Matto regiert in Zürich
Wahnsinn, in Stein gemeisselt. Das kann nur eine verpeilte Regierung.
Es ist vollbracht. Im Kampf gegen Rassismus, Exklusion, Diskriminierung und Postkolonialismus wurde ein Sieg errungen.
Er ist hart erkämpft. Viele Stimmen der Vernunft mussten übertönt werden, ein willfähriger Professor musste für teures Geld bemüht werden. Der Zürcher Heimatschutz musste in die Schranken gewiesen werden. Gar vor Gericht.
Denn es kann ja nichts zu teuer sein, vor allem, wenn Wahnsinn aus Steuergeldern bezahlt wird, um ein klares Zeichen der Solidarität, der Achtsamkeit, der Sensibilität zu setzen.
Mit einem Wort: die Welt ist besser geworden.
Es ist zwar nur ein kleiner Steinschlag für einen Steinmetz, aber eine ganze Gerölllawine für die Menschheit.
Vor allem für den pigmentös herausgeforderten Teil. Seine Vertreter, Vertreterinnen, VertreterInnen*** und everybody beyond können aufatmen. Ihr Leiden ist zwar nicht ganz verschwunden, so wenig wie die Schuld vor allem von Cis-Männern, vor allem von alten, weissen Unbelehrbaren.
Aber dieses Signal wirkt über Zürich hinaus. Es wird zum Fanal, weltweit werden ähnliche Taten erfolgen, der Weg zum Paradies, wo der Mensch des Menschen Bruder ist, ist ein wenig kürzer geworden.
Welche Niedertracht steckt nur schon in der Frage, was das gekostet haben mag. Denn schliesslich amtete eine überbesetzte Arbeitsgruppe für Rassismus in der Öffentlichkeit. Schliesslich befassten sich Stadtrat und Parlament mit der Angelegenheit. Schliesslich musste ein Mietgutachten eingeholt werden.
Das gelangte in aller wissenschaftlichen Objektivität zum Schluss, dass das Wort M***, auch das Wort M*****kopf und erst recht das Wort M*****tanz rassistisch verseucht ist, jedem rechtschaffenen Betrachter einen Schmerz zufügt, der eigentlich nur durch psychotherapeutische Massnahmen, Sensibilisierungskurse, Urschreitherapie und die unablässige Teilnahme an multikulturellen Veranstaltungen gelindert werden kann.
Notfalls müsste auch medikamentös eingegriffen werden.
Aber um das zu vermeiden, können doch schätzungsweise verröstete 100’000 Franken nicht zu viel sein.
Worum geht es?
Ganz einfach, um diesen Schandfleck Zürichs (sensible ZACKBUM-Leser müssen nun ganz stark sein oder sofort scrollen):

Aber, Hosianna und gelobt sei der Irrsinn, er ist weg:

Wir können tief durchatmen und fühlen, wie ein Steinchen unserer Kollektivschuld, denn sind wir nicht alle Profiteure des Kolonialismus, von unseren gramgebeugten Schultern fällt.
Allerdings: wie erklären wir einem M*****, der durchaus stolz darauf ist, ein Mohr zu sein, dass uns sein Name so anekelt, dass nicht mal kontextualisieren ausreicht, er muss einfach weg?
Nachdem ihn viele Generationen klaglos ertragen haben und noch wussten, dass die Mohren Angehörige eines kultivierten und vielen Europäern intellektuell oder in der Wissenschaft über Jahrhunderte weit überlegenen Volksstammes sind.
Und wie erklärt der Zürcher Stadtrat seinen Bürgern, dass er sich damit in eine ganz fatale Tradition der Sprachreinigung begibt? In den Wahnsinn, dass durch das Verbot gewisser Wörter der Mensch und die Welt besser würde?
Im Gegenteil, sie wird sogar schlechter. Denn wer Wörter ausradiert, ist manchmal nicht zu stoppen und veranstaltet dann auch mal eine sogenannte Kristallnacht:

Hier wurden nicht nur jüdische Namen ausradiert, sondern die dazugehörigen Geschäfte auch noch gleich verwüstet.
Ein ungehöriger Vergleich? Nein. Denn wenn Matto regiert, dann ist’s Wahnsinn. Hat aber dennoch Methode.


