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Schlagwortarchiv für: Böse

René Zeyer

Zivilisation? My ass

13. Oktober 2024/2 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Wie der Ami sagt, woher wir unsere Leitkultur beziehen.

Wahrscheinlich sieht zivilisatorischer Fortschritt heutzutage so aus:

Vorher.

Nachher.

Und dennoch gibt es ihn. Sonst würden wir heute noch in Höhlen hausen und gelegentlich an einem Mammut knabbern.

Allerdings gibt es offenbar Fragen, die zu gross für den Menschen sind. Denn daran knabbert die Menschheit auch schon seit ein paar tausend Jahren. Gibt es Gut und Böse, und wenn ja, wie unterscheidet es sich? Wieso wird bei kriegerischen Auseinandersetzungen schnell auf dem Niveau von Neandertalern argumentiert? Woher kommt dieser unbedingte Wille zur Rechthaberei und primitivem Schwarzweissdenken?

Oder müssen wir nicht einfach eingestehen, dass die Debattenkultur zu Zeiten von Salons während der Aufklärung entschieden höher entwickelt war als sie es heute ist?

Oder muss man sich einfach eingestehen, dass Masse Moral mindert, dass bei Massenveranstaltungen (und Massenmedien) die Erkenntnis von Le Bon gilt, dass das allgemeine Niveau auf dasjenige der unterbemittelten Teilnehmer an der Masse sinkt?

Vielleicht ist es wirklich so, dass die Möglichkeit des allgemeinen Hineinkrähens mittels Social Media, Kommentaren und jeglicher Form des Aufdrängens von Unausgegorenem einen hochstehenden und auf Erkenntnisgewinn ausgerichteten Diskurs verunmöglicht.

Madame de Staël und Manon Roland, Juliette Récamier und Marie d’Agoult, interessanterweise waren es meistens Frauen, die solche literarische Salons (bei denen es bei Weitem nicht nur um Literatur ging) abhielten, in denen zum Beispiel Denis Diderot verkehrte, der die wohl grösste Leistung des vorrevolutionären Europa erbrachte: die Enzyklopädie, die von 1751 bis 1780 erschien und nichts Geringeres als Anspruch hatte, das gesamte menschliche Wissen alphabetisch wiederzugeben.

Die nostalgischen Gefühle von heute entwickeln sich, weil es damals tatsächlich um die Suche nach Erkenntnis ging, tatsächlich gelebt wurde, dass ein Fortschreiten zu mehr Begreifen nur im möglichst schrankenlosen Austausch von Argumenten und Gedankengängen stattfinden kann. Wobei das Einhalten von Höflichkeit und Anstand eine Grundvoraussetzung für den Meinungsaustausch war.

Man stelle sich heute mal vor: in gewissen Salons gehörte es zum guten Ton, dass jemand, der replizierte, zuerst durch eine kurze Zusammenfassung des vorher Gesagten beweisen musste, dass er auch zugehört und den Inhalt verstanden hatte. Wenn man das in einer modernen Talk-Runde einfordern würde …

Nun waren diese geselligen und vor Geist sprühenden Abende natürlich nur für die happy few bestimmt; niemand wäre auf die Idee gekommen, dass das gemeine Volk mitreden sollte oder gar die Voraussetzungen mitgebracht hätte, um das Diskutierte zu verstehen.

Dass heutzutage jeder Flachkopf meint, er habe im Rahmen der Meinungsfreiheit das Recht, Unausgegorenes herumzukrähen, wohlan. Aber wenn man auf das fokussiert, womit sich ZACKBUM beschäftigt, nämlich mit den Medien, dann muss man immer wieder und immer wieder sagen, dass hier ungeahnte Auslotungen von geistigen Niederungen stattfinden.

Selbst die Kriegshetzerei nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Deutschland, Österreich, England und Frankreich hatte im Vergleich zu den heutigen Tiefebenen noch Niveau. Ein Ernst Jünger, so unerträglich er in der Verherrlichung von Stahlgewittern war, schrieb auf einem intellektuellen und kulturellen Niveau, von dem der durchschnittliche Sprachvergewaltiger bei Tamedia, CH Media oder Ringier nicht einmal den Hauch einer Ahnung hat.

