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Plagööri oder Plagiator?

Fabian Eberhard vom SoBli wirft im Glashaus mit Steinen.

Es war ein sauberer Blattschuss. Kurz vor seinem Stellenantritt warf Eberhard dem «Nebelspalter»-Redaktor Dominik Feusi einen «Plagiat-Eklat» vor. Daraufhin bestätigte die NZZ, dass Feusi nicht als Wirtschaftsredaktor tätig würde, sondern gekündigt sei.

Feusi habe im Herbst 2024 eine Nahost-Analyse beim britischen «Telegraph» abgeschrieben. Das hätten ««SonntagsBlick»-Recherchen» ergeben. Die «SoBli-Analyse» zeige, «dass rund 90 Prozent des Textes von Feusi nahezu eins zu eins vom britischen Original übernommen wurden».

Unter dem knackigen Titel «Abgeschrieben, aufgestiegen, rausgeschmissen» garniert Eberhard seinen Artikel mit einer ausführlichen Gegenüberstellung des Originals vom 2. Oktober und des Plagiats von Feusi vom 3. Oktober 2024.

Das ist übel. Obwohl Feusi zu Kreuze kroch und es als unentschuldbar bezeichnete, «so etwas darf nicht passieren», löste die NZZ seinen Vertrag auf. Oder in den Worten Eberhards: «Als SonntagsBlick am Samstag die «NZZ» mit der Recherche konfrontiert, kommt es zum Knall.»

Das ist der Knall, aber wer hat die Munition ins Eberhards Flinte gesteckt? Was hat der grosse Investigativ-Journalist, der nicht mal das Büro des Internetradios Kontrafunk fand, aber dennoch eine Fake-Verschwörungstheorie daraus bastelte, denn hier selber recherchiert?

«Ausgerechnet die «NZZ», Feusis baldige Arbeitgeberin, wurde damals auf das Plagiat aufmerksam. Ein Redaktor der Zeitung konfrontierte den «Nebelspalter»-Journalisten mit Fragen. Das Blatt aber sah schliesslich davon ab, das Plagiat publik zu machen.»

Das ist tatsächlich «pikant», wie Eberhard maliziös schreibt. Aber aus anderen Gründen. Denn hier wird klar, dass dieser Blattschuss nicht aus eigenen Kräften abgefeuert wurde. Sondern dieser Redaktor (oder ein anderer Heckenschütze aus der NZZ) muss Eberhard die Sache gesteckt haben. Um die Anstellung Feusis doch noch zu verhindern, nachdem ihm das selbst offenbar nicht gelungen war.

Offensichtlich liess sich Eberhard willig anfüttern, um einen «rechtsbürgerlichen» Journalisten abzuschiessen. Nicht wirklich die feine Art bei einem längst geständigen Sünder.

Schlimmer noch: wie hält es Eberhard denn selbst mit dem heiklen Thema Plagiat? In Zeiten von Internet und KI verwischen sich immer mehr die Grenzen zwischen Selbstgebastelt und Zusammengeschrieben.

Daher hat ZACKBUM ihn mit einem ausführlichen Fragenkatalog konfrontiert:

Aus gegebenem Anlass möchte ich Ihnen Gelegenheit geben, Stellung zu folgenden Fragen bezüglich Ihres Artikels «Sterben hier die Präsidentschaftsträume von J. D. Vance?» vom 12. 4. 2026 zu nehmen.
1. Haben Sie diesen Artikel mit KI-Unterstützung geschrieben?
2. Neben direkten und ausgewiesenen Quellenübernahmen aus Axios, gibt es weitere Passagen, die Sie direkt oder paraphrasierend übernommen haben?

3. Wenn man den gesamten Aufbau des Axios-Artikels mit Ihrem vergleicht, fällt auf, dass beide gleichartig sind:

  • Vance als Chefunterhändler
  • höchste diplomatische Mission seit 1979
  • persönliches politisches Risiko
  • mögliche Auswirkungen auf seine Zukunft
  • innenpolitische Spannungen innerhalb des Trump-Lagers
  • Pakistan als Vermittler
  • Kushner und Witkoff als Begleiter
4. Sind Sie damit einverstanden, dass es sich bei diesem Artikel nicht um eine eigenständige Analyse, sondern um einen Zusammenschrieb mehrerer englischsprachiger Quellen handelt? ergänzt um boulevardeske Zuspitzungen?
5. Wären Sie einverstanden, dass man ihn deshalb als Paraphrasenplagiat bezeichnen kann?
6. Wären Sie damit einverstanden, dass man ihn als Strukturplagiat bezeichnen kann?
7. Wären Sie damit einverstanden, dass man sagen kann, dass Sie dem Leser suggerieren, dass diese Recherche, dieser Gedankengang oder diese Formulierungen von Ihnen stammen, obwohl sie in Wahrheit von jemand anderem übernommen wurden?
8. Falls Sie nicht einverstanden sind, warum?
9. In Ihrem Artikel «Abgeschrieben, aufgestiegen, rausgeschmissen» schreiben Sie, dass eine «SoBli-Analyse» ergeben habe, dass Feusi 90 Prozent abgeschrieben habe. Haben Sie diesen Textvergleich selbst gemacht?
10. Sie erwähnen, dass bereits ein Redaktor der NZZ Feusi mit diesem Plagiat konfrontiert habe; man habe das nicht publiziert. Bestreiten Sie, dass dieser Redaktor (oder ein anderer Heckenschütze aus der NZZ) Sie mit diesem Plagiatsvorwurf angefüttert hat?
11. Was sagen Sie zum Vorwurf, sich damit dafür instrumentalisieren zu lassen, dass gewisse Kreise in der NZZ die Anstellung von Feusi unbedingt verhindern wollten?

