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Ein Wunder an Ostern

ZACKBUM muss Marc Walder loben. Sind himmlische Mächte am Werk?

Wir geben zu: solcher Beistand wird uns nicht zuteil.

Ist vielleicht auch besser so, wenn man die Resultate anschaut.

Auf jeden Fall hätten wir nach der Affäre um eine Standleitung mit Ex-BR Berset und Walders Corona-Hysterie nie gedacht, dass er Analysen von sich gibt, die wenn vielleicht nicht total richtig, so doch sehr bedenkenswert sind.

Und das erst noch im Konkurrenzorgan NZZaS. Da wird der SoBli-Chefredaktor schön blöd geschaut haben.

Am Anfang des Interviews rudert der CEO und Mitbesitzer des Ringier-Verlags mit seinen Antworten um die Frage herum, wieso eigentlich Robin Lingg, der prädestinierte Nachfolger aus der Ringier-Sippe, nach 13 Jahren, nun ja, sich entschieden habe, «eigene Projekte verfolgen» zu wollen. Wohl deswegen, weil seine Performance bei Ringier so schwach war, dass er für höhere Weihen nicht mehr in Frage kam.

Hier geht es aber um Walders klare Ansagen, was die Zukunft der Medien in der Schweiz betrifft:

«Digital dürften in der Schweiz nur drei Medienmarken ökonomisch überleben: Die NZZ, der «Blick» und «20 Minuten». Und – subventioniert – natürlich srf.ch

Hoppla, da fragt die NZZaS eher fassungslos nach und kriegt nochmal eine klare Antwort serviert:

«Den «Tages-Anzeiger» und die Zeitungen von CH Media haben Sie jetzt gerade zum Tode verurteilt.
Als digitale Geschäftsmodelle dürften Regionaltitel und Lokalpublikationen nicht aufrechtzuerhalten sein. Es mag noch Nischenpublikationen geben, aber sie werden die Ausnahme sein.»

Er kann seine Prognose noch prägnanter auf den Punkt bringen: «Masse oder Spitze.» Und dazwischen gibt es dann nichts mehr.

Das gilt offenbar auch für das eigene Haus: «Heute haben wir 120 Medienmarken. In zehn Jahren werden es deutlich weniger sein. Wir haben zwanzig schwierige Jahre hinter uns. Die nächsten zehn werden noch schwieriger

Wen es als erstes lupfen wird, auch dazu macht Walder eine klare Ansage: «Es gibt Publikationen, die digital nie relevant sein werden. Die «Glückspost» zum Beispiel. Oder «Tele». Oder die «Schweizer Illustrierte». Diese drei verdienen mit Printpublikationen immer noch gutes Geld. Wunderbar. Digital werden sie das nie tun

Das wird natürlich die Noch-Angestellten bei diesen drei Zeitschriften ungemein freuen zu hören. Allerdings dürften es zumindest die intelligenteren unter ihnen bereits geahnt haben, dass es wohl kaum mehr bis zur Frühpensionierung im Job reichen dürfte.

Das alles ist von lobenswerter Klarheit und endlich mal eine Ansage, die ohne «wenn nicht, unter Voraussetzung, dass, von heute aus gesehen» und ähnlichem Blabla auskommt. Dafür ein grosses Bravo, denn wie schon mehrfach geschrieben, man muss auch loben können.

Auch was Walder zum Entstehen der KI sagt, hat Hand und Fuss und bringt ein Problem auf den Punkt: «Was in den letzten Jahren passiert ist, ist der grösste Diebstahl in der Geschichte. Als die chinesische KI Deepseek vor gut einem Jahr westliche Modelle überflügelte, warf Open-AI-Gründer Sam Altman den Chinesen vor, sie hätten alles nur geklaut. Das war amüsant. Open AI hat acht Jahre lang alles geklaut, was im World Wide Web auffindbar war.»

