«Rassistische Häusernamen»

Woran man merkt, wenn eine Redaktion den Kontakt zur Realität verliert.

Beat Metzler ist Redaktor im Lokalteil des «Tages-Anzeiger». Er hat ein Stück abgeliefert, das man einrahmen und als Menetekel an die Wand hängen sollte. Zur Erinnerung für künftige Generationen, zu welchen Blüten des Wahnsinns die Sprachreinigung getrieben wurde.

Gleichzeitig legt diese Stück Zeugnis dafür ab, dass bei Tamedia jegliche Kontrollmechmanismen – Qualität, Sprache, Duktus, Inhalt – ausser Kraft gesetzt werden, wenn es um Sprachphobien geht.

Statt dem Redaktor diesen Schund um die Ohren zu hauen und ihn zur Überarbeitung ins Home Office zu schicken, wird der zahlende Leser damit belästigt.

Wir zitieren nur die Einleitung dieses Stücks Sprachverluderung:

«Ihre Zeit schien schon abgelaufen. Doch nun dürfen sie bleiben, auf unbestimmte Dauer – die Inschriften im Zürcher Niederdorf, die das rassistische Wort «Mohr» (in diesem Text fortan «M-Wort») enthalten

Echt jetzt, M-Wort?

Auslöser dieses Unsinns ist das «Kollektiv Vo da». Bei ihm paaren sich bruchstückhafte historische Kenntnisse mit beinharter Haltung und Gesinnungsterror: «Aber man kann nicht beides haben: eine antirassistische Stadt und rassistische Zeichen an den Häusern.»

Man kann nicht beides haben: alle Tassen im Schrank und das M-Wort. Dummheit ist zwar unbesiegbar, aber wir geben nicht so schnell auf.

Die einzig gute Nachricht: dieser Akt der gutgemeinten Barbarei ist in die ferne Zukunft verschoben.

 

 

Liebe, liebe Schweiz

ZACKBUM gesteht: Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG); noch nie gehört.

Dabei organisieren die die Bundesfeier auf dem Rütli. Dabei gibt’s die seit 1810. Dabei haben die Pro Jventute und Pro Senectute gegründet. Dabei schleppen die ein Vermögen von fast 100 Millionen Franken mit sich rum.

Nun haben sie aber auf sich aufmerksam gemacht. Mit einer gewaltigen Inseratekampagne.

Das hat einen gewissen Jö-Effekt.

Es ist rührend. Auch wenn Leute wie Marko Kovic den Aufruf unterstützen. Da kann man drüber hinwegsehen, kann die SGG nichts dafür.

Kann man auch machen. Muss man nicht machen.

Unter Tagi-«Kollegen»

Wer abweicht, wird niedergemacht. Der kollegiale Stil der Qualitätszeitung.

Marc Brupbacher ist ein leitender Redaktor bei Tamedia. Er ist weder Virologe, noch hat er eine Ahnung von Epidemiologie. Das hindert ihn nicht daran, als Corona-Kreische öffentlich durchzudrehen. Der Bundesrat? «Komplett übergeschnappt.» Der Gesundheitsminister? «Mit dem bin ich fertig.» Uni-Koryphäen wagen es, eine von seiner abweichende Ansicht zu vertreten? «Nehmt diesen Dreck runter und entschuldigt euch.»

Ein Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs, und keiner kümmert sich um seine Behandlung. Wer nicht seiner Meinung ist, «verfügt über die Hirnleistung eines Einzellers». Nun hat Brupbacher einen neuen Anlass zum Kreischen gefunden. Eine neue Mutation habe «das Potenzial, Delta wie ein Kindergeburtstag aussehen zu lassen», hyperventiliert er, ohne Rücksicht auf den Akkusativ.

Da haut es dem Kollegen Kurt Pelda auch den Nuggi raus: «Seit bald zwei Jahren sagt Brupbacher den «Weltuntergang» voraus. Panikmache der übelsten Sorte, von der Realität widerlegt.»