12. Halten Sie es für ethisch vertretbar, jemanden, der bereits zu Kreuze gekrochen ist und alles einräumt, gnadenlos mit diesem Blattschuss zu erledigen?

 

Wie heutzutage üblich, darf nicht der Journalist selbst antworten, sondern die Ringier-Medienstelle. Entsprechend setzt es eine Portion Geschwurbel:
„Der von Ihnen erwähnte Artikel ist ein Zusammenschrieb und eine Einordnung der damaligen Nachrichtenlage. Dafür haben wir mehrere Quellen herangezogen, darunter den im Text als Quelle ausgewiesenen Bericht von Axios. Dass sich bei einer solchen Aufbereitung einzelne Formulierungen an die Vorlagen anlehnen oder diese paraphrasieren, lässt sich nicht ausschliessen.
Die von Ihnen aufgeführten Übereinstimmungen betreffen jedoch im Kern den tatsächlichen, vielfach berichteten Geschehensablauf, den jede seriöse Berichterstattung in vergleichbarer Reihenfolge wiedergeben würde. Eine eigenständige Recherche-Leistung von Axios haben wir nicht als eigene ausgegeben.
Ihre Einordnung als Plagiat teilen wir deshalb nicht.“
Dumm nur, dass ZACKBUM gar nicht eingeordnet hat, dass es sich um ein Plagiat handle. Die blödeste Art, Fragen nicht zu beantworten.
Und Fragen 9 bis 12?
Da ging selbst das Gedöns aus:
„Über die Antwort hinaus werden wir nichts kommentieren, zudem gilt der Quellenschutz.“
Quellenschutz? Auf die Frage, ob es eine Quelle gab oder nicht? Auf die Frage, ob Eberhard den Textvergleich selbst gemacht hat?
Lachen oder weinen, das ist hier die Frage. Armer Eberhard.

Ensemble für ein Schmierentheater

Es folgt die Mannschaft in alphabetischer Reihenfolge.

Jean-Martin Büttner, Fabian Eberhard, Dominik Feusi, Markus Somm und als Special Guest Star Roger Köppel.

Was wird genau aufgeführt? Ein Ein-Personen-Stück und eine gemeinsame Leistung, bzw. Schmiere. Der Prolog stammt vom Ein-Mann-Recherchierteam Fabian Eberhard. Das ist der stellvertretende Chefredaktor des «SonntagsBlick», der nicht mal die Büroräumlichkeiten des Internetradios Kontrafunk findet. Daraus aber eine grosse Fake-Enthüllungsstory bastelte.

Das ist der Denunziant, der titelt «Russland nutzt «Weltwoche» für Propaganda-Operation». Und ausholt: «Tatsächlich verbreitet das Blatt von Roger Köppel seit Russlands Angriff auf die Ukraine immer wieder plumpe Putin-Propaganda.» Um aber im Lead zurückzukrebsen: «Der Bayerische Verfassungsschutz stellte die Zeitung deshalb an den Pranger – nun muss er zurückkrebsen».

ZACKBUM nannte diese Methode «Ich sage nicht, Sie sind ein Arschloch». Nun hat Eberhard einen neuen «Scoop» gelandet:

Das hat dem zweiten Kopf neben Markus Somm beim «Nebelspalter» die ersehnte neue Stelle in der Wirtschaftsredaktion der NZZ gekostet. Es wäre tatsächlich die Frage gewesen, was der Mann von Wirtschaft versteht. Wenn man sich die Zahlen des «Nebelspalter» anschaut: nichts. Nach diversen Sparmassnahmen musste Feusi dort so ziemlich alles machen, während sein Chef Somm auch auf allen Kanälen wenig Sinniges und viel Unsinniges verzapft («die Israeli sind die Guten, man sollte Moskau bombardieren»).

Was tun, wenn das Hirn leer, aber der Internetauftritt noch leerer ist? In der Not greift der Journalist zum Plagiat. In diesem Fall schrieb Feusi fast eins zu eins eine Schwachsinns-Meinung des britischen «Telegraph« ab. Immerhin hat Eberhard hier recherchiert und kommt zum Ergebnis: «Eine Analyse von Blick zeigt, dass rund 90 Prozent des Textes von Feusi nahezu eins zu eins vom britischen Original übernommen wurden.» Das untermauert er sogar in seinem Artikel.