Nach so viel Lob muss natürlich auch getadelt werden, sonst würde es ja ein Schmuseartikel wie in den Mainstream-Medien. Denn der Börsengang der Swiss Marketplace Group (SMG), an der Ringier mit 20 Prozent beteiligt ist, war alles andere als ein Erfolg. Aber:

«Sie verfügt mit Brands wie Homegate, Immoscout, Autoscout, Ricardo und Tutti über sehr starke Plattformen. Dennoch hat sich der Börsenkurs fast halbiert. Die Entwicklung trifft das weltweite Segment der digitalen Marktplätze. Das Spannende daran ist: Bei der SMG hat sich kein einziger Performance-Indikator verschlechtert. Wir sehen nichts, was diese Abschläge rechtfertigen würde.»

Und weil das Ringier so sieht, hat er im Gegensatz zu Tx nicht einen schönen Teil seiner Aktien verkauft, als der Kurs noch doppelt so hoch war.

Aber auf jeden Fall gibt dieses Interview Anlass zur Hoffnung, dass wenigstens der CEO von Ringier weiss, wovon er spricht. Was man nicht von allzu vielen, vor allem weiblichen Grossverdienern auf der Teppichetage sagen kann.

Kein Markt für die SMG?

Hat Pietro Supino schon wieder einen Fehler gemacht?

Eine solche Kursentwicklung der mit grossem Trara gestarteten Swiss Marketplace Group (SMG) sieht kein Aktionär gerne:

IPO, gestartet mit knapp 50 Franken an der Börse, 4,5 Milliarden Gesamtwert der Ansammlung von Handelsplattformen wie Homegate, Autoscout, Tutti, usw. Das grosse Joint Venture von Tx Group und Ringier.

Die neue Geldquelle, die Zukunft, nachdem Tamedia langsam aber sicher der Schnauf ausgeht. Daher gab es schon zum Start der SMG eine Sonderdividende von rund 44,5 Millionen Franken für die Tx-Aktionäre, also in erster Linie den Coninx-Clan. Dann in Champagnerlaune ein grosses Aktienrückkaufprogramm.

Während die SMG-Mitbesitzer Ringier und Mobiliar vom Höchstkurs profitierten und Cash machten, meinte Big Boss Supino, dass er keine einzige Aktie hergeben wolle. Denn das Teil würde doch sicher weiter fliegen, the sky is the limit und so.

Tja. Stattdessen innert nur acht Wochen seit Börsengang ein Absturz um 30 Prozent, von 48.25 auf um die 33 Franken. 1,4 Milliarden haben sich in Luft aufgelöst.

Nach dem IPO-Hype ein Taucher, dann geht’s sicher wieder aufwärts? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber es gibt viele Faktoren, die dagegen sprechen.

Der Immobilien- und Onlinemarkt kühlt sich ab. Investitionen in Technologie und Kosten der Zusammenlegungen belasten das Ergebnis. Die Integration kostet halt Zeit und Geld. Wichtiger noch: der Markt ist hoch kompetitiv, und bislang sind die grossen Player wie Google & Co. noch gar nicht richtig eingestiegen.

Sollte das passieren, gilt im Internet immer: the biggest is the winner and takes it all. Niemand geht auf die zweit- oder drittgrösste Plattform …

Als wären das nicht schon genug schlechte Nachrichten: welche Bedeutung KI auf diesem Gebiet gewinnen wird, ist zurzeit unabsehbar. Als persönlicher Agent eines Suchenden oder Anbietenden. Womit der Marktplatz, der Vermittler, knallhart ausgeschaltet würde.

Zudem haben die happigen Preissteigerungen auf den Marktplätzen der SMG auch nicht viele neue Freunde gemacht. Newhome und andere Anbieter profitieren davon.

