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Hitzegewitter

Wie das Klima, so die Medien.

Sommerloch oder Sommerhitze? Oder beides? ZACKBUM ist sich nicht sicher, wenn wir solche Nachrichten im «Blick» sehen:

Und das, nachdem der Bundesrat schon fröhlich gebechert hatte. Müssen wir hier mit dem Schlimmsten rechnen? Wird Bersets Sprecher seinen Posten behalten? Wir halten den Atem an und nehmen selber einen tiefen Schluck.

Dann haben wir den hier:

Da sitzt ein älterer Herr mit einem deutlich prononcierten, nun ja, Embonpoint bequem in seinem Lehnsessel vor sorgfältig hindrapierter Bibliothek, und fordert kriegslüstern «Waffen, Waffen, Waffen». Das brauche die Ukraine offenbar zuvorderst und in erster Linie. Ob der wohlbeleibte Herr Publizist wohl selbst Hand anlegen wird? Oder lässt Frank A. Meyer es bei Befehlen aus dem Sessel zu Berlin bewenden?

Auch Tamedia hat Unerhörtes zu vermelden:

Wollen wir uns das bildlich vorstellen? Oder lieber nicht.

Selbst die NZZ scheint etwas unter der Sommerhitze, dem Starkregen oder sogar Hagel zu leiden:

An diesem Titel stimmt nun genau – nichts. Es ist kein Urteil, spektakulär schon gar nicht, es waren keine sensationslüsterne, sondern höchstens persönlichkeitsverletzende Artikel. Gewinn herausgeben muss «Blick» ebenfalls nicht. Denn das Gericht hat lediglich entschieden, dass Ringier Zahlen zu liefern habe, mit denen sich dann allenfalls ein möglicher Gewinn berechnen liesse. Wobei die Auffassungen der Streitparteien naturgemäss sehr weit auseinanderliegen. Das Lager JSH geht von Hunderttausenden an Gewinn aus, Ringier rechnet eine knapp fünfstellige Zahl aus. Genaueres wird man in ein paar Jahren wissen. Aber eine saubere Leistung der NZZ.

Etwas dunkel bleibt der Sinn dieser Meldung aus dem St. Galler «Tagblatt»:

Wieso könnte das ein Scherz sein? Wieso ist es kein Scherz? Aber natürlich ist ein «falscher» Fussgängerstreifen illegal. Insbesondere, wenn er von Unbekannten angebracht wird.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht und Entwarnung in Sachen Zappel-Leu:

CH Media konnte keinerlei Gezappel bei ihr feststellen. Allerdings traut man ihr dort einen Durchbruch zu. Muss aber vermelden, dass sie keinen erzielen konnte. Was mal wieder bedeutet, dass die EU die Koahäsionsmilliarde gerne kassiert, aber nicht mal Kleingeld herausgibt.

Alles Müller ohne was

Patrik Müller ist der Alleinherrscher im Reich CH Media.

Natürlich thront über ihm noch der Wanner-Clan, angeführt vom Patriarchen Peter Wanner. Darunter füllte Pascal Hollenstein die Position des «publizistischen Leiters» aus. Nicht zuletzt wegen seiner Doppelfunktion als Sprachrohr einer Beteiligten am Zuger Sexskandal (ZACKBUM kritisierte das mehrfach) wurde Hollenstein Ende Januar 2022 ziemlich abrupt entfernt: «Über die Gründe der Vertragsauflösung wurde Stillschweigen vereinbart.» Denn auch intern sorgte Hollenstein für rote Köpfe.

Patrik Müller, der mit Hollenstein das Heu überhaupt nicht auf der gleichen Bühne hatte, übernahm interimistisch, die Nachfolge werde später geregelt, hiess es damals.

Nun ist geregelt; Müller muss sich eine extrabreite Visitenkarte drucken lassen. Denn er ist nun, wir holen kurz Luft, Chefredaktor aller CH Media Zeitungen, und das sind jede Menge Kopfblätter. Zudem von deren Onlineportalen. Zudem ist er Chefredaktor des gemeinsamen Mantelteils und der «Schweiz am Wochenende», der zur Sparausgabe geschrumpften ehemaligen Sonntagszeitung des Hauses Wanner. Und schliesslich ist er noch der nicht mehr interimistische publizistische Leiter.

«Neue und klare Struktur», so nennt das der Verwaltungsrat. Machtmonopol für Müller ist’s in der Realität. Die Frühstücks-Chefredaktoren der einzelnen Kopfblätter dürfen sich ausschliesslich noch um das Lokale kümmern, alles andere erledigt Müller. Publizistische Leitlinien und Prinzipien kann er nun mit sich selber besprechen.