Die Untat geschah schon im Herbst 2024. Und sei damals einem Redaktor der alten Tante aufgefallen: «Das Blatt aber sah schliesslich davon ab, das Plagiat publik zu machen. Warum, ist unklar.*» Das Sternchen hat sich Eberhard eingebrockt, weil er was behauptete, was er nicht belegen konnte: «* Hinweis: In einer früheren Version stand, Markus Somm hätte laut Insidern bei der «NZZ» interveniert. Laut Somm stimmt das nicht. Der eine Satz wurde deshalb entfernt.»

Geht doch nichts über eine versuchte Anpinkelei nach der Devise «ich sagen nicht, dass Sie …». Auf jeden Fall hat nun die NZZ herausgefunden, «dass dieser Sachverhalt mit ihren publizistischen Grundsätzen nicht vereinbar ist». Und bevor Feusi am 1. Juli seine Stelle hätte antreten können, ist er schon weg. Erinnert etwas an Patrizia Laeri, aber das wäre wieder eine andere Story.

Während Somm das macht, was man halt so macht, wenn etwas sehr Peinliches passiert ist – abwiegeln –, tritt Eberhard fröhlich nach: «Bevor Gujer 2015 die Chefredaktion übernahm, scheiterte ein Versuch rechtsbürgerlicher Kreise, Markus Somm an die Spitze der «NZZ» zu hieven, am Widerstand der Redaktion. Nun scheitert auch der Transfer von Somms Schützling Feusi.»

Schützling, Transfer? Feusi wollte offensichtlich seine Arbeitsplatzsicherheit erhöhen und nicht länger im roten Bereich Storys liefern müssen. Einen, wie heisst’s so schön, «rechtsbürgerlichen» Journalisten abschiessen wegen eines Uralt-Plagiats, die feine Art ist anders. Das ist die hämisch-schäbige Art, wobei Eberhard offensichtlich aus der NZZ angefüttert wurde.

Allerdings muss man Feusi tatsächlich vorwerfen, dass vor und während den Zeiten von KI es doch das Mindeste ist, einen plagiierten Text wenigstens neu zu mixen und kräftig durchzuschütteln. Aber daran sind auch schon viele Doktoranden gescheitert.

Eberhard hat das Problem des Plagiats weniger. Denn was er selbst erfindet, hat er ja exklusiv und muss dafür auch nichts direkt abschreiben.

Zwei grosse Koryphäen des Metiers.

Ach, dann wäre da noch Jean-Martin Büttner. Seit er den Sparmassnahmen bei Tamedia zum Opfer fiel, eiert er zwischen seinem ehemaligen Blatt Tagi, der «Weltwoche» und anderen Organen herum. Und tut im «Magazin» etwas, wofür selbst ZACKBUM die Worte fehlen:

Daraus macht das «Magazin», inzwischen völlig schamfrei, seine Titelstory:

Acht Seiten, schonungslos bebildert, schonungslos entblösst, wie dem Journalisten die Finger seiner linken Hand abhanden kamen. Und was das für ihn bedeutet. Früher hätte man den Mann vor sich selbst geschützt und ihm nahegelegt, das seinem intimen Tagebuch anzuvertrauen. Heutzutage hilft man ihm bei der Selbstentblössung. Unsäglich, schändlich.

Schiffli versenken gegen Kontrafunk

Das Internetradio lud zur Bodenseefahrt. Fanatiker hatten etwas dagegen.

Die «MS Bodensee» war angemietet, diesen Samstag hätte ein lustiger Ausflug im Dreiländereck stattfinden sollen. Mit den Kontrafunk-Machern, unter ihnen Peter Hahne, Matthias Matussek, Ulrich Vosgerau, Achim Winter und dem Gründer und Chef Burkhard Müller-Ulrich. Dazu der Redaktor von ZACKBUM.

Der Sender setzt auf das Wort, über seinen Inhalt kann sich jeder selbst informieren und eine eigene Meinung bilden. Geframt wird das erfolgreiche Radio als zumindest rechtskonservativ, wenn nicht schlimmer. René Zeyer kann dazu nur sagen, dass es eine Oase der Freiheit ist, in der er seine Sendungen und Beiträge ohne irgendwelche Vorgaben völlig nach eigenem Gutdünken gestalten kann.

Das sehen Linksradikale um das Bündnis «Konstanz für Demokratie – klare Kante gegen rechts» entschieden anders. Ihre Auffassung von Meinungsfreiheit und Debatte sieht so aus:

«Auch wenn eine*n die geplante braune Bootstour leicht auf fiese andere Gedanken bringen könnte: Wir wünschen natürlich selbst diesen Leuten, dass ihnen jemand hilft, sollte ihr Kahn kentern. Menschen nicht ersaufen zu lassen, gebietet die Humanität.»

Ein juristisch abgesicherter Aufruf zur Gewalt.

