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Es darf gelacht werden

In diesen traurigen Zeiten hilft nichts so wie ein Blick in den «Blick».

Worte sagen viel, Bilder auch. Zurücklehnen, Knabberzeugs bereitstellen, los geht’s:

Wie kann es einen Wirbel um etwas Vergangenes geben? Ganz einfach, wenn der Konjunktiv-Vermutungsjournalismus ausgepackt wird. Wenn es «habe können … habe nicht … hält er sich bedeckt … kündigt an» regnet, dann weiss der Leser: da wird aus Wolken Regen gemolken.

Aber auch der «Blick» verabschiedet sich immer mehr von der Willkommenskultur und hört sich heute so an wie die SVP, die der gleiche «Blick» noch vor Kurzem harsch kritisierte:

Was geht uns unser dummes Geschwätz von gestern und so …

Nun ein Dreierschlag, der die ganze Bandbreite des «Blick» abdeckt. Spekulation, Service und Sex & Crime (wobei: das darf er doch eigentlich nicht mehr, wo bleibt Heimgartner; wenn sie einmal im Ausland ist …):

Dann ein Bericht aus der Nahkampfzone Wohnen:

Aus der Rubrik: fällt dir gar nichts ein, rücke eine Umfrage rein. Entweder mit Korrelationen von Absurdem («Kurzhaarige haben besseren Sex, aber ein kürzeres Leben») oder mit Banalitäten («Krach mit Nachbar»).

Auch beliebt: aus einer Mücke einen Elefanten machen. Im wortwörtlichen Sinn:

Denn, oh Schreck, oh Graus, die beiden sollen dabei von Mücken gestochen worden sein. Kein Anti-Brumm dabeigehabt? Ein Beitrag zu «Nachrichten, die die Welt noch brauchte».

Jö-Geschichten beim «Blick» waren auch schon mal besser, und vor allem selbstgemacht. Aber heute:

Denn Stiebel Eltron bietet nicht nur «die richtige Wärmepumpen-Lösung», sondern gibt heimatlosen Fischen ein neues Zuhause. So süss. Aber dann werden die gefischt und gebraten, weniger süss.

Nun kommen wir wie immer zum Filetstück der Auswahl, zu «Blick+»:

Man könnte die Titel auch gut durchmischen: «Schweizer Millionen für die Bürgenstock-Konferenz sind verschwendetes Geld», «Putin im Traum: Was bedeutet das?», «Wie Jans Tunesien sabotiert».

Und zum Schluss ein Kaleidoskop von Gaga-Meldungen, die wohl nur den Zweck haben, Leser in die Flucht zu schlagen:

Wählen Sie Ihren Favoriten, dann machen Sie bitte hier mit:

Denn hätten Sie das gewusst? «Blick bietet jedes Jahr über 200 Gewinnspiele* und Preise im Wert von über einer Million Franken.» ZACKBUM wüsste spontan 200 Möglichkeiten, dieses Geld sinnvoller beim «Blick» auszugeben …