacher, Nidwalden, rechtsextrem, rechtspopulistisch, Standrad, SVP, Tagesspiegel
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https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2022/01/Wumms.jpeg 438 882 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2023-10-24 05:30:032023-10-23 19:39:36Wumms: Jan-Dirk Herbermann
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5 Kommentare
  1. Karl Warth
    Karl Warth sagte:
    24. Oktober 2023 um 18:02

    Vielen Dank für diesen Hintergrund, denn die inländische Berichterstattung oder „Presseschau“ darüber impliziert, es handle sich hier um einen Konsens der ausländischen Presse und nicht um das Werk oder Unwerk eines liederlichen Korrespondenten.
    Irritierend auch, wie gierig bei Tagi negative Bilder der Schweiz jeweils aufgegriffen werden. Es hat etwas schwer devotes, masochistisches und deckt sich mit dem negativistischen Selbstverständnis der Schweiz von Links.

    Antworten
  2. René Küng
    René Küng sagte:
    24. Oktober 2023 um 12:34

    Hetzen, spalten, diffamieren.
    Hetzen, spalten, diffamieren.
    Hetzen, spalten, diffamieren.
    Im Auftrag von WEM machen das die Medien?
    Im Auftrag von deren Bossen und Besitzern?
    Und diese zu Diensten von WEM oder WEF, den BOSSEN?

    Manchmal könnte man meinen, diese ‚Journalisten‘ meinen oder glauben, sie gehörten nicht zu uns, auf unsere Seite, dem einfachen Volk………
    Bei den Intelligenten oder den Studierten ist das noch eher zu verstehen, die glauben wirklich, nicht zum gemeinen Volk zu gehören.
    So was von dumm.

    Antworten
  3. Guido Kirschke
    Guido Kirschke sagte:
    24. Oktober 2023 um 12:29

    Bie Focus habe ich einen höflichen Kommentar abgegeben, dass die Sicht der Authors nichts mit der Realität zu tun hat. Aber wie so üblich in der besten Presse- und Redefreiheite aller Zeiten wurde der Kommentar leise weg zensiert.

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:
      24. Oktober 2023 um 18:46

      Vielleicht wegen der vielen Fehler in wenig Textmasse?

      Antworten
  4. Beat Ryser
    Beat Ryser sagte:
    24. Oktober 2023 um 10:34

    Gruss aus dem Herz der Dunkelheit, wo nicht immer svp drin ist wo svp draufsteht.

    Antworten

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