Dann wird es völlig haltlos: «Zu welcher Sorte der Ausflug gehört, den das rechtspopulistische schweizerische Internetradio Kontrafunk anbietet, lässt die Gästeliste erahnen. Wenn ihr einen Haufen homophoner, rassistischer, antisemitischer Klimawandel- und Coronaleugner*innen mit Verständnis für Putin, Hitler oder beide treffen wollt …»

Es wurde unverhohlen mit einer Demonstration am Hafen gedroht: «Wir können niemanden daran hindern, sich am 5. Juli um 15 Uhr am Platz 8 im Hafen Konstanz nach eventuellen Protestaktionen umzusehen.»

Das schüchterte den Bootseigner und den Käpt’n dermassen ein, dass der Mietvertrag ruckzuck gekündigt und der Ausflug abgeblasen wurde.

In linksradikalen Kreisen herrschen inzwischen raue Sitten. Je mehr ihnen die Felle davonschwimmen, desto kreischiger wird der Ton. Politische Debatte und demokratische Auseinandersetzung war gestern, haltlose Beschimpfungen und offene Drohung mit Gewalt ist heute. Verblendet wird so getan, als würde mit diesem Ausflug Rassismus, Faschismus, Hitler- und Putinbewunderung, dazu Schwulenfeindlichkeit befördert. Während das Absaufen des Schiffs samt Passagieren ein Fanal für einen freien Diskurs setzen würde.

In den zahlreichen Sendungen des ZACKBUM-Redaktors sind nicht einmal Spurenelemente dieser absurden Unterstellungen enthalten, wie jeder nachhören kann.

Dieses «Bündnis» behauptet auf seiner Webseite: «Konstanz setzt ein Zeichen: Vielfalt, Freiheit und Gerechtig­keit für alle.» Die paar Hansln, die namentlich aufgeführt sind, behaupten arrogant, dass sie für Konstanz sprechen würden.

Ihr Verständnis von Vielfalt, Freiheit und Gerechtigkeit für alle ist, dass das selbstverständlich nicht für alle, sondern nur für diejenigen gilt, die in ihr ideologisches Raster passen. Freiheit endet dort, wo jemand es wagt, anderer Meinung zu sein. Vielfalt ist Einfalt.

Kein Kontrafunker käme auf die Idee, gewalttätig gegen diese Chaotentruppe zu werden. Die ohne rot zu werden behauptet: «Wir glauben an eine offene, vielfältige Gesell­schaft, die auf Respekt, Solidarität und Menschen­rechten basiert.»

Dieser Glauben gilt allerdings nur für Gläubige, er hat mit ihren realen Untaten nichts zu tun. Triumphierend verkündete der gewaltbereite Haufen: «Bootsfahrt des rechts-nationalen Webradios „Kontrafunk“ fällt ins Wasser». Ihr «Alle-Treffen mit Sommerfest» hingegen ging ungestört über die Bühne. Es fand in bescheidenem Rahmen in einem Café statt.

Eine Gesellschaft, die nach den Prinzipien dieser Ansammlung von kleinen Torquemadas funktionieren müsste, wäre genauso zu fürchten wie die Rückkehr eines mittelalterlichen Europas unter der Knute der Inquisition.

Wer für sich in Anspruch nimmt, mit unfehlbarer, fanatischer Gewissheit Gut von Böse unterscheiden zu können, wobei im Kampf für das unbezweifelbare Gute auch böse Mittel erlaubt sind, ist nicht nur ein Feind der freien Meinungsäusserung. Er ist zum Fürchten. Und stellt selbst eine Bedrohung dessen dar, das er zu verteidigen vorgibt.

Glücklicherweise handelt es sich nur um einen versprengten Haufen von Desperados und Politamoks. Auch ohne diese Schifffahrt wird der «Kontrafunk», ein völlig legaler Sender, sein Programm unbeeindruckt fortsetzen. Zuhören ist völlig freiwillig, anderer Meinung zu sein, eine Selbstverständlichkeit.

Dass dieser unverschämte Anschlag auf die Versammlung- und Meinungsfreiheit in den Medien kaum wahrgenommen, lediglich von einem Lokalblatt hämisch und mit grosser Sympathie für diese Linksradikalen kommentiert wurde, ist befremdlich. Aber nicht überraschend.

 

Skandal am Lilienberg

Der Stifter Walter Reist rotiert im Grab.

Sein Begegnungszentrum Lilienberg schmeisst im letzten Moment den «Kontrafunk» raus. Der gefährde Ruf und Sicherheit.

Christoph Vollenweider spart nicht mit salbungsvollen Worten. Der «Leiter Programm und Publikationen» des Lilienberg beklagte unlängst:

«Die Cancel Kultur diffamiert Menschen, die eine «falsche» Meinung vertreten und gefährdet damit das freie Denken und somit eine Grundlage unserer Demokratie.»