Das tut er nicht ungestraft, denn nun rollt Dampfwalze Sandro Benini herbei: «Sorry, aber das ist polemischer Unsinn», rempelt er Pelda polemisch nieder, «passt du dein Niveau schon mal deinem neuen Arbeitgeber an?»

Dazu muss man wissen, dass Pelda von Tamedia wieder zur «Weltwoche» zurückkehrt, wo man ihm offenbar mehr Freiheiten lässt. Die er schon jetzt ausnützt, indem er seine Meinung zu Brupbacher offen kundtut. Der wiederum seine herumposaunt. Was wiederum Benini, auch in leitender Funktion bei Tamedia, zu Tritten unter die Gürtellinie veranlasst.

Das ist das Niveau, auf dem die sogenannte Qualitätszeitung aus dem Hause Tamedia angelangt ist. Da wäre tatsächlich eine Niveausteigerung dringend nötig.

Eine öffentliche Keilerei wie eine Wirtshausschlägerei unter gut abgefüllten Krakeelern, bevor sie vom Wirt zur Ausnüchterung auf die Strasse geworfen werden.

Es geht gar nicht darum, wer hier recht oder nicht. Es geht darum, dass man selbst unter «Kollegen» kein Erbarmen kennt, wenn jemand den Gottesdienst der einzig richtigen Meinung stört. Solchen Fanatismus gab es zuletzt in der katholischen Kirche oder in kommunistischen Parteien.

Sind wir froh, dass weder Brupbacher noch Benini über deren Machtmittel verfügen. Sonst müsste man sich echt Sorgen um das Wohlergehen von Pelda machen, obwohl der Kriegsreporter ist.

Offenbar verbreitet Mike Müller ein ansteckendes Niveau («Frage an ein ungeimpftes Arschloch»). Will wirklich jemand so einen Komiker sehen? Will wirklich jemand diese Belferer mit B im Nachnamen lesen?

Müll, Müller, Müllabfuhr

Der Komiker kann nicht anders. Ein Nachtrag.

Mike Müller, der Bestatter des gepflegten Humors. Wer einigermassen stotterfrei die von anderen erfundenen Gags erzählen kann, hält sich gerne für ein Kraftwerk des Humors.

So kann man sich täuschen. Da Late Night schon lange vorbei ist, leidet auch Müller unter einem Aufmerksamkeitsdefizit. Dem versucht er, auf alle Arten entgegenzuwirken:

Nun könnte man selbst Müller zubilligen, dass er halt auch ein Opfer der Hass- und Hetzmaschine Twitter geworden ist. Schneller schreiben als denken, schnell passiert. Aber sich im Ton vergreifen, den Tiefpunkt ausloten, das ist das eine.

Verbale Blutgrätsche, na und, meint Müllmann Müller störrisch, das ist das andere:

 

Das erinnert an den Gag auf Müllerniveau: Im Autoradio kommt die Warnung über einen Falschfahrer. «Einer», fragt sich Müller, «Hunderte sind’s.» Etwas Ähnliches hat er mit seinem Nach-Tweet in bedenklich grottenschlechten Deutsch hingeholpert.

Er täuscht sich, es gibt tatsächlich nur 1 Arschloch in diesem Umzug.

 

 

Müllers Müll

Der Komiker ist auch im realen Leben eher unlustig.

Wer sich für einen Satiriker hält, zudem für eine prominente Persönlichkeit, neigt dazu, die Wichtigkeit der eigenen Meinung zu ziemlich allem schwer zu überschätzen.

Vor allem, wenn er wie Mike Müller die Weisheit mit grossen Löffeln gefressen hat. «Oh je, Sibylle», japste er, als sich die Autorin Sibylle Berg erfrechte, ihre Opposition gegen das verschärfte Covid-Gesetz publik zu machen.

Inzwischen wird der virulente Virologe Müller recht rabiat und unkomisch:

Da stellt er eine blöd-polemische Frage über einen angeblichen «Freiheitsverlust» an ein «ungeimpftes Arschloch». Zu solchen Unfällen kommt es immer wieder, wenn ein geskripteter Komiker, dem bei jedem Gag geholfen wird, einfach mal so frisch von der Leber weg poltert.

