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Dummes Gewäffel

Da ZACKBUM sowieso Schreibverbot bei Tamedia hat …

Schauen wir mal an, wie die Qualitätszeitung «Tages-Anzeiger» über den Zwischenfall im Bundeshaus berichtet. An vorderster Front kläfft der geschrumpfte ehemalige Grüssaugust-Chefredaktor und jetzige Inlandchef Mario Stäuble. Der muss Arbeitsplatzsicherung betreiben, nachdem seine ehemaligen Co-Chefredaktorin eher unsanft zunächst für besondere Aufgaben eingeteilt und dann zur Türe hinaus begleitet wurde.

Also titelt er seinen Kommentar «Rösti schadet seinem Profil als Staatsmann». Sagen wir so: damit schadete Stäuble seinem Ruf als Journalist – wenn er einen hätte.

Wie der kleine Besserwisser in der Schule, der mit den Fingern schnalzt und ruft «ich weiss es, ich weiss es», bevor der Lehrer eine Frage gestellt hat, hält Stäuble fest: «Eigentlich ist die Sache klar. «Den Anordnungen des Sicherheitspersonals ist Folge zu leisten», heisst es in Ziffer 5.2. der Hausordnung des Parlamentsgebäudes.»

Dann verwandelt er sich selbst in den benotenden Lehrer und spricht eine scharfe Rüge aus: «Die SVP-Nationalräte Thomas Aeschi und Michael Graber haben einen Fehler gemacht, als sie sich am Mittwoch auf eine Machtprobe mit bewaffneten Polizeibeamten einliessen, die den ukrainischen Parlamentspräsidenten schützten

Und was haben die beiden Amoks davon? «Damit verspielten sie politische Glaubwürdigkeit». Also, abtreten Aeschi und Graber, ohne politische Glaubwürdigkeit kann man doch schlecht politisieren. Zudem ist Graber ein blöder Nazi-Vergleich herausgerutscht, für den er sich ausführlich entschuldigte. Auch das nützt natürlich nichts, «aber der Schaden ist angerichtet». Das könnte man auch zu diesem Kommentar sagen. Selbst wenn sich Stäuble dafür entschuldigen würde, was er nie täte, ein Schaden wäre angerichtet, wenn es etwas zu beschädigen gäbe.

Dann doziert Stäuble munter weiter, man könne «das Dispositiv kritisieren». Das ist natürlich nur die Einleitung zu einem Aber: «Aber erstens besteht bei völkerrechtlich geschützten Personen eine Pflicht, für deren Sicherheit zu sorgen. Zweitens ist das Bundeshaus keine risikofreie Zone. Drittens ist der ukrainische Parlamentspräsident besonders exponiert. Viertens dauerte der Einsatz nur wenige Minuten.» Und schliesslich gäbe es noch andere Wege, im Parlamentsgebäude von A nach B zu kommen, sagt Schlaumeier Stäuble.

In Wirklichkeit ist es so, dass erstens eine Plattitüde ist. Zweitens ist Quatsch, selbst Stäubles Schreibtisch ist keine risikofreie Zone. Drittens ist wieder eine Banalität, und viertens tut nichts zur Sache, wie lange der «Einsatz» dauerte. Vielleicht wäre noch der Zweck zu erwähnen, den Stäuble wohlweislich weglässt.

Der ganze Aufwand wurde betrieben, dass sich der SP-Nationalratspräsident (Neue AKWs sind Quatsch)-Eric Nussbaumer für einen Fototermin mit dem ukrainischen Parlamentspräsidenten an einem weihevollen Ort in Pose werfen konnte. Zugegeben, dabei hätte ein SVPler gestört, der vielleicht noch Grimassen geschnitten hätte.

Auf ähnlich hohem Niveau äussert sich ein Martin Erdmann, ein «BE-Post-Kolumnist», was immer das sein mag im Hause Tamedia. Der will offenbar das Humorniveau von Mike «Arschlosch»-Müller unterbieten, was ihm  fast gelingt. Zwei SVP-Nstionalräte hätten bewiesen. «was passiert, wenn rationales Denken von zu viel Testosteron sabotiert wird».

Lösungsvorschlag Erdmann:

«Natürlich könnte man nun das biologische Wunder untersuchen, wie Männer in ihren 40ern in der Spätadoleszenz stecken geblieben sind. Viel einfacher wäre es jedoch, künftig mithilfe von Walgesängen den Ratsbetrieb zu sichern.»

Ob solch unlustigem Flachsinn würde Müller vor Neid erblassen.