Das brachte ihn zum unheilschwangeren Urteil: «Die Toleranz ist gefährdet und bedroht.» Hätte Vollenweiler etwas Ehre im Leib, müsste er per sofort und unter Protest zurücktreten.

Denn das neugegründete Internetradio «Kontrafunk» wollte in diesem Begegnungsort und Seminarhotel seine erste Versammlung abhalten. Zunächst liess sich alles wunderbar an. Man verdankte die Anfrage, sagte gerne zu, bestätigte die Reservation, erkundigte sich, ob es noch besondere Wünsche gäbe. Was halt ein Seminarhotel so macht, wenn es durch den Besuch einer grösseren Gruppe einen mindestens fünfstelligen Betrag einzunehmen gedenkt.

«Kontrafunk», der sich «Die Stimme der Vernunft» nennt, ist ein völlig unbescholtenes Unternehmen, das sich in seinem kurzen Leben nicht das geringste zuschulden kommen liess. Auch alle Teilnehmer haben bislang keinen Anlass zu Bedenken geboten, dass sie sich ungebührlich in einem Hotel aufführen würden.

Auch der Autor hätte zur Gästeschar gehört, die hier Vorträgen lauschen wollte, gemeinsam die Welt rund und wieder eckig diskutieren und dazu sicherlich auch das kulinarische Angebot des Hotels gewürdigt hätte. Vielleicht sogar auch das umfangreiche Wellness-Programm, um nicht nur den Geist, sondern auch den Körper zu pflegen.

Angereist wäre man aus nah und fern, aus dem gesamten Einzugsgebiet des Radios in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Geplant wäre ebenfalls ein vergnüglicher Ausflug auf den Bodensee gewesen.

Konjunktiv. Denn rund zwei Wochen vor dem geselligen Ereignis kam die kalte Dusche. Es bestehe «die begründete Annahme das (sic!) die Veranstaltung den reibungslosen Geschäftsbetrieb, die Sicherheit und den Ruf des Lilienberg» gefährde.

Die Direktion brachte noch ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass man «Verständnis für diese Entscheidung» habe. Das ist dann allerdings schon der zweite Irrtum. Der erste besteht darin, dass nicht etwa «Kontrafunk», sondern die Präsidentin des Stiftungsrats Lilienberg Denise Rau den reibungslosen Geschäftsbetrieb und den Ruf des Lilienberg beschädigt.

Kaum ist der Gründer und Stifter verstorben, wird sein Anliegen gekübelt, hier einen Ort der Begegnung und des Austauschs zu schaffen. Stiftungsräte sind schon wegen kleineren Widerhandlungen gegen die Absichten eines grosszügigen Stifters von ihrer Funktion entbunden worden.

Abgesehen davon, dass eine so kurzfristige Absage trotz fester Vereinbarungen unanständig, unverständlich und mit Haftungsfolgen versehen ist: dem Lilienberg entgeht ein hübscher Batzen Geld. Dem Veranstalter «Kontrafunk» entstehen ärgerliche Kosten, denn viele der geplanten Veranstaltungen können so kurzfristig nicht ohne Schadenersatz abgesagt werden.

Natürlich bleibt die Frage, was die Stiftungspräsidentin plötzlich auf die Idee brachte, dass eine längst geplante und verabredete Veranstaltung plötzlich den Geschäftsbetrieb, den Ruf und gar die Sicherheit des Lilienberg gefährden könnte.

Stellte es sich heraus, dass unter den geladenen Gästen gesuchte Terroristen waren? Üble Systemfeinde, hetzende Rechtspopulisten, Rassisten, Sexisten? Einfach Schweinebacken, in deren Nähe sich kein anständiger Mensch und auch kein anständiges Tagungshotel blicken lassen möchte? Wäre der Lilienberg gar ein neuer Zimmerberg, Pardon, ein neues Zimmerwald geworden?

Hier muss eindeutig Gefahr im Verzug sein, müssen plötzlich schreckliche Geheimnisse von «Kontrafunk» oder einzelner Teilnehmer der Stiftungspräsidentin zur Kenntnis gebracht worden sein.

Als ebenfalls ausgeladener Gast interessierte es mich natürlich, darüber informiert zu werden, an welcher sicherheitsgefährdenden und rufschädigenden Versammlung ich beinahe teilgenommen hätte. Mich interessierte ebenfalls, welche Informationen Denise Rau denn dazu bewogen hatten, den Ruf des Lilienberg zu ramponieren und ihrem eigenen Leiter Programm ein hübsches Beispiel dafür zu liefern, wie die Cancel Culture Menschen und Meinungen diffamiert, das freie Denken gefährdet, «eine Grundlage unserer Demokratie».

Denn Meinungsfreiheit und freier Austausch von Meinungen sind doch wohl fundamental. Also hätte mich die Meinung von Rau brennend interessiert. Allerdings bekam meine höfliche Anfrage im Rahmen der Recherchen für diesen Artikel die mailwendende Antwort: «Ich darf Ihnen mitteilen, dass von unserer Seite her kein Interesse an einer Stellungnahme zu Ihrem Artikel besteht.»