Von einem Profi wie Müller dürfte man erwarten, dass er in der Lage ist, den Gefahren der Hass- und Hetzeschleuder Twitter zu entgehen. Also muss Absicht dahinterstecken. Das bestätigt auch seine Antwort auf eine Anfrage des «Blick»:

«Ein Tweet braucht keine Erläuterung, ausser er ist grottenschlecht. Letzteres ist meiner Meinung nach nicht der Fall.»

Da hat er recht. Sein Rülpser ist nicht grottenschlecht, er ist unter jeder Sau. Primitiv, unanständig, beleidigend, ein Schlag in die Fresse für seine Fans und für die Sache, die Müller eigentlich unterstützen möchte.

Man sollte keine Scherze über Namen machen, aber hier muss das sein. Der Tweet ist das, was entsteht, wenn man bei seiner Namensnennung in TV oder Radio so schnell wie möglich abschaltet und dadurch die letzten beiden Buchstaben seines Nachnamens verlorengehen.

 

 

Sorry, sorry, so sorry

CH Media entschuldigen sich. Wieder und wieder. Und nochmal.

Die journalistische Leiter nach unten bei CH Media hat endlich eine Lebensaufgabe gefunden. Pascal Hollenstein entschuldigt sich: «Wir haben korrigiert und um Verzeihung gebeten. Jetzt tun wir es noch einmal. In der Hoffnung, auf Gnade zu stossen.»

Himmels willen, was ist denn passiert? «Diese Grossmutter wird neue Chefin der Welthandelsorganisation», der Titel über einen Bericht über Ngozi Okonjo-Iweala. Nun ist die Dame schwarz, weiblich und stammt aus Nigeria. Drei Gründe, wieso das keine gute Idee war.

Es ergoss sich der übliche und sogar internationale Shitstorm über das Wanner-Imperium. Inklusive eines geharnischten Briefs von über 100 WTO-Diplomaten.

Hollenstein waltete das erste Mal seines Amtes: «Es tut uns Leid.» Auf Twitter und gedruckt entschuldigte man sich eins ums andere Mal. Und hoffte, damit die Affäre aus der Welt geschafft zu haben.

Aber, hoffentlich gibt das keinen Shitstorm, Okonjo-Iweala ist offenbar nachtragend. Nachdem das alles Ende Februar erledigt schien, engagierte sie kürzlich einen Genfer Anwalt, der nochmals eine Entschuldigungsorgie verlangte.

Es ist offenbar so, dass die WTO keine sonstigen Probleme als die Bezeichnung ihrer Chefin als Grosi hätte. Also machte CH Media das, was man schon gelenkig kann. Man veröffentlichte einen ellenlange Eloge auf die Leistungen der Dame – und entschuldigte sich nochmal.

Wir finden: das könnte Hollenstein doch einmal die Woche machen. Einfach so. Andere Institutionen halten sich einen Grüss-August oder einen Mann am Fenster. CH Media hat seinen Sorry-Hollenstein.

Darf man das?

Korrekt ist, wenn’s gegen die Unkorrekten geht. Auch unkorrekt.

Darf man Andrea Stauffacher (71), lebenslängliche Revolutionärin, «Krawall-Grosi» nennen? Das Blatt mit dem Regenrohr im Titel meint: ja.

«Es ist zwar überzogen, wenn die FPÖ zetert: «Österreich ist ab heute eine Diktatur!», aber immerhin weniger absurd, als wenn die SVP in der Schweiz davon schwafelt.» Patrik Müller von CH Media im Einsatz gegen Schwafler. Nur: schwafelt die SVP von Diktatur? Mit Ueli Maurer als Mitdiktator?

Ist die Weste des Knaben blutrot?

Die Leihgabe der Bührle Stiftung habe «sich nicht nur zum grössten PR-Desaster des Kunsthauses entwickelt, sondern erweist sich in Anbetracht der heftigen Gegenwehr von Historikerinnen und Kunsthistorikern auch als kolossaler strategischer Fehler. Die Verantwortung dafür tragen sowohl die Stadt- und Kantonsregierung, also Corine Mauch und Jacqueline Fehr, als auch der Direktor des Kunsthauses Christoph Becker und der inzwischen zurückgetretene Präsident der Kunstgesellschaft Walter Kielholz».

