Alte, weisse Männer

Eigenlob stinkt. Eigenwerbung riecht gut.

ZACKBUM-Autor René Zeyer publiziert auch auf «Die Ostschweiz». Das hat gleich drei Gründe. Die Einschaltquote dieser munteren Online-Plattform hat bereits diejenige des alteingesessenen St. Galler «Tagblatts» mit all seinen Kopfblättern überholt. Es ist, im Gegensatz zu kläglichen, von reichen Erben gesponserten Produkten, erfolgreich, selbsttragend, kosten-, aber nicht werbefrei.

Der zweite Grund besteht darin, dass «Die Ostschweiz» keine Zensur ausübt, sich als Plattform versteht, auf der alle Meinungen Platz haben, die sich im Rahmen des rechtlich Erlaubten und weit gefassten moralisch Anständigen bewegen. Daher wird sie mit Missachtung und Missvergnügen in den Mainstream-Medien abgestraft. Vor allem, seit es einem kleinen Komitee aus dem Umfeld des Online-Magazins gelang, den reichen Medienclans eine Milliarde Steuergelder vorzuenthalten.

Über diesen Verlust kann beispielsweise den Coninxclan nur mühsam ein Superprofit von 830 Millionen im letzten Geschäftsjahr hinwegtrösten.

Der dritte Grund besteht natürlich darin, dass hier auch Platz für Selbstdarstellung ist. Denn es wurde eine neue Talkshow ins Leben gerufen. Bevor es die Kritiker rufen, wurde sie gleich selbstkritisch «Alte weisse Männer» genannt.

Es treten an: Stefan Millius (Mitte), Chefredaktor «Die Ostschweiz», Ralph Weibel (r.), Redaktionsleiter «Nebelspalter» Print, und René Zeyer. Als ob das nicht schlimm genug wäre: Die Show wird, dank guter Einschaltquote, monatlich fortgesetzt. Mit Überraschungsgästen. Immer kantig, kritisch, auch hämisch, dafür aber vergnüglich, unterhaltsam, lehrreich, ein «Must See».

 

 

 

3 KOMMENTARE
  1. Basil Weiss
    Basil Weiss says:

    Laut Cistrix, einer anerkannten Web-Analyse, ist die Sichtbarkeit der Ostschweiz im Vergleich zur Konkurrenz verschwindend gering, und was laut Google angeschaut wird, sind vor allem Polizeimeldungen. Ich bezweifle die angegebenen Zugriffszahlen daher, zumal diese Seite nie Zahlen gezeigt hat. Gerade Sie, Herr Zeyer, der auf Fakten so viel Wert legen, könnten doch einmal vertrauenswürdige Zugriffsdaten dieser Plattform bringen?

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    • Stefan Millius
      Stefan Millius says:

      Lieber Herr Weiss. Sie haben offensichtlich eine allenfalls auch für therapeutische Kreise spannende Fixierung auf unser Medium, und es würde mich sehr interessieren, was diese verursacht hat (vermutlich würde Ihr Realname da bereits helfen). Was auch immer Sie via «Web-Analyse» gefunden haben wollen: Der massive Zuwachs unseres Bekanntheitsgrades während der beiden Coronajahre ist relativ leicht nachprüfbar. Sie erkennen das nur schon, wenn Sie unsere Verbreitung in sozialen Medien überprüfen. Polizeimeldungen, die wir nur vereinzelt publizieren, spielen dabei eine völlig untergeordnete Rolle. Einzelne unserer Beiträge seit März 2020 wurden 200’000 oder 300’000 Mal angeklickt. Das reicht bereits, um unsere Konkurrenz gnadenlos abzuhängen. Unsere Besucherzahlen beruhen auf der Statistikplattform Matomo, dem neben Google Analytics am meisten verbreiteten Instrument. Ganz im Unterschied zum von Ihnen zitierten Portal «Cistrix», das es schlicht nicht gibt. Meinten Sie Citrix? Die machen ganz was anderes. Es ist alles ein bisschen hilflos, was da von Ihnen kommt. Wollen Sie früher oder später Ihre Zeit allenfalls für etwas Konstruktives einsetzen?

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  2. Leni
    Leni says:

    Warum muss man dieses Klischee der „alten weissen Männer“ überhaupt aufgreifen und ggf. bedienen wollen? Ich weiss, was oder wer damit gemeint ist, finde das Etikett aber absolut blöde.
    Die alten weissen Männer, die ich kenne, sind bis auf ein paar wenige Ausnahmen altersweise und geben ihre Urteile aufgrund ihrer fundierten Kenntnisse und Lebenserfahrungen ab, ohne selbst Wert darauf zu legen, dass sie Männer sind oder ein gewisses Alter haben. Ebenso ergeht es mir mit alten nichtweissen Männern und, man staune, ebensolchen Frauen. Aber vielleicht verkehre ich einfach nur in anderen Kreisen?

    Was ich hier zum Teil lese (gerade auch gestern in den Kommentaren zu den Demos u.a.) bedient das o.g. Klischee tatsächlich zu 100%. Es hat für mich aber nichts mit dem Alter, Geschlecht oder der Hautfarbe der Schreibenden zu tun, sondern generell mit einer inneren Haltung anderen Menschen gegenüber. Inwieweit das (s.o.) das „moralisch Anständige“ ( interessant: von vornherein „weit gefasst“) noch erfüllt, vermag jede/r selber für sich zu beurteilen.

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