• Home
  • QA
  • Links
  • Podcast
  • Video
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Schlagwortarchiv für: spiegel

René Zeyer

Der «Spiegel» spinnt, neue Lieferung

16. September 2026/3 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Ein Magazin schreibt sich ins Elend.

Schon im August 2024 musste ZACKBUM das erste Mal konstatieren, dass das ehemalige Nachrichten- und inzwischen Meinungsmagazin spinnt.

Das konnte man unter anderem an zwei Titeln festmachen:

Die Welt ist dann doch nicht zu ihrem Ende gekommen, der Faschismus hat (noch) nicht gesiegt, aber der «Spiegel» kennt sie und sich selbst tatsächlich nicht mehr.

In dieser üblen Tradition legte er nach:

 

Vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt ernannte er den Spitzenkandidaten der AfD zum «gefährlichsten Mann Deutschlands». Zuletzt war Hermann Göring so tituliert worden, aber das wusste die geschichtsvergessene Redaktion wohl nicht.

Wo ist der Nachweis für den Superlativ, fragte ZACKBUM?

Offenbar hat ihn selbst Chefredakteur Dirk Kurbjuweit nicht gefunden. In seiner Verteidigung des Covers baute er nämlich nachträglich eine bemerkenswerte kleine Klausel ein: Ulrich Siegmund sei «aus Sicht liberaler Demokraten» aktuell der gefährlichste Mann Deutschlands.

Hat alles nichts genutzt; der Wähler blieb stur und unbelehrbar und erfüllte das Kanzlerwort von einer Halbierung einer Partei. Allerdings meinte der die AfD und nicht seine CDU.

Kommt die Redaktion dann wenigstens zur Besinnung und fängt vielleicht mal an, Kontakt mit der Wirklichkeit zu nehmen, nach Ursachen und Motiven zu forschen, Analysen zu liefern? Ach was:

In der Mitte der gefährlichste Mann Deutschlands, umrahmt von den beiden Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. Eingefärbt in Alarmrot.

Zusammen sind sie nun «Verfasssungsfeinde». Gerade in Deutschland ein scharfes Wort. Gibt es denn in der Titelgeschichte wenigstens den Hauch eines Belegs, eines Indizes, gar eines Beweises, dass dem so ist?

Nein, er ist gespickt mit Konjunktiven, Geraune, Hinweise auf angebräunte Vergangenheiten von Mitarbeitern oder möglichen Parlamentariern der Siegerpartei. Denn keinem der Drei kann der Zerrspiegel direkt Verfassungsfeindliches vorwerfen.

Welche konkreten Ziele der AfD richten sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung – insbesondere Menschenwürde, Demokratieprinzip und Rechtsstaatlichkeit – und welche Belege zeigen, dass die Partei diese Ziele planvoll verfolgt?

Da schweigt die Kreische aus Hamburg. Sie denaturiert ihren viel missbrauchten Slogan «Sagen, was ist», endgültig zu «Sagen, was nicht ist».

Gerade in Zeiten, in denen intelligente Analyse und Erkenntnisgewinn so wertvoll sind wie wohl niemals zuvor seit der Aufklärung, entleibt, entwürdigt sich das Organ in peinlicher Weise.

Die verkaufte Auflage ist die Quittung dafür. Betrug sie im Jahr 2000 noch über eine Million Exemplare, sind es heute inklusive E-Paper noch 636’000. Die tatsächliche Printauflage hat sich halbiert. Nicht zuletzt im Versuch, die AfD kleinzuschreiben, verzwergt sich das Blatt selbst.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2021/11/Short1.jpeg 291 627 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-09-16 05:00:112026-09-13 14:24:10Der «Spiegel» spinnt, neue Lieferung
René Zeyer

Jeder darf aufs hohe Ross

15. September 2026/2 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Wer da alles mit dem Zeigefinger fuchtelt …

Der «Spiegel» quatscht mit Michel Friedman («Man kann auch seinen Selbstmord wählen.»). Der zieht süffisant über den Bundeskanzler Merz her und bezeichnet die AfD als eine «rassistische, zerstörerische Partei». Das ist natürlich im Rahmen der Meinungsfreiheit erlaubt.

Allerdings sollte Friedman eigentlich den Anstand haben, nach seiner Kokain- und Prostituierten-Affäre von 2003 niemals mehr öffentlich in Erscheinung zu treten. Niemand trat zuvor aggressiver als moralischer Ankläger auf, bis er einen Strafbefehl wegen Kokain-Besitzes erhielt und ihm nachgewiesen wurde, dass er die Dienste von jungen, aus dem Osten stammenden Prostituierten in Anspruch genommen hatte.

Er trat als stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden zurück und gab seine ARD-Talkshow auf. Aber im festen Vertrauen auf das löchrige Kurzzeitgedächtnis der Öffentlichkeit schwingt er sich wieder als Obermoralist auf.

Der Kopfblattsalat von Tamedia interviewt Peter Altmaier. Der frühere Kanzleramtschef und Bundeswirtschaftsminister ist in seiner ganzen langen Karriere niemals durch eine besondere Leistung aufgefallen. Eigentlich ruht er schon seit Jahren im Abklingbecken für abgehalfterte Politiker. Hat aber natürlich Zeit für ein Gespräch.

Und antwortet ernsthaft auf Scherzfragen von Simon Widmer und Anna Luna Frauchiger wie die, ob er sich Sorgen um Deutschland mache: «Ja, ich mache mir Sorgen. In vielen europäischen Ländern wählen die Menschen seit Jahren populistische Parteien am rechten und rechtsextremen Rand.»

Und die Migration? «Das Thema wird besonders virulent, wenn es den Menschen nicht gut geht.» Soll die AfD regieren? «Es läge kein Heil darin, CDU, Linke, Grüne, SPD und BSW in eine Koalition zu pressen.» Ist Siegmund gefährlich? «Es wird sich schnell zeigen, ob er sich an die demokratischen Spielregeln hält.» Sei die Wahl in Sachsen-Anhalt nicht auch Misstrauensvotum gegen Friedrich Merz? «Da wollen Sie mir eine hübsche Falle stellen, denn so einfach ist es nicht.»

Unverdrossen die Nachfrage, ob Merz ersetzt werden müsse: «Sie erwarten jetzt nicht ernsthaft eine Antwort?» Und wie steht es um die Flüchtlingspolitik seit 2015? «Damals kamen in der Tat viele Menschen nach Deutschland, was AfD und russische Influencer nutzten, um unsere Demokratie zu diskreditieren.»

Schliesslich die Frage, ob die CDU auf eine sich mässigende AfD zugehen solle: «Sie stellen mir schon wieder eine Falle. Das ist eine rein hypothetische Frage.»

In den besseren Zeiten des Journalismus hätte die Qualitätskontrolle gesagt: Wieso sollen wir den Leser mit heisser Luft und Null-Antworten auf dümmliche Fragen belästigen? Lasst den Altmaier doch weiterhin seinen wohlverdienten Ruhestand geniessen.