Darf man so auf die mitgefeierte Eröffnung des Neubaus eindreschen, wobei gleich noch das hier nachgeschoben werden musste: «Korrektur: Im obigen Beitrag wurde ausgeführt …» Will Tamedia, dass die wohl bedeutendste Sammlung impressionistischer Kunst den gleichen Weg geht wie diejenige des Schweizers Thyssen-Bornemiza, an der sich Madrid erfreut?

Darf man ausserhalb einer Skipiste dermassen Slalom fahren, wie es die NZZ tut? «Die Leihgabe der Stiftung Bührle ans Kunsthaus ist eben nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine Verpflichtung. Für beide Seiten.» Das ist wohl wahr, aber kann man gleichzeitig bestätigen, dass Leihverträge vertraulich sind, hier aber Transparenz fordern? Nur dem Glauben schenken, was man schwarz auf weiss sehe, aber Behauptungen der «Republik» kolportieren, die noch nie selbstrecherchierte Vorwürfe erhob, die auch Bestand hatten?

Kann es sein, dass CH Media einen Artikel von Florian Schmidt-Gabain veröffentlicht und immerhin erklärt, dass der Anwalt mit seiner Kandidatur für das Präsidium des Kunsthauses scheiterte. Aber der darf unwidersprochen die alte Story eines Bildverkaufs von Max Emden an Bührle aufwärmen. Obwohl der Anwalt die Position der Bührle Stiftung kennen muss:

«Die Stiftung hat der Familie Emden 2012 die Ergebnisse ihrer Nachforschungen bei einem Gespräch in Zürich präsentiert und sie um eine Stellungnahme ersucht. Die ist bis heute nicht eingetroffen

Darf man das dem Leser vorenthalten?

Habermas im SoBli

Manchmal fehlen auch ZACKBUM die Worte.

Man muss es sehen, um es zu glauben:

Kennt Corine Mauch Habermas?

Reza Rafi, der Mann fürs Grobe beim SoBli, zitiert wirklich einen Buchtitel von Jürgen Habermas?

Darf man demnächst eine Einführungskurs in den herrschaftsfreien Diskurs und eine Zusammenfassung der beiden Bände der «Theorie des kommunikativen Handelns» des deutschen Soziologen und Philosophen erleben?

Man wäre einen Moment lang versucht, dem SoBli und Rafi eine vorher ungeahnte intellektuelle Fallhöhe zuzugestehen.

Aber der SoBli will seine Leser nicht unangenehm überraschen, daher begibt sich Rafi wieder auf seine gewohnte Flughöhe: «Jakob Tanner, Historiker und Ex-Mitglied der Bergier-Kommission, betont, dass zwingend auch die Geschichte der Provenienzforschung untersucht werden müsse. «Viele der impressionistischen Gemälde, die in der Bührle-Sammlung hängen, hatten jüdische Vorbesitzer. Das wurde bisher viel zu wenig beachtet.»»

Echt jetzt? Nichts wurde bisher mehr beachtet, untersucht und für unbedenklich befunden. Daher ist jeder Journalist, der Tanner einen solche Unfug unwidersprochen sagen lässt, jenseits von Faktizität und Geltung.

 

 

 

 

 

Früher – heute

Früher war nicht alles besser. Aber «Das Magazin» schon.

«Milde ausgedrückt, würde ich Impfgegner am liebsten auf den Mond schiessen. Sie müssen kolossale Egoisten sein.» Früher hätte ein Chefredaktor, der sein Editorial im «Magazin» für solch unanständiges Gerempel missbraucht, kräftig die Kappe gewaschen gekriegt und sich in der nächsten Ausgabe entschuldigen müssen.

Heute wird das Finn Canonica sicher nicht passieren, trotz rigoroser Qualitätskontrolle im Hause Tamedia.