Ideal auch: fürs Wirtschaftliche ist er nicht zuständig. Genauso wenig für die versammelten TV- und Radiostationen. Dafür, dass mehr Kohle reinkommt als rausgeht, ist der Wanner-Clan verantwortlich. Mit 47 Jahren hat «alles Müller» den Zenith der Macht erklommen. Von hier aus kann’s eigentlich nur noch in die Geschäftsleitung, den Verwaltungsrat – oder zu einem Kommandoposten bei der Konkurrenz gehen.

Eine Ente ist eine Ente

Aufgeregte Meldung: Kriegsreporter Pelda flieht von der WeWo.

So sieht die Meldung auf persoenlich.com aus:

Tatä: «Kriegsreporter Kurt Pelda wechselt per sofort zu den Blättern von Verleger Peter Wanner.» Und der Oberchefredaktor Patrik Müller freue sich über die Verstärkung. «Der Rechercheur und Auslandreporter Pelda war zuvor bei Roger Köppels Weltwoche tätig.»

Wechsel per sofort, erst im Februar war Pelda den unerträglichen Zuständen bei Tamedia entflohen und zur «Weltwoche» zurückgekehrt. Und nun das. Was mag da passiert sein? Ertrug Pelda nicht länger den Putin-Versteher Köppel? Gab es Zensur? Kriegsähnliche Zustände auf der Redaktion? Traute sich Pelda nur noch mit schusssicherer Weste und Helm an die Förrlibuckstrasse?

Was sagt denn er dazu? Eine kleine Recherchieraufgabe für das Qualitätsorgan persoenlich.com. Woran es leider krachend scheitert: «Da er in den letzten Reisevorbereitungen steckt, war er für eine Stellungnahme nicht erreichbar.»

Auf Deutsch übersetzt: Telefonnummer nicht rausgefunden, Mail an falsche Mail-Adresse geschickt. Oder einfach: never let the truth spoil a good story. ZACKBUM erreichte Pelda problemlos, der auch neben seinen «letzten Reisevorbereitungen» gerne Zeit fand, auf die Frage zu antworten, was denn da passiert sei:

«Es ist gar nichts passiert, und ich darf neben meinem Fixum bei CH Media als Freier für die Weltwoche schreiben.»

Also schlichtweg eine Verbesserung der Einkommenssituation, da das Haus Wanner bekanntlich Geld zum Verlölen hat, was es mit «watson» unermüdlich unter Beweis stellt. Mit dem Engagement für Pelda gibt Wanner immerhin sinnvoll sein Geld aus. Und Köppel kann etwas sein Portemonnaie schonen, denn solche Kriegseinsätze können recht ins Geld gehen. Nicht in erster Linie wegen unverschämten Honorarvorstellungen des Reporters. Sondern Logistik, Sicherheit, Fixer, Chauffeur, Infohonorare, Telekommunikation, das läppert sich.

Kleiner Tipp an die Kollegen von persoenlich.com: Finger rausnehmen, Grundlagen des professionellen Journalismus beachten.

Im Medienhimmel

Auffahrt ist’s; Zeit für leichtere Kost.

Himmlische Spitzenleistungen aus dem Schaffen unserer Qualitätsmedien.

Arbeiten wir uns von ganz unten nach oben. Wie «watson» scharf beobachtete, gingen Pixelmännchen (oder -frauen) an diesen Wettbewerb. Wo der Geschmack einen weiten Bogen macht, da ist das Organ mittendrin. Traut sich aber nix.

Was soll denn das zu meckern geben? Ist doch super, dass der «Blick» seinem Regenrohr im Logo nachlebt und nun auch Gartentipps gibt. Gehört sicherlich zur Resilienz. Allerdings: diese Story ist sehr, sehr resilient. Sie begleitet den Leser schon seit Tagen online. Seit Wochen. Bald einmal seit Monaten. Irgendwann seit Jahren. Bis es keine Brennnesseln mehr gibt.

Eigentlich ist das die alte Masche des Boulevards. Nur wen man vorher gehypt hat, kann man anschliessend richtig schön in die Pfanne hauen. Macht doch nix, dass auch Tamedia «Mr. Corona» lobhudelte. Welche Gelassenheit. Welches Vertrauen. Welche Geduld. Welche Stimme. Was für ein Mann. Und arbeitet (als Beamter!) sogar noch über seine Pensionierung hinaus. Ohne ihn hätten wir Corona sicher nicht überlebt. Und jetzt? Versäumnisse, Versager, verpeilt, wie konnte er nur, entrüstet sich der Tagi.

Das ist klassischer «#metoo»-Journalismus. Da gibt’s die Meldung, dass in Spanien Gesetz werden soll, dass Frauen mit starken Regelschmerzen deswegen zu Hause bleiben dürfen. Olé! Da überrascht der Chefredaktor seine Mannschaft mit einem Genieblitz: Das ist doch ein Thema. Aber wir müssen es lokal spielen. Also ran an die Umfrage, was meinen die Ostschweizer dazu? – Die Ostschweizer:Innen, korrigiert ihn seine feministische Fraktion. Natürlich, verbessert er sich, das ist ja ein Frauenthema. – Nein, das ist ein Menschenthema, kriegt er nun um die Ohren. Also gut, sagt er, nun aber ans Werk.

