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Bescheuert besteuert
/13 Kommentare/in Allgemein/von René ZeyerMischa Aebi haut den Tagi-Lesern eins in die Fresse.
Das Resultat ist so vorhersehbar wie eindeutig: fast 80 Prozent der Stimmbürger lehnten die Erbschaftssteuer-Initiative der Jusos ab. Eine Klatsche der Sonderklasse.
Dass die Jusos so tun, als sei das ein grosser Erfolg gewesen, geschenkt. Gute Verlierer waren die noch nie. Dass einige Superreiche leicht hysterisch im Vorfeld agierten, geschenkt.
Mist geführt, Thema erledigt. Aber nicht für Bundeshausredaktor Aebi. Der behauptet doch tatsächlich:

Wir lassen uns auf der Zunge zergehen:
Schreiben wir über Hängepopos
/1 Kommentar/in Allgemein/von René ZeyerTamedia mit Hitzschlag. Die Temperaturen steigen, das Niveau sinkt ins Bodenlose.
Wer einen solchen Meinungsartikel hinter der Bezahlschranke anbietet und zuoberst auf die Homepage stellt, ist leider nur mit juristisch angreifbaren Adjektiven zu beschreiben.
Dem masochistischen Leser (er zahlt dafür, gequält zu werden) wird Hochgestochenes geboten: «Selbstschädigende Reflexionsschleifen trotz Body-Positivity». Aber immerhin, spätestens hier ergreift er die Flucht mit einem matten «hä?».
Hinter dem Geflimmer von Billiger-Jakob-Selbstanzeigen geht es munter weiter:

Wie orientierungslos und hitzegeschädigt muss eine Redaktion eines angeblichen Qualitätsorgans sein, um solche Verzweiflungstaten hinzuschmieren? Wurde im Glashaus an der Werdstrasse die Klimaanlage heruntergeschraubt? Herrschte an der Redaktionskonferenz Tamedia Einigkeit: heute verarschen wir den Leser aber mal richtig?
Wo bleibt Simon Bärtschi, der unermüdliche Qualitäts-Kontrolleur? Ist er schon in den wohlverdienten Ferien? Wie Raphaela Birrer? Liest wenigstens Oberboss Pietro Supino den Schrott, der in seinem Haus publiziert wird? Oder ist er gerade bei der Hochzeitsfeier von Jeff Bezos? Oder sauer, weil er nicht eingeladen wurde, obwohl er doch mit der Coninx-Yacht hätte vorfahren können?
Tamedia widmet sich auch weiteren drängenden Fragen der Menschheit:

Die Antwort auf diese Frage erfährt nur der zahlende Leser, alle anderen werden nie wissen, was das mit dem Baby macht. Obwohl «die Folgen weitreichender sein könnten als bisher angenommen». Vielleicht wird aus dem Baby so ein Digital Native.
Immerhin, diese Tipps sind für alle da:

Sie kennen den Japankäfer nicht? Schwere Wissenslücke:

Was Kunden gegen diesen Ärger tun können, erfahren aber wieder nur zahlende Gäste von Tamedia, die noch nicht die Flucht ergriffen haben:

Hier gratis zu enthüllen, was Kunden dagegen tun können, wäre vielleicht geschäftsschädigend. So einen Quatsch hinter der Bezahlschranke zu verstecken, ist es allerdings auch.
Gibt es denn gar nichts Relevantes, Politisches? Doch:

So kann man es auch sehen. Aber was soll daran denkwürdig sein, wenn das Parteiestablishment eine alle woken Kriterien erfüllende Frau abklatscht? Während der Reporter schwitzte und massenhaft Bier gesoffen wurde.
Es gibt noch mehr Fragen, deren Antworten kostenpflichtig sind, obwohl man sie sich problemlos im Internet oder bei einer KI gratis abholen kann:

Ebenfalls zur Abteilung «das muss ich wissen» gehört dieser Beitrag über einen Tag im Leben eines Fahrers in Äthiopien:

Vielleicht könnte man den Titel adaptieren: «Stuss lesen ist Teil meines Jobs. Es bringt nichts, sich darüber aufzuregen.»
Allerdings setzt auch den «Magazin»-Kolumnisten die Hitze schwer zu:

Und dann gäbe es noch Philipp Loser, aber den verträgt man nicht mal mit einem Hitzschlag, deshalb bleibt er auf der Shitlist.
Als Absackerchen noch eine Meinung, die etwa so intelligent ist, wie ein 110-Volt-Gerät in eine 220-Volt-Steckdose zu stöpseln:

Was sagt denn Chat-GPT zu diesem Kurzschluss? «Die Aussage „Wer Chat-GPT nutzt, muss auch für Windräder sein“ ist in ihrer Pauschalität problematisch und lässt sich so nicht logisch begründen.»
Blöd gelaufen, gell, Mischa Aebi.
ZACKBUM braucht nun selbst Abkühlung (aber nicht unter einem Windrad) und hat ein Einsehen mit dem um Gnade winselnden Leser. Immerhin: hier muss er nix bezahlen.


