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Neueste Medienmanipulationen

Die jüngsten Fälle zeigen einmal mehr, wie das China-Narrativ im Westen gründlich verzerrt wird.

Von Felix Abt

Für westliche Medien gehört es zum Gold-Standard, bei allem, was in China geschieht, automatisch «das Böse» zu unterstellen. Der jüngste Fall:

Der britische Historiker Francis Pike schrieb in der «Weltwoche»: «Hus medienwirksame Entfernung nimmt sich aus wie ein politisches Drama, das an die brutalen Säuberungen von Parteimitgliedern durch den Vorsitzenden Mao in den 1950er Jahren erinnert.» Er bezog sich auf ein Video vom chinesischen Parteitag, das zeigte, wie der ehemalige Parteichef Hu Jintao aus dem Saal eskortiert wird.

«Die Entfernung von Hu aus dem Saal ereignete sich bloss Minuten, nachdem ausländische Medien in die Grosse Halle eingelassen worden waren», fügte Pike hinzu. Das wirft sofort die Frage auf, warum Xi Jinping mit der «Entfernung» von Hu Jintao warten sollte, bis westliche Medien vor Ort sind, die nur auf eine solche Gelegenheit gewartet haben, um den «grausamen und menschenverachtenden Diktator Xi Jinping» an den Pranger zu stellen?

Was Xi Jingping’s Diktatur betrifft, so sei am Rande bemerkt, dass letzten Monat auf dem Athens Democracy Forum (in Zusammenarbeit mit der New York Times) eine Wissenschaftlerin der Universität Zürich gebeten wurde, sich zur Demokratie in China zu äußern, und ihre Antwort war nicht gerade das, was man bei so viel westlichem Diktaturgerede erwarten würde: In den letzten Jahren hat es unter Xi Jinping vermehrt «demokratische Experimente gegeben, zum Beispiel, um eine stärkere Beteiligung der Bürger zu ermöglichen und die lokalen Regierungsbeamten empfänglicher und rechenschaftspflichtiger gegenüber den Bürgern zu machen.» Wie zu erwarten war, berichteten die Medien nicht darüber, denn anders als die weltbewegende “Entfernung” Hu Jintaos im Plenarsaal handelte es sich um ein unwichtiges Detail, das auch ihr China-Narrativ durcheinander bringen würde.

Dieselben Medien erwähnten nicht, dass der gebrechliche 80-jährige Mann, der einen etwas verwirrten Eindruck hinterließ, bereits einige Tage vor dem von den westlichen Medien gehypten «Abführung aus der Kongresshalle zu dem Treffen eskortiert worden war, wo Xi Jinping sich als freundlicher Platzanweiser um ihn kümmerte.

Einen wichtigen Teil der Nachricht wegschneiden und die Wahrnehmung durch einen irreführenden Text verändern ist Manipulation und wird (zu Recht) von denselben Medien gegeisselt, wenn sie von China vorgenommen wird.

Hu Jintao wurde jeweils vom selben Begleiter in den Saal eskortiert (links),
der ihn auch aus dem Saal begleitete (rechts).

Kindersoldaten in Redaktionsstuben werfen Spekulationsbomben über China: Der junge deutsche Journalist Fabian Kretschmer schreibt aus Peking für die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) und für die Geschichtsbücher.

Dass Hu Jintao ein gesundheitliches Problem hat, fiel China-Beobachtern erstmals bei der Parade zum Nationalfeiertag 2019 auf, als er auf dem Tiananmen-Balkon in Peking mit stark zitternden Händen gesehen wurde.

Unmittelbar vor der “Abführung” auf dem Parteitag nahm Hu Jintao an der Wahl teil, und zwar als zweiter Wahlberechtigter, gleich nach Xi Jinping, der seine Stimme an der Wahlurne abgab. In einer Gesellschaft, die viel eher konfuzianistisch als kommunistisch geprägt ist, bedeutet diese symbolische Platzierung bei der Abstimmung großen Respekt für den betagten Staatsmann. Die westlichen Medien blendeten auch dies aus dem Gesamtbild aus. Das machte es ihnen leichter, daraus einen Putsch, eine Säuberung und eine Demütigung des ehemaligen Präsidenten zu konstruieren.

In den chinesischen Abendnachrichten (ab 5:21) wurde Hu Jintao bei der Stimmabgabe gezeigt, nachdem Xi Jinping seine Stimme an der Wahlurne abgegeben hatte und kurz bevor Hu aus dem Saal “abgeführt” wurde.

