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Mal einen raushauen

Es geht doch nichts über einen Weltuntergang. Als Lockstoff.

Die «NZZamSonntag» versucht alles, die verunglückten Editorials ihres Chefs zu übertönen. Dafür gibt es im Journalismus eine ganze Reihe von sogenannten Aufregerthemen. Die haben zudem den Vorteil, dass sie völlig unabhängig von jeder Aktualität einfach mal rausgehauen werden können.

Der mögliche Weltuntergang ist eines davon. Dazu noch knallig im «Terminator»-Look illustriert.

Muss man hinkriegen. Doppelseite 2/3. Links der übliche Sprach- und Gedankenuntergang. Diesmal vergreift sich Beat Balzli zunächst so lange am Untergang der «Titanic», dass sich der absaufende Leser fragt: was soll das? Bis der Chefredaktor endlich die Katze aus der Tüte, das Nashorn in den Porzellanladen oder so lässt: «Die Eisberge von damals sind die demographischen Prognosen von heute.» Hä? Dann nimm das: «Selbst das Amen in der Kirche ist nicht so sicher wie die Alterung der Gesellschaft.» Hä? Himmel, hilf.

Daneben dann fast zwei Seiten möglicher Weltuntergang. Natürlich, das weiss der nicht blöde Prognostiker: ja keine Festlegung. 2028 kommt er, der Untergang? Nun ja, das «könnte zum Schicksalsjahr der Menschheit werden». Noch weiter abwattiert: «heisst es». Und noch eine Packungsbeilage: «Ganz unplausibel ist das nicht

Völlig plausibel ist hingegen, dass man den Text mit der üblichen Aufzählung (Kriege, KI, Staatsschulden, «autoritäre Rechte») nicht lesen muss. Ausser, man leidet unter Schlafstörungen.