Blaumacher

Zuerst kassieren, dann Füsse hochlegen. Super Geschäftsidee.

Werfen wir einen Blick in die Niederungen des Gesinnungsjournalismus. In Bern gibt es ein Start-up, das bereits nach drei Monaten erschlafft: «Wir machen ab Samstag drei Wochen Betriebsferien. Wir publizieren nichts bis zum 8. August, auch keine «Hauptstadt»-Briefe.»

Sein Basler Pendant hat bereits 3 Millionen verröstet und kriegt deshalb, wegen ausbleibendem Erfolg, gleich nochmal ein paar Millionen in den Ofen geschoben. Dafür leistet man auch was:

Das sind die drei Aufmacher-Storys vom Freitag bei «bajour». Wer nun meint, das sei vielleicht eine etwas gemeine Auswahl; bitte sehr, die nächsten drei Storys:

Der Artikel rechts beweist, dass «bajour» einen wahrhaft zeitlosen Journalismus pflegt. Was im Juli 2021 gut war, kann doch im Juli 2022 nicht schlecht sein …

Auch «tsüri» vermag bei dieser Hitze nicht wirklich eine aktuelle Schlagzahl aufrecht erhalten:

Das «megafon», unser Krawall-Organ aus der Reitschule zu Bern, tschilpt auf Twitter nur noch sehr verhalten und macht eigentlich nur Retweets.

Bei der «Republik» schliesslich ist schwer zu erkennen, ob bereits eine Sommerpause ausgebrochen ist oder einfach wie üblich eine beeindruckende Workforce peinlich wenig Output leistet.

Ganz andere Probleme hat das linke Kulturzentrum «Kosmos». Das macht seit Jahren weniger mit Kultur, als mit Querelen, Pleiten, Pech und Pannen von sich reden. Nun ist’s mal wieder dramatisch, über den Sommer droht die Gefahr, dass die Liquidität ausgeht, wie «tippinpoint.» vermeldet:

«Die Neubesetzung des Verwaltungsrats ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Derweil geht dem Kulturhaus die Liquidität aus, wie ein unveröffentlichter Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr enthüllt.»

Auch hier wurden schon Millionen verlocht, Schulden und Miete erlassen. Nutzt nix. Der gesamte VR gab entnervt auf, eine auf 25. Juni terminierte Neuwahl hat nicht stattgefunden. Aber solange es noch Erblinke gibt, die sich von ihrem schlechten Gewissen freikaufen wollen, wird diese Investitionsruine stehenbleiben.

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