Politische Säuberung und Demütigung für die Geschichtsbücher oder Störung des Gottesdienstes?

Von offizieller chinesischer Seite war wenig über den Vorfall zu hören, abgesehen von einem Tweet der Nachrichtenagentur Xinhua, in dem es hieß, Hu habe sich während des Treffens nicht wohl gefühlt».

Ein Bericht des singapurischen Fernsehsenders CNA fügte ein wichtiges Detail hinzu, das westliche Medienvertreter, die im Saal waren, ignorierten: Hu hatte sich einige Dokumente auf dem Tisch vor ihm angesehen und offenbar eine Meinungsverschiedenheit mit dem derzeitigen Vorsitzenden der chinesischen Legislative, Li Zhanshu, der links von ihm saß, gehabt, der ihm die Dokumente aus der Hand nahm. Und als Li Zhanshu versuchte aufzustehen, um Hu beim Aufstehen zu helfen, wurde Li von Wang Huning, einem Parteiideologen und ehemaligen Professor für internationale Politik zu seiner Linken, zurück auf seinen Platz gezerrt, was die Sache noch verwirrender machte. Als Xi diese Störung des choreografierten Parteitages bemerkte, rief er einen Mitarbeiter herbei, der dann versuchte, Hu zum Gehen zu bewegen, und der ihn anschließend aus dem Raum eskortierte. Auf dem Video ist auch zu sehen, dass Hu nach dem Aufstehen zunächst auf der Stelle schwebte, dann ein paar langsame Schritte machte, dann stehen blieb und sich Xi zuwandte, der kurz nickte, aber weiterhin die versammelten Delegierten ansah.

Wenn es sich dabei um einen Streit handelte, wäre der Vorfall aussergewöhnlich, denn in kommunistischen Parteien, die nicht für ihre Transparenz bekannt sind, werden Meinungsverschiedenheiten bekanntlich hinter verschlossenen Türen ausgetragen, auf jeden Fall aber nicht vor laufenden Kameras der ganzen Welt. Man müsste also wissen, was in den Dokumenten geschrieben stand. Ein ehemaliger chinesischer Insider sagte der BBC: «Warum sollte die Partei Hu ein Dokument auf den Tisch legen, wenn er es nicht sehen darf?»

Bill Bishop vom China-Newsletter «Sinocism» präzisierte, dass die “von den Medien behauptete Säuberung auf diese Weise keinen Sinn ergibt: Hu Jintaos Sohn, selbst ein hoher Parteifunktionär, saß in dem Saal. Eine Säuberung des einen ohne den anderen wäre unwahrscheinlich”.

Im Gegensatz zu den scheinbar völlig aus dem Takt geworfenen westlichen Medien bedienten sich die asiatischen Medien, die ein weitaus besseres Verständnis von China haben, einer weniger aufgeladenen Sprache. Es ist in diesem Zusammenhang auch wichtig zu wissen, dass die asiatischen Länder im Gegensatz zu Europa nicht auf eigene Kosten in den Kampf der USA gegen China hineingezogen werden wollen, wie ich hier ausführlich dargelegt habe.

So titelte beispielsweise der konservative ‹Korea Herald› in Seoul nüchtern, dass Hu Jintao auf dem Parteitag von der Bühne geholfen wurde.

Man kann davon ausgehen, dass diese Eskortierung von Hu Jintao auf dem Parteikongress
nicht in die koreanischen Geschichtsbücher eingehen wird. 

Einerseits wird alles Mögliche, was aus China kommt, im Westen aufgebauscht, überdreht und zum China-Bashing genutzt. Andererseits werden wichtigere Dinge, die zu einem besseren Verständnis des Landes beitragen würden, einfach unterdrückt. Ein weiteres, aktuelles Beispiel:

Kennen Sie Dilana Dilixiati? Nein, natürlich nicht. Aber Sie kennen sicher Peng Shuai, die berühmte chinesische Tennisspielerin, die nach Auffassung westlicher Medien einen pensionierten Spitzenpolitiker der Vergewaltigung bezichtigte (in ihrem chinesischen Originaltext wird das Wort Vergewaltigung nicht verwendet), nachdem die jahrelange heimliche Liebesbeziehung mit vielen Höhen und Tiefen zwischen den beiden in die Brüche gegangen war. Westliche Politiker und Medien, darunter auch die NZZ, riefen deshalb sofort zum Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking auf.

