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Iran: Die intelligente Analyse

Wieso Hunderte von Franken für Medienabos ausgeben? Hier gibts Mehrwert gratis.

Einfache Aufgabenstellung: analytische Einordnung des Waffenstillstands in 500 Worten, journalistische Version. Die preisgünstige und Sekundenschnelle Reaktion der AI:

Der jüngst vereinbarte Waffenstillstand zwischen den USA und Iran markiert keinen Durchbruch, sondern eine taktische Atempause in einem weiterhin hoch eskalationsanfälligen Konflikt. Nach Wochen intensiver militärischer Auseinandersetzungen seit Beginn des Irankriegs Ende Februar 2026 dient die auf zwei Wochen begrenzte Feuerpause primär der kurzfristigen Stabilisierung – politisch, militärisch und ökonomisch.

Auslöser der Vereinbarung war ein klassisches Muster der Eskalationsdiplomatie: massiver militärischer Druck durch die USA, kombiniert mit Ultimaten zur Öffnung der strategisch zentralen Straße von Hormus. Washington stellte die Einstellung von Angriffen in Aussicht, sofern Teheran den globalen Energiefluss wieder zulässt. Diese Meerenge ist nicht nur geopolitischer Hebel, sondern systemrelevant für den Welthandel – zeitweise waren tausende Seeleute und Schiffe blockiert.

Für die US-Regierung ist die Waffenruhe daher ein Instrument der coercive diplomacy: militärische Überlegenheit soll in Verhandlungsmacht übersetzt werden. Präsident Donald Trump inszeniert die Einigung als Erfolg, doch die strukturellen Konfliktlinien – Nuklearprogramm, regionale Einflusszonen und Sanktionen – bleiben ungelöst. Kritische Stimmen sehen die USA sogar in einer geschwächten Position, da zentrale Forderungen bislang nicht durchgesetzt wurden.

Iran hingegen konnte zentrale Interessen zumindest teilweise behaupten. Die kontrollierte Öffnung der Straße von Hormus erfolgt unter eigenen Bedingungen, etwa durch militärische Koordination oder mögliche Gebührenregelungen. Gleichzeitig betont Teheran, dass es keinen temporären Waffenstillstand, sondern einen dauerhaften Friedensrahmen anstrebt – inklusive Sicherheitsgarantien und Sanktionslockerungen. Diese Position stärkt die Verhandlungsposition Irans, da sie die Agenda von kurzfristiger Deeskalation auf langfristige Neuordnung verschiebt.

Die Rolle externer Akteure ist ebenfalls zentral. Pakistan fungiert als Vermittler und organisiert direkte Gespräche in Islamabad – ein Hinweis darauf, dass regionale Mittelmächte zunehmend diplomatischen Einfluss gewinnen. Gleichzeitig bleibt die Lage militärisch fragil: Trotz Waffenruhe kam es weiterhin zu Angriffen, was die begrenzte Kontrollfähigkeit beider Seiten über ihre jeweiligen Eskalationsdynamiken verdeutlicht.

Ökonomisch wirkt die Waffenruhe kurzfristig stabilisierend, insbesondere für Energie- und Schifffahrtsmärkte. Doch ohne belastbare Sicherheitsgarantien bleibt die Unsicherheit hoch. Die Straße von Hormus bleibt ein neuralgischer Punkt globaler Verwundbarkeit.

In der Gesamtbetrachtung ist die Waffenruhe weniger als Friedenssignal denn als operatives Intermezzo zu interpretieren. Sie verschafft beiden Seiten Zeit zur Reorganisation und zur diplomatischen Positionierung. Ob daraus ein nachhaltiger Verhandlungsprozess entsteht, hängt davon ab, ob es gelingt, die strukturellen Konfliktursachen zu adressieren – oder ob die Region nach Ablauf der Frist in eine neue Eskalationsphase eintritt.

Wumms: Arthur Rutishauser

Was der Tausendsassa so alles selber macht.