Ausserhalb des Universums der Qualitätsmedien aus dem Hause Tamedia weist immerhin der «Blick», nicht gerade als SVP-nah bekannt, darauf hin, dass sich auch unverdächtige Parlamentarier kritisch geäussert hätten. So der FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen:

«Das habe ich wirklich noch nie erlebt. Überall im Treppenhaus im Parlamentsgebäude stehen mit Maschinenpistolen bewaffnete Bundespolizisten, die die Leute und Mitglieder des Parlamentes daran hindern, sich im Gebäude frei zu bewegen. Das geht nicht!»

Auch der müsste sich eigentlich eine scharfe Rüge plus Strafaufgabe von Stäuble einfangen.

Aber immerhin, dank SDA gibt es 326 Treffer im Medienarachiv für diesen Zwischenfall.

So kindisch die Provokation der beiden SVPler auch gewesen sein mag: dass Parlamentarier im Parlament drangsaliert werden, nur weil der Nationalratspräsident ein nettes Foto mit seinem Amtskollegen Ruslan Stefantschuk machen will, ist schon schräg.

ZACKBUM ist sich schmerzlich bewusst, dass mit diesem Beitrag das Schreibverbot in Tamedia nicht aufgehoben wird. Daher fordern wir: die beiden beleidigten Leberwürste (feminin) in der Chefredaktion sollten mangels ausreichender Qualifikation  zurücktreten.

 

Humor von Humorlosen

Hier müssen die ZACKBUM-Leser ganz stark sein.

Die Schweiz ist bekanntlich humoristisch eine Wüste. Besonders schmerzlich erkennbar wird das, wenn es einmal ein etwas ausserordentliches Ereignis gibt. Wie zum Beispiel, dass der SVP-Nationalrat  Thomas Aeschi von schwerbewaffneten Polizisten am Betreten einer Treppe im Bundeshaus gehindert wurde.

Bestandteil der Sicherheitsmassnahmen für den Besuch des ukrainischen Parlamentspräsidenten. Wie ein Parlamentarier die Sicherheit dieses Hünen hätte gefährden können, schleierhaft. Ob es Aeschi auf einen Eklat anlegte, unbekannt.

Auf jeden Fall macht natürlich der Vorfall und das Video die Runde. Da fühlen sich die Spitzenkräfte des Schweizer Brachialhumors natürlich gefordert.

Zuvorderst der einzige Mann, der Dick und Doof als Solist spielen kann (Hand aufs Herz, der Scherz ist besser als alles, was Mike «Arschloch»-Müller in den letzten Jahren rausgepupst hat).

Der kam nach tiefen Nachdenken auf diesen Brüller:

Hallo, wieso lacht da niemand? Das ist doch ein absoluter Schenkelklopfer. «SVP-Fraktionsführer in der Duma», da muss man sich doch wegschmeissen. Falls noch einer steht, Müller konnte noch nachlegen. Der «Blick» zitierte Bundesrat Rösti, der das Sicherheitsdispositiv kritisierte. Dazu fiel dem Komiker noch dieser Knaller ein: «Sagen die Grossdealer an der Langstrasse auch». Da lacht schon wieder keiner, weil das weder komisch, noch sarkastisch nicht sonstwas ist?

Viktor Giacobbo bemüht sich nach Kräften, sich auf das Niveau seines ehemaligen Sidekicks abzuseilen: «Bürgenstock in Alarmbereitschaft: Aeschi will Zimmer buchen». Ist auch nicht komisch? Versteht auch niemand? Also wie humorlos sind denn die ZACKBUM-Leser, das ist doch ein ganz feiner, nun ja, also ein Scherz, der darauf anspielt, ähm, damit will Giacobbo scherzhaft sagen, dass, hm, okay, ZACKBUM ist auch zu blöd dafür.

Aber im Sinne der Gleichberechtigung haben wir noch einen, also noch eine. Über Damen macht ZACKBUM niemals die gleichen Scherze wie über Männer, so diskriminierend sind wir. Patti «Scherz lasse nach»-Basler fiel zu einem Screenshot des Handgemenges ein: «Heute ist Aeschi-Mittwoch».

Öhm, es gibt den Aschermittwoch, aber das ist nun doch etwas anderes. Aschermittwoch ist der Beginn, aber das soll Basler doch selbst googeln, wozu ihr diese intellektuelle Schwerstarbeit abnehmen. Sie ist selbst offensichtlich unsicher, ob das ein Stand-alone-Scherz ist, deshalb schiebt sie noch eine Portion Sauglattismus nach:

«Es reicht! Es ist unangebracht, auf Aeschi und Graber einzudreschen. Die benutzen die Treppe statt faul den Lift. Sie müssen schliesslich trainieren für die steile Wanderung am Wochenende. Auf den Bürgenstock

Hä? Weiss Basler, wie man auf den Bürgenstock wandert? War sie überhaupt schon mal da? Ist allerdings nicht so billig wie ihre Scherze.