Die Sportlerin wurde in der Folge oft in der Öffentlichkeit gesehen, lachend und im Gespräch mit anderen Menschen. Weil sie offenbar nicht in einem Gulag verschwunden ist, wie die westliche Medien-Soldateska insgeheim gehofft haben muss, verschwand sie wieder aus dem westlichen Medienzirkus.

Wie viele amerikanische und andere westliche Medien griff auch die «Neue Zürcher Zeitung» das Internationale Olympische Komitee heftig an, weil es sich gegen einen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking wegen Peng Shuai ausgesprochen hatte.

Die China-Expertin Dr. Wang von der University of New South Wales lieferte im australischen Fernsehen Hintergrundinformationen und Einblicke in den Fall, die anderswo nicht zu erhalten waren. Sie erklärte, es sei nur natürlich, dass westliche Organisationen wie der Welttennisverband den Social-Media-Beitrag von Frau Peng als Beschwerde über sexuelles Fehlverhalten interpretierten und angesichts des Mangels an detaillierten Informationen, Kommunikation oder Transparenz und Zensur in dieser Angelegenheit misstrauisch gegenüber Pekings Reaktion waren.

Sie wies den Vorwurf jedoch zurück und sagte, es gebe keinen eindeutigen Vorwurf der Vergewaltigung, die in China eine Straftat sei, und «sexuelle Belästigung» falle unter das Zivilgesetzbuch.

Ob die von Peng Shuai beschriebene Überredung oder Nötigung des ehemaligen Vizepremiers als «sexueller Übergriff» im üblichen Sinne bezeichnet werden könne, sei subjektiv, sagte sie.

Sie fügte hinzu, dass Peking zwar jede Kontroverse über seine Beamten unterdrücken wolle, die westlichen Medien aber auch ihre eigene politische Agenda in Bezug auf China verfolgten.

«In diesem Fall geht es um Belästigung, Macht und Skepsis, und er ereignete sich in einem breiteren Kontext wachsender Spannungen zwischen China und beispielsweise Australien, die aus diplomatischen Spannungen, Handelskonflikten und wachsenden Anschuldigungen gegen Chinas Menschenrechte, Demokratie und Zensur resultieren», ergänzte sie.

Sie schloss: «Es gibt also auch hier einen Medienkrieg zwischen China und dem Westen und den australischen Medien, und das spiegelt sich auch in den gegensätzlichen Ansichten der Social-Media-Posts wider

Zurück zu Dilana Dilixiati. Auch sie ist ein chinesischer Sportstar. Ihr Team hatte kürzlich bei der FIBA-Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft einen unerwarteten, sensationellen Sieg im Halbfinale gegen die Basketball-Supermacht Australien errungen. Australische Medien berichteten: «Sie besiegten die Gastgeberinnen am Freitagabend im Sydney Superdome mit 61:59 in einer spannenden Begegnung, die erst in den letzten Sekunden entschieden wurde.» Der dramatische Thriller löste Schockwellen aus.

Wer das Spiel verfolgte, erkannte sofort, dass Dilana Dilixiati (links) anders aussah als ihre Mitspielerinnen. Die Journalisten müssen sie bemerkt haben. Seltsamerweise hat die Uigurin, die ihren Namen auf Uigurisch so buchstabiert: دىلانا دىلشات, was nicht nach Mandarin aussieht, kein Interesse erregt, obwohl sie sich wie keine andere für eine sensationelle Erfolgsgeschichte, die zu Klicks einlädt, geeignet hätte.

Die 1,94 Meter große Center-Basketballspielerin der Guangdong Vermilion Birds, die der chinesischen Frauennationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft zur Silbermedaille verhalf, besucht regelmäßig ihre Familie in Xinjiang.

Ein Twitter-Nutzer erkannte das uigurische Teammitglied der chinesischen Nationalmannschaft
und dass sie nicht von den Medien interviewt wurde.

Die australische Denkfabrik ASPI, die insbesondere vom australischen Verteidigungsministerium, der US-Regierung und der westlichen Kriegsindustrie finanziert wird, veröffentlichte die viel zitierte, aber widerlegte Broschüre «Uyghurs for Sale». Die Organisation war eine der treibenden Kräfte bei der Verbreitung der Propagandakampagne zum «Völkermord» an den Uiguren in China, die von den Vereinigten Staaten ausging.