Die P/S Ratio, das Kurs-Umsatz-Verhältnis, liegt momentan bei 11. Stagniert der Gesamtumsatz (statt erwarteter Steigerungsraten von bis zu 10 Prozent), fällt die Gewinnmarge von 35 auf 25 Prozent, dann fällt die P/S Ratio dadurch auf 5 bis 6. Das entspräche einer Marktkapitalisierung von maximal 1,8 Milliarden Franken. Und einem Aktienkurs von rund 20 Franken …

Schliesslich gibt es noch einen Soft Factor, der gar nicht so soft ist. Was ist von einem wohlbezahlten Management zu halten, das sich seit Jahren in der Online-Werbung von Google & Co. die Butter vom Brot nehmen lässt – ohne dass ihm eine Gegenstrategie einfällt? Die meisten Herren (und wenigen Damen) in der obersten Führungsetage sind zudem nicht gerade Digital Natives.

Oder einfacher gesagt: sie kapieren bis heute das Internet nicht.

Wenn also der vermeintliche Goldesel SMG Verstopfung kriegt und keine Dukaten mehr scheisst, woher sollen dann noch die Gewinne kommen, um den Coninx-Clan bei Laune zu halten? Von Tamedia sicher nicht, das wilde Zusammenkaufen eines Kopfblattsalats hat sich nicht rentiert und erinnert etwas an die Hunter-Strategie der Swissair.

Goldbach ist auch nicht gerade ein ewigwährender Strom von Profit.

Was bleibt dann noch? Als letzte Option der Verkauf des ganzen Ladens, solange man noch genügend Geld verlangen kann.

TX Group weiter auf Clan-Gewinnkurs

Der Börsengang von Swiss Marketplace Group (SMG). Nun ein Aktienrückkauf. Den Coninx-Clan freut’s.

Investitionen in Journalismus dagegen: nada. Dafür dort sparen bis aufs Skelett.

Grandioser Börsengang, Ausgabepreis von 46 Franken pro SMG-Aktie, das entspricht schon mal einer Marktkapitalisierung von 4,5 Milliarden Franken. Davon gehören der TX Group (die Holding oberhalb von Tamedia & Co.) 30,7 Prozent. 1,38 Milliarden.

Das ist obendrauf auf die Marktkapitalisierung der TX Group von rund 2,17 Milliarden.  Daran hält der Coninx-Clan rund 69 Prozent aller Aktien.

Also eigentlich sollte das doch für ihre rund 50 Mitglieder reichen, um ihren Hobbys nachzugehen, Yachten, Villen und Kunstsammlungen zu unterhalten. Sowie sich jeden Tag ein Kotelett mit satt Kaviar drauf zu leisten.

Auf der anderen Seite wird Tamedia bis auf die Knochen runtergehobelt. Entlassungswellen, Schliessung von Druckereien, Sparziel 70 Millionen. Nur Traumtänzer wie die publizistische Leiter nach unten Simon Bärtschi können das als Qualitätssteigerung schönschwatzen.

Redaktionen wurden zusammengelegt, verwirrliche Zahlen von geplanten Rausschmissen verkündet. Die überlebenden Redaktoren, vor allem die Ü-50, haben Schiss, wen es als nächsten treffen wird.

Dementsprechend herrscht eine Bombenstimmung in der Käfigtierhaltung der Zentralredaktion. Einziger Zugang in letzter Zeit: Anuschka Roshani. Nun ja.

Eher kleine Schlagzeilen machte dagegen eine weitere Massnahme zur Profit- und Besitzsteigerung der Coninx-Aktionäre (und den versprengten übrigen).

Unter «Investor Relations» verkündete die TX Group, bezugnehmend auf eine Medienmitteilung, dass sie «über einen Zeitraum von maximal drei Jahren bis zu 662’000 Namensaktien zurückkaufen» werde, was bis zu 6,25 Prozent des Aktienkapitals entspricht.

Oder einem Wert von rund 128 Millionen Franken.

Ein Aktienrückkauf hat angenehme Auswirkungen – für die Aktionäre. Gleicher Gewinn des Unternehmens, weniger Aktien, höherer Profit pro Aktie. Wer seine Aktien verkauft, bekommt Kohle auf die Hand. Wer sie behält, profitiert längerfristig.

