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Schlagwortarchiv für: GLP

René Zeyer

Die Bachelorette gibt Fersengeld

23. Januar 2025/13 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Aufatmen bei den Grünliberalen. Ein Problem weniger.

Aus kommunikativer Sicht macht die Bachelorette der Politik alles völlig richtig. Sie haut eine Provokation raus. Absichtlich und bewusst, lässt sich dabei fotografieren und postet es. Blöd gelaufen, der Shitstorm war dann doch etwas grösser als gedacht.

Im Nachhinein war es eine klare Fehlentscheidung der PR-Bude Farner, sie daraufhin zu feuern. Denn sie hat unbestreitbar Talent. Viel besser kann man einen solchen Fehler danach nicht abfedern.

Phase eins: Kopf runter, schweigen. Nur düstere Andeutungen machen, wie einen das alles mitnimmt und wie furchtbar mit einem umgegangen wird. Dazu noch das Triggerwort Polizeischutz in den Raum stellen. Und dann abwarten und Tee trinken.

Schliesslich das tränenschwangere Exklusivinterview in der auflagenstärksten Wochenendzeitung der Schweiz. Wohl mit klaren Abmachungen, was gefragt werden darf und was nicht. Die Erinnerung an den toten Bruder, niedriger geht’s nimmer. Danach wieder das Wasser testen, wie schaut’s so aus? Ein paar markige Sätze sagen; in der Politik bleiben, grünliberal bleiben, sich nicht unterkriegen lassen. Präsident fordert Austritt, Parteiausschlussverfahren unterwegs, eine ganze Sektion von Operation Libero verabschiedet sich, weil sich die Bachelorette nicht verabschieden will? Aussitzen, wieder schweigen.

Sich mal kurz im Gemeinderat der Halböffentlichkeit zeigen, mutige Sünderin spielen, die zum Opfer wurde. Perfekt.

Wieder die Wassertemperatur messen. Und feststellen: die kommende Anhörung beim Parteiausschlussverfahren würde nicht genügend positive News kreieren. Also nächster PR-Coup: fast zeitgleich die eigenen Partei und die Medien  informieren, dass die Bachelorette so nicht weiter bei der GLP politisieren kann.

Schliesslich sei sie in die Politik gegangen, um liberale und demokratische Werte, mitgestalten, Blabla. Aber: «Dies ist bei der GLP nicht mehr möglich». Ui, was für eine Partei. Nicht etwa die Bachelorette, nein, die Partei hat liberale und demokratische Werte aufgegeben. Also nehmt das.

Wunderbar auch, dass ausser dieser Medienmitteilung wieder mal «kein Kommentar» gilt. Was ist mit ihrem Posten als Gemeinderätin? Kann sie auch dort keine liberale und demokratische Werte mehr verteidigen? Oder aufrecht als Einzelkämpferin weitermachen? Woanders unterkriechen? Bleibt zurzeit ihr Geheimnis. Ach, und Operation Libero? Auf der lastet sie immer noch; als Co-Präsidentin zusammen mit Stefan Manser-Egli. Ihre grossartig angekündigte «Europa-Initiative» hängt in den Seilen, der ganze Verein hat deutlich an Wirkung und Schlagkraft eingebüsst, seitdem sie am Gerät ist.

Aber hier hat sie Solidarität erfahren, was anderen Mitgliedern der Operation so sauer aufstiess, dass sie gleich den Verein en bloc verliessen.

Aber auch diese Taktik ist PR-mässig erste Liga. Einen raushauen, Fragen offenlassen, wieder abtauchen. Um dann mit entsprechender Verzögerung nachlegen zu können. Denn der Kampf um Aufmerksamkeit ist heute mörderisch. Aber wer schafft es denn sonst mit einer Null-Message auf über 120 Treffer in der Mediendatenbank?

Da müsste Farner über den eigenen Schatten springen und dieses PR-Talent wieder einstellen. Vielleicht mit ein paar Guidelines im neuen Arbeitsvertrag.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2025/01/Bildschirmfoto-2025-01-22-um-07.29.24.png 351 679 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2025-01-23 05:30:022025-01-22 09:18:30Die Bachelorette gibt Fersengeld
René Zeyer

«Unfassbar»

16. Dezember 2024/7 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Die Bachelorette is back.

Patrik Müller, der ansonsten zurechnungsfähige Oberchefredaktor bei CH Media, hat es in ein gültiges Wort gefasst: «unfassbar». Allerdings meinte er es leider nicht so, wie es angebracht gewesen wäre.