Der Fall ist klar: Dilana Dilixiati, eine Uigurin, und ihre Fähigkeit zu reisen, widerspricht dem westlichen Narrativ, das in den Köpfen der Menschen verankert ist, dass Uiguren Gefangene und Opfer eines Völkermords sind und Xinjiang nicht verlassen können. Ihre Geschichte musste von den Medien verschwiegen werden, denn die Medienkonsumenten hätten natürlich gemerkt, dass mit dem vorherrschenden Narrativ etwas nicht stimmt, und niemand lässt sich gerne manipulieren.

Zementkönig rechnet mit China ab

Neue Warnung vor der alten gelben Gefahr.

 Von Felix Abt

Max Amstutz, der ehemalige Chef des weltgrössten Zementkonzerns Holcim, appelliert wie viele andere westliche Kriegstreiber vor ihm an Europa, sich militärisch gegen China und Russland hochzurüsten und sich auf die unvermeidliche grosse Konfrontation vorzubereiten.

Der Konzern ist auf dem grössten produzierenden und konsumierenden Zementmarkt der Welt gescheitert. Es ist schwierig, die Schuld dafür der Kommunistischen Partei Chinas zuzuschieben, denn in Indien, dem zweitgrößten, aber wesentlich kleineren Zementmarkt, erging es dem Unternehmen nicht besser. Sind es «“sour grapes», die ihn treiben?

(Statista chart: Twitter Screen shot Felix Abt)

Völlig ahistorisch und ohne Beweise behauptet er, dass China die Welt unterwerfen und beherrschen wolle. Hat China in seiner langen Geschichte jemals den Ehrgeiz gehabt, die Welt zu dominieren, wie es europäische Mächte und die USA hatten und haben?

Trotz seines historischen Status als einflussreichste Wirtschaftsmacht der Welt über viele Jahrhunderte hinweg strebte China nicht danach, so etwas wie eine globale Supermacht zu werden. Die “Belt and Road Initiative” ist ein ehrgeiziges globales Infrastruktur- und Investitionsprojekt, das darauf abzielt, Handelsverbindungen in ganz Eurasien zu schaffen, und damit die alten Seidenstraßen wiederzubeleben. Im Laufe der Geschichte des Landes kam es auch immer wieder zu Übergriffen, die sich in der Regel auf benachbarte Gebiete beschränkten, und zu Grenzkonflikten.
(Bloomberg headline. Screenshot Felix Abt)

Bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen und rechnen wir nach, Herr Amstutz: Die Vereinigten Staaten und China haben ein fast gleich hohes Bruttosozialprodukt. Die USA unterhalten mehr als 750 Stützpunkte in mindestens 80 Ländern weltweit und geben mehr für ihr Militär aus als die nächsten 10 Länder zusammen. 90 % aller ausländischen Militärstützpunkte sind US-amerikanisch. Wie viele ausländische Militärstützpunkte bräuchte China, um den USA die Stirn zu bieten, und wie viele hat es tatsächlich?

Natürlich ist Herr Amstutz nicht hundertprozentig für sein schlechtes Urteilsvermögen verantwortlich, da er von Medien abhängig ist, die z. B. diese Zitate aus Xi Jinpings Rede am Parteitag unterschlagen haben:

Dies ist wahrscheinlich eher nichts Neues unter «Tianxia», d.h. dem chinesischen Himmel: Die Herrscher früherer chinesischer Dynastien mögen sich auf die gleiche oder ähnliche Weise geäussert haben. Und es klingt auch eher wie die Gegenthese zum Aufruf, zu den Waffen zu greifen und die Welt zu erobern.

Der Kampf gegen die Korruption in den letzten zehn Jahren, in denen gegen fünf Millionen Parteimitglieder wegen Korruption ermittelt wurde und nicht wenige von ihnen bestraft wurden, wird von Herrn Amstutz ohne Beweise als persönlicher Kampf Xi Jinpings zur Ausschaltung von Rivalen dargestellt.

Dennoch behaupten die Medien und die sogenannten Experten, Xi Jinping sei der neue «Mao», der den Privatsektor abschafft.