Schon nach der Gründung der SMG klingelte eine Sonderdividende von rund 44,5 Millionen Franken in den Kassen der Aktionäre, wenn alle rund 10 Millionen Aktien anspruchsberechtigt waren.

Durch diesen Aktienrückkauf steigt der Anteil des Coninx-Clans am Aktienwert von TX auf rund 73,5 Prozent.

Das sind rund Dreiviertel von Fantastilliarden. Nun können die Mitglieder des Coninx-Clans zwar nicht wie Dagobert Duck ein erfrischendes Bad im Geldspeicher nehmen.

Aber eigentlich haben sie in letzter Zeit doch das Problem: wohin mit all der Kohle? Big Boss Pietro Supino kann schlecht auf die Villa noch eine Villa stellen. Die Zeiten von noch grösseren Yachten oder Fliegern sind auch etwas vorbei.

Und mehr als ein Rolls-Royce Droptail für rund 32 Millionen Dollar geht auf vier Rädern auch nicht.

Ach, vielleicht könnte man sich darauf besinnen, wodurch eigentlich der Grundstein dieses Vermögens gelegt wurde?

Mit Journalismus.

Mit Otto Coninx fing’s an,  schliesslich Urenkel Pietro Supino, seit 2007 auf dem Thron. Was von der Tradition übrig geblieben ist, sind grosse Worte über die Bedeutung der Vierten Gewalt, von Qualitätsjournalismus, Kontrolle und wenn nötig Korrektur des Handelns der Mächtigen im Lande.

Aber statt für knapp 130 Millionen Franken einen eigentlich völlig überflüssigen Aktienrückkauf finanzieren, wieso nicht in einen Aus- statt Abbau von Tamedia investieren?

Tamedia machte im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatz von 191,5 Millionen Franken. Da würde eine Finanzspritze von 130 Millionen Franken über die nächste drei Jahre Wunder wirken.

Träume würden wahr. Journalisten könnten tatsächlich Tage oder sogar Wochen auf Recherchen verwenden. Und müssten nicht länger irgendwelche Hehlerware in «Papers» oder «Secrets» verwandeln.

Journalisten könnten wieder Dossiers aufbauen und Themen vertieft begleiten. Und wer weiss, vielleicht gelänge ihnen auch ab und an ein Artikel von der Tiefe einer «Financial Times», «The Atlantic» oder gar des «New Yorker».

Die übrigens alle beweisen, dass sich Qualitätsjournalismus auch finanziell lohnt. Allerdings nur, wenn man ihn auch finanziert.

Also, liebe Grossfamilie Coninx, wie wäre es mit etwas staatsbürgerlichem Bewusstsein?

Der Gesellschaft etwas zurückgeben. Verantwortung, Haltung, Verpflichtung.

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Der Artikel erschien zuerst auf «Inside Paradeplatz».

Immoplattform will plattmachen

SMG zeigt, was Marktmacht eines Quasi-Monopolisten ist.

Zur Swiss Marketplace Group (SMG) gehören Homegate, Autoscout, Ricardo, Tutti, die wichtigsten Online-Marktplätze der Schweiz.

SMG selbst gehört Tx, Ringier, der Mobiliar und einer US-Bude. Zur Marktmacht kommt noch mediale Macht – und viel Geld.

Das merkt der Konsument. So kostet ein Wohnungsinserat auf Homegate eine «Grundgebühr» von Fr. 125. Dazu kommen die eigentlichen Insertionskosten von Fr. 2.50 pro Tag (ein Objekt mit max. 13 Bildern). Mindestlaufzeit ist 15 Tage. Projektdokumentationen, ein Formular oder ein Video kosten extra.

Zusätzliche Schikane: «Das Inserat hat keine fixe Laufzeit. Sie müssen es also immer selber online löschen. Notieren Sie deshalb unbedingt Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort!»

Das läppert sich auf mindestens Fr. 162.50. Immer vorausgesetzt, der Inserent hat sein Passwort oder das Löschen des Inserats nicht vergessen.