Aber heutzutage darf der Deutschland-Korrespondent des «Tages-Anzeiger» Simon Widmer sich Gedanken darüber machen, «was die AfD umsetzen kann – und woran sie scheitern dürfte». Er behauptet über sich «Ich recherchiere, analysiere und erkläre.» Wenn er das nur täte.

Sein Kollege Simon Schmid (der mit einer «Republik»-Vergangenheit) macht sich Gedanken zu: «Welches Rezept wirkt gegen Rechtspopulismus?» Seine These: «Extreme Parteien gewinnen an Macht und bedrohen Wohlstand und Demokratie.» In seiner «Analyse» beruft er sich auf die absurden Thesen der Ökonomin Isabella Weber, die eine «antifaschistische Wirtschaftspolitik» fordere.

Auf so einen Gaga-Begriff muss man erst mal kommen. Und so verblendet muss man erst mal sein, dass man nicht sieht, dass eher die Wirtschaftspolitik der regierenden Altparteien, Schuldenmacherei und mangelnde Aufmerksamkeit gegenüber Problemen, die die Wähler umtreiben,Wohlstand und Demokratie bedrohen.

So ist keiner zu klein, zu fragwürdig, zu unbedeutend, zu wenig von des Gedanken Blässe angekränkelt, als dass er sich nicht aufs hohe publizistische Ross setzen dürfte.

Das gefährdet zwar nicht unbedingt Wohlstand und Demokratie, aber das Fortbestehen der Mainstream-Medien. Die ihren dramatischen Auflagenverlust ungebremst fortsetzen.

Bloss: während sie wie immer der Welt Ratschläge erteilen, berichtet in der Schweiz kein einziges Organ über die desaströsen Zahlen, die am 1. September veröffentlicht wurden.

Verständlich. Der «Blick» saust von 314’000 Exemplaren im Jahr 2000 auf jämmerliche 58’000 heute runter. Der «Tages-Anzeiger» von 279’000 auf 63’000. Die BaZ gar von 115’000 auf 24’000. So wird’s weitergehen. Bei solchen Schreibkräften und Inhalten …

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/09/Bildschirmfoto-2026-09-11-um-08.42.35.png 442 736 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-09-15 05:00:442026-09-14 23:04:23Jeder darf aufs hohe Ross
René Zeyer

Brandmauer im Kopf

9. September 2026/8 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Eine legale Partei fährt einen Erdrutschsieg ein. Es folgt Japsen und Zetern.

«Gesichert rechtsextremistisch, Bedrohung demokratischer Institutionen, Angriff auf unabhängige Medien, ausländer- und emigrationsfeindliche Politik, Ausgrenzung und Rassismus, EU- und Eurofeindlichkeit, mangelnde Regierungsfähigkeit, radikales Personal, Spaltung der Gesellschaft …»

Die Aufreihung von Verbalinjurien liesse sich beliebig fortsetzen.

Fakt ist, dass bei sensationeller Wahlbeteiligung die AfD im Winzbundesland Sachsen-Anhalt die Wahlen gewonnen hat. Mit 43,8 Prozent, eine Steigerung um 23 Prozent. Während die CDU mit minus 19,9 Prozent mehr als halbiert wurde, die SPD immerhin die Fünf-Prozent-Hürde locker übersprang und die FDP wohl endgültig im Orkus verschwindet.

576’000 Stimmen bekam die AfD, 100’000 mehr als CDU, SPD und Grüne zusammen. Die ehemalige Regierungspartei FDP bekam noch ganze 34’000 Stimmen oder 2,58 Prozent.

Bei einem solchen Resultat wäre eigentlich klar: Regierungsauftrag für die AfD, während die CDU auf den Weg der SPD einbiegt, die sich von einer Volkspartei zu einer Kleinpartei verzwergt.

Nun fehlen der AfD drei Stimmen zur absoluten Mehrheit im Parlament, was eigentlich auch kein Hindernis sein sollte, bei diesem glasklaren Wählerauftrag.

Stattdessen keift der «Spiegel»: «Neonazi-Gastgeber, Urkundenfälscher, Stasi-Offizier. Unter den 39 künftigen AfD-Abgeordneten im Magdeburger Landtag sind einige Männer mit bedenklichem Hintergrund – darunter zwei, die einem verbotenen Neonazi-Verein nahestehen sollen.»

Aber natürlich werden auch die Wähler beschimpft: «Sie haben richtig was kaputt gemacht», hält ihnen Christian Bangel in der «Zeit» vor, sie seien Menschen in ihrer Umgebung gar «mit Anlauf in den Rücken gesprungen». Dabei meint der unbeteiligte Zuschauer, dass hier einfach gewählt wurde. Demokratisch und legal.

Die «Süddeutsche Zeitung» keift: «Die deutsche Demokratie ist von rechts außen herausgefordert wie niemals seit 1949.» Laut der «Tagesschau» der ARD hätten die Wähler für einen Kandidaten gestimmt, «der keine Antworten auf kritische Fragen hat. Außer ein Lächeln, das manchmal ins Auslachen kippt». Der «Deutschlandfunk» warnt gar AfD-Gegner vor «Rachefantasien von Teilen der AfD-Anhängerschaft».

Selbst die «New York Times» verliert die Contenance und befürchtet, «dass die extreme Rechte zum ersten Mal seit dem Ende der Nazizeit in einem Teil des Landes die Macht übernehmen könnte».

Stefan Reinhart von SRF behauptet gar, dass viele Positionen der extremen Rechten gesetzeswidrig seien, «doch das ist vielen AfD-Wählern egal». Judith Wittwer sekundiert: „Die AfD verspricht ein Deutschland, das es nie gab“.

Natürlich verrutschen der «Republik» sämtliche Begriffe: «Kommt es zur AfD-Machtergereifung?» Dass eine demokratische Partei mit 43,8 Prozent aller Stimmen einen klaren Wählerauftrag zur Regierungsbildung hat, denaturiert in diesem Demagogie-Blättchen zur möglichen, historisch vorbelasteten «Machtergreifung». Zum Fremdschämen.

Maximilian Steinbeis will gar «unverhohlenen Ankündigungen von Deportation, Entrechtung und Gewalt» hören.

Bloss der «Blick» mahnt zur Vernunft; Chefredaktor Rolf Cavalli schreibt:

«Dämonisieren ist kontraproduktiv».

Als wollten viele Massenmedien alle Vorurteile über Lücken- und Lügenpresse bestätigen, wird ganz allgemein verneint, dass ein Wahlsieger das Recht habe, im Wählerauftrag zu regieren.

Das darf offenbar nur dann der Fall sein, wenn es sich um eine Partei handelt, die die Sympathien dieser Schmierfinken geniesst.

Dass sie mit genau dieser Berichterstattung einen hübschen Beitrag zum Erstarken der AfD geleistet haben, ist ihnen in ihrer Raserei nicht mal bewusst.

