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Blöd-«Blick»

Bei der Canonica-Affäre sind Könner am Gerät.

Natürlich ist die arg gebeutelte «Blick»-Redaktion froh, dass der Blitz nun im Hause Tamedia eingeschlagen hat. Endlich Ablenkung von der Standleitung zwischen Alain Berset und Ringier-CEO Marc Walder.

Daher gönnt der «Blick» dieser Affäre durchaus grössere Buchstaben; vor allem, da sich nun Finn Canonica zur Wehr setzt:

Der Klassiker überhaupt: «Jetzt rede ich», immer gerne genommen. Akkurat sind zuunterst beim Artikel weitere Stücke aufgelistet, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen:

Darunter ist die besonders saftige Story: «Ex-«Magazin»-Chef soll Fake-Brust massiert haben». Das will man natürlich lesen, da ist man gespannt. Ein Klick, und dann:

Ooch. Da enttäuscht die einzige Boulevardzeitung mit einer Regenrinne im Logo ihre Leser mal wieder. Aber nicht nur, dass die Koryphäen des «Blick» nicht daran gedacht haben, dann auch den Link bei der anderen Story zu löschen, natürlich ist der Artikel in den Weiten des Internets noch da:

Screenshot als Beweissicherung.

«Blick» behauptet hier forsch, der Ex-Chefredaktor solle «bei Bewerbungsgespräch Fake-Brust massiert haben». Unvorstellbare Zustände. Nur: offenbar ist das keine Fake-Brust, sondern eine Fake News, die höchstwahrscheinlich auf Intervention des Anwalts von Canonica schnell gespült wurde. Weil sie wohl erstunken und erlogen ist. Da weiss man mal wieder, was man hat, wenn man sich auf anonyme Schwätzer als Quelle verlässt.

So trägt jedes Organ auf seine Weise zum Niedergang des Journalismus bei.