Brechreiz
So lässt sich die Berichterstattung über Crans-Montana beschreiben.
Täglich fragt der Chefredaktor: was haben wir als Nachzug? Bei den Klickraten müssen wir unbedingt nachlegen.
Und so schaut’s dann beim «Blick» aus:

Dann hätten wir noch das hier:

Wer sagt da, dass «Blick+» keinen Mehrwert böte.

Noch etwas Olfaktorisches.
Schliesslich der klassische Nachnachnachzug:

Natürlich macht auch das Blatt der Qualitätsberichterstattung fleissig mit:

Gleich eine eigene Rubrik gönnt der Tagi dem Inferno, der Katastrophe.
Auch «20Minuten», obwohl nur noch digital, macht weiter mit. Allerdings eher im unteren Bereich der Homepage:

Hier ist’s die «Katastrophe», bzw. die «Silvester-Katastrophe», und E-Promi Yara Buol darf sich über Gratis-Werbung freuen.
Auch in die heiligen Hallen der alten Tante findet die «Brandkatastrophe» weiterhin Eingang:

Da capo, findet die NZZ, wozu hat man denn ein abgebrauchtes Symbolbild:

Die Lieblingsformulierung des kritischen Journalismus à la Falkenstrasse: «… wirft erneut Fragen auf».
«Inside Paradeplatz» hingegen zeigte und zeigt, was ein kritischer Ein-Mann-Journalismus auf einem Gebiet, das nicht zu seinen Kernkompetenzen gehört, leisten kann. Dagegen wirkt die Konkurrenz ermattet und schlapp.
Es gäbe noch ein paar Nachzüge, auf die wir sehnlichst warten:
Eine Leiche erzählt
Exklusiv: jetzt redet das Feuer
Bei welcher Temperatur schmelzen auch Zähne?
Überlebenstipps in 1000 Grad
Was sollte man bei einem zukünftigen Barbesuch beachten
Darf man den Anmachspruch noch verwenden: hast du mal Feuer?
ZACKBUM fügt ermattet hinzu: wenn wir nochmal das Wort «unfassbar» hören oder lesen, bekommen wir einen Blutrausch.