Zur ruppigen Absage kommt nun noch eine Dialogverweigerung. Was wohl Walter Reist dazu gesagt hätte? Ob das Vollenweider, sollte er doch nicht kündigen, zum Anlass neuer Gedanken zu Toleranz und der Diffamierung von Menschen und Meinungen nimmt?

Auf jeden Fall sollte sich jeder Besucher des Lilienberg bewusst sein, dass sich hinter dem schönen Schein, der auf Hochglanz polierten Fassade und vielen hochgestochenen Worten die Geisteshaltung einer mittelalterlichen Inquisition verbirgt. Was für eine Schande, was für ein Elend, was für eine Heuchelei.

Wumms: Fabian Eberhard

Keiner zu klein, Denunziant zu sein.

Fabian Eberhard ist das Recherchegenie vom Blöd-«Blick», das in seinem Schmierenartikel über das Internetradio «Kontrafunk» nicht einmal in der Lage war, deren Büroräumlichkeiten zu finden. Das Gebäude lag noch knapp in der Reichweite seiner Fähigkeiten, aber offenbar einen Überfall rechter Kräfte befürchtend, hastete er drinnen durch leere Gänge, fotografierte schnell ein leeres Büro – und nichts wie weg.

Das Ergebnis dieser Glanzleistung verkaufte er dann den SoBli-Lesern als echtes Bildmaterial. Dabei waren es bloss lachhafte Fake News. Zu einer Richtigstellung konnten sich weder Eberhard, noch der Blöd-«Blick» aufraffen:

So sehen alternative Wahrheiten à la Eberhard aus.

Nun hält sich aber der Journalist offenbar für eine ganz grosse Nummer im Investigativen:

Das Betätigungsfeld des «Head of Investigations» ist dabei weit gefächert. Es reicht von Katalonien bis zur Türkei, es umfasst «soziale Bewegungen» und «Verschwörungstheoretiker». Das bietet er auf Twitter gerne auf Englisch feil, more international, you know.

Aber auch hier scheint es seine Lieblingsbeschäftigung zu sein, mit zusammenhangslosen Zusammenstellungen zu denunzieren. Diesmal hat die Band «Lauwarm» seinen Ärger erregt. Nachdem die mehrfach von Woke-Wahnsinnigen an Auftritten gehindert wurden, wagten sie es doch tatsächlich, am Fest der «Weltwoche» kurz aufzuspielen. Das geht nun für Eberhard überhaupt nicht, also hat er mal seinerseits im Account des Sängers geschnüffelt und ist dabei auch einige Jahre zurückgegangen.

Sein drakonisches Urteil: «Putin-Propaganda, Corona-Verharmlosung». Wieviel das mit der Realität zu tun hat, kann sich jeder überzeugen, der die Original-Posts anschaut. So gut wie nix.

Selber nix auf die Reihe kriegen, aber bei anderen austeilen, das ist vielleicht eine beschämende Mischung. Aber um so zu schreiben wie Eberhard, da muss man völlig schamfrei sein.

Nach dem Text der Ton

Für alle, die von Zeyer nicht genug kriegen können.

Nach 1538 eigenen Beiträgen hier auf ZACKBUM (wer’s nicht glaubt: nachzählen!) ist es höchste Zeit, dass die Welt auch mit Mitteilungen von René Zeyer beschallt wird.

Nun ist es leider schon ein Weilchen her, dass Schweizer TV- oder Radiostationen es wagten, solche Beiträge auszustrahlen. Auch wenn es hierzulande Brauch ist, dass Auftritte in der «Arena», bei «Talk kläglich» oder auch bei «Schawinski» gratis sind.

Nun ist es ein mittleres Wunder, dass sich die Welt seither weitergedreht hat, ohne aus dem Takt zu geraten. Aber nun gibt es Abhilfe. Es gibt ein neues Radio, das bereits die Aufmerksamkeit von Recherchierjournalisten auf sich zog. Allerdings fand der eine nicht mal die Büroräumlichkeiten des Internetfunks, der andere zeigte, dass er den Unterschied zwischen Aktien- und Betriebskapital nicht kennt.

Für diese beiden, aber auch für alle anderen, die gerne etwas mehr von Wirtschaft verstehen möchten, gab es am Sonntag eine Premiere.

Tusch und Tralala: die erste Ausgabe von

«Zaster und Desaster: Das Wirtschaftsmagazin mit René Zeyer»

wurde ausgestrahlt. Getextet, gesprochen und musikalisch untermalt von René Zeyer. Gut, das mit der Musik ist gelogen, aber ansonsten werden in der Sendung nur Wahrheiten ausgesprochen. Der erste Premierengast ist der Freiburger Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger. Das grosse Thema der ersten Ausgabe ist «Inflation».

Natürlich kann man diese Ausgabe nachhören; sie kann gestreamt, gespeichert oder immer wieder abgespielt werden.

