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Kopieren statt recherchieren

28. Juli 2023/1 Kommentar/in Allgemein/von René Zeyer

Auch «watson» leidet unter dem Sommerloch.

Der Grossanalyst und Weltstratege Philipp Löpfe präsentiert dem staunenden Leser einen Fund:

Schon der Titel des Kopierstücks ist, nun ja, angelehnt. Denn das Buch, das Löpfe hier nacherzählt, heisst «Der Sozialist vom Paradeplatz».

Nun muss ein Journalist ja nicht unbedingt originell sein. Es reicht manchmal auch, dass er aufmerksam andere Zeitungen liest.

Oder ist es gar so, dass sich Löpfe von ZACKBUM inspirieren lässt?

Man könnte hier vielleicht von Gebrauchsleihe sprechen. Wir wollen hingegen durchaus ein Lob aussprechen. Wenn Löpfe einem Gastbeitrag des Buchautors Urs Hafner in der NZZ nachschreibt, tut er etwas nicht: er «analysiert» nicht selbst das Weltgeschehen, die Geschichte, die Wirtschaft oder was auch immer nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Das ist eine Wohltat, für die man nicht genug danken kann.

Durchaus mehr Brainfood enthält normalerweise die «Weltwoche». Nein, das muss ZACKBUM nicht sagen, weil Redaktor René Zeyer gelegentlich auch dort publiziert. Aber hier fragen wir uns auch, wer das Huhn und wer das Ei ist:

Das ist sozusagen das Ei, und brav gackert die WeWo:

Man ist sich bekanntlich uneins, ob Neid (Wilhelm Busch oder Arthur Schopenhauer) oder Nachahmung (Oscar Wilde) die aufrichtigste Form der Anerkennung sei.

 

Schlagworte: Karl Bürkli, Kopie, NZZ, Urs Hafner, Watson, Zackbum
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1 Antwort
  1. René Küng
    René Küng sagte:
    28. Juli 2023 um 8:41

    Noch viel mehr verkniffene, unfreiwillige, wouke Anerkennung strömt aus: eunuchischem Schweigen!

    Wobei es den Eunuchen geschuldet sei: das Wort für die feigen freiwilligen Selbstbeschneider und *Schnipslerinnen ist noch nicht erfunden. Den Eunuchen wurde angetan, die meisten übrig gebliebenen Schmierer***** haben sich ohne Scham (?) selber gebückt, unterjocht, das eigene Denken, Restehre und zu viele auch den Anstand an die Herrschende Doktr*n verkauft.

    Und das beileibe nicht nur die Boxen-Eunuchen in Redaktionen. Überall im Land diese Schande (andere verwenden das F wort) – die Mährheit weiss GANZ genau, wieso sie nichts mehr darüber hören wollen:
    https://zeitpunkt.ch/chapeau-fuer-silvia-dresti

    Beste Voraussetzungen, dass es weiter getrieben werden kann.
    Die Justiz steht der Wiederkehr der Geschichte nicht im Weg, sie zementiert das Unrecht hörig. Ungehörig.

    Antworten

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