Hätte man keine «Brandmauer» errichtet, sondern spätestens, nachdem die AfD die Zehn-Prozent-Hürde übersprang, ihr Regierungsbeteiligung angeboten, dann wäre sie höchstwahrscheinlich genauso wie die anderen Parteien auch an der Bewältigung der komplizierten Situation in Deutschland gescheitert und hätte ihren Nimbus als «wir machen dann alles anders und besser» verloren.

Aber um zu dieser banalen Erkenntnis zu gelangen, dafür braucht es einen Restbestand von Hirnzellen.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/09/Bildschirmfoto-2026-09-08-um-17.09.15.png 448 1223 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-09-09 05:00:002026-09-09 08:30:38Brandmauer im Kopf
René Zeyer

Der «Spiegel» spinnt

27. August 2026/6 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Nicht nur das Cover ist schlimm. Auch seine Verteidigung.

«Sagen, was ist.» Das berühmte Rudolf-Augstein-Motto hängt dem «Spiegel» bis heute wie ein publizistischer Orden an der Brust.

Inzwischen müsste es vielleicht heissen: Sagen, was knallt.

«Der gefährlichste Mann Deutschlands», donnert das ehemalige Nachrichtenmagazin auf seinem Cover. Darüber das Gesicht von Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. Entschlossener Blick, ordentlich frisiert, fotogen inszeniert. Wer den Mann bislang nicht kannte, kennt ihn jetzt.

Mission accomplished.

Nur eine Kleinigkeit fehlt: der Beweis, dass Siegmund tatsächlich der gefährlichste Mann Deutschlands ist.

Nicht ein gefährlicher Mann. Nicht ein gefährlicher Politiker. Nicht ein Rechtsextremer mit gefährlichen Ansichten. Nicht einer der gefährlichsten Politiker. Nein: der gefährlichste Mann Deutschlands.

Bestimmter Artikel, Superlativ, Deutschland.

Da müsste man schon einiges liefern.

Der «Spiegel» liefert ein Porträt über einen radikalen Politiker, dessen Umfeld teilweise noch weiter rechts steht. Er beschreibt dessen Strategie: moderates Auftreten, freundliche Verpackung, harte politische Inhalte. Das kann und soll man journalistisch untersuchen.

Aber wo ist der Nachweis für den Superlativ?

Offenbar hat ihn selbst Chefredakteur Dirk Kurbjuweit nicht gefunden. In seiner Verteidigung des Covers baut er nämlich nachträglich eine bemerkenswerte kleine Klausel ein: Siegmund sei «aus Sicht liberaler Demokraten» aktuell der gefährlichste Mann Deutschlands.

Ach so.

Das stand aber nicht auf dem Cover. Versuchen wir mal, das auf Kurbjuweit anzuwenden. Der dümmste Journalist Deutschlands. Ist sogar weniger beweisfrei als das «Spiegel»-Cover.

Aus «Sagen, was ist» wird damit: Sagen, was wir finden. Was wir empfinden.

Noch hübscher ist der zweite Teil der Geschichte. Der «Spiegel» wollte vor Siegmund warnen – und hat ihm ein Wahlkampfgeschenk gemacht, das sich kein AfD-Werber schöner hätte ausdenken können.

Siegmund bedankt sich artig. Er nennt das Cover «sehr gute Werbung», spricht von einem «Ritterschlag» und signiert Exemplare.

Man kann ihm schwerlich vorwerfen, dass er einem Eigentor des Gegners nachtritt.

Darauf haben nicht nur rechte «Spiegel»-Hasser hingewiesen. Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch nennt das Cover «irre» und «unverantwortlich» und spricht von Wahlkampfhilfe für die AfD. CDU-Mann Wolfgang Bosbach sieht ebenfalls «unfreiwillige Wahlhilfe». Der österreichische Journalist Thomas Mayer kritisiert, der «Spiegel» mache Siegmund zum «Titelbildhelden».

Und die «Süddeutsche Zeitung» fragt süffisant: «Hat sich das Magazin verliebt?»

Das ist tatsächlich die Pointe.

Wer einen Politiker zum gefährlichsten Mann eines Landes erklärt, macht ihn gross. Gewaltig gross. Er erhebt einen regionalen Spitzenkandidaten zur nationalen Bedrohung. Für eine Partei, die ihren Anhängern seit Jahren erzählt, das politische und mediale Establishment habe Angst vor ihr, ist das kein Angriff.

Es ist eine Bestätigung.

Natürlich darf und muss Journalismus vor antidemokratischen Entwicklungen warnen. Er darf zuspitzen, kommentieren, provozieren. Aber wer den grösstmöglichen Superlativ auf sein Titelblatt knallt, sollte ihn anschließend auch belegen können.

Sonst ist das nicht «Sagen, was ist».

Sondern behaupten, was Auflage macht. Oder einfach: dummes Gequatsche.

Und wenn der angeblich gefährlichste Mann Deutschlands anschliessend grinsend das «Spiegel»-Cover signiert, könnte man in Hamburg zumindest kurz darüber nachdenken, wer hier eigentlich wen vorgeführt hat.

Der Titel hat übrigens eine bemerkenswerte historische Vorgeschichte. «Der gefährlichste Mann Deutschlands» lautete der Titel einer Schrift von Kurt D. Singer über Hermann Göring. Göring: NS-Machtpolitiker, Luftwaffenchef, Mitverantwortlicher für Terror, Krieg und millionenfachen Mord.

Und nun Ulrich Siegmund. AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. Ebenfalls: «Der gefährlichste Mann Deutschlands».

Das ist keine Gleichsetzung Siegmunds mit Göring. Es illustriert vielmehr, wie hemmungslos der «Spiegel» mit dem grösstmöglichen Superlativ hantiert. Wenn Göring und Siegmund beide Deutschlands gefährlichster Mann sind: Was genau bedeutet «gefährlich» dann eigentlich noch?

Oder sollte man hier von Selbstgefährdung der «Spiegel»-Redaktion sprechen, die sich noch nicht davon erholt hat, dass sie zweimal Donald Trump nicht «wegschreiben» konnte, obwohl sie dass zu ihrer Aufgabe erklärte?

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/08/Bildschirmfoto-2026-08-23-um-18.47.55.png 1114 2220 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-08-27 05:00:012026-08-23 19:04:22Der «Spiegel» spinnt
René Zeyer

Die Kloake im Internet

14. August 2026/8 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Der anonyme Kommentator ist eine Pest.

Wie jeder, der öffentlich publiziert, fragt sich der ZACKBUM-Autor, welche Psychopathologie erklären könnte, wieso es dermassen viele anonyme Kommentatoren gibt, die das Internet zur Triebabfuhr missbrauchen.

Aber lassen wir die persönliche Betroffenheit beiseite und gehen ins Allgemeine. Zunächst einmal werden unzählige Rülpser schon mal aussortiert. Rekordhalter scheint der «Blick» zu sein, der nach der letzten erhältlichen Angabe über 50 Prozent löscht. Bei den übrigen grossen Plattformen liegt die Ablehungsquote zwischen 25  und 30 Prozent.