 Was kann man daraus lernen? Vielleicht, dass es besser ist, sich selbst mit den Originalquellen zu befassen, indem man zum Beispiel die Reden von Xi Jinping oder Wladimir Putin liest, und nicht nur mit den Worten, die ihnen von voreingenommenen, um nicht zu sagen antichinesischen und antirussischen Medien in den Mund gelegt werden, und den irreführenden Interpretationen und wilden Spekulationen.

Damit riskiert man, als böser Russland- und China-Versteher abgestempelt zu werden, und das in einer Zeit, in der das Verstehen radikal abgeschafft wurde — von Kindersoldaten und Möchtegern-Inquisitoren in zu Schiessbuden umfunktionierten Redaktionsstuben bis hin zu großen, mächtigen Konzernchefs, die von allen guten Geistern verlassen worden sind. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen: Kriegstreiberei ist in Europa wieder «en vogue» und ist dabei wieder alle zu erfassen, ähnlich wie vor dem Ersten Weltkrieg.

Scoop: Chinesischer Staatsstreich…

…exklusiv in westlichen Medien!

 Von Felix Abt

Inzwischen sollte jeder im Westen wissen, dass in der chinesischen Provinz Xinjiang, in der muslimische Uiguren leben, massenhaft Sklavenarbeit geleistet wird. Die Sklaven müssen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und unbezahlt arbeiten. Schlimmer noch, sie sind nicht einmal Uiguren, sondern Ausländer, und zwar Amerikaner. Die unmenschlichen Besitzer der Baumwollfarmen, von denen die meisten selbst Uiguren sind, zwingen amerikanische John-Deere-Maschinen zu unbegrenzter Sklavenarbeit auf ihren zu 90 % automatisierten Farmen.

Um diesem Missbrauch entgegenzuwirken, haben die Vereinigten Staaten als Verfechter der Menschenrechte energisch mit einem Gesetz reagiert, das den Kauf von Baumwolle aus China verbietet, die besser und billiger ist als amerikanische Baumwolle. Sie möchten auch, dass John Deere dort keine Maschinen mehr verkauft. Vielleicht würde Washington lieber menschliche Sklaven auf den Baumwollfeldern Chinas sehen als Maschinen, wie es auf den amerikanischen Feldern während der Blütezeit der amerikanischen Baumwolle der Fall war.

Amerikanischer Landwirtschaftsmaschinenhersteller unter Druck der US-Regierung: John Deere-Maschinen wurden in China zu «Sklavenarbeit» gezwungen. Bevor die verheerenden Sanktionen verhängt wurden, stürzten sich die Landwirte in Xinjiang darauf, John Deere-Maschinen in grossen Mengen zu kaufen, und der Umsatz des Unternehmens stieg im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um satte 4.000 %.

Westliche Politiker, Aktivisten und Medien haben uns auch eindringlich darauf hingewiesen, dass dort gleichzeitig ein ungeheuerlicher Völkermord verübt wird. Sie werden uns die Beweise dafür noch nachliefern: z.B. Satellitenfotos von solchen Lagern, auf denen ausgemergelte Gestalten zu sehen sind, die über Lumpen kauern und in den Tod getrieben werden, Fotos von Todesmärschen oder von Todesschwadronen, die Menschen an die Wand stellen und erschiessen – Szenen, die auch im Holocaust vorkommen -, das Beschmieren von Schaufenstern oder Uiguren, die eindeutig identifizierbare Kleidung tragen müssen, z. B. einen Stern und einen Halbmond (anstelle eines Davidsterns) oder Hinrichtungen in Grabgruben, rauchende Krematorien oder zumindest Videobeweise für den Massentransport von Menschen in Zügen oder Lastwagen zu ihren Vernichtungsstätten. Wir warten also ganz gespannt auf die entsprechende Dokumentation.

Bei so vielen Schreckensmeldungen aus China sollte es nicht mehr überraschen, dass zahlreiche westliche Mainstream-Journalisten eine neue, ebenso beunruhigende wie fiktive China-Story über einen Staatsstreich und die Verhaftung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping ernst genommen haben: Das atomare Riesenreich der Mitte versinkt im Chaos! «Wo Rauch ist, ist auch Feuer, heisst es, und aus Peking strömt eine Rauchsäule, wie wir sie seit Juli 64 n. Chr. nicht mehr gesehen haben», verkündete die australische Ausgabe der britischen Zeitung «The Spectator» grossspurig.

Nachrichtenportale im Westen in höchster Alarmbereitschaft über China.

