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Bern traut sich was

Wetten, dass das intern zu reden gab?

Juristin Rahel Guggisberg traut sich was. Sie thematisiert die massiv zunehmenden Ladendiebstähle und Taschendiebstähle in Bern. Das verzeiht man ihr sogar das Unwort «Ladenbesitzende».

Die Kantonspolizei sehe «einen massiven Anstieg an Vermögensdelikten», wie es im Behördensprech heisst. Nicht nur das, die Diebe gehen immer dreister vor. Pardon, die Diebe, Diebinnen und auch ihre nonbinären, hybriden, fluiden und Trans-Vertreter. Verlangen gleich das Öffnen der Kasse oder werden pampig, wenn man sie beim Diebstahl erwischt. Oder rempeln sogar Ladenpersonal an, das sie gestellt hat.

Guggisberg schleicht sich auch an die entscheidende Frage heran. Welchen, nun ja, welchen Migrationshintergrund haben die Diebe? Da zitiert sie vorsichtig:

«Auf der Plattform X konkretisierte die Kantonspolizei in der vergangenen Woche: Die Mehrheit der Angehaltenen stammt aus Maghreb-Staaten. Des Weiteren handelt es sich auch um Personen aus der Schweiz, Deutschland, Rumänien, Bulgarien Frankreich, Kosovo, der Türkei und Sri Lanka.»

Für den Nicht-Maghreb-Kenner: darunter versteht man Tunesien, Algerien, Marokko und Westsahara, allenfalls auch Libyen und Mauretanien. Ihr Problem: sie kommen mit völlig falschen Vorstellungen in die Schweiz und stellen einen meist erfolglosen Asylantrag.

«Sie zeigen dann aus Enttäuschung ein aggressives Verhalten. Es sind teilweise komplett frustrierte junge Männer, die frech und kräftig sind und nicht davor zurückschrecken, andere zu bedrohen», zitiert Guggisberg Jonas Weber, Professor für Strafrecht und Kriminologie an der Uni Bern.

Zudem stellt sich hier das gleiche Problem wie beim minderjährigen Messerstecher von Zürich: Das Schweizer Strafrechtssystem «schreckt diese Menschen nicht ab».

Das Problem ist nicht auf die Schweiz beschränkt, weiss der Professor: «Diese kriminellen jungen Männer aus Nordafrika reisen in der Regel in Westeuropa herum und kommen nicht extra in die Schweiz, um hierzubleiben, so der Strafrechtsprofessor. Sie sind auf Wanderschaft. Solange sie genügend Energie haben und sich ihnen keine anderen Optionen bieten, werden sie weiter reisen und sich mit Straftaten über Wasser halten

Also das, was man gemeinhin als Kriminaltouristen bezeichnet. Besonders perfid ist dabei noch die Methode, die vor allem von östlichen Diebesbanden angewendet wird. Sie schicken Kinder los zum Diebstahl. Die Beute müssen die dann den Erwachsenen aushändigen; werden die Kinder in flagranti erwischt, sind sie noch nicht strafmündig.

Es ist dem Berner Ableger von Tamedia hoch anzurechnen, dass er sich traut, auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Wir sind gespannt auf die Reaktion der Gutmenschenfraktion in Zürich, die das Phänomen sicherlich konzeptualisieren, einordnen und vor dem soziologischen-kulturellen Hintergrund einer Diaspora, der Entwurzelung und der postkolonial verschuldeten Zukunftslosigkeit in den Maghrebstaaten schönschwätzen wird und fordern, dass die reiche Schweiz sich doch gefälligst mehr Mühe bei der Integration dieser Jugendlichen geben sollte.

Gesprächsangebote, Gruppentherapien, aufeinander zugehen, in Dialog treten, das muss die richtige Antwort sein. Eine Kommentator:in* zeigt tapfer den richtigen Weg: «Ein weiterer Grund dass die Polizei sofort aufhören soll kriminelle Taten nach Herkunft der Täter auzuschluesseln! Denn das fördert doch bloss die Vorurteile und Rassismus & Islamophobie gegen die doch meist friedlichen, integrierten & fleissigen Migrant*nnen

Der geneigte Leser fragt sich allerdings, ob das nicht fiese Ironie ist, verkleidet in diesem Geschwafel. Inklusive wackliger Beherrschung der deutschen Interpunktion. Ein anderer Kommentator bringt’s auf seine Art auf den Punkt: «Ja meint ihr denn wirklich, wir können hier einfach uns voll fressen und voll saufen, während der Maghreb zugrunde geht? Immer noch nicht begriffen dass die Welt so viel Reichtum auf der einen Seite und so viel Armut auf der anderen Seite nicht aushält

Wir hoffen für ihn, dass er sich nur in homöopathischen Dosen ernährt und bei seiner Forderung, dass «wir stinkreichen Schweizer von unserem Geld abgeben müssen», mit gutem Beispiel vorangeht.