Das erste Problem besteht darin, dass der Betreiber der Webseite für den Inhalt haftbar gemacht werden kann. Lässt er einen ehrverletzenden oder sonstwie gegen Gesetze verstossenden Kommentar durch, kann es ohne weiteres Rechtshändel geben, die meistens ins Geld gehen.

Das zweite Problem besteht in der schieren Masse. Es gehen täglich in der Deutschschweiz insgesamt rund 30’000 Leserkommentare ein, also etwa 11 Millionen pro Jahr. Davon werden täglich bis zu 9000 aussortiert, also 2,7 bis 3,3 Millionen jährlich. Die Müllabfuhr wird heute meistens in erster Linie von Algorithmen erledigt, immer weniger Geld wird für eine Kontrolle durch Menschen ausgegeben.

Das sind arme Schweine, die irgendwo auf der Welt sich ein kleines Zubrot verdienen, indem sie durch diesen Morast waten.

Unerklärlich ist, wie jemand auf die Idee kommen kann, zum 217. Kommentar noch den fünften kommentierenen Kommentar schreiben zu müssen. Ebenso verblüffend ist, dass sich Kommentarschreiber oftmals ineinander verbeissen und herumkrakeelen, ohne dass der Inhalt noch das Allergeringste mit dem eigentlichen Artikel zu tun hat.

Eine besondere Spezies sind auch die Kommentatoren, die unter verschiedenen Pseudonymen mit sich selbst Zwiegespräche führen. Allgemein verbreitet ist die Auffassung, dass es ein Menschenrecht sei, sich auf von anderen zur Verfügung gestellten Plattformen versäubern zu können.

Inzwischen sind die meisten Portale dazu übergegangen, Klarnamen und weitere Angaben wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer zu einzufordern. SRF verlangt zum Beispiel seit 2015 eine gültige E-Mailadresse und eine existierende Telefonnummer, mit der man sich zuerst registrieren muss.

Der Klarnamen wird dann publiziert. Aber auch das kann natürlich mit ein wenig Geschick umgangen werden. Obwohl viele Deppen nicht wissen, dass man sie über ihre IP-Adresse dingfest machen kann. Auch «Blick» fährt eine entsprechende Linie, ebenso die NZZ, Tamedia, «20 Minuten», «watson» oder CH Media, auch wenn hier noch Nicknamen oder Pseudonyme öffentlich werden können, insofern ein Klarname hinterlegt ist.

Bei Tamedia in erster Linie gibt es aber das Problem, dass es viele Beschwerden gibt, die auch ZACKBUM schon gesammelt hat, dass eigentlich publikationswürdig Kommentare zensiert werden, wenn sie nicht der ideologischen Linie entsprechen.

Aber selbst wenn diese Regeln eingehalten werden, ist es eigentlich unverständlich, wie inhaltsleeres Geschimpfe («so ein Quatsch, hat keine Ahnung») oder die Verwendung von reinen Verbalinjurien, die aber noch nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstossen, geschrieben und auch publiziert werden.

Häufig haben Autoren auch irgendwelche Trolls an der Backe, die unermüdlich und repetitiv ihrer Abneigung gegen die Person Ausdruck verleihen, völlig unabhängig vom Inhalt und bar jeglicher Argumente.

Interessant ist ein Vergleich mit dem angelsächsischen Raum. Grosse Medien wie die «Financial Times», die «New York Times», das «Wallstreet Journal», die Londoner «Times» oder der «Guardian» bekommen häufig Hunderte von Kommentaren, die aber fast ausschliesslich gesittet und auf das Thema eingehend geschrieben werden.

Andere haben die Kommentar-Funktion schlichtweg abgeschafft. Dazu gehören seit Dezember 2023 der «Spiegel», Reuters oder Associated Press oder die BBC. Hier finden Debatten wenn überhaupt in eigens dafür geschaffenen Gefässen oder in den Social Media statt.

Eine andere Variante ist, dass nur zu ausgewählten Artikeln Kommentare erlaubt werden. So verzichtet beispielsweise «20 Minuten» auf Kommentare bei Themen, bei denen erfahrungsgemäss die Emotionen hochgehen.

Natürlich ist jeder Autor über ein schnelles Feedback froh.Es gibt sogar Kommentare, die erkenntnisfördernd sind oder, auch wenn das schmerzt, auf Fehler hinweisen.

ZACKBUM, und das ist ein Lob, kann immerhin vermelden, dass nicht zuletzt unterstützt durch gelegentliche Ordnungsrufe nur ganz wenige Kommentare ausgesondert werden müssen. Ein anderes Thema sind allerdings die Spam-Kommentare, da trudeln monatlich mehr als 10’000 ein – und werden automatisch aussortiert.

Aber das ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Alleine in der Schweiz werden auf den Social Media (Instagram, Facebook, TikTok, YouTube, LinkedIn und wie sie alle heissen) so etwa zwei bis drei Millionen Kommentare veröffentlicht. Pro Tag. Das sind 50 bis 100 mal mehr Kommentare als auf den Medienwebseiten.

Hier ist der Klarname keineswegs Voraussetzung. Dementsprechend ist auch das Niveau. Wenn man bedenkt, dass es auch hier immerhin ein wenig technologische Voraussetzungen braucht, um Dreinkrähen zu können, es also nicht nur hirnamputierte Analphabeten sind, dann muss man schon am geistigen Zustand der Menschheit zweifeln. Oder verzweifeln.

 

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/08/Bildschirmfoto-2026-08-07-um-15.21.49.png 517 1191 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-08-14 05:00:162026-08-12 18:10:49Die Kloake im Internet
René Zeyer

Wumms: Charlotte Theile

30. Juli 2026/11 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Die journalistische Allzweckwaffe mit klaren Feindbildern.

«Spiegel» «Süddeutsche», NZZaS Magazin, «Beobachter», Tamedia, «Blick», «annabelle»: Theile bestreicht sie alle. Sie war auch mal Co-Chefredaktorin des «Schweizer Journalist», was dem Branchenmagazin nicht guttat. Sie ist Buchautorin («Ist die AfD zu stoppen? Die Schweiz als Vorbild der neuen Rechten» im Rotpunkt-Verlag), sie bezeichnet sich selbst als «Autorin und Gründerin», auf ihrer Webseite bietet sie an:

«Du interessierst dich für neue Geschäftsmodelle im Journalismus, für Vereinbarkeit von Familie und Selbständigkeit, fürs Podcasting oder einen anderen Aspekt meiner Arbeit? Lass uns reden!»

Sie hält Reden, hat eine Kolumne, machte einen Podcast. Ein wahrer Tausendsassa. Im «Spiegel» bedient sie konsequent ein Bild wie aus dem Zerrspiegel der Schweiz. Neustes Subjekt:

Bei diesem gewaltigen Werk muss man ein Stück herausgreifen, um den voreingenommenen Drall sichtbar zu machen, den die in der DDR geborene Journalistin pflegt.