Zunächst ist er der einzige Chefredaktor der Welt ohne Redaktion, aber mit Blatt. So füllt er verbissen jede Woche die SonntagsZeitung aus der Restenrampe der demotivierten und dezimierten Tamedia-Redaktion. Und tut das viel besser als seine Kollegin Raphaela Birrer beim Hauptblatt «Tages-Anzeiger» plus Kopfsalat.

Dann schreibt er ein staatsmännisches Editorial zu den US-Wahlen, das von gelassenem Überblick zeugt. Während Birrer nachhaltig verstummt ist. Was hat denn die Oberchefredaktorin von Tamedia, die immer noch über eine Million Leser beschallt, zu einem nicht unwichtigen Ereignis zu sagen? In der Vergangenheit äusserte sie sich nicht immer glücklich zu Pipifax.

Aber seit der Ankündigung des Totalflops «neue strategische Ausrichtung» und einem Online-Redesign, das den Leser zu Hunderten in Wallungen bringt, schweigt sie eisern. Mal so als Chefredaktorin einige besänftigende Worte zu aufgebrachten Konsumenten, die das neue Erscheinungsbild online das Allerletzte finden? Wenigstens das übliche «nehmen die Bedenken ernst, werden weiterhin optimieren, verbessern, noch schöner, noch näher, noch Blabla»? Nein, nichts.

Als hätte sie Schreibstau.

Rutishauser hingegen wuppt nicht nur eine ganze Sonntagszeitung, die inzwischen sogar die NZZaS immer wieder abtrocknet, sondern er schreibt auch weiterhin wie ein Weltmeister einen Wirtschaftsartikel nach dem anderen.

Als wäre das nicht schon eine beeindruckende Leistung, trekkt er noch kurz durch die abgelegensten Gebiete von Pakistan.

Mit der Gelassenheit eines abgebrühten Reisereporters beschreibt er Pakistan als solches und noch einen abenteuerlichen Trip ins Hochgebirge in Sichtdistanz zu den gigantischen Bergen.

Und füllt auch hier locker zwei Seiten im Alleingang. Obwohl die Reise durchaus anspruchsvoll war: «Nicht wenige Passagiere schliessen wie ich die Augen, doch der Pilot setzt die Maschine routiniert auf die Piste neben das kleine Flughafengebäude.»

Auch körperlich verlangt sie einiges ab: «Und es wird anstrengend. Die Sonne brennt, es ist staubig, es geht steil aufwärts, aber noch fühle ich mich fit.» Auch gut dosierte Ironie hat Rutishauser im Gepäck: «Der Reiseleiter warnt, wir sollen uns mit einer Kopfbedeckung vor der Sonne schützen. Baseballkäppis sind etwas für Trump-Anhänger, denke ich und ignoriere die guten Tipps.»

Er hat’s überlebt: «Runter gehts am nächsten Morgen in einem Tag. Wie genau das Knie hier mitgemacht hat, weiss ich im Nachhinein nicht mehr. Man kann Schmerz ja auch ignorieren, sage ich mir jedenfalls, und irgendwann bin ich unten.»

Schmerz ignorieren, das ist ein gutes Motto fürs Überleben im Glashaus an der Werdstrasse.

Begleitet wurde das Trekking nicht nur von Reiseleitern, sondern sogar von einer Regierungsdelegation, die sich wohl nicht unberechtigte Sorgen um die Sicherheit der kleinen Gruppe von Reisejournalisten machte. Wäre denen was passiert, wäre die grosse Tourismus-Initiative ein Schuss in den Ofen geworden.

So resümiert Rutishauser am Schluss: «Ich glaube, es braucht die Liebe zu den Bergen, etwas Kondition und vor allem eine gute Portion Abenteuerlust. Wer das mitbringt, der ist hier am richtigen Ort. Ich bin jedenfalls froh, dass ich das Abenteuer gewagt habe

Dann kommt noch der übliche Abbinder: «Die Reise wurde unterstützt von Nature Tours». Unterstützt ist gut.