Ist das Eigenwerbung? Lässt das jede journalistische Distanz vermissen? Wird hier ungehemmt gelobhudelt, was ansonsten streng kritisiert wird?

Na und?

 

Rufmord am Rufmord

Was Andreas Tobler kann, muss man erst mal hinkriegen.

Der Tamedia-Redaktor entwickelt sich zum Spezialisten für Hinrichtungsversuche.  So arbeitete er sich bereits am NZZaS-Chefredaktor Jonas Projer ab. Schon bevor der überhaupt sein Amt angetreten hatte, wusste Tobler:

«Als jetziger Chefredaktor bei einem Boulevardmedium wie Blick TV widerspricht Projer auch dem Qualitätsanspruch der «NZZ am Sonntag» – und der linksliberalen Positionierung des Blattes.»

Tobler selbst entspricht nun überhaupt keinem Qualitätsanspruch. Er schreibt unter jedem Niveau, beschönigte auch schon mal einen Mordaufruf gegen den WeWo-Chefredaktor Roger Köppel.

Aktuell arbeitet sich Tobler am neuen Internetradio «Kontrafunk»* ab. Das tat schon eine Reporterflasche des SoBli. Der spürte dem Redaktionssitz in Cham nach und entdeckte tatsächlich einen Namenskleber auf einem Briefkasten. Allerdings scheiterte der Investigativjournalist daran, die Büroräumlichkeiten aufzufinden. Unter Lebensgefahr drang er in ein Bürogebäude ein und fotografierte leere Zimmer und einen leeren Gang.

Wo solche Grosstaten des Schmierenjournalismus vollbracht werden, kann Tobler nicht fehlen. Wenn ein Journalist Unsinn schreibt und dem widersprochen wird, dann schreibt der nächste Journalist natürlich: «Kontroverse um Internetradio». Auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Körnchen Wahrheit. Das besteht hier aus einem Satz:

«Gegründet wurde das Radio vom 65-jährigen Journalisten Burkhard Müller-Ullrich, einem Schweizer Staatsbürger, der in seiner Berufslaufbahn für verschiedene Medien gearbeitet hat. Zuletzt moderierte er als freier Mitarbeiter eine Diskussionssendung beim SWR.»

Wobei, die Erwähnung der letzten Tätigkeit unterschlägt die jahrzehntelange Radiokarriere von Müller-Ullrich. Aber item, schnell wird es aschgrau: «Das Zielpublikum vom Sender scheint vor allem in Deutschland zu leben, wenn es nach den thematischen Schwerpunkten der bisherigen Sendungen geht. In Deutschland hat Müller-Ullrich offensichtlich gute Kontakte zu stramm bürgerlichen Publizisten, die auf Kontrafunk weitgehend unwidersprochen zu Wort kommen.»

Gäbe es bei Tamedia noch so etwas wie Qualitätskontrolle, hätte hier gefragt werden müssen: steile These, gibt es dafür wenigstens ein Beispiel, einen Namen, einen Beleg? Aber da es diese Kontrolle nicht mehr gibt …

Von aschgrau wechselt der Ton dann zu Schmiere: «Im «SonntagsBlick» wurde die Vermutung laut, Kontrafunk habe seinen Sitz in der Schweiz, um die in Deutschland geltenden Qualitätsauflagen zu umgehen.» Eine völlig unsinnige Vermutung, wie schon dem SoBli erklärt wurde. Aber das hält Tobler nicht davon ab, sie zu wiederholen.

Was schon der SoBli andeutete, muss Tobler wiederkäuen: «Die Frage nach Geldern aus der AfD drängt sich auf, da der Kontrafunk-Gründer bereits seit September 2017 Mitglied der rechtspopulistischen Partei ist. Für die Gründung von Kontrafunk erhielt Müller-Ullrich auf Facebook Applaus von prominenten Parteimitgliedern wie Erika Steinbach und dem AfD-Scharfmacher Björn Höcke.»

Gerne wüssten wir, welcher Partei Tobler angehört, denn das scheint entscheidend wichtig zu sein bei der Beurteilung journalistischer Leistungen. Wir können allerdings nur hoffen, dass weder Freiheitstrychler, noch Nicolas Rimoldi, noch Gottseibeiuns Christoph Blocher jemals einem Artikel von Tobler applaudieren. Denn dann könnte man ihn auch in die «rechtspopulistische» Ecke stellen.

Der nächste Tiefpunkt im Schaffen von Tobler folgt sogleich: «Was die Höhe des Kapitals von Kontrafunk anbelangt, das nach Medienberichten bereits auf über eine Million Franken angewachsen sein soll, sind Zweifel angebracht: Im Zuger Handelsregister und auf dem Meldeformular des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) ist für Kontrafunk nur ein Aktienkapital von 100’000 Franken eingetragen.»

Vielleicht sollte ein Wirtschaftsredaktor von Tamedia Tobler mal kurz beiseite nehmen und ihm den Unterschied zwischen Aktienkapital und Betriebskapital erklären. Aber ganz, ganz langsam, er scheint da begriffsstutzig zu sein.

