Wumms: Laurent Goetschel

Die «Experten» kämpfen um Aufmerksamkeit.

Laurent Goetschel ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Basel und Direktor der Schweizerischen Friedensstiftung (swisspeace). Nachdem Virologen zurzeit nicht so gefragt sind, bricht die gute Zeit für Politologen, Kreml-Astrologen, Slawisten und Wodka-Trinker an.

Jedes Organ sucht noch nach dem Oberchampion und Putin-Erklärer. Nau.ch hat schon mal kräftig ins Klo gegriffen. Das Online-Portal wollte von Goetschel wissen, was er von Putins Ankündigung einer erhöhten Alarmbereitschaft für «Abschreckungswaffen» hält.

«Die Kommunikation von Putin deutet darauf hin, dass er sich bedrängt fühlt.» Gut, dafür muss man noch nicht studiert haben. Sind denn Sorgen vor einem Atomkrieg dennoch unbegründet, fragt nau.ch bang: «Ja, davon bin ich nach wie vor überzeugt», meint der Professor. Aber bevor der Leser aufatmen kann, fährt Dr. Strangelove fort:

«Mal ganz abgesehen von den enormen humanitären Konsequenzen wäre es auch ein Zeichen der Schwäche.»

Genau, der Einsatz von Atombomben wäre sackschwach, lieber Herr Präsident. Bedenken Sie auch: «Am Schluss hätten damit alle verloren, insbesondere aber auch Putin.»

ZACKBUM findet, der Schweizer Steuerzahler verliert jetzt schon das Geld, das die Finanzierung dieser Professorenstelle kostet.

 

1 reply
  1. Niklaus Fehr
    Niklaus Fehr says:

    Das technische Niveau steigt und das gesellschaftliche Niveau sinkt – auf das von TikTok, Insta und Twitter. Eine Gesetzmässigkeit in einer polaren Welt, die sich nicht verbessern sondern nur verändern lässt. Nur so funktioniert das Spiel des Lebens. Könnte ein Molina die Welt zum Paradies machen wäre ziemlich schnell Schluss. Aber diese Molinas sind auch nur ein Gegenpol.

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