Sind wir zivilisatorisch 2024 weiter, als wir es in Europa 1924 waren? Oder haben wir sogar einen neuerlichen Rückfall erlitten? Wenn man die öffentliche Debatte über Covid, Ukraine und Naher Osten als Beispiele nimmt: eindeutig. Der Aspekt «wir lernen in einer offenen Debatte, die um des Erkennisgewinns willen geführt wird» ist völlig verschwunden.

Jeder will belehren, niemand lernen. Jeder will Recht haben, niemand zugeben, dass er es doch auch nicht weiss. Jeder bietet wohlfeile Rezepte zur Heilung von allem an. Niemand räumt ein, dass die nicht an der Realität überprüft werden können, weil der Schreihals seine Ratschläge völlig haftungsfrei, verantwortungs- und einflusslos erteilt.

ZACKBUM hingegen gibt ein weiteres Mal zu: wir stochern im Nebel, bilden uns unsere Meinung und verzapfen die. In der Hoffnung, dass es jemanden interessieren könnte. In der Gewissheit, dass sie nichts bewirkt.

Und warum dann das Ganze? Ganz einfach. Weil die zwanghafte Notwendigkeit der Herstellung Spass macht. Und die Lektüre hoffentlich auch. Sonst ist da nichts.

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2022/01/Sonntag_Header.jpeg 313 683 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2024-10-13 06:00:242024-10-13 09:40:37Zivilisation? My ass
René Zeyer

Wenn die NZZ gründelt,

11. Mai 2024/5 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

dann bräuchte es etwas mehr Niveau …

Die gute Nachricht war, dass die Westentaschenphilosophin Barbara Bleisch bei Tamedia aufgegeben hat. Dafür hat aber die NZZ den Hosentaschenphilosophen Peter Strasser. Der versucht immer wieder, vor sich hin zu geistreicheln. Allerdings die Voraussetzungen …

Das ist natürlich eine ganz gewichtige Frage, so knapp hinter «woher komme ich, wer bin ich, wohin gehe ich?». Zunächst muss Strasser beklagen, wie schon so viele vor ihm (und so viele nach ihm), dass die Zeiten nicht mehr so sind wie früher: «Die systematische Enthemmung von Hass und Gewalt, die sich heute an allen Ecken und Enden der Welt manifestiert, wirft erneut die Frage nach dem Bösen auf. Sie schien in Zeiten des Fortschritts obsolet geworden.»

Welche Zeiten des Fortschritts meint er da wohl? Die Zeiten der Aufklärung, die in Blutbädern im Namen des Guten endeten? Gar die Zeiten des letzten Jahrhunderts, wo es bis heute unerreichte Enthemmungen von Hass und Gewalt gab?

Aber das «laufende Kant-Jahr» plus «die gegenwärtige Weltlage» gebe Anlass, «wieder ausführlicher über das Böse nachzudenken». Das mag sein, allerdings ist ein wenig Biologismus à la Lorenz, der unvermeidliche und wenig ausgelotete kategorische Imperativ von Kant und die unvermeidliche «Banalität des Bösen» bei Hannah Arendt vielleicht eine gar dünne Suppe. Dass Cesare Lombroso vom «geborenen Verbrecher» fantasiert hatte, ist zwar richtig. Dass er den allerdings an körperlichen Merkmalen wie eine besondere Schädelform oder zusammengewachsene Augenbrauen identifizieren wollte, schuf nicht nur die Grundlagen für die wahnhaften Rassentheorien der Nazis, sondern ist blühender Unsinn.

Auch der Abstecher zu Kant, gespiegelt an einer geschmäcklerischen Kritik Goethes, gerät doch arg kurz. Denn wohl kaum ein moderner Philosoph hat sich so umfangreich mit dem Problem des Bösen und des Guten beschäftigt, um zur pessimistischen Aussage zu kommen: «Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.»

Vor etwas dickeren Brettern schreckt Strasser allerdings zurück, deshalb lässt er Hegel beiseite: «Das Gute ist überhaupt das Wesen des Willens in seiner Substantialität und Allgemeinheit – der Wille in seiner Wahrheit; – es ist deswegen schlechthin nur im Denken und durch das Denken.» Darüber müsste man nun ein Weilchen nachdenken, um es auch nur umrissartig zu verstehen.

