Die neue Sommer-Rubrik: GÄHN

Dumm gibt es. Dünn gibt es. Aber zum Gähnen ist schlimmer.

Zum Glück verfügt ZACKBUM über eine beliebig belastbare Espresso-Maschine. Nur so ist es uns gelungen, unsere Leser mit dieser Sammlung zum Gähnen zu bringen, ohne selbst dabei wegzuschnarchen.

Wer gähn denkt, denkt automatisch an – Laura de Weck. Trotz energischen Zurechtweisungen durch ZACKBUM kann man es sich nur mit einem Frauenbonus (oder Namensbonus) erklären, dass Tamedia sie weiterhin ihre Kolumne mit Nonsens-Dialogen füllen lässt. Diesmal zum Thema:

Wir nehmen alle einen kräftigen Schluck Ristretto, denn Achtung, ich zitiere jetzt.

Hä? statt gähnen? Das ist die Schlusspointe des Dialogs. Zugegeben, die meisten Leser sind schon vorher weggeschnarcht.

Bleiben wir beim Qualitätskonzern Tamedia. Helène Arnet ist dort polivalent einsetzbar. «Im Herbst 2020 ist ihr Buch über das Leben einer Klosterfrau in Papua-Neuguinea erschienen», lesen wir in ihrer Selbstdarstellung. Aber auch weltliche Kleinigkeiten erregen ihre Aufmerksamkeit: «Erste Testfahrt der Limmattalbahn: Ein Aargauer Tram hält am Zürcher Farbhof.»

Aber dieses Gähn-Thema liegt ihr eigentlich viel mehr: «Rassismusvorwurf: Zürcher Heimatschutz wehrt sich gegen Abdeckung der «Mohrenkopf»-Inschrift». Erinnert sich noch jemand? Im Woke-Wahnsinn kam der Zürcher Stadtrat auf die Wahnsinnsidee, Hausbezeichnungen mit dem Wort «Mohr» zu überdecken, damit angeblich Betroffene beim Betrachten keinen Phantomschmerz verspüren müssen. Gähn. Dagegen hat der Heimatschutz wohlbegründet Rekurs eingelegt. Schnarch. Obwohl Tamedia das Zuhause der empfindsamen Schneeflocken ist, bringt Arnet nicht mal die Energie auf, das Tun des Heimatschutzes zu kritisieren. Kä Luscht. Doppelgähn.

Wir steigern den Belastungstest für unseren Gähnreflex ins fast Unerträgliche. Auch da kann es nur einen Namen geben, der einem hinter der vorgehaltenen Hand einfällt. Constantin Seibt.

Oder erleben wir hier das Lesen der letzten Zeilen, bevor dem Leser die Augen zufallen? Was, dort in den hinteren Reihen des Publikums gähnt einer noch nicht? Dann nimm das: es folgen knapp 40’000 Buchstaben. Also, geht doch.

ZACKBUM legt noch eine Überdosis Gähnreflex drauf und zitiert den letzten Absatz des Werks: «Gut möglich, dass es nicht nur in den USA sehr bald nicht nur auf Merrick Garland ankommen wird. Sondern auf jede verdammte Einzelne von uns.» Versteht wieder keiner? Das ist doch der Sinn des Schreibens bei Seibt.

Alle friedlich eingeschlafen? Da haben wir zum Schluss noch ein Aufweckbildchen parat, dessen Komik sich ZACKBUM einfach nicht entziehen kann:

6 KOMMENTARE
  1. Sam Thaier
    Sam Thaier says:

    Ausland oder Schweiz. Die Gewichtung im Tagesanzeiger meistens zufällig. Die Berner Schwimmbad-Reportage eine Zumutung für eine selbsternannte „Qualitätszeitung“.

    Bandenkriege in Haiti mit 89 Toten ohne Resonanz in der „Qualitätszeitung“. Südpazifik und Solomon Islands waren auch kein Thema. Noch und noch verpasst TA aus Unkenntnis viele internationale Themen. Tamedia sollte die gewissenhaften Reuters, AFP, AP und Bloomberg abonnieren und allen Comfort-Korrespondenten (vorallem aus Süddeutscher Quelle) kündigen.

    Faulheit und divenhafte Selbsterhöhung haben im Journalismus keinen Platz.

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  2. Victor Brunner
    Victor Brunner says:

    BR Berset hat mit seinem Irrflügli geholfen das Gähn zu unterbrechen. Er sollte von den JornalistenInnen eine Auszeichnung erhalten. Er hat sie zu Höchstleistungen gebracht, im abschreiben. Einige haben sogar 2 Tage in Bersets Leben untersucht, bis er am Abend in Montreux gesichtet wurde. BürgerInnen der ehemaligen DDR kennen das, auch sie wurden von der Stasi auf Schritt und Tritt verfolgt. Scheinbar mutiert sich das Cincera Gen in den Medienhäusern.

    Aber der Gähn Alltag ist wieder eingekehrt. TA heute, ganzseitiger Bericht über das Schwimmbad Bern-West, mit grossen Bildern, auch auf der Titelseite. Ein Masterpiece von Cherix und Garcia, ihnen gebührt der Badehosensticker «Delphin in Bronze». Die Chefredaktion des TA sollte in die Ferien gehen, für solche Ausgaben braucht es keine CR, da genügen clevere Praktikanten die sich in Schülerzeitungen hervor getan haben!

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    • Gili
      Gili says:

      Hallo Herr Küng
      Geniessen Sie doch einfach das schöne Wetter und verzichten Sie einfach auf Zeitungslektüre. Und ein gutes Buch stillt Ihren Buchstabenbedarf sicher auch.

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  3. Eveline Maier
    Eveline Maier says:

    Offenbar vertragsgebunden, kann der überforderten Laura de Weck niemand ein Bein stellen. In den Englischen Medien, die keine Beisshemmung kennen, wäre sowas von Lustlosigkeit längstens entfernt werden.

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    • Victor Brunner
      Victor Brunner says:

      Dank Hilfe von Papis Filz hält sich Töchterchen Laura über Wasser. Bei TA die Kolumne des Grauens, Niveau Hemmel und Szczesniak. Bei SRF auch klar da sind einige dem Papa noch zu Dank verpflichtet, Laura erntet!

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