Nein, zu dieser Bachelorette der Politik ist (auch auf ZACKBUM) mehr als genug gesagt und geschrieben worden. Hier soll es darum gehen, wie Theile anlässlich der Gerichtsverhandlung diese Affäre beschreibt.

Szenischer Einstieg, die ewige «Spiegel»-Masche seit gefühlt hundert Jahren:

«Am Abend des 6. September 2024 ging ­Sanija Ameti in ihren Keller, riss eine Seite aus einem Kunstkatalog, heftete sie an die Wand und schoss mehr als 20-mal auf die Abbildung »Madonna mit Kind und Erzengel Michael«, die meisten Schüsse trafen das Jesuskind direkt ins Gesicht. Sie fotografierte das durchlöcherte Bild.
Kurz vor Mitternacht lud sie es zusammen mit einem Foto von sich, mit einer gigantischen Luftpistole am Anschlag, bei Instagram hoch. Sie tippte »Abschalten« dazu und legte sich schlafen.»

Daran stimmt schon mal ein entscheidendes Detail nicht. Das war nicht einfach eine unbedachte nächtliche Aktion. Denn Ameti hatte sich ja nicht selbst fotografiert, sondern wohlinszeniert fotografieren lassen. Bis hin zu ihrer martialischen Kleidung und Pose. Ihr Problem bei ansonsten inhaltsleeren Provokationen ist das jedes Provokateurs: das nächste Mal muss noch einer draufgelegt werden.

Dass sie beim Rückzug den Tod ihres Bruders im Bosnienkrieg und ihren muslimischen Hintergrund ins Feld führte, bedeutete dann das endgültige Aus.

Aber Theile macht daraus ein Aufwallen des typisch schweizerischen Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit der Eidgenossen, indem sie eine absurde Überhöhung der linken WoZ zitiert: «Der misogyn-rassistische Eifer, mit dem eine junge Frau mit muslimischer Migrationsgeschichte angegangen wird, die mit ihrer Meinung für gewöhnlich nicht hinterm Zaun hält, die laut ist und damit vielleicht auch nervt, sagt viel über hiesige Verhältnisse aus – nichts Gutes.»

Wer’s noch nicht verstanden hat, dem hilft Theile auf die Sprünge: «Im Fall Ameti geht es auch um die Frage, ob die Schweizer Öffentlichkeit einer jungen, migrantischen Politikerin zugesteht, dass sie sich in den Mittelpunkt stellt und aneckt. Wer in der Schweiz weit kommen will, so war das immer, muss unauffällig bleiben, seinen Ehrgeiz verstecken. Ameti wollte sich dem entziehen – das Ergebnis spricht für sich.»

Das Ergebnis ist, dass es nicht gut kommt, wenn man provokativ die Beschiessung eines religiösen Motivs inszeniert. Unabhängig vom Hintergrund des Schützen.

Soll die Langstrasse zum Unesco-Erbe gemacht werden, erteilt Theile der «früheren Zwangsprostituierten «Rose»» das anklägerische Wort. Zum Thema Menopause äusserte sie sich im Magazin der NZZaS: «Ladies, wenn ihr schlau seid, nehmt ihr Testosteron!» Auch ihren eigenen Hormonhaushalt breitete sie in der «annabelle» ungeniert aus:

«Künstliche Befruchtung: Drei Fehlversuche – und die Frage, ob wir es noch einmal wagen. Drei eingefrorene Embryonen, drei gescheiterte Versuche – und trotzdem ist der Kinderwunsch nicht ganz verschwunden. Eine persönliche Geschichte über künstliche Befruchtung, neue Gelassenheit und die schwierige Frage, ob man noch einmal anfangen soll.»
Stimmt die Schweiz über eine Begrenzungsinitiative ab, interviewt sie fünf Deutsche in der Eidgenossenschaft: «Ich gehöre zu den Unerwünschten». Sollen die Zwangsabgaben an den Staatsfunk gekürzt werden, greift sie oben ins Regal: «Bei dieser Abstimmung steht die Zukunft des Schweizer Fernsehens auf dem Spiel». Als ob es nur die SRG geben würde. Auch ein Todesfall in Lausanne ist Anlass für Schweiz-Bashing: «Tagelang hielt die Stadt Lausanne eine Debatte über einen tödlich verunglückten Teenager in Atem, der vor der Polizei geflohen war. Die Tragödie ist kein Einzelfall.»

Dass sich der Jugendliche mit einem gestohlenen Roller einer Polizeikontrolle entziehen wollte und ohne polizeiliches Verschulden durch einen Unfall starb, verursacht durch überhöhte Geschwindigkeit, was soll’s.

Theile ist eine Allzweckwaffe, die allerdings immer in die gleiche Richtung schiesst. Eigentlich erstaunlich, dass es trotz ihren Warnrufen immer noch so viele Deutsche in dieses Land der Enge, der Rassisten, der Fremdenfeinde, der kriminellen rechtspopulistischen Politiker und der rücksichtslosen Ämter zieht. Obwohl Theile so über die Schweiz schreibt wie ein Elefant im Porzellanladen.
https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/07/Bildschirmfoto-2026-07-25-um-11.50.41.png 527 1165 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-07-30 05:00:042026-07-30 23:39:52Wumms: Charlotte Theile
René Zeyer

«Spiegel» ausser Rand und Band

24. Juli 2026/3 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Unschuldsvermutung? Scheiss drauf, wenn es um einen SVP-Politiker geht. Nicht nur beim Nachrichtenmagazin aus Hamburg.

Als der Artikel eines gewissen mvr am 22. Juli um 12.06 Uhr erschien, war er zunächst frei zugänglich. Anschliessend verschwand er hinter der Bezahlschranke. Es handelt sich um den Schweizer Chef des «Spiegel»-Auslandressorts Mathieu von Rohr.

Es ist im Wesentlichen ein Zusammenschrieb von in Schweizer Medien bereits erschienen Berichten über einen besonders widerlichen Straffall. Ein Mann soll ein von ihm abhängiges, damals minderjähriges Mädchen und seine Mutter mehrfach betäubt und missbraucht haben, auch noch eine andere Person. Zudem soll er das gefilmt haben. Beide verfügen nur dank ihm über eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz.

Gleichzeitig zog er als Politiker gegen Pädophile – und Ausländer – her.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Anklage erhoben, der Mann sitzt seit 2023 in Untersuchungshaft. Die Mutter und ihre Tochter, beide aus Polen, sahen sich nach seiner Verhaftung damit konfrontiert, dass die Behörden ihre Ausweisung verfügten: es handle sich beim Arbeitsvertrag, den der mutmassliche Täter mit seiner Lebensgefährtin abgeschlossen hatte,  um ein Scheinarbeitsverhältnis.

Beide standen dem «Tages-Anzeiger» mit Namen und Foto Red und Antwort. Die Mutter befindet sich laut der Zeitung in stationärer psychiatrischer Behandlung, nachdem sie 2024 einen Nervenzusammenbruch erlitten habe. Die Tochter, heute 18 Jahre alt, soll eine Bäckerlehre wegen des psychischen Drucks abgebrochen haben.