Beim Lesen von Rutishausers Abenteuern kommt einem aber der schreckliche Verdacht, dass vielleicht einige im Hause Tamedia gar nicht unglücklich gewesen wären, wenn er nicht zurückkäme. Aber auch diesen Gefallen hat er den Versagern in der Chefetage nicht getan.

Vielleicht gönnt man ihm als nächsten Trip dann einen Ausflug auf die Seychellen oder nach Mauritius. Oder aber nach Valencia.

Wir sind schuld

Flutkatastrophe in Pakistan: Die Deutschen sind schuld. Aber auch Tamedia.

David Pfeifer, der Südostasien-Korrespondent der «Süddeutsche Zeitung», hat eine steile These:

Die Deutschen seien nämlich beteiligt an dieser Flutkatastrophe in Pakistan, daher gelte, dass das die Deutschen «sehr viel» angehe, «denn der Lebensstil hier ist mit schuld daran. Und wer 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr hat, kann sich auch am Wiederaufbau am Indus beteiligen.»

Oder in der Print-Version in der SZ:

Pfeifer vergleicht diese Überschwemmung mit der Katastrophe in Deutschland und geht der Frage nach, «warum mehr als 1000 Tote bei Überschwemmungen in Pakistan deutlich weniger Entsetzen auslösen als 134 Tote im Ahrtal. Das ist normal und geht den meisten Menschen auf der Welt nicht anders: Man macht Probleme zu Problemen anderer Leute.»

Soweit scheint das nun doch eine ziemlich innerdeutsche Angelegenheit zu sein. So auch die Schlussfolgerung von Pfeifer in seinem Originalkommentar: «100 Milliarden Euro bekommt in Deutschland die Bundeswehr, um wieder wehrhaft zu werden; und auch, um die militärische Präsenz Deutschlands im Indo-Pazifik zu erhöhen. Um also international Verantwortung zu übernehmen. Da kann man sich schon mal an zehn Milliarden Dollar für den Wiederaufbau in Pakistan beteiligen.»

Nun ist es aber so, dass der Riesenkonzern Tamedia nur noch theoretisch eine Auslandsredaktion hat. Deren Chef kommentiert zwar, wenn er nicht gerade in den Ferien ist, fleissig das Weltgeschehen. Aber da bleibt noch Luft nach oben und unten. Und wenn das Stichwort «Schuld» fällt, wenn es um westliche Schuld an irgend etwas auf der Welt geht, dann reagiert Tamedia wie der pawlovsche Hund: man fängt spontan an zu sabbern. Denn wenn die Deutschen an was schuld sind, dann muss das doch auch für die Schweizer gelten. Also macht Tamedia flugs das aus dem Kommentar:

Denn keiner zu klein, mitschuldig zu sein. Also wird aus der deutschen Schuld eine allgemeine Schuld. Nicht nur die Deutschen geht die Flutkatastrophe in Pakistan etwas an, sondern auch die Schweizer. Nun hat die Schweiz allerdings keine Flutkatastrophe wie im Ahrtal erlitten, und es sind auch nicht 100 Milliarden für die Schweizer Armee neu eingeplant. Aber kein Auslandredaktor zu klein, um ingeniös zu sein. Also werden einfach diese teutonischen Aspekte aus dem Kommentar rausoperiert.

Kein Ahrtal mehr, keine 100 Milliarden für die Bundeswehr mehr, schon passt der Kommentar doch auch in die Schweiz. Nach der Devise: was nicht passt, wird passend gemacht. Also schnipselt die Auslandredaktion von Tamedia einfach die Schlusspointe des Kommentars weg und lässt ihn mit dem vorletzten Absatz enden: «Kann man Menschen Asyl verweigern, nachdem man ihren Lebensraum zugunsten des eigenen Wohlstands ruiniert hat? Und wenn man sie nicht aufnehmen will, muss man dann nicht zumindest einen Lastenausgleich schaffen?»