Das hätte Daniel Binswanger in der «Republik» höchstens für ein Vorwort gereicht: 45’663 Anschläge druckt das «Magazin» zur Geschichte des Scheiterns des Rahmenabkommens. Warum? Darum, Christoph Lenz und Gebrauchskonzernjournalist Philipp Loser hatten halt Lust auf das Thema.

Langfädiger szenischer Einstieg mit Wetterbericht «Die letzten Wolkenfetzen einer Kaltfront hingen noch über Bern, …». Ein Flug der Staatssekretärin Livia Leu nach Brüssel, atemberaubend. Heutzutage darf auch dieses Selbstlob nie fehlen:

«Die Suche nach Antworten hat uns in den letzten Monaten zu rund zwanzig Parteipräsidenten, Aussenpolitikerinnen, Top-Diplomaten und Wirtschaftsvertreterinnen geführt.»

Unglaublich, da wurde vielleicht recherchiert. Und wird analysiert, zitiert, kritisiert. Immer wieder die Rolle der SVP erwähnt, sogar Gottseibeiuns Christoph Blocher hat einen Auftritt mit Zitat.

Der Anfang eines überlangen Artikels.

Nur: alle, wirklich alle kommen zu Wort, die mit dieser unendlichen Geschichte etwas zu tun hatten. Bloss die Partei oder ihre Exponenten, die wohl die entscheidende Rolle beim Versenken des Rahmenvertrags gespielt hat – nichts. Kein Wort, kein Gespräch.

Früher hätte man so einen Text den Autoren um die Ohren geschlagen. Um die Hälfte kürzen, und unbedingt Quotes der SVP einbauen, ihr Pfeifen. Und gibt’s eigentlich einen Aufhänger, so ein halbes Jahr nachher? Heutzutage wird der Text abgedruckt, trotz rigoroser Qualitätskontrolle im Hause Tamedia.

Ist doch mal was anderes als immer nur Fremdtexte übernehmen.

136’053 Einschläge gegen Bührle

Das Zürcher Kunsthaus hat die beste Impressionisten-Sammlung der Welt. Noch.

Es gibt wohl kaum eine Gemäldesammlung auf der Welt, die dermassen gründlich, mehrfach, umfangreich durchleuchtet worden ist wie diejenige der Familie Bührle.

Es sind keinerlei Fragen offen, keine Rückforderung im Raum, keine Zweifel an der Rechtmässigkeit des Erwerbs möglich.

Vergeblich bis verzweifelt weist die Stiftung Bührle darauf hin, dass die Ergebnisse der umfassenden Provinienzforschung auf ihrer Webseite publiziert sind und «laufend aktualisiert werden».

Zudem:

«Heute kann festgehalten werden, dass sich im Bestand der Sammlung keine ungeregelten Raubkunstfälle finden. Die Behauptung im «Schwarzbuch Bührle» von 2015, wonach bei mindestens 20 Werken weiterhin ein Verdacht auf ungeregelte Raubkunst besteht, war falsch und wurde umfassend widerlegt.»

Aber die Melange Waffenfabrikant, Geschäfte mit allen, auch den Nazis, Raubkunst, Blutbilder, die flüchtenden Besitzern für ein Butterbrot abgeluchst wurden, diese trübe Suppe ist zu verführerisch, als dass man sie nicht nochmal umrühren möchte.

Wenn ein eitler Schreiber über sich selbst bebt.

Den Vogel schiesst hier – Überraschung – die «Republik» ab. Die schreibende Schmachtlocke Daniel Binswanger fängt noch relativ harmlos an. 17’335 Anschläge verwendet er auf sein erstes Stück der «Bührle Connection». Dann gerät alles ausser Kontrolle, mit weiteren Folgen und wirren Anklagen steigert er sich auf sagenhafte 136’053 Buchstaben zum Thema.

Also rund das Hundertfache dieses Textes hier. Unterschied: Binswanger hat eine gewaltige Zeitvernichtungsmaschine gebaut. Für die Wenigen, die das lesen wollen.