Soweit, so scheusslich. Natürlich werden sofort Erinnerungen an den Fall Pelicot in Frankreich wach. Allerdings gibt es einige Unterschiede. Der Haupttäter Dominique Pelicot war geständig und ist verurteilt.

Im Schweizer Fall berichtet der «Spiegel»: «Die Staatsanwaltschaft im Schweizer Kanton Aargau hat am Montag einen ehemaligen Politiker der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP) angeklagt und fordert eine lebenslängliche Freiheitsstrafe.»

Das Triggerwort ist hier rechtspopulistischer Politiker. Das führt dazu, dass im Artikel der Angeklagte mit vollem Namen und Alter und Wohnort an den medialen Pranger gestellt wird. Damit nicht genug, mit einem unverpixelten Foto aus einer SVP-Pressemitteilung wird er öffentlich kenntlich gemacht und seine soziale Existenz vernichtet.

Natürlich wird im Artikel das übliche Feigenblatt verwendet:

«X. (hier steht im Original sein Name) bestreitet wesentliche Teile der Vorwürfe, es gilt die Unschuldsvermutung.»

Nein, die gilt für den «Spiegel» nicht. Denn die sollte eigentlich dafür sorgen, dass mutmassliche Täter – ausser, es bestünde ein überwiegendes öffentliches Interesse wie bei einer Fahndung nach einem Flüchtigen – nicht identifizierend ans mediale Kreuz genagelt werden. Denn, es darf gelacht werden, bis zu einer rechtsgültigen Verurteilung sind sie so unschuldig wie von Rohr und alle Leser des «Spiegel».

Das gilt selbstverständlich auch dann, wenn der mutmassliche Täter ein Geständnis abgelegt hat und die Beweise erdrückend erscheinen. Denn all das kann täuschen, es kann zu einem Freispruch mangels Beweisen oder sogar zu einem Fehlurteil kommen, das dann anschliessend korrigiert wird. Alles schon dagewesen.

Weil es nicht die Aufgabe der Medien ist, mutmassliche Täter vorzuverurteilen, Ankläger, Richter und Henker in einer Person zu spielen, gibt es diese allgemein anerkannten Regeln.

Mit einer Ausnahme: handelt es sich um einen rechtspopulistischen Politiker, gelten sie nicht für den «Spiegel». Auch der «Tages-Anzeiger», «Blick», «20 Minuten», «watson», nau.ch, «Nebelspalter» usw. nennen seinen Namen.

Die «Aargauer Zeitung» von CH Media veröffentlichte im Dezember 2023 einen Artikel, in dem der Beschuldigte mit Name, Alter, Bild und Wohnort identifizierbar war. Das wurde anschliessend mit Redaktionshinweis entfernt. Im Juli 2026 nannte CH Media wieder den vollen Namen.

Lediglich die SRG und die NZZ verzichten (bislang) darauf.

Das ist korrekt und richtig. Jemand, der seit Jahren in U-Haft sitzt und ehemaliger Kantonsrat ist, somit keine Person des öffentlichen Interesses, auch kein Flüchtiger, bietet keinen Anlass, namentlich vorverurteilt zu werden.

Angebliches öffentliches Interesse, aussergewöhnlich schwere Tat von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung, nimmt eine leitende gesellschaftliche Position wahr?

Trifft auf diesen mutmasslichen Täter nicht zu. Bei aller Abscheu über seine möglichen Verbrechen: das ist auch abscheulich und eine verdammte Sauerei. Unverantwortlich, unethisch, rücksichtslos, brutal. Es ist der Hetztrieb der Meute; publiziert das erste Organ mit Namen und Foto, wetzt alles hinterher. Verwendet allenfalls noch zunächst eine Abkürzung, ein verpixeltes Foto oder mit Balken. Um dann alle Hemmungen fallen zu lassen.

«Knallt das Monster auf die Titelseite», hiess mal ein guter italienischer Film. Seither geht’s mit den Medien nur noch weiter bergab.

Auch während der #metoo-Hysterie wurde die Unschuldsvermutung ständig in die Tonne getreten. So schrieb sogar ein Schmierfink in der NZZ zunächst, dass der Sänger von Rammstein «zum Täter geworden» sei. Als das Blatt wieder zu Sinnen kam, wurde dieser Titel immerhin korrigiert. Die Vorwürfe führten dann zu keiner Anklage, geschweige denn Verurteilung.

Der «Spiegel» geruhte nicht, innert eingeräumter Frist auf eine Anfrage zu antworten. Obwohl das nicht das erste Mal ist, dass er sich in der Berichterstattung zu solchen Themen völlig vergaloppiert.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/07/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-13.43.07.png 224 858 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-07-24 05:00:492026-07-23 22:59:43«Spiegel» ausser Rand und Band
René Zeyer

Was guckst du?

1. Juli 2026/5 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Die Nationalitätenfrage beim Massaker von Stade.

In der norddeutschen Stadt Stade sind sechs Personen durch Schüsse tödlich verletzt worden. Es soll sich vermutlich um einen Sorgerechtsstreit handeln, der völlig entgleiste.

Natürlich begann sofort die Motivforschung und die Frage, wer denn der Täter sei. Er soll 45 Jahre alt sein und bereits zuvor polizeiauffällig. Soweit ist sein Hintergrund unbestritten.

Allerdings gibt es eine heikle Frage: welcher Nationalität gehört er an, bzw. was ist sein kultureller Hintergrund, welche Rolle könnte seine Mentalität gespielt haben, seine Herkunft, seine Überzeugungen?

Da begann dann das grosse Eiern. «Der Verdächtige sei ein 45-Jähriger aus dem Raum Hannover», wusste die «Süddeutsche Zeitung». Es handle sich beim «mutmasslichen Schützen» um «einen 45-jährigen Deutschen mit türkischen Wurzeln», berichtete die NZZ. Noch undeutlicher ist Tamedia: «Die Polizei hat zwei Menschen festgenommen. Darunter ist auch der mutmassliche Schütze. Die Rolle der zweiten Person ist unklar.»

Für den «Blick» ist es auch Tage danach ein «45-jähriger Angreifer mit türkischen Wurzeln». Nur die «Bild» spricht schnell Klartext: Es handle sich um eine in Deutschland geborene Person mit türkischer Staatsbürgerschaft.

Das liegt zunächst daran, dass die Polizei in Niedersachsen die Nationalität von Tatverdächtigen nicht routinemässig veröffentlicht. Innenministerium und Polizei begründen dies mit Persönlichkeitsrechten und dem fehlenden unmittelbaren Zusammenhang zwischen Staatsangehörigkeit und Straftat.

Im Gegensatz zur Schweiz. Hier wird die Nationalität – wie immer kantonal geregelt, aber überwiegend – angegeben. Es gibt aber weder eine gesetzliche Pflicht, das zu tun – oder zu unterlassen.