Die Bachelorette der Politik hat es geschafft, wieder von null auf hundert zu kommen. Oder auf fast 90 Treffer in der Mediendatenbank seit Samstag. Obwohl sich die Sonntagspresse vornehm zurückhält; abgesehen von einem etwas verunglückten Beitrag von Alain Zucker in der NZZaS: «Was Sanija Ameti von Donald Trump lernen könnte». Was das genau wäre, enthüllt Zucker allerdings nicht. Und in der Reihe seiner Beispiele von gefallenen Politikern fehlt der wohl allergrösste Heuchler der Schweiz: der stramm katholische («heilige Werte der Ehe») Ex-CVP-Präsident Christophe Darbellay.

Der kam sogar mit einem Seitensprung mit Nachwuchs und einer nicht wirklich gut auf ihn zu sprechenden Seitensprungmutter davon. Damit sei er im katholischen Wallis wohl erledigt, vermuteten wir. Völlig falsch, er wurde problemlos zum Staatsrat gewählt.

«Strategie Kniefall», nennt das Zucker. Verblüffend ist hingegen, dass niemand, wirklich keiner auf die vielen Widersprüche in der tränen- und rührseligen Geschichte der Dame hinweist – ausser ZACKBUM. Wir tun’s gerne nochmal und erläutern die Bestandteile dieser Räuberpistole.

  • Nicht die Dame selbst hat die Fotos geknipst. Also kann sie sie auch nicht von Schmerz überwältigt selbst beim Hinausstürzen gepostet haben.
  • «Ich konnte den Schmerz nicht alleine tragen und wollte ihn abschalten. Und wusste offenbar nicht anderswo hin damit, als es zu posten.» Den Schmerz? Der sie bei Schiessübungen plötzlich überfallen hat? Weg damit ins Internet? Wie lachhaft ist das denn? Wie kann man dem widerspruchslos lauschen?
  • «Aber ich schwamm da in einem Meer des Schmerzes, der Kopf war … nicht mehr da. Ich war nicht fähig, irgendetwas zu überlegen, ich konnte nur noch tun. Das Handy war da, und so tat ich, was ich mit etwas Überlegen nie getan hätte.» Und derjenige, der die Fotos geknipst hatte, war nicht in der Lage, mit dem Handy in der Hand die Dame davon abzuhalten?
  • Der Tod des Bruders: «Ich habe es ein Leben lang verdrängt. Im Nachgang zu jenem Abend begriff ich, welche Dimension das hat. Ich habe mir dann professionelle Begleitung geholt.» Die Dimension tauchte bei Schiessübungen auf ein Marienbildnis auf, echt jetzt? Und wenn sie das schon als unglaubwürdige Entschuldigung (oder «Kontextualisierung») nimmt, dann möchte man auf die Frage «wann geschah der tragische Tod ihres Bruders?» schon eine genauere Antwort als «in den 90er-Jahren, aber ich möchte nicht darüber sprechen». Die Dame wurde 1992 geboren …
  • «Ich bezeichnete mich in den Medien mehrfach als Atheistin, wenn ich danach gefragt wurde. Ich habe eine muslimische Herkunft, aber ich bin Atheistin.» Sie bezeichnete sich in den Medien auch schon als Muslima. Als ZACKBUM sie fragte, was es denn nun sein dürfe, schwieg sie.
  • Sie machte auch schon mit der Behauptung Schlagzeilen, dass sie bis zu 100 Hassmails am Tag bekomme. Als ZACKBUM bat, doch eine anonymsierte Auswahl zu zeigen, schwieg sie.
  • Sie stellt munter weiter wilde Behauptungen auf: «Ich solle «verschwinden», hiess es öffentlich. Das war eine orchestrierte Hetze, die einem Manual der Identitären Bewegung folgte.» Wow, ein Manual der «Identitären Bewegung». Ob sie das zufällig zur Hand hat?
  • «Sich allein zu fühlen, bricht einen Menschen. Ich hätte all das nicht durchgehalten, wenn mir nicht meine Freunde, Verbündete in der Partei und bei der Operation Libero – und so unglaublich viele Fremde – geschrieben und mich unterstützt hätten. Und wenn nicht Tausende diese Petition unterschrieben hätten. Ich las jeden einzelnen Namen. Meine Familie und mein Umfeld liessen nicht zu, dass ich mich allein fühlte.» Ob die Dame wohl bereit wäre, eine kleine Auswahl dieser Unterstützungsschreiben anonymisiert zur Verfügung zu stellen?
  • «Noch bevor es Medienberichte gab, löschte ich meinen Post, entschuldigte mich und bat um Vergebung.» Das ist im Streubereich der Wahrheit; der Post war auf jeden Fall stundenlang online, bis ZACKBUM anfragte, was es damit auf sich habe – und keine Antwort erhielt.
  • «Beim Anblick des Bildes an der Wand sah ich gar nichts. Ich fühlte nur einen Schmerz. Einen Schmerz, der keinen Anfang und kein Ende kennt. Nach dem Schiessen rannte ich raus. Der Schmerz war immer noch da, irgendwie war er unterbewusst immer da, stärker seit dem Ukraine-Krieg.» Wie können zwei erwachsene Journalisten ohne Gegenwehr einen solchen Stuss anhören? Niemand formuliert so aus dem Stegreif. Das sind alles wohlvorbereitete, überlegte, auf ihre Wirkung hin abgeklopfte Narrative.