Das wird aber ein Werkchen, im Tagblättchen von St. Gallen: «Das sagen zwei Ostschweizer Politikerinnen, eine Feministin, der Thurgauer Gewerkschaftsbund und der St.Galler Gewerbeverband.» Minimale Pflichterfüllung, sagt ZACKBUM.

Ein (in Zahlen 1) russischer Diplomat hat einen starken Abgang hingelegt und sich mit Getöse gegen seinen Staat und seine Regierung gewandt. Das ist ausserordentlich und ausserordentlich mutig. Aber ist’s schon eine Welle? der Diplomat ging bei der Genfer UNO-Delegation Russlands von Bord. Also wie gemacht für die geballte Recherchierpower von Tamedia. Oder auch nicht. Die Artikel stammen von Frank Nienhysen, der schaffte auch ein Interview mit dem abtrünnigen Diplomaten. So arbeitet man halt bei der «Süddeutschen» immer noch. Während die Schweizer Tamedia-Redaktoren Maulaffen feilhalten und zuschauen.

Ergreift der Häuptling das Wort, geben sich die Indianer immer besonders Mühe. Eric Gujer ordnet mal wieder die Welt in der NZZ, zeichnet die ganz grossen Linien und blickt kompetent in die Zukunft. «Der Sieger im Ukraine-Krieg steht schon fest: China.» Welch ein Blick durch die Dinge hindurch. Aber wie bebildert man das nur? Krisensitzung der Bildredaktion, rote Striemen auf der Kopfhaut vor lauter Kratzen. Ernste Gesichter, leichte Schweissausbrüche, Angst um den Arbeitsplatz. Bis jemand die rettende Idee hatte: Chinesinnen. Auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Hinten Mao, vorne lacht’s. Das traf zunächst auf Unverständnis und offene Münder. Aber der clevere Entdecker legte nach: Als Bildlegende schreiben wir «China könnte zum lachenden Dritten werden.» Allgemeine Erleichterung, Applaus, tiefes Einschnaufen, anerkennendes Kopfnicken. Und keiner merkt, wie lachhaft dieses Foto zu diesem Text ist. Ob’s wenigstens der Autor rafft?

Zahlen für Schrott

Auch bei CH Media gibt es eine Bezahlschranke. Leistung, Qualität. Ätsch, reingefallen.

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Der Autor Stefan Ehrbar hat sich vom Sachbearbeiter Zahlungsverkehr zum freien Journalisten und schliesslich zum Journalist «Vollzeit» bei CH Media hochgearbeitet. Das ist eine Karriere. Bei CH Media wird alles – ausser dem Lokalen – von einer Zentralredaktion in Aarau abgefüllt. Daher prangte bei sämtlichen Kopfblättern online zuoberst ein Werk des Vollzeitjournalisten: «Sexismus? Postfinance sucht Leute, die Arbeitszeit «nicht dem Kampf für Gleichberechtigung» widmen – und will es gut gemeint haben.»

Diesen Titelbandwurm versteht nun nicht jeder Leser. Aber der zahlende kann hinter der Aboschranke auf Aufklärung hoffen. Ist Ehrbar hier einem Skandal auf der Spur? Werden ausgerechnet bei der Postfinance Frauen gemobbt, sexuell belästigt, marginalisiert, abgewertet, ignoriert?

Zunächst hat Ehrbar nix zu meckern: «Die Post-Finanztochter Postfinance hat theoretisch alles richtig gemacht für ein gendergerechtes Stelleninserat: Sie sucht nach «Softwareentwickler:innen».» Das mag zwar gendergerecht erscheinen, ist aber schlichtweg eine Vergewaltigung der deutschen Sprache. Das lobt Ehrbar, tadeln muss er hingegen den Inseratetext auf Linkedin. Er beginnt launig damit, dass die gesuchte Person (darf auch männlich sein) sich mehr für den binären Unterschied zwischen 0 und 1 als für den genetischen zwischen XX und XY interessieren sollte.

Sollten lesende Blondinen (Achtung, Sexismus) das nicht kapieren, wird es noch ausgedeutscht: «Wir suchen Softwareentwickler:innen, die Ihre Arbeitszeit dem Banking der Zukunft und nicht dem Kampf für Gleichberechtigung widmen wollen.»

Das ist nun eigentlich ein verständlicher Wunsch eines Arbeitgebers, dass der nicht für Genderdebatten, sondern für die Herstellung von Software bezahlen will. Aber in den heutigen Zeiten sind für einige Marktteilnehmer Genderdebatten entschieden wichtiger: «Ihr solltet den Unterschied zwischen misogynem Mist und unbedarftem LinkedIn-Post herausarbeiten.» Leider verzichtet der Nutzer auf eine Erklärung, wie das die Postfinance anstellen sollte. Mit dem Fremdwort misogyn (für frauenfeindlich) ist er wohl an seine Grenzen gestossen.

