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Rahahatgeber vom Blödel-«Blick»

ZACKBUM gesteht: wir kämen ohne nicht durchs Leben.

Vielleicht hätten wir doch das Angebot annehmen sollen, für schlappe 999 Franken lebenslänglich (also jedenfalls solange der «Blick+» lebt) auf alles Zugriff zu haben, was dort am Bildschirm flimmert. Aber wir haben uns entschieden, nicht zu den 25 Unglücklichen zu gehören, die dieses Angebot angenommen haben.

Oder waren es etwa weniger? Da wird nicht geplusst, ist Betriebsgeheimnis: «Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zu Kennzahlen oder Ergebnissen einzelner Abo-Kampagnen grundsätzlich keine Auskunft geben.» Och.

Apropos, wir vermissen einen aktuellen Ratgeber, was man beim Starren auf den Bildschirm tun oder vermeiden sollte. Aber dafür gibt es jede Menge andere. Leider müssen wir daraus schliessen, dass der durchschnittliche «Blick»-Leser ohne diese Lebenshilfen völlig verloren wäre.

Fangen wir mit etwas Einfachem an:

Nein, wir verraten die Antwort nicht, Ihr Schleckermäuler, denn wir sind kein einordnender Experte, schluchz.

Hier gäbe es noch die dritte Möglichkeit: weder noch.

Dann gibt es die Erfolgsserie «Blick Check». Mit hohem Jö-Faktor.

Aber zurück zu den echten Problemen des Lebens:

Das ist natürlich nicht das einzige Problem, mit dem sich der Automobilist rumschlagen muss:

ZACBUM rät: Regenschirm aufspannen.

Sagen wir so: nicht gefährlicher, als sich in einen begeisterten «Blick»-Leser zu verlieben.

Gebt es zu: das hättet Ihr nie gedacht …

Natürlich wird auch dem Velofahrer geholfen, schon beim Aufsteigen:

Schliesslich noch das Absackerchen:

Wir hätten noch eine sechste, an die sich der «Blick» nicht hält: den Leser nicht für völlig bescheuert halten.

 

Laientheater

Der Bundesrat ist gewählt. Wie zu erwarten war.

Geheime Geheimpläne, enthüllte Geheimpläne, erfundene Geheimpläne. Einmal jährlich dürfen sich die Schweizer Medien im Konjunktiv-Journalismus richtig austoben.

Meistens ist dann das Resultat genau das, was zu erwarten war. Nämlich eine Bestätigung der bisherigen Bundesräte und die Wahl eines offiziellen Kandidaten der Partei, die ein Anrecht auf den frei werdenden Sitz erhebt.

So war es natürlich auch dieses Mal. Wie zu erwarten hat die vereinigte Bundesversammlung den falschen SP-Kandidaten gewählt. Falsch deswegen, weil der Laientruppe in der Landesregierung dringend ein Jurist gutgetan hätte. Alleine das prädestinierte Daniel Jositsch für dieses Amt. Aber mit 68 Stimmen im dritten Wahlgang ging er mal wieder als zweiter Sieger vom Platz.

Wieso die SP mit dem chancenlosen Jon Pult statt Jositsch antrat, gehört zu den vielen Geheimnissen dieser schlecht geführten Partei.

Neben den sicheren Wiederwahlen kann man hier höchstens Notiz von den unterschiedlichen Stimmenzahlen nehmen. Am schlechtesten schnitt die SP-Bundesrätin Baume-Schneider ab, sie bekam nur 151 Stimmen. Selbst der ins Kreuzfeuer geratene Bundesrat Cassis schnitt mit 167 Stimmen besser ab, auch der zweiten FDP-Vertreterin Keller-Sutter ging es mit 176 Stimmen nicht viel besser.

Während die SVP-Bundesräte wie erwartet souverän wiedergewählt wurden, fuhr Mitte-Bundesrätin Amherd trotz einer Pannenserie erstaunliche 201 Stimmen ein.

Kann’s Jans? Welches Departement er auch zugewiesen erhält, Regierungserfahrung hat er, also muss er sich nur bemühen, ungleich seinem Vorgänger gröbere Fehler im Amt und im Privatleben zu vermeiden. Das dürfte ja nicht allzu schwierig sein.

Noch etwas Nachbereitung, dann müssen sich die Medien wieder ein neues Thema suchen. Nachdem der Begriff Bundesratswahlen alleine im letzten Monat satte 2’257 Treffer in der Mediendatenbank SMD erzielt. Allerdings: Ukraine ergibt im gleichen Zeitraum über 13’000 Treffer, Israel bringt es gar auf 16’410 Resultate. Weit vorne, vor den Wahlen, liegt sogar das Wetter, «Regen» hat 6’316 Tropfenmeldungen.