Geht noch einer? Aber immer, da müssen wir nur auf die SP zurückgreifen, die hat sich einen umwerfenden Bildscherz ausgedacht:

Einen? Nein, gleich eine ganze Reihe.

Es gäbe noch mehr, aber ZACKBUM hört auf das anschwellende Gewinsel seiner Leser um Gnade und verzichtet auf die Wiedergabe.

Man muss wieder mal konstatieren: die Eidgenossen können vieles. Aber Humor, das ist nicht so ihre Sache. Ist das rassistisch, diskriminierend, nicht komisch? Also gut, diese Spitzenhumoristen können es nicht. Da ist jeder angeheiterte Stammtisch lustiger.

Es ist nur zu hoffen, dass diese Blödelbarden keine Subventionen auf Kosten des Steuerzahlers bekommen. Aber wahrscheinlich ist da auch der Witz: aber klar doch. Nur ist auch der nicht komisch.

 

Bundeshaus im Sturm

Ist Trump überall? Was geschah in der Nacht zu Bern? Ein Sturm im Wasserwerferglas?

Berset, Amtsmissbrauch, Staatsaffäre? I wo, es gibt Schlimmeres. Nämlich demonstrierende Corona-Skeptiker. Leugner, Aluhutträger. Verschwörungstheoretiker. Gewaltbereite Staatsfeinde. Erst noch Tausende davon versammelten sich am Donnerstagabend zu einer unbewilligten Demonstration in Bern.

Normalerweise sieht man dann solche Fotos:

Hoppla, das obere stammt von einem der Krawalle vor der Berner Reitschule.

Wie man aber auf dem unteren Foto sieht, gab es ernsthafte Versuche, das Bundeshaus zu stürmen. So sieht das zumindest der «Blick».

Im Thurgau gelungen, zu Bern verhindert.

Brechen in der Schweiz nun auch amerikanische Verhältnisse aus? «Sturm aufs Bundeshaus», das liegt brandgefährlich nahe beim «Sturm aufs Kapitol». Wir erinnern uns: nach seiner Wahlniederlage stimulierte der Loser Donald Trump seine Anhänger dazu, zum Kapitol zu marschieren. Was dann dort geschah, das wollte er natürlich nicht verantworten.

Ist es nun in der Schweiz auch so weit? War das der erste, untaugliche Versuch, Hand an das Symbol der Schweizer Demokratie zu legen? Gehen geistig verwirrte Coronaleugner den gleichen Weg wie enthemmte Trump-Anhänger? All diese Fragen stellen sich die Mainstream-Medien schreckensbleich.

Auch Tamedia befürchtete das Schlimmste.

Für ein Mal fasst «watson» die der Massendemonstration folgende verbale Aufrüstung gut zusammen:

Dem «Blick» ist es zudem gelungen, einen Hintergrund zu den Ausschreitungen auszuleuchten:

Wir fragen uns: haben denn wieder die «Freiheitstrychler» des Grauens die Massen aufgepeitscht, möglicherweise angeführt von Bundesrat Maurer? Musste die Sondereinheit Tigris der Bundespolizei eingreifen? Man weiss nichts Genaues, aber das hier ist dokumentiert:

War das der Anfang der Ausschreitungen?

Können wir wieder eine Linie ziehen:

Lärm von Kuhglocken – Ueli, der Treichler – Gewalt und Chaos vor dem Bundeshaus – Sturm auf die Bundeskuppel?

Aber immerhin, diesmal setzt CH Media die richtigen Prioritäten, muss lobend erwähnt werden:

Das «Tagblatt» verknüpft die Ostschweiz mit dem Triumphbogen in Paris.

Aber zurück zur Nacht des Grauens; wie war es denn wirklich in Bern? Schliesslich haben doch die grossen Medienkonzerne allesamt Bundeshausredaktionen. Das gehört schliesslich zur Grundversorgung mit Informationen, dafür müssen die Verlegerclans dringend eine weitere Subventionsmilliarde erhalten. Die sind doch sicherlich alle ausgeschwärmt, um die Schweizer Bevölkerung mit Informationen aus erster Hand zu versorgen.

Im Prinzip ja. In der Praxis zitiert der «Blick» einen «SDA-Reporter», der offenbar mutterseelenallein vor Ort war. Alles andere wurde in den Verrichtungsboxen im Newsroom aus dem Internet gesaugt. Das ist der Qualitätsjournalismus von heute.

Wie endete dann die Krawallnacht? Nun, ungefähr so:

Pardon, das ist schon wieder ein Foto einer Krawallnacht der friedliebenden Anhänger der Berner Reitschule.