Die überschreitet dann aber Agota Lavoyer, «Expertin für sexualisierte Gewalt», problemlos. Damit werte die Postfinance den Kampf um Gleichberechtigung massiv ab, will sie wissen. Aber es wird noch viel schlimmer: «Es sei nicht zuletzt der fehlenden Gleichberechtigung geschuldet, dass sexualisierte und häusliche Gewalt an Frauen in der Schweiz noch immer so verbreitet seien», zitiert Ehrbar die Expertin. Und versetzt Postfinance sozusagen noch den Todesstoss:

«Frauen würden auch alleine deswegen getötet, weil sie Frauen sind.»

Angesichts all dieser Weiterungen muss man geradezu von Milde sprechen, dass Lavoyer nur eine «unsäglich miserable Leistung» von Postfinance kritisiert. Die wehrt sich – natürlich mit untauglichen Argumenten: «Die Botschaft dieses Werbemittels ist, dass Gleichberechtigung bei Postfinance in der Kultur fest verankert und so normal ist, dass die Mitarbeiter:innen keine Zeit im Job dafür aufwenden müssen.»

Aber das Finanzhaus gelobt Besserung; es weiss, wie schnell es in einen Shitstorm geraten kann, auch ohne den geringsten nachvollziehbaren Anlass. Bleibt vielleicht noch die Frage, welche Qualifikationen eigentlich diese «Expertin für sexualisierte Gewalt» mitbringt. Auf ihrer Webseite, jetzt wird’s natürlich ganz heikel für einen männlichen Autor, verzichtet sie auf jede Angabe zu Aus- oder Weiterbildung. Ausser: «Als Opferhilfeberaterin habe ich in den letzten Jahren hunderte Opfer sexualisierter Gewalt begleitet.»

Damit hat sie sich dann offenbar einen festen Platz im Adressverzeichnis von Journalisten erobert: «Ich berate, rede, schreibe über gesellschaftspolitische Aspekte sexualisierter Gewalt, Opferberatung und Opferhilfe.» Damit hat sie es schon als «Studiogast» in den «Kassensturz» geschafft oder in die Spalten des Weltblatts «Hauptstadt». Ausserdem erscheine im Juni ihr «erstes Buch». Das sei ein «Kinderfachbuch zur Prävention sexualisierter Gewalt.» Das Wort «Buch» ist dehnbar; das Bändchen umfasst ganze 73 Seiten, für die stolze 23 € fällig sind.

Nun kann sich jeder (und jede) zum «Experten» für irgendwas ernennen, sei es auch nur durch Praxiserfahrung. Also eine Hausfrau ist sicherlich Expertin für den Haushalt. Ein Müllmann Experte für Müll.

Wieso aber ein Journalist eines angeblichen Qualitätsmediums hinter der Bezahlschranke einer solchen «Expertin» unwidersprochen das Wort erteilt und nicht merkt, dass sie ein launiges, aber sicher nicht sexistisches Inserat zu einem Skandal aufblasen will, der in letzter Konsequenz zur Ermordung von Frauen führe, das ist ziemlich niveaulos.

Genau wie sein eigener besserwisserischer Hinweis am Schluss des Artikels: «Möglicherweise kann die Post-Tochter aus der Episode etwas lernen: A/B-Testing, also das Ausprobieren zweier Versionen, ist nicht nur in der Softwareentwicklung nützlich – auch die Marketingverantwortlichen könnten sich damit künftig einigen Ärger ersparen.»

Allerdings ist er offensichtlich kein Experte für Software. Dort gibt es nämlich A/B-Testing nicht. Und wie soll das bei einem Stelleninserat gehen? Sexistische Variante A, politisch und gendermässig völlig korrekte Version B? Also ev. mit Ansprache der rund 164 verschiedenen sexuellen Orientierungen und dem Hinweis, dass Postfinance als Arbeitgeberin besonderen Wert auf Engagement im Kampf für Gleichberechtigung legt und kein Problem damit hat, wenn darunter die Softwareentwicklung leidet?

Oder einfach gefragt: wie frech muss man sein, um für so etwas auch noch Geld zu verlangen? Wie vernagelt muss man sein, wenn man sich wundert, wieso immer weniger Leser bereit sind, für einen solchen Schrott etwas zu bezahlen? Zugegeben, das sind sicherlich schrecklich sexistische Fragen eines Mannes, der eine oder einen Softwareentwickler garantiert nur nach seinen Kompetenzen einstellen würde, während ihm seine Einstellung zum Kampf um Gleichberechtigung eher egal wäre. Dem er/sie sich mit voller Energie widmen dürfte – nach Ablieferung einer dem Gehalt entsprechenden Leistung.

