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Wumms: Mike Müller

Der unkomischste Komiker wird als «Bestatter» rezykliert.

Selten war der Titel einer Sendung passender für den Hauptdarsteller. Denn Mike Müller ist der Bestatter jeglichen Humors. Spricht sich eine vermeintliche Bundesgenossin wie Sybille Berg gegen das Covid-Gesetz aus, keift Müller paternalistisch-sexistisch: «Oh je, Sybille», als müsse er ein ungezogenes Kind zurechtweisen.

Ruppig stellt er eine blöd-polemische Frage über einen angeblichen «Freiheitsverlust» an ein «ungeimpftes Arschloch». Zu solchen Unfällen kommt es immer wieder, wenn ein geskripteter Komiker, dem bei jedem Gag geholfen wird, einfach mal so frisch von der Leber weg poltert. Aber den bisherigen Tiefpunkt erreichte Müller, als er Christoph Mörgeli anraunzte: «Und Sie? Fahren Sie zusammen mit Roger Köppel zu einer Gruppenvergewaltigung im Donbas?» Twitter ist bekanntlich ein Abfallhaufen, hier wird er zur Kloake.

Müller kann froh sein, dass man ihn weder ernst, noch für voll nimmt. Eigentlich wollten wir aus hygienischen Gründen die Berichterstattung über ihn einstellen. Aber nun bramarbasiert er herum, dass er mal wieder von anderen verfasste Texte aufsagen darf.

Das ist immerhin eine gute Nachricht, denn dann belästigt er die Umwelt nicht mit solchem Müll:

Zum Mitschreiben. Das ist nicht komisch. Das ist auch nicht witzig. Immerhin ist es nicht so unanständig geschmacklos wie die Gruppenvergewaltigung. Aber es ist genauso dumm.

Einmal ist keinmal. Wir versuchen von jetzt an, unserer Ansage nachzuleben und die Berichterstattung über diesen Klops voll schlechter Laune zu bestatten.

Wumms: Mike Müller

Nicht komisch: Müller will Komiker sein.

Vorgekaute Kalauer aufsagen, das kann er. Denn in einer Late Night Show arbeiten ganze Teams daran, dass auch unbegabte Komiker komisch rüberkommen. Aber sind sie auf sich selbst zurückgeworfen, dann reduziert sich Schein auf Sein, und das ist kein schöner Anblick.

So stellte er schon Fragen an ein «ungeimpftes Arschloch», schimpfte über «Skeptiker-Idioten» und machte sich paternalistisch über die Schriftstellerin Berg lustig: «Oh je, Sybille». In seiner Gesinnungsblase kommt das gut an, ausserhalb eher weniger.

Laut Selbsteinschätzung sind seine Tweets keinesfalls «grottenschlecht». Auch damit ist er eher alleine. Die Pandemie gibt zurzeit keinen Anlass her, mit Fäkaliensprache um sich zu werfen. Also verlegt er sich auf Rempeleien gegen Vorhersehbares. Allerdings will er auch hier sein tiefergelegtes Niveau nur ungern verlassen:

Das könnte man sportlich noch als Versuch werten, lustig sein zu wollen. Aber Müller kann sich natürlich steigern, nach unten:

Darüber können eigentlich nur noch alkoholisierte, harte Müller-Fans lachen. Aber auch denen sollte das Kichern im Hals steckenbleiben, wenn Müller diese Schweinerei unter sich lässt:

Man liest Müllers Erbrochenes einmal, zweimal, dreimal. Und ist immer wieder angewidert. Immerhin bekommt Müller in den Kommentaren dazu überwiegend Saures, zeigt sich aber beratungsresistent. Auf der anderen Seite gehören zu seinem Fanclub auch solche Flachzangen:

Im Abfallhaufen Twitter ist das hier wirklich die Kloake. Vielleicht hat es sich Elon Musk wegen solchen Tweets und Reaktionen nochmal überlegt, ob er diese Müllhalde voller Müllers kaufen will.