Wumms: Aleksandra Hiltmann

Die Tamedia-Redaktorin versteht keinen Spass und massregelt streng.

Sie war mit Salome Müller die Rädelsführerin eines Protestbriefs, unterzeichnet von 78 über sexistische, demotivierende, unerträgliche Zustande bei Tamedia erregten Frauen.

War vor fast einem Jahr, war gespickt mit anonymen Beispielen von üblem männlichem Verhalten. Führte zu tiefer Zerknirschung in der Chefetage – und weiter nix. Kein einziger der Vorwürfe konnte bislang erhärtet werden.

Aber offensichtlich ist Hiltmann immer noch auf der Pirsch, männlich-sexistisches Verhalten zu denunzieren. Dabei ist ihr jede Kampfgenossin recht. Die «Komikerin» Patti Basler habe sich zu recht an einem Busengrapscherwitz gestossen und werde nun als humorlos kritsiert.

Da sieht Hiltmann das grosse Ganze:

«Finden Frauen einen Witz sexistisch, hören sie oft, sie seien humorlos. Das hat System – und das ist bedenklich.»

Wirklich bedenklich ist allerdings dies: genau diese «Komikerin» fand eine Verballhornung auf primitivster Ebene saukomisch: «Penissimo». Als sie dafür kritisiert wurde, keifte sie völlig humorlos: «Wer dies missversteht, handelt entweder ignorant oder bewusst hetzerisch. Schade, dass du als Journalist hier zynische Satire betreibst und ich als Satirikerin die Fakten erklären muss

Das ist sexistisch und humorlos. Aber von Basler.

Wirklich bedenklich ist, dass Hiltmann sich seit dem damaligen Medienerfolg nie mehr zum Thema Sexismus bei Tamedia geäussert hat.

Wirklich bedenklich ist, dass man sich bei Hiltmann nur an Nonsens-Artikel erinnert wie über die Gefahr, die von der Verwendung des Wortes Zigeunerschnitzel ausgeht (kein Witz). Dafür aber die «beinahe unwirkliche Schönheit der Angelina Jolie» wie ein Backfisch anhimmelt, anlässlich eines schwer behandelten Fotos, das eine Frau zeigt, bei der man Magersucht vermuten müsste, wenn man nicht wüsste, dass da ein Deep Fake hingekünstelt wurde.

Schon damals mussten wir sie streng rügen, dass sie eine Frau, pfuibäh, nach Äusserlichkeiten beurteilt:

«Statt auf die erschreckende Magerkeit (man schaue sich nur Arme und Beine an) hinzuweisen und Jugendliche vor Nachahmung und Bulimie zu warnen, statt eine Philippika gegen die unbelehrbare Modeindustrie mit ihren unerreichbaren Schlankmodels vom Stapel zu lassen: «unfassbar schön»

Das mag nun humorlos erscheinen, aber an Hiltmann finden wir überhaupt nichts komisch.

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