 Neben «The Spectator» berichteten auch «Newsweek», «MSN.com», «The Daily Telegraph», «Newsmax» und zahlreiche andere darüber.

Wer steckt dahinter?

Die Quelle scheint Jennifer Zeng zu sein, die anscheinend zuerst darüber berichtete. Sie ist Produzentin von Nachrichtenmedien mit Titeln wie «Epoch Times» und «NDTV», die mit der Sekte Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa («Praxis des Gesetzesrades» auf Chinesisch), in Verbindung stehen. Sie hat keine Quellen oder Beweise angegeben.

Der Anführer der Falun-Gong-Sekte ist Li Hongzi, ein ehemaliger chinesischer Soldat, der in New York lebt. Er lehrt, dass Ausserirdische die Wissenschaft in die Welt gebracht haben, damit sie die Kontrolle über die menschlichen Körper übernehmen können. Seine Anhänger glauben, dass er übernatürliche Kräfte besitzt, die er auf andere übertragen kann, indem er buchstäbliche, nicht nachweisbare, interdimensionale Räder in den Unterleib seiner Elite-Praktizierenden (diejenigen, die viel Geld für seine Kurse und Schulungen bezahlt haben) einbaut. Dies ermöglicht es ihnen, andere zu heilen und sogar zu schweben (was allerdings nie gefilmt wurde).

Die Mitglieder müssen die Sekte über die Familie und sogar über die Gesundheit stellen. Die Organisation lehrt ihre Mitglieder, keine modernen Medikamente einzunehmen, sondern zu versuchen, durch Meditation und Reinigung geheilt zu werden, selbst wenn sich herausstellt, dass dies nicht hilft und den Zustand des Patienten verschlimmert.

Die Sekte ist gegen gemischtrassige Ehen, gegen Homosexualität und gegen jegliche sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe, da sie behauptet, dass diese negatives Karma erzeugen. Sie praktiziert auch eine Art von Exorzismus.

Obwohl Falun Gong behauptet, es ginge um Wohlbefinden und Glück, weist es alle stereotypen Komponenten einer autoritären Gruppe auf, einschließlich Magie, Lügen, eines übernatürlichen Erlösers, der Androhung eines drohenden Untergangs und anderer Standardkost moderner Sekten, mit dem zusätzlichen Bonus der Opferrolle (desjenigen, der angeblich von China brutal verfolgt wird).

Die einzige Frage, die bleibt, ist: Könnte es möglich sein, dass der Qualitätsstandard westlicher Medien, die sich auf solche Quellen stützen, um China-Horror und Klatsch zu verbreiten, noch weiter sinken wird?

Aber lassen wir dem US-Präsidenten das letzte Wort: Joe Biden und seine Vorgänger haben dafür gesorgt, dass chinesische Konkurrenten, von der Landwirtschaft (Baumwolle) über Hochtechnologie (Huawei, SMIC) bis hin zu sozialen Medien (Instagram-Konkurrent TikTok), durch Zwangsmaßnahmen wie Boykotte und Sanktionen vom Wettbewerb ausgeschlossen werden.

Oh, Omikron

Wieso heisst du denn so? Weil es die WHO so will.

Alles ist politisch, selbst der Name einer neuen Variante des Covid 19-Virus. Und weil es politisch ist, muss es korrekt sein. Schon bei der Namensgebung von Wirbelstürmen wurde ein Durchbruch bei der Geschlechtergerechtigkeit erzielt: männliche und weibliche Namen wechseln sich ab. Diskriminiert bleiben wie wie immer Transgender und Non-Binäre.

Bei den Virus-Mutationen folgt die Weltgesundheitsorganisation einfach dem griechischen Alphabet, damit eine neue Variante nicht den Ort stigmatisiert, wo sie zuerst entdeckt wurde. Also statt Südafrika-Virus nun Omikron, für O wie Oma.

Nun wäre dem aber Ny und Xi im Alphabet vorangegangen. «Ny» fiel aus den Rängen, weil es zu nahe an «new» und daher «missverständlich» gewesen wäre, meint die WHO. «Xi» hingegen sei ein gebräuchlicher chinesischer Nachname, und da man keine Volksgruppen oder Ethnien stigmatisieren wolle …

Xi ist zwar auf Han-Chinesisch gebräuchlich, aber nicht gerade verbreitet wie Müller. Doch es gibt einen prominenten Träger des Namens: Xi Jinping. Genau, der chinesische Staatspräsident.