Einen auf Deutschland bezogenen Kommentar eines deutschen Auslandkorrespondenten einschweizern? Kein Problem. Sonst hätte man sich doch tatsächlich zu einer Eigenleistung aufraffen müssen, und das kann doch der zahlende Schweizer Leser nicht verlangen. Also lieber ihm diesen Verschnitt vorsetzen, dafür soll der dumme Leidgenosse doch gefälligst blechen, denn der eingeschweizerte deutsche Kommentar ist hinter der Bezahlschranke versteckt. Was man davon halten soll?

Kein Kommentar.

Fragen eines denkenden Laien

Afghanistan, du fernes Land des Nixverstan. Wieso beantwortet niemand banalste Fragen?

Seit den vorhersehbaren Terroranschlägen am Flughafen von Kabul geht die Tragödie ihren Gang, als sei sie von Sophokles geschrieben.

Aber genauso wenig, wie die meisten Schweizer Journalisten Sophokles ohne zu googeln kennen, sind und bleiben sie völlig unbeleckt von Kenntnissen über das Land am Hindukusch. Das ist nicht weiter schlimm, denn

es zeichnet ja den Journalisten aus, dass er nichts über alles oder alles über nichts weiss.

Auf jeden Fall eine klare Meinung dazu hat und mit dem beleidigten Bedauern des Ungehörten in alle Richtungen Kritiken, Zensuren und Besserwissereien verteilt. Auch das ist zwar nervig, aber nicht schlimm.

Fachwissen kann man sich ausleihen

Fachwissen kann sich der Journalist ja hereinholen, am besten, indem er einen Fachmann interviewt. Früher durfte der Spezialist auch noch etwas schreiben, aber dafür musste man ja ein Honorar zahlen, also fällt das weg; Interviews sind immer noch gratis. Meistens.

Also interviewt im «Tages-Anzeiger» ein gewisser Ronen Steinke einen gewissen «Islamwissenschaftler Behnam Said». Nur so als Beispiel herausgegriffen. Man sollte vielleicht wissen, dass Steinke natürlich nicht für Tamedia, sondern die «Süddeutsche Zeitung» arbeitet. Steinke hatte noch nie etwas mit Afghanistan zu tun, aber auch das macht ja nichts.

Islamwissenschaftler Said wiederum arbeitet für die Justizbehörde Hamburg und ist Autor mehrerer Bücher über Salafismus, den Islamischen Staat und Al-Kaida. Auch er hat mit Afghanistan nicht wirklich was am Hut.

Greifen wir nur eine Aussage heraus:

«Die afghanischen Taliban haben in erster Linie nationale Ziele.»

Das ist blühender Unsinn. Um das zu erkennen, genügt bereits die Erkenntnis, dass rund die Hälfte der afghanischen Bevölkerung Paschtunen sind, rund 15 Millionen. In Pakistan hingegen leben 20 Millionen Paschtunen. Wie häufig in der Geschichte wurde dieses Volk durch eine willkürliche Grenzziehung, hier die sogenannte Durand-Linie, von den britischen Kolonialherren getrennt. Das war 1893, das Volk der Paschtunen existierte schon Jahrhunderte vorher.

Wer keine banalen Grundkenntnisse hat, versteht nichts

Wer das nicht versteht, versteht die Rolle Pakistans, immerhin eine Atommacht, nicht. Wer noch nie von Belutschistan gehört hat, versteht Pakistan nicht. Wer nicht weiss, dass für China Afghanistan und Pakistan nicht klar unterscheidbare Ländern sind, versteht das Handeln des wichtigsten Players in der afghanischen Tragödie nicht. Ach, und dann gibt es noch Indien und den schiitischen Iran, und eine Handvoll Ex-sowjetischer Staaten, die sich unter dem militärischen Schirm der UdSSR entschieden wohler fühlten als heute.

Nehmen wir noch Bodenschätze dazu, das Scheitern aller westlichen Interventionen, geographische Gegebenheiten wie der mögliche Zugang Chinas ans Meer, dann hätten wir doch einen interessanten Katalog von Fragen über die zukünftige Entwicklung Afghanistans.

Komplex genug: aus «Le Monde».

