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Wumms: Mauro Mantovani

Wer wird Chefexperte? Hier der zweite Versuch des «Blick».

Immerhin: Mauro Mantovani ist Head, Department of Strategic Studies bei MILAK at ETH Zurich. MILAK steht für Militärakademie. Wenn man Wikipedia glauben darf, ist das die «Ausbildungsstätte für die Aus- und Weiterbildung der Berufsoffiziere der Schweizer Armee. Sie ist ein national und international anerkanntes Kompetenzzentrum für Militärwissenschaften».

Allerdings muss man sich Sorgen um die Ausbildungsqualität der Schweizer Offiziere machen. Denn ein leicht zerstreuter «Head» stottert im «Blick TV» vor sich hin und hat gelegentlich Mühe, einen Satz korrekt und siegreich zu beenden.

Mantovani hat immerhin eine interessante Erklärung, was die Ausrufung erhöhter Alarmbereitschaft bedeute. Don’t panic, nun könne der Befehlshaber vor Ort, bspw. in einem Atomsilo, den Entscheid nicht mehr autark treffen. Es handle sich vielmehr um eine «Straffung der Entscheidungsstruktur».

Ohä. Vorher konnte laut dem «Head» also ein Kommandeur, sagen wir auf der Halbinsel Kamtschatka, einen Atomkrieg entfesseln, wenn ihm seine Videospiele zu langweilig geworden wären?

Nun aber sei es so, dass Putin wohl nicht alleine losschlagen könne; auch der Verteidigungsminister und der Militärchef sässen dann an dem Tisch, «wo der rote Knopf äh, äh angebracht ist». Hoffentlich ist das nicht dieser lange, weisse Tisch, an dem Präsident Putin vor der Invasion ausländische Staats- und Regierungschefs empfing.

Das wird uns sicher wieder Minuspunkte in der Bewertung als genderneutrale Institution eintragen, aber wir können es nicht lassen, bei diesem Screenshot die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Lippen der Moderatorin zu lenken. Wir haben da einen Verdacht, den wir aber nicht äussern wollen.

Wumms: Laurent Goetschel

Die «Experten» kämpfen um Aufmerksamkeit.

Laurent Goetschel ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Basel und Direktor der Schweizerischen Friedensstiftung (swisspeace). Nachdem Virologen zurzeit nicht so gefragt sind, bricht die gute Zeit für Politologen, Kreml-Astrologen, Slawisten und Wodka-Trinker an.

Jedes Organ sucht noch nach dem Oberchampion und Putin-Erklärer. Nau.ch hat schon mal kräftig ins Klo gegriffen. Das Online-Portal wollte von Goetschel wissen, was er von Putins Ankündigung einer erhöhten Alarmbereitschaft für «Abschreckungswaffen» hält.

«Die Kommunikation von Putin deutet darauf hin, dass er sich bedrängt fühlt.» Gut, dafür muss man noch nicht studiert haben. Sind denn Sorgen vor einem Atomkrieg dennoch unbegründet, fragt nau.ch bang: «Ja, davon bin ich nach wie vor überzeugt», meint der Professor. Aber bevor der Leser aufatmen kann, fährt Dr. Strangelove fort:

«Mal ganz abgesehen von den enormen humanitären Konsequenzen wäre es auch ein Zeichen der Schwäche.»

Genau, der Einsatz von Atombomben wäre sackschwach, lieber Herr Präsident. Bedenken Sie auch: «Am Schluss hätten damit alle verloren, insbesondere aber auch Putin.»

ZACKBUM findet, der Schweizer Steuerzahler verliert jetzt schon das Geld, das die Finanzierung dieser Professorenstelle kostet.