Als die Bilder laufen lernten

Die Mainstream-Medien entdecken das Bewegtbild. Sogar in Farbe.

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Tamedia setzt auf skelettierte Redaktionen und Videos zwecks Bespassung der immer kleineren Leserschar. Allerdings ist das Anschauen meistens reine Zeitverschwendung. So führt Tamedia stolz ein Video vor, das angeblich die angebliche Jacht von Präsident Putin zeigen soll, die in einem italienischen Hafen beschlagnahmt wurde.

Das informative und unterhaltsame Video zeigt – die Jacht. Aus verschiedenen Perspektiven. Von der Seite. Von vorne. Nochmals von der Seite. Von nahe, so weit halt ein Tele heranzoomen kann. Man sollte diese Minute verschwendeter Lebenszeit dem Konzern in Rechnung stellen.

Das Gleiche gilt auch für den Videobericht über die Explosion in Havanna, bei der das Hotel Saratoga schwer beschädigt wurde. Es muss mit Dutzenden von Todesopfern und Verletzten gerechnet werden. In dieser Minute sieht man – die rauchenden Trümmer der Hotels. Aus verschiedenen Perspektiven. Nochmals eine Minute Lebenszeit geklaut.

Ringier setzt bekanntlich auf «Blick TV», eine Art Nachrichtenshow. Zwar zuletzt runtergespart bis zum Gehtnichtmehr, aber immerhin mit eigenen Reportern vor Ort. So zum Beispiel auf dem Friedhof bei Riehen, wo traditionell eine Gedenkfeier anlässlich des sowjetischen Sieges über Hitlerdeutschland stattfindet. Da schaltet «Blick» live zum Reporter vor Ort. Leider nur zu spät, denn der kann nur berichten, dass gerade eigentlich nichts los sei, was eine einsame Person im Hintergrund stumm bestätigt.

Aber wozu gibt es den Rückblick; zuvor sei etwas los gewesen, berichtet er. Da hätten sich doch zwei Frauen in ukrainischen Farben vor den Gedenkstein gestellt, worauf Russen (und Russinnen, wir sind bei Korrekt-TV) «das Gespräch» gesucht hätten, anschliessend seien die beiden Frauen davongelaufen. Einblick in Einfalt-TV.

Wie es sich gehört, setzt das Blatt für die besseren Stände natürlich nicht auf Videoschnipsel, sondern produziert unter dem passenden Namen «NZZ Format» eigene Dokumentationen, über interessante und manchmal auch weniger interessante Themen.

CH Media, der Konzern mit den meisten eigenen Privat-TV-Stationen und jeder Menge Dudelfunk, hat allerdings noch nie etwas von Synergien gehört. Der Web-Auftritt seiner Unzahl von Kopfblättern ist völlig frei von Bewegtbild und -ton. Vielleicht muss da technologisch noch aufgerüstet werden.

Dafür setzt einer der drei Auslandredaktoren, die sich der Konzern leistet, seine Serie der Blödel-Alliterationen fort. Putin, Potemkin, Parade, wer kann da schon widerstehen. Auch wenn auf dem Roten Platz keine Holzfassaden vorbeigetragen wurden.

«20Minuten» zeigt auch in diesem Bereich, wieso es weiterhin alle Bezahlzeitungen in seiner Reichweite abtrocknet. Gleich eine ganze Videogalerie nimmt auf die Sehgewohnheiten auch der jüngeren Leserschaft Rücksicht.

«watson» hingegen, Überraschung, bemüht sich auch in der Abteilung Video, das Niveau unermüdlich tieferzulegen. Mit Erfolg:

Und wie steht es denn mit der «Republik»? 50 Nasen, Millionenbudget, sollten da zur Rettung der Demokratie nicht auch Videos eingesetzt werden? Beschallt wird der Leser ja mit Podcasts, aber zum Bewegtbild hat’s noch nicht gereicht. Wahrscheinlich braucht es dafür zunächst eine neue Bettelrunde unter der Leserschaft.

Sauglattismus

Es ist mal wieder Zeit für eine Fotoromanza!

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Eigentlich schafft es nur der «Tages-Anzeiger», sich selbst auf der Frontseite mit einem riesigen, riesig-schlechten Cartoon jeden Hauch von Seriosität zu nehmen. Bravo.

Das setzt sich dann auf der Kommentarseite fort. Kalten Arsches (Pardon) fordert hier der mutige Redaktor, dass man ein Zeichen setzen soll. Solidarität üben. Leider ist diese Aktion nicht kriegsentscheidend. Aber ein frostiger Beitrag dazu.

Der «Blick» hingegen melkt wirklich alles aus der Null-Story des Besuchs einer politischen Null in der Ukraine. Blöd auch, dass es nicht mal zu dem üblichen Handshake-Foto gereicht hat, sondern das Blatt sich mit einer Fotomontage auf der Front behelfen muss. So viel Kooperation hätte man von Irène Kälin schon erwarten dürfen. Aber eben, man kann’s – oder man kann’s nicht.