Hintergrund ist das aufgeladene Thema Ausländerkriminalität. Hier fängt das Schlachtfeld bereits bei den Definitionen an. Nehmen wir Straftäter mit Migrationshintergrund oder mit ausländischer Staatsangehörigkeit? Migratuonshintergrund wäre natürlich höher, wobei der Begriff Ausländer auch straffällige Touristen, Durchreisende, Asylsuchende oder Personen ohne festen Wohnsitz umfasst.

Wie auch immer, der Anteil von nichtdeutschen Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität liegt bei 42,9 Prozent; in der Schweiz sind 57,9 Prozent ausländische Beschuldigte bei StGB-Delikten.

Entsprechend überproportional ist dann auch deren Anteil an der Gefängnisbevölkerung. Im Vergleich dazu beträgt der Anteil Ausländer an der ständigen Wohnbevölkerung in Deutschland 15,5 Prozent, in der Schweiz 27,3 Prozent. Nimmt man den Begriff Migrationshintergrund (erste oder zweite Einwanderergeneration), steigt das in Deutschland auf 31 Prozent, in der Schweiz auf 40 Prozent.

Nun ist wohl unbestreitbar, dass insbesondere ein religiöser Hintergrund, genauer der Glauben an eine mittelalterlichen und voraufklärerischen Islam, zu mit unseren zivilisatorischen Einstellungen nicht vereinbaren Ansichten über das Verhältnis zwischen Mann und Frau und zwischen Gläubigen und Ungläubigen führt.

Um es mild auszudrücken.

Vor diesem Hintergrund versuchen gewisse Massenmedien, zu denen in Deutschland auch der «Spiegel» gehört, besonders bei solchen Schreckenstaten diesen Hintergrund auszublenden, bzw. als nicht erheblich zu verschweigen. Um dann doch verdruckst einzuräumen, dass es sich um einen in Deutschland geborenen türkischen Staatsbürger handelt.

Das ist etwa so absurd wie die kubanische Position, dass es auf der Insel seit 1959 keinen Rassismus mehr gebe. Denn das sei im Sozialismus unmöglich, daher müsse auch nichts mehr dagegen unternommen werden. Resultat: es gibt kaum ein rassistischeres Land als Kuba.

Dieses Geeier gewisser Mainstreammedien ist Wasser auf die Mühlen aller Demagogen, die von Lückenpresse und Lügenpresse reden. Ihnen diesen Gefallen zu tun, ist weder schwarz, noch weiss. Sondern schlichtweg aschgrau und bescheuert.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/06/Bildschirmfoto-2026-06-30-um-10.06.32.png 566 1202 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-07-01 05:00:322026-06-30 15:37:35Was guckst du?
redaktion@zackbum.ch

Eine Ente gegen rechts

17. Mai 2026/2 Kommentare/in Allgemein/von redaktion@zackbum.ch

Die erfolgreichste Story der Mediengeschichte zielte gegen die AfD und war eine Falschmeldung.

Von Kurt W. Zimmermann*

Das Gerichtsurteil war an Klarheit nicht zu übertreffen. Die Darstellung der Journalisten, so das Urteil, war von A bis Z erfunden. Wörtlich: Die Darstellung war «nicht nur im Wesentlichen unwahr, sondern gleichzeitig unklar, ungenau und unvollständig».

Das vernichtende Urteil fällte soeben das Landgericht Berlin. Es versenkte damit die Journalisten der linken Plattform Correctiv. Die Journalisten hatten im Januar 2024 unter dem Titel «Geheimplan gegen Deutschland» mit einer Gruselgeschichte über das sogenannte Potsdamer Treffen aufgewartet. Dort hätte man den Plan gefasst, Massen von Migranten abzuschieben und gleich auch noch Massen an Staatsbürgern, die zwar den deutschen Pass haben, aber zugewandert sind.

Von einem «Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger» fabulierten die Märchenerzähler von Correctiv. In den nachfolgenden Wochen ging als Folge davon über eine Million Demonstranten auf die Strasse, um «gegen rääächts» anzukämpfen.

Unwahr bleibt unwahr

Die Dichtung von Correctiv war zwar «unwahr, unklar, ungenau und unvollständig», wie das Gericht nun sagte, aber sie war dennoch ein Unikum in der deutschen Mediengeschichte. Gemessen an der Resonanz, war es die weitaus erfolgreichste Story, die jemals von einer Redaktion produziert wurde. Vermutlich war es, gemessen an der Reaktion, sogar die erfolgreichste Story weltweit. Als etwa in den USA die Washington Post die Watergate-Affäre aufdeckte, protestierten nur ein paar tausend Manifestanten vor dem Weissen Haus. In der leicht erregbaren Nation Deutschland war es nach dem Hype um Correctiv über eine Million.

Und das Schöne daran für die meist linke Journalistenszene: Es ging bei den Massendemonstrationen «gegen rääächts», das heisst gegen die AfD. «Der Skandal rückt an die AfD-Parteispitze heran», jubelte etwa die «Tagesschau» über den scheinbaren Skandal.

Die deutschen Medien verkrafteten es darum schlecht, dass das Landgericht Berlin ihre geliebte Correctiv-Story als Zeitungsente enttarnte. Es gebe zwar «Schludrigkeiten in der Darstellung», räumte etwa die «Süddeutsche Zeitung» widerwillig ein, «doch das heisst nicht, dass sie falsch ist».

Dann wurde es ulkig, denn nun erklärte die Süddeutsche ihren staunenden Lesern, wie heutiger Journalismus geht: «Die Sensation wird ein bisschen sensationeller dargestellt, als sie in Wirklichkeit ist.»

Folgerung der SZ: «War diese Reportage korrekt? Nun ja.»

Diese Konklusion ist schlichtweg absurd. Eine sensationell aufgemachte Unwahrheit wird nicht dadurch zur Wahrheit, wenn man sie «ein bisschen» weniger sensationell darstellt. Nein, es bleibt eine Unwahrheit.

Tatsächlich war an dem Potsdamer Treffen nichts Sensationelles dran. Eine Handvoll Politiker von AfD und CDU, dazu zwei Rechtsextremisten und einige mittelständische Unternehmer debattierten darüber, wie man die illegale Migration in den Griff bekommen könnte. Sie sahen Abschiebungen als sinnvoll an.

Ebenfalls in der Runde war die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy. Sie klagte gegen Correctiv und bestand darauf, in Migrationsfragen etwa dieselbe Position wie CDU und CSU zu vertreten. Dieser Argumentation folgte nun das Landgericht Berlin.

«Alle zusammen gegen Faschismus»

AfD-Politikerin Huy hätte gar darauf verweisen können, dieselbe Position wie die SPD zu vertreten. Unvergessen ist das «Spiegel»-Interview, das Bundeskanzler Olaf Scholz in seinen letzten Zügen gab. Titelzeile zu Scholz auf dem Spiegel-Cover: «Wir müssen endlich im grossen Stil abschieben.»

