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Wumms: Barbara Günthard-Maier

Ein Beispiel, wie man nicht kommuniziert.

Von Remo Maßat

Barbara Günthard-Maier, eine durchaus sympathische Frau, berät laut SRF Ignazio Cassis´ Stab in der Kommunikation. Und hat ein Buch zum Thema Kommunikation verfasst. Was man allerdings nicht mehr kaufen will nach dem Konsum eines Beitrags von ihr zum Thema auf dem Portal IP:

Denn dieser liest sich dann so:
«Schweigen und Ausrufen. Gute Bilder, schlechte Bilder und gute und schlechte Fortsetzungsgeschichten.

Mit diesen Sätzen lässt sich zusammenfassen, womit wir die Medien-Mechanik und deren Produktion veranschaulichen.»

Oder auch so:

«Mit diesem Wissen nichts tun, ist nichts.»

Hä?

Beim Lesen ihres Beitrags fragt man sich verzweifelt:
Worauf will sie hinaus?
Was will sie uns sagen?
Was ist Aussage ihres Beitrags?
Was ist eine wie auch immer geartete Botschaft darin?
Wo liegt ein wie auch immer gearteter Erkenntnisgewinn für den Leser?.

Am Schluss des Beitrags von ihr heisst es: «’Effektiv kommunizieren als Regierung und Verwaltung’ ist von ihr im Haupt-Verlag erschienen.» Zudem leitet Günthard-Maier eine Kommunikationsagentur «Günthard. Politumsetzung GmbH (umsetzung.ch)».

Nach dem Konsum des inhaltslosen Geschwafel-Textes weiss man zumindest, welches Buch man nicht kaufen wird.

Übrigens, wer einen peinlich werblichen SRF-Reklamefilm für die Autorin sehen will, der schaue hier.

Es ist ja nicht so, dass ein Bundesrat Cassis oder die Ex-CS-Verwaltungsrätin Iris Bohnetich sage nichts dazu») die einzigen zwei Beispiele einer versemmelten Kommunikation wären.

So wie eine Beratung durch McGrinsey meistens in den Abgrund führt, sind die meisten sogenannten Krisen-Kommunikationsberater in der Schweiz keinen Rappen wert. Grosses Auftreten, Wichtigtuerei («wir haben beste Kontakte zu allen Meinungsbildnern in der Schweiz»), tiefschürfende Analyse mit Strategie, Milestones und Umsetzungsvorschlägen. Bitte gerne eine Vorauskasse von 50’000 oder lieber von 100’000, die dann schnell verbraucht ist.

Und wie sagte Thomas Mann im kleinen Kreis so bösartig, nachdem er öffentlich die Schreibwerkstatt des Bestsellerautors Lion Feuchtwanger über den grünen Klee gelobt hatte: «Und was kommt heraus? Lauter Scheisse.»

 

«Ich kann nichts dazu sagen»

Professor Iris Bohnet haut der Peinlichkeitsskala den Deckel raus.

Die Dame lehrt in Harvard «Public Policy». Und wettert in einem Interview in der NZZ gegen den neuen US-Präsidenten und seinen Kampf gegen alles Woke. Die Dame war von 2012 bis Juni 2023 die dienstälteste Verwaltungsrätin der Credit Suisse.

Im üblichen Plauderton quatscht sie gerne über Lohnungerechtigkeiten gegen Frauen und überhaupt über all die Formen der Diskriminierung, der sich weibliche Arbeitnehmer ausgesetzt sähen.

Sie selbst war im Vergütungsausschuss der CS und sorgte dort mit dafür, dass die tödliche Gierkultur, wo trotz massiven Verlusten massive Boni ausgeschüttet wurden, die Bank in den Untergang trieb.

So auskunftsfreudig sie im ersten Bereich ist, so verkniffen schweigsam wird sie, wenn es um ihr eigene unselige Rolle im CS-Skandal geht.

Diesen Teil des Interviews muss man sich integral zu Gemüte führen. Aber nur für starke Nerven geeignet, die immun gegen ungeheuerliche, öffentliche Peinlichkeit und Selbstentlarvung einer Dampfplauderin sind:

«Im vergangenen Jahr hat Jamie Dimon von JP Morgan 39 Millionen Dollar verdient, Brian Niccol wurde bei Starbucks mit einem Lohnpaket über 113 Millionen Dollar begrüsst, und der Industriekapitän Larry Culp von GE erhielt 89 Millionen Dollar. Sind das faire Löhne?
Ich kann dazu nichts sagen, ich möchte mich als Wissenschafterin nur äussern, wenn ich etwas beitragen kann, was ich empirisch belegen kann.
Als Verwaltungsrätin der Credit Suisse waren Sie Mitglied des Vergütungsausschusses. Würden Sie die Vergütungen von damals heute wieder akzeptieren?
Dazu kann ich Ihnen nichts sagen.
Warum nicht?
Ich kann nichts dazu sagen.
Als ehemalige Verwaltungsrätin können Sie nichts dazu sagen?
Nein. Ich kann nichts dazu sagen.
Wir finden es schwierig, mit Ihnen über Fairness und Diversität zu reden und Ihre Erfahrungen bei der Credit Suisse auszublenden. Es ist auch eine Gelegenheit, Ihre Sicht der Dinge darzulegen.
Es ist mir wichtig, etwas zu Dingen sagen zu können, die für die Welt wichtig sind. Aber ich spreche nur als Wissenschafterin.
Eine Fehlerkultur zu leben, hat das nicht auch mit Fairness zu tun?
Ich kann Ihnen dazu nichts sagen.
Uns interessieren nicht nur akademische Fragen, sondern auch die reale Welt. Aus Schweizer Sicht ist es nicht verständlich, wenn der ganze Verwaltungsrat einer Grossbank auf Tauchstation geht.
(Bohnet schweigt.)
Wechseln wir das Thema und kommen zurück auf Ihr Buch. Sie sagen, alle könnten den Arbeitsplatz fairer machen, ob Praktikant oder CEO. Haben Sie ein paar Ideen?»

Will jemand wirklich das Buch einer solchen Versagerin lesen, die nicht einmal den Anstand hat, sich selbst als gutes Beispiel für das, was sie anprangert, kritisch zu hinterfragen?

Wie soll man so jemanden bezeichnen? Dazu kann ZACKBUM nichts sagen. Nicht, weil wir nichts zu sagen hätten. Aber leider gibt es da rechtliche Schranken …