Eher verhalten berichtet CH Media über das Kriegsreisli unserer Nationalrats-Präsidentin. Man beachte den deutlich ranzigen Gesichtsausdruck der Umstehenden, die sich offenbar nichts sehnlicher wünschen, als dass diese Frau aus der Schweiz endlich mal das Wort wieder loslässt.

Lobenswert ist hingegen, dass sich die vielen Kopfblätter von CH Media durchaus auch dem Lokalen verschrieben haben. Auch wenn die Prominenz der linken Prominenz vielleicht nicht für jeden erkennbar ist.

In einer Welt für sich lebt wieder einmal die NZZ, und dafür gebührt ihr grosses Lob. Natürlich beherrscht auch ihre Frontseite der Gaslieferungsstopp. Aber daneben und mit Bild widmet sich die alte Tante einem Thema, das allen anderen schwer an einem gewissen Körperteil vorbeigeht. ZACKBUM ist entzückt.

Dazu gehört auch ein üppig fotografierter Bericht über den Anteil, den Kosaken im Kampf gegen Russland leisten. Auch dafür hat kein einziges anderes Organ den Nerv. Aber die NZZ kann noch einen drauflegen:

Das ist sowohl inhaltlich wie thematisch sehr konträr zum Mainstream und verdient deswegen höchstes Lob.

Ab in die Wanne

Original und Fälschung – oder: wer war das?

ZACKBUM kennt sich beim Thema Falschschreibung von Namen aus. Wie unsere Leser unermüdlich bemerken müssen, haben wir da eine kleine Schwäche. Die reden wir uns jeweils so schön, dass bei dem Output einer One-Man-Show halt schon dies und das passieren kann. Zudem sind wir unser eigenes Korrektorat und haben das nicht mal nach Banja Luka ausgelagert.

Das alles gesagt, darf nun gelacht werden:

Dieser Kommentar ziert die Frontseite aller CH Media Kopfblätter, und davon gibt es eine Menge. Inhalt unwichtig, erschwerend kommt auf jeden Fall hinzu, dass es sich um die Tochter des Chäfs handelt. Des Besitzers. Des Bosses Peter Wanner. Des obersten Befehlshabers, der in kriegerischer Stimmung ist und sowieso gerne den Dritten Weltkrieg anfangen möchte.

Nun handelt es sich hier um das PDF des Kommentars; im Print sieht die gleiche Stelle es Bitzeli anders aus:

Man kann vielleicht zum Trost sagen, dass Anne Wanne noch schlimmer gewesen wäre.

Für Aussenstehende ist das ziemlich lustig. Aber nachdem wir uns die Lachtränen abgewischt haben, stellen wir uns mal vor, was intern im Hause CH Media los ist. Da schallt nämlich durch die Verrichtungsboxen der Zentralredaktion die Frage: «Wer war das

Denn sicherlich gibt es bei CH Media, wie bei Tamedia, eine unerbittliche Qualitätskontrolle; das ist man sich doch schuldig. Gerade auf der Frontseite, besonders bei einem Kommentar der Tochter des Chefs. Da schaut sicher der Korrektor (in Banja Luka oder so) drüber. Der Blattmacher. Der Ressortverantwortliche. Diverse Chefredaktoren und auch der Oberchefredaktor. Der Produzent, wenn man sich einen solchen Luxus noch leistet. Und alle haben das nicht bemerkt?

Das ist die eine Möglichkeit. Die andere: es war Absicht. Bösartigkeit. An die dritte Variante wollen wir gar nicht denken: Es gibt Mitarbeiter bei CH Media, die nicht wissen, wer Anna Wanner ist. Oder Wanne. Oder Wanna. Oder wie auch immer.

Wir fragen uns jetzt: wird das zu Köpferollen führen? Einem Korrigendum? Wir der Fehler transparent gemacht? Muss die nicht verwandte Namensvetterin Alina Wanner von der NZZaS eingreifen? Wir bleiben dran. Wir finden’s raus.

Steile Lernkurve nach unten

CH Media haut Blick-TV – völlig uneigennützig. Blick-TV keilt zurück. Völlig unnütz.

Die grossen Medienclans der Schweiz setzen auf unterschiedliche Strategien. Ringier auf internationalen Gemischtwarenladen mit hohem Digitalanteil. TX Group auf nationalen Gemischtwarenladen mit streng getrennten Profitcentern, die alle den gleichen Profitansprüchen genügen müssen. Sonst wird gespart, bis es kracht.

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CH Media setzt mehr auf die elektronische Karte. Keine grossen Handelsplattformen, dafür das grösste Kopfzeitungsmodell der Schweiz plus Radio und TV. Lassen wir die NZZ mal aussen vor.