Dann nimmt Tobler verschiedene Angaben über die Anzahl der Mitarbeiter zum Anlass, Müller-Ullrich «mit diesen Widersprüchen zu konfrontieren», als sei Tobler ermittelnder Staatsanwalt. Dabei ist er nur ein Schreibwürstchen, schwimmend in seiner Gesinnungsblase. All das kulminiert dann zum abschliessenden Tiefpunkt:

«Angesichts der Fluktuationen und vielen Unbekannten könnte der Eindruck entstehen, dass Kontrafunk – in finanzieller Hinsicht – ein Scheinriese ist, für den Thiel seine Arbeitskraft und seinen Namen zur Verfügung stellt, mit dem er sein Büro teilt – und mit dem er nun so viel Ärger hat.» ZACKBUM wollte Tobler Gelegenheit zur Stellungnahme geben und fragte ihn unter anderem zu diesem Schluss: Glauben Sie nicht, dass man diese Zusammenstellung als Musterbeispiel für billige Demagogie in jeden Schulungskurs für angehende Journalisten aufnehmen sollte?

Aber zu niveaulosem Journalismus gehört es, als selbstverständlich vorauszusetzen, dass angefragte Personen dem Schreiber antworten. Tun sie das nicht, wird das übellaunig vermerkt. Aber selber antworten auf eine journalistische Anfrage – niemals.

Tobler kniff schon damals, als er den Mordaufruf schönschrieb, Tobler kneift auch jetzt. Wer wissen will, wie tief Journalismus sinken kann – nur Tobler lesen.

*Packungsbeilage: ZACKBUM-Redaktor René Zeyer sendet gelegentlich auf «Kontrafunk».

Wumms: Fabian Eberhard

Ins Leere schreiben: die neue Recherchiermethode des SoBli.

Fabian Eberhard vom «SonntagsBlick» hält sich sicher für einen ganz scharfen Investigativjournalisten. So ist er einem «AfD-nahen Radio» auf der Spur, angeblich ein «Internetsender für Corona-Skeptiker und AfD-Anhänger». Das sendet seit 21. Juni 24 Stunden am Tag. Aber der Inhalt ist Eberhard ziemlich egal.

 

Als sei er in der Lehre bei der «Republik», will die Spürnase lieber verschwörerische Zusammenhänge aufdecken. «Spuren führen zu Satiriker Andreas Thiel», raunt Eberhard verschwörerisch. Denn es ist ihm gelungen – sicher unter Lebensgefahr –, ein Foto des Briefkastens von Thiel an einem Bürogebäude zu machen. Und da klebt tatsächlich die Aufschrift «Kontrafunk» dran. Der Beweis.

Aber wieso ist’s für AfD-Anhänger? Einfach, «Björn Höcke, Einpeitscher der Partei AfD», hat sich lobend auf Twitter über den neuen Nachrichtensender geäussert. Man kann nur hoffen, dass Christoph Blocher oder Roger Köppel nie freundliche Worte über den SoBli oder gar über Eberhard verlieren. Denn denen würde dann das Etikett «schreiben für SVP-Anhänger» angeklebt werden.

Aber bei Eberhard wäre es eher schwierig, irgend etwas zu loben. Denn der Investigativjournalist traute sich sogar in die Höhle des Löwen, also in das Bürogebäude hinein und suchte nach den Räumlichkeiten des AfD-Funks, bzw. des Satirikers Thiel. Und siehe da: alles Pfusch, Fake News, alternative Wahrheit: die Räumlichkeiten sind leer:

Typisch, diese rechten Verschwörer. Wenn man hinter die Fassade schaut, ist da nix. Leere Gänge, leere Räume, alles Lug und Trug. Aber die bittere Wahrheit ist: DAS sind Fake News. Recherchier-Genie Eberhard hat blöderweise das dort vorhandene und funktionierende und besetzte Büro nicht gefunden. Das Dummerchen hat sich einfach verlaufen, verirrt. Wahrscheinlich befürchtete er, plötzlich von üblen AfD-Schlägertypen in die Mangel genommen zu werden, knipste schweisselnd vor Angst einen Gang und einen Raum, und dann nix wie weg.

Tamedia, «Republik», SoBli: Kolportage statt Reportage. Schmiere statt Recherche. Besinnungsloser Gesinnungsjournalismus statt Wiedergabe der Wirklichkeit. Fake News statt Beweise. Peinlich über jede Schmerzgrenze hinaus. Stücke von Mietschreibern, denen jeglicher Anstand abhanden gekommen ist. Für die recherchieren, Fakten sammeln, nicht anonyme Zeugen aufführen, ausgewogen berichten böhmische Dörfer sind. Die die Reputation des einstmals anerkannten Berufs Journalist in die Tonne treten. Die letzten Reste von Vertrauen verspielen. Eine Schande, dass die sich Journalist nennen dürfen.