Dabei wollen wir sicherlich auch nicht den Steinzeit-Fundamentalismus, die Organisation als Stammesgesellschaft, radikal-religiöse Strömungen, offene oder versteckte Unterstützer jeder Form von internationalem Terrorismus und pragmatischere Machtmenschen innerhalb der Taliban vergessen.

Aber wie in jeder Herrschaftsform, bei der Staat und Religion aufs engste verwoben sind, ist kein zweckrationales und verlässliches Handeln zu erwarten. Hingegen ein absehbares Desaster. Die Schalmeienklänge aus Doha, mit denen sich viele westliche Medien einlullen lassen, zeugen nur von einer beeindruckenden Lernkurve der Taliban.

In nur 25 Jahren haben sie gelernt, dass das Foltern und Aufknüpfen des afghanischen Präsidenten und seine Zurschaustellung an einem Betonpfosten nach der Machtübernahme keine so gute Idee war. Sie haben aber auch gelernt, dass ihre radikale Auslegung der Scharia und die Behandlung von Frauen schlechter als ein Stück Vieh nur leise Proteste auslöste. Das Genick brach ihnen damals die Wahnsinnstat der Al-Kaida unter Bin Laden gegen die USA.

Bin Laden wurde in Pakistan zur Strecke gebracht

Dummerweise hatten die Taliban all diesen Terroristen im Namen Allahs bereitwillig Unterschlupf gewährt. Bin Laden wurde dann allerdings in Pakistan zur Strecke gebracht, wo er unter dem Schutz des pakistanischen Militärs und Geheimdienstes jahrelang friedlich leben konnte. Gegenüber der pakistanischen Militärjunta (die wahre Macht im Land) trauen sich die USA aber nicht so aufzutreten wie in Afghanistan; die Atombombe macht den ganzen Unterschied.

Wie jede Kampftruppe, die an die Macht gekommen ist, müssen die Taliban sich nun mit ganz banalen Themen herumschlagen, wozu der Finanzhaushalt des Landes gehört. Wie werden sie das managen, bekanntlich ist ihre Haupteinnahmequelle die Herstellung von und der Handel mit Opium. Bei den hier umgesetzten Milliardenbeträgen braucht es Finanzinstitute, die die Geldströme bewältigen und Drogengelder weisswaschen.

Das wäre nun ein kleiner Strauss von laienhaften, nur aus oberflächlicher Beschäftigung mit Afghanistan gewonnenen Themenfeldern.

Das führt zur banalen Frage eines Laien: Wieso bekommen wir dazu keine Antworten? Wieso kreisen wieder einmal 99 Prozent aller Beiträge um die Begriffe Terror, Burka, Steinzeit-Regime? Wieso werden die ewigen, wenigen, überschaubaren Fragen durch die Medienmühlen gedreht, bis sie zu Staub gemahlen sind und dem Publikum im Mund knirschen?

Zentralregierung? Lachhaft.

Banale Fragen eines Laien

Wieso werden diese Themenfelder nicht wenigstens skizziert, abgesteckt, untersucht? Vieles davon ist vom Schreibtisch in Zürich, in München, in Hamburg möglich. Statt arme Korrespondenten, die tausende Kilometer von Kabul entfernt sind, mit Fragen nach der Einschätzung der Lage am Flughafen zu belästigen.

China, Pakistan, Indien. Das sind die wichtigsten Player auf dem Spielfeld. Wird es den Paschtunen diesmal gelingen, den Traum eines eigenen Staates zu verwirklichen? Wird Pakistan implodieren (oder schlimmer noch: explodieren)? Geht Chinas Rechnung auf; Rohstoffe, Korridor ans Meer, Kontrolle?

Andere Seidenstrasse: der «Korridor». Gewusst?

Sind doch faszinierende Fragen. Könnte doch jeder drauf kommen, nicht nur der Laie von ZACKBUM. Letzte banale Frage: Wieso nicht? Ketzerische Überlegung: Könnte das vielleicht daran liegen, dass im Journalismus inzwischen an allem gespart wird – ausser an arroganter Dummheit, Selbstverliebtheit und aus Unsicherheit über die eigene Zukunft geborenem Desinteresse an der Welt?