Von dort kommt Francesco Benini, der wohl gerne Chefredaktor der NZZaS geworden wäre. Allerdings stand ihm Jonas Projer in der Sonne, der wiederum von «Blick TV» eingewechselt wurde. Also mindestens zwei Gründe für Benini, auf CH Media genau diesem TV-Experiment Ringiers kräftig eins über die Rübe zu geben.

«Die Erwartungen waren hoch – aber das Interesse klein: Blick-TV als Fernsehsender ist gescheitert», titelte CH Media am Freitag. Von 17 Nachrichtensendungen am Tag sei das Angebot auf drei geschrumpft. Zusammenfassung: «Blick-TV wollte ein lineares Fernsehen sein und produziert nun vor allem Abrufvideos.»

Auch der Markt habe nicht wie erwartet reagiert, schreibt Benini: «Mitarbeiter berichten, dass die Nutzerwerte für die Angestellten anfänglich sichtbar gewesen seien. Als sich herausgestellt habe, dass das Publikumsinteresse gering sei, hätten die Vorgesetzten die Statistik verschwinden lassen.»

Also alles in allem dürfte sich die «Herzensangelegenheit» des Ringier-CEO Marc Walder bald versenden, vermutet Benini: «Auch das Erreichen der kommerziellen Ziele rückte in weite Ferne. Für Blick-TV investierte Ringier einen Millionenbetrag – die genaue Summe nennt das Unternehmen nicht. Schon nach weniger als einem Jahr war klar, dass das Projekt redimensioniert werden muss. Marc Walder hatte Blick-TV am Anfang drei Jahre Zeit gegeben, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Die Vorgabe stellte sich schnell als unerreichbar heraus.»

Eine vernichtende Kritik kann noch verstärkt werden

Vernichtend, lässt sich das noch steigern? Aber ja. Dann, wenn die ansonsten unsichtbare Oberchefin der «Blick»-Gruppe das Wort ergreift. Richtig, die Rede ist von Ladina Heimgartner, Mitglied «Executive Board», «Head of Global Media» und «CEO der Blick-Gruppe».

Die Dame mit der ausklappbaren Visitenkarte fiel das letzte Mal unangenehm auf, als sie sich im verloren gegangenen Abstimmungskampf um die Medienmilliarde mit einer Meinungskolumne zu Wort meldete. Böse Zungen behaupten, dass sie damit einen kleinen, aber feinen Beitrag zur Ablehnung an der Urne leistete.

Sie ernannte damals das Geschenk an notleidende Medienclans kurzerhand zur «überlebenswichtigen Übergangslösung». Das veranlasst natürlich die Frage, ob nun Ringier und gar auch Heimgartner nicht länger überlebensfähig sind. Es gibt immerhin zwei Gründe, an der Zukunft von Ringier zu zweifeln. Eben das Fehlen dieser überlebenswichtigen Hilfe. Und das Wirken von Heimgartner.

Die wirft sich nämlich für «Blick-TV» in die Bresche, wobei sie als ehemalige TV-Frau auch eigentlich die nötigen Voraussetzungen mitbringen sollte. Mangels anderer Angebote ergreift sie dafür gerne die Gelegenheit, auf persoenlich.com zurückzuschlagen. Und wie: «Der Artikel ist in weiten Teilen tendenziös und in einigen Punkten sogar schlichtweg falsch». Zack und bum.

Falsch ist falsch. Oder so

Nun macht Heimgartner allerdings etwas, was wohl selbst beim Rätoromanischen TV nicht gern gesehen würde: sie dementiert Behauptungen, die gar nicht im Artikel aufgestellt wurden : «Unsere Zahlen sind so hoch wie nie, das gilt für die Views bei Breaking-News im Live und erst recht bei Videos on Demand (VoD).» Benini hat nicht das Gegenteil behauptet. Nur, dass die Messung der Zuschauerzahlen verschwunden sei. Und neue, konkrete Zahlen nennt Heimgartner nicht. Schliesslich habe man die Rechte an der Übertragung von Eishockey-Matches erworben, führt Heimgartner weiter ins Feld; «würden wir dies tun, wären die Zahlen schlecht? Sicher nicht».

Wir können dem Fettnäpfchen nicht ausweichen, dass es sich hier wohl um angewandte weibliche Logik handle. Denn der Erwerb von Ausstrahlungsrechten kann sowohl ein Zeichen für Wohlergehen wie auch für die Suche nach mehr Reichweite sein.

Dann lehnt sie sich bar jeder Logik weit aus dem Fenster: «Blick TV wollte nie ein linearer Fernsehsender sein, sondern war von Beginn an als Digitalangebot mit Fokus auf mobile Nutzung gedacht und wurde auch so beworben.»

Vielleicht sollte zur steilen Lernkurve von Heimgartner gehören, nicht linear dem Oberchefredaktor Christian Dorer zu widersprechen. Der sagte nämlich zur Lancierung von «Blick-TV»: «Blick TV wird zum CNN für die Schweiz: Es ist der erste Breaking-News-Sender des Landes, die Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten News, Einordnung, Analysen und Unterhaltung – also alle bisherigen BLICK-Themen in TV-Form.»