Vor einem Jahr kostete eine Wochenpauschale noch 125 Franken. Ohne Verpflichtung, für mindestens 15 Tage inserieren zu müssen. Was angesichts der Marktlage bei Wohnungen völlig überflüssig ist, wenn sich die Miete in einem hohen, aber noch normalen Rahmen bewegt. Bereits am ersten Tag stapeln sich die Bewerbungen.

Noch haariger wurde es für professionelle Inserenten. Die zahlten pro Monat bis März 2024 pauschal rund 450 Franken. Ab April stieg das auf sagenhafte bis zu 4000 Franken.

Der Konkurrent Newhome bietet 15 Tage für Fr. 139. Ohne automatische Verlängerung. Und für Mieter, die einen Nachmieter suchen, ist das Inserat für 7 Tage gratis.

Homegate und immoscout24 verzeichnen zusammen schätzungsweise über 9 Millionen Visits pro Monat, newhome 1,3 Millionen.

Bricht man das auf Search-Visits (organischer Traffic) herunter, sind es bei den Plattformen von SMG rund 2 Millionen Zugriffe, bei newhome 126’000. Die Angaben beruhen auf Schätzungen von SimilarWeb und ähnlichen Analysetools.

So wie die meisten Google als Suchmaschine benützen, neigt auch der Inserent dazu, den grössten Marktplatz zu aufzusuchen.

Wie «Inside Paradeplatz» enthüllte, reagiert SMG zudem sehr empfindlich auf Kritik. Der Besitzer der Pfannenstil Immobilien AG hatte es gewagt, auf LinkedIn zu posten: «Fair inserieren statt teuer dominieren».

Das brachte ihm ein geharnischtes Schreiben einer der führenden Wirtschaftskanzleien von Zürich ein. Deren Partner drohte: Das sei ein «Boykottaufruf» und dazu «unnötig verletzend und unlauter». Umgehend löschen, wobei der Partner von Schellenberg Widmer noch erwähnte, dass «unlautere Handlungen (…) auch strafrechtlich relevant» seien. «Dies gilt auch für Ehrverletzungen.»

Der Kleine maulte zurück, dass er nur von seiner Meinungsfreiheit gebraucht gemacht habe und sein Post weder ein Boykottaufruf, noch ehrverletzend sei. Und knickte ein, indem er ihn löschte.

ZACKBUM wird sich nun hüten, die Preise der Immobilienportale von SMG als «überhöht» oder gar «unfair hoch» zu bezeichnen. Im Gegenteil, wir halten eine Preissteigerung von 400 Franken auf bis zu 4000 für fair, angemessen und geradezu ein Schnäppchen.

Es ist doch bekannt, dass das Betreiben eines Online-Portals mit ungeheuerlichen Kosten verbunden ist, die zudem – da ist die Technologie halt stehengeblieben – gewaltig gestiegen sind.

So kostete die Miete eines ein Terabyte Speicherplatzes vor einem Jahr nach AWS S3 Standard 24 Dollar im Monat. Und heute 23. Ups. Mit den Google Cloud-Preisen verhält es sich ähnlich.

Aber das Personal. Wobei, Zusammenlegungen wie im Schulterschluss von Tx und Ringier führen normalerweise nicht zu einem Ausbau der Work Force, sondern zu einem Abbau.

Womit begründet SMG dann diese wirklich moderaten Preissteigerungen? Na, mit «mehr Reichweite und besserer Performance». Sonst noch Fragen?

Ach, und mit dem geplanten Börsengang von SMG (Bewertung von bis zu 5 Milliarden US-Dollar), der Hunderte von Millionen in die Taschen des Coninx- und Ringier-Clans spülen soll, hat das überhaupt nichts zu tun. Bevor da noch einer frech kommt.

Das wird aber in den Blättern von Tamedia oder Ringier garantiert nicht der Fall sein. Nur die NZZ wagte es, die Frage zu stellen: «Ricardo, Homegate, Autoscout24: Schröpfen die Portale ihre Kunden?» Um sie mit einem klaren Jein zu beantworten.