Bleiben wir noch ein wenig beim Spiegel, weil wir an diesem den Mechanismus der linken Presse gut beleuchten können. Nachdem die Correctiv-Story erschienen war, überschlug sich der «Spiegel» vor solidarischer Begeisterung. «Alle zusammen gegen Faschismus» lautete eine Titelzeile, und das Blatt wusste: «AfD-Funktionäre planten bei einem Geheimtreffen massenhafte Deportationen.»

Nachdem die Justiz nun diese Erzählung ins Reich der Fantasie transportierte, ist natürlich interessant, wie der Spiegel darauf reagiert hat. Schliesslich hatte er sich ziemlich blamiert. Nun, raten Sie mal.

Der «Spiegel» brachte zum Urteil des Landgerichts Berlin kein einziges Wort. So geht wahrer Journalismus.

_____

*Der Artikel (hinter Bezahlschranke) erschien zuerst in der Print-Ausgabe der «Weltwoche». Mit freundlicher Genehmigung.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/05/Bildschirmfoto-2026-05-13-um-12.19.30.png 509 1066 redaktion@zackbum.ch https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg redaktion@zackbum.ch2026-05-17 05:00:582026-05-13 12:26:24Eine Ente gegen rechts
René Zeyer

Iran? Äh …

9. April 2026/5 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Wenn die Grossanalysten mal wieder rudern.

Es war wieder mal ein klassischer TACO. Statt wie angekündigt eine ganze Zivilisation sterben zu lassen, ersparte der US-Präsident Donald Trump der Welt dieses Kriegsverbrechen. Vorläufig.

Während die israelische Regierung fortfährt, im Libanon ihre verbrecherische Politik wie im Gazastreifen fortzusetzen: totale Zerstörung. Sozusagen im Windschatten des grösseren Konflikts.

Diese nicht ganz unerwartete Wende wäre Gelegenheit für alle Kenner, Spezialisten und Grossstrategen in den Medien, mal zu zeigen, wie das ist, wenn sie ihren analytischen Muskel anspannen. Denn schliesslich erwarten sie für diese Leistung entsprechende Zahlungen, sollten also eine geldwerte Gegenleistung bieten.

Was man in Wirklichkeit sieht, ist allerdings jämmerlich und erbärmlich. Es braucht schon ein Selbstbewusstsein, das in seiner Grösse demjenigen des US-Präsidenten nicht nachsteht, um mit Denkerpose Flachsinn von sich zu geben.

«Ein Krieg, der für Trump nicht zu gewinnen ist», «Trumps Rückzieher», hämt der «Spiegel», der sich für ein Mal nicht mit Beziehungsproblemen und haltlosen Anschuldigungen in einem Scheidungskrieg befasst.

«Die Mullahs können sich als Sieger fühlen», verkündet die FAZ. Die «Süddeutsche Zeitung» wird ganz streng: «Wer droht, eine Zivilisation auszulöschen, darf nicht damit durchkommen». Und wenn Autor Boris Herrmann dafür den letzten Buchstaben hergeben müsste.

Auch Tamedia kennt kein Pardon: «Nichts passiert? Die Drohung war schon schlimm genug!», stellt Charlotte Walser «aus Washington» den US-Präsidenten in den Senkel. Vielleicht sauer darüber, dass sie bis spätnachts aufbleiben musste, um trotz Zeitverschiebung zu liefern. Auch sie stellt eine Art Ultimatum: «Auch wenn den bangen Stunden ein Aufatmen folgte: Daran dürfen wir uns nicht gewöhnen.»

Keine Ahnung, wer sich daran gewöhnen wollte …

CH Media kümmert sich um die praktischen Fragen: «Trumps Waffenstillstand mit Iran: Hat am Ölmarkt der Schrecken nun ein Ende? Werden Tanken und Fliegen nun billiger?» Hinter der Bezahlschranke gibt’s die Antworten, hier sind sie gratis: zweimal nein.

Der «Blick» geht auf Du mit seinen verbliebenen Lesern: «Das musst du zum plötzlichen Waffenstillstand wissen». Und verbreitet Pessimismus: «Nach der Kehrtwende dürfte es nur noch schlimmer werden».

«20 Minuten» erteilt dem «Geopolitik-Experten Klemens Fischer» das Wort. Das ist so ein Allrounder, der auf der Kurzwahltaste fast jeder Redaktion liegt. Der gefällt sich in einem gepflegten Einerseits-Andererseits, das den Leser, den armen Tor, so klug zurücklässt wie zuvor: «Trump wird die Einigung natürlich als Sieg werten – und das ist sie auch. Auf der anderen Seite konnte aber auch der Iran sein Gesicht wahren, denn der iranische Vorschlag ist jetzt die Basis für weitere Verhandlungen.»

Kühl neutral berichtet die NZZ: «Donald Trump verkündet eine zweiwöchige Waffenruhe. Und Iran feiert einen Etappensieg».

Und eigentlich alle Qualitätsorgane lassen einen «Live-Ticker» laufen, die Bankrotterklärung jedes einordnenden, Mehrwert bietenden Journalismus.

Nicht, dass ZACKBUM das liefern könnte, aber wir verlangen ja auch kein Geld. Wer das tut, sollte aber vielleicht etwas mehr bieten als die Wiederholung des Faktischen, die jeder gratis im Internet abholen kann. Plus die übliche Portion Trump-Beschimpfung.

Zudem überrollen die Ereignisse die kompetenten Spezialisten. Da Israel ungehemmt weiterbombt und zerstört, scheint der Iran die Strasse von Hormus wieder gesperrt zu haben. Ob der Waffenstillstand auch die Kriegsverbrechen der israelischen Regierung im Libanon umfasst oder nicht, daran scheiden sich die Geister.

Wieso halten sich China, Indien und Russland betont zurück? Wer traut sich nach diesen Ausfällen Trumps, aus der erhöhten Warte westlicher Werte noch den russischen Präsidenten Putin zu beschimpfen? Wieso wird nur am Rande erwähnt, dass die israelische Regierung mit ihren Kriegsverbrechen im Libanon ungeniert fortfährt? Ist das eine Zwischenetappe fortgesetzter Kriegshandlungen? Welche Seite wird mehr von ihren Forderungen durchkriegen?

Das wären ein paar Fragen, deren Beantwortung vielleicht etwas Mehrwert bieten würde. Aber das ersparen die Medien-Koryphäen sich und ihren Konsumenten.

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-08-um-12.28.03.png 608 965 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-04-09 05:00:392026-04-09 08:24:00Iran? Äh …
Seite 1 von 9123›»

  • Kleines Vademecum für Kommentarschreiber27. August 2020 - 16:08
  • Wer wir sind und was wir wollen25. August 2020 - 15:07
  • ZACKBUM.ch startet: Die Rückkehr der Medienkritik25. Juli 2020 - 6:05
© Copyright - Zackbum | Webdesign: 60francs.ch |  info@zackbum.ch | Datenschutz |  Impressum
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Unsere Website verwendet Cookies zur besseren Bedienbarkeit. Durch Ihre Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.