Linear oder digital oder so

Nun ist CNN doch eher ein linearer TV-Sender, und genau den wollte «Blick-TV» nachahmen, indem verkündet wurde, dass es von 6 bis 23 Uhr zu jeder vollen Stunde «eine neue Sendung mit den aktuellsten Top-News» gebe.

Nach dieser verlorenen Schlacht weiss auch Heimgartner, dass Angriff die beste Verteidigung ist und keilt noch zurück. Man habe schliesslich dazugelernt: «Wer diese Lernkurve als Zeichen für «Scheitern» werte, habe die Grundregeln der digitalen Transformation nicht verstanden, so Heimgartner weiter. «Eine steile Lernkurve ist für uns ein Zeichen von Stärke. Wir sind stolz darauf.»»

17 Stunden Live-Programm wurde versprochen. Das riecht nach linear, sieht wie linear aus und ist linear. Oder war’s. Ist das vielleicht peinlich, wenn sich eine TV-Frau an den Begrifflichkeiten vergreift. Statt einfach zuzugeben: falsch gestartet, rumgerudert, neue Versuche. Lernkurve eben, allerdings bei horrenden Kosten. Besonders resilient, um ihren Lieblingsausdruck zu verwenden, scheint das nicht zu sein. Sie selbst ist’s allerdings sehr.

Wumms: Aline Wanner

Diesen Namen trägt der Niedergang der Medienkritik in der NZZaS.

Im Wechsel mit Felix E. Müller macht die Leiterin von NZZ Folio bewusst, dass es sich beim Bedauern über die Einstellung der NZZ-Medienseite mitsamt Entlassung des langgedienten Redaktors um keinen Phantomschmerz handelt.

Immerhin: die Kolumne ist kurz. Viel mehr Positives lässt sich aber nicht dazu sagen. Zu den Lieblingsbeschäftigungen von Wanner gehört, die Konkurrenz niederzumachen. Also Ringier, CH Media und Tamedia im Turnus.

Aktuell ist mal wieder Tamedia dran: «Der «Tages-Anzeiger» etwa veröffentlichte in einem eigenartigen Eifer diese Woche eine neue Art von Korrigendum: Der dazugehörende Artikel, heisst es darin, basiere auf Informationen, «die wir im Nachhinein als zu wenig erhärtet erachten»

Hat Bundesrat Cassis ein temporäres Exportverbot für Waffen vorgeschlagen oder nicht? Da ist sich Tamedia unsicher geworden und macht das transparent – dafür lässt man den Artikel online. Findet Wanner überhaupt nicht gut. Artikel kommentarlos zu löschen oder zu verändern, dass findet sie auch nicht gut. Was wäre dann besser? Das weiss die Besserwisserin auch nicht.

Vielleicht könnte sie ja die von ihr beklagte mangelnde Fehlerkultur auf sich selbst anwenden; wäre doch mal was Neues. So schrieb Wanner vor ziemlich genau einem Jahr zur Fusion von «Berner Zeitung» und «Der Bund» launig: «Nun werden womöglich – wie in Basel und Zürich – Idealisten mit Nischenprodukten ihr Glück in Bern versuchen. Die Erfolgsaussichten kennen wir ja.»

Damit spielt sie beispielsweise auf die krachend gescheiterte «TagesWoche» in Basel an. Wird ja in Bern wohl auch nix, meint Wanner. Am 13. März dieses Jahres sieht das schon ganz anders aus:

Genau, die Rede ist vom neuen Nischenprodukt «Hauptstadt» aus Bern, das man natürlich so oder so sehen kann: «Es gibt ein Bedürfnis nach zuverlässigen, liebevollen, überraschenden Informationen aus der Nähe. Im besten Fall entsteht so ein nachhaltiges Geschäftsmodell.»

Allerdings dient ihr die kleine Lobeshymne nur dazu, auf die unliebsame Konkurrenz Tamedia einzudreschen: «Die TX Group gab diese Woche übrigens einen beachtlichen Gewinn für das vergangene Jahr bekannt. Aber kleine, schlanke Unternehmen sind bekanntlich oft ­innovativer als träge Kolosse mit fragwürdiger Betriebskultur.»

Wir warten immer noch sehnlich darauf, dass sich die unerbittliche Kritikern mal zu ihrem eigenen Laden äussert. Wenn man ohne grosse Eigenleistungen jeden Monat sein Gehalt bekommt, als Frau sowieso unkaputtbar ist, könnte man sich doch auch mal eine Analyse des Kolosses NZZ-Gruppe trauen. Statt sich ohne Korrektur selbst zu widersprechen …

Was hält Wanner zum Beispiel vom Führungsstil des Chefs Eric Gujer? Wir sind gespannt.