Was auch immer mit der Bachelorette der Politik geschehen wird, sie hat die Medien mal wieder um den Finger gewickelt. Tamedia hat sich sogar nicht entblödet, alte, peinlich gestellte Fotos zwecks Illustration seiner Nacherzählung wieder aus dem Archiv zu holen.

Vielleicht war es wirklich ein Fehler von Farner, die Dame zu entlassen. Sie ist ein Naturtalent, eine Wiedergängerin von Tartuffe im 21. Jahrhundert. Um ihre Kunstfertigkeit zu beschreiben, bräuchte es wahrlich einen Molière.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2024/12/Bildschirmfoto-2024-12-15-um-15.13.33-e1734272059363.png 520 919 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2024-12-16 05:30:482024-12-15 21:33:47«Unfassbar»
René Zeyer

Krimineller Neger

5. Februar 2024/5 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Nein, so geht das natürlich nicht.

Was die Hautfarbe betrifft, spielt sich das Hauptkampfeld in der korrekten Bezeichnung eines dunkel pigmentierten Mitmenschen ab. Neger geht da überhaupt nicht, Schwarzer ist auch schon out, das ist inzwischen ein Vertreter der Spezies PoC. Eine farbige Person. Ein schwarzer Mensch, das ginge auch noch so knapp. Mohrenkopf hingegen, wir wissen es, geht wieder gar nicht, auch Mohr ist pfui.

Alles Wahnsinnstaten von Verpeilten, die meinen, mit Sprachreinigung in schlechtester faschistischer Tradition könne man die Welt besser machen. Das ist natürlich viel einfacher als gegen realen Rassismus vorzugehen.

Ein Nebenschauplatz ist schon seit Jahren die Frage, ob in Polizeimeldungen die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden darf, soll, muss.

Das links-grüne Parlament der Stadt Zürich, das nichts Besseres oder Wichtigeres zu tun hat, meint klar «nein». Ein somalischer Kügelidealer an der Langstrasse, ein Kosovo-Indianer, der Probleme mit dem Messer regelt, Taschendiebe aus Afghanistan, ukrainische Betrüger, das alles sende ganz falsche Signale aus.

70 Prozent der Gefängnisinsassen der Schweiz sind Ausländer. Auch das ist eine Tatsache, die man besser nicht zu laut erwähnt – könnte Ressentiments schüren, Rassismus provozieren, unsere ausländischen Mitbürger, Pardon, unsere Mitmenschen mit Migrationshintergrund, stigmatisieren und diskriminieren; ihre Integration in die Gesellschaft gefährden.

Und was des Gutmenschenblablas mehr ist. Mit dem lustigen Argument, dass es keine rechtliche Grundlage für die Nennung der Herkunft gebe, sollte die Stadtzürcher Polizei auf die Nennung des Migrationshintergrunds (oder des Besitzes des Schweizerpasses) verzichten.

Nun hat der Kanton Zürich, bzw. die Oberstaatsanwaltschaft, das Problem, das ja keines ist, elegant gelöst. Mit einer Weisung, die nicht nur für Staatsanwaltschaft, sondern auch für die Polizei verbindlich ist, wird die Nennung der Nationalität vorgeschrieben. Ende Gelände, Problem, das keines ist,  gelöst. So sieht das sogar der Zürcher Stadtrat.

Ist nun wenigstens Ruhe im Karton? Aber nein. «Kämpferischer gibt sich Benjamin Gautschi. Der GLP-Politiker hat das Thema mit einer Beschwerde vor Bundesgericht gebracht», weiss der Tagi. Nun habe er auf X (wie kann er nur auf dieser Plattform bleiben, ts, ts) angekündigt, «notfalls mit der Oberstaatsanwaltschaft nach Lausanne zu gehen». Der «Fachmann Gesundheit im Kispi Zürich, angehender Jurist» sitzt im Vorstand der GLP des Kantons Zürich und hat offensichtlich nichts Besseres zu tun, als diesen Unsinn weiterhin am Köcheln zu halten.

Es ist zu vermuten, dass es sich bei diesem Täter, der das Bundesgericht weiterhin mit einer läppischen Petitesse belästigen will, um einen Schweizer handelt.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2024/02/Bildschirmfoto-2024-02-02-um-11.42.53.png 823 1022 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2024-02-05 05:30:262024-02-02 12:54:28Krimineller Neger

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