Stattdessen verliert sich Strasser lieber in der altbekannten Typologie der psychopathischen Persönlichkeiten; im Wesentlichen unterschieden als solche, die im Wissen um das Böse ihres Tuns handeln – und solche, denen diese Fähigkeit abgeht.

Daran geistreichelt er dann herum: «Das radikale und das strategisch Böse verkörpern zwei Arten der Unmoral, die ineinanderfliessen und dabei doch unterschiedlich wahrgenommen werden.» Es ist immer super, wenn man zur Begriffserklärung (radikal oder strategisch) ein weiteres Kriterium (Unmoral) herbeizieht, das man verabsäumt zu definieren. Daraus entsteht dann erkenntnistheoretischer Brei, philosophischer Dünnpfiff.

Ergänzt um das Beklagen garstiger Zustände: «Kriege und Konflikte prägen das Bild der heutigen Welt, statt Völkerverständigung herrscht Völkerfeindschaft.» Im Gegensatz zu welcher Welt? So ausserhalb des Paradieses? Dann schmeisst Strasser, weil das immer gut kommt, noch einen Sprutz Habermas in seinen Brei:

«Wenn aber Europa und die USA sowie jene Länder, welche die «Kontur des Westens» (Habermas) mitformen, die Freiheit ihrer demokratischen Gesellschaftssysteme und die humanen Errungenschaften der Aufklärung aufrichtig in die Zukunft retten wollen, dann dürfen sie vor den Gewalten des Bösen, wie und wo immer sich diese manifestieren, nicht zurückweichen.»

Die humanen Errungenschaften der Aufklärung in die Zukunft retten? Dafür seien nur die Länder Europas, die USA und ganz wenige weitere auserwählte fähig? Welch ein Rückfall in platten Eurozentrismus.

Aber all das ist nicht das Schlimmste an diesem Essay. Das verbirgt sich im letzten Satzteil. Diese «westliche Kontur» (meine Güte, wie kann man den armen Habermas mit seiner intelligenten Diskursethik nur so flachklopfen) ist vereinfacht gesagt das Gute. Das muss den «Gewalten des Bösen» entgegentreten. Die verkörpern sich in eigentlich allen anderen. insbesondere in Russland, China, der arabischen Welt.

Ob allerdings «das Bessere» (was ist denn das schon wieder?) siegen werde («nicht zuletzt dank neuer innerer Geschlossenheit und wiedererlangter militärischer Stärke»), das sei dann «eine Frage, auf die es zurzeit keine Antwort gibt».

Aber die alles entscheidende Frage bei einer Abhandlung über das Böse, die lässt Strasser  weg. Unbeantwortet. Was dieses Essay zu einem ärgerlichen Flop macht. So sehr er sich auch bemüht, ein paar Gedankensplitter zum Bösen zusammenzutragen: wie definiert sich dann eigentlich das Gute? Ausserhalb religiöser Wahnvorstellungen gibt es keine absolute Sicherheit darüber.

Noch wichtiger: gibt es eine Grenze, wo das Gute (vorausgesetzt, wir können uns auf eine kursorische Definition einigen) ins Böse umschlägt? Heiligt der gute Zweck die bösen Mittel? Ist es nicht vielmehr so, dass meistens nicht im Namen des Bösen, sondern im Namen des Guten unvorstellbare Gräueltaten vollbracht wurden? Ist das vermeintliche Wissen um das absolut Gute nicht gleichzeitig Ausdruck des absolut Bösen? Ist das nicht die dunkle Seite der Aufklärung, die Philipp Blom in seinem brillanten Essay «Gefangen im Panoptikum» glänzend dargestellt hat?

Das sei allen, die durch diese brackigen Gewässer voller philosophisch Abgestandenem gestolpert sind, herzlich zur Lektüre empfohlen.

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2024/05/Bildschirmfoto-2024-05-09-um-12.25.28.png 430 845 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2024-05-11 05:30:352024-05-09 12:39:34Wenn die NZZ gründelt,
René Zeyer

Es reicht, Markus Somm

15. März 2024/6 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Die Israel-Propagandakreische kennt sich nicht mehr.

Natürlich darf auch der Chefredaktor eines Randgruppen-Blättchens seine eigene Meinung haben. Natürlich darf die einseitig, parteiisch, unreflektiert und falsch sein. Das macht alles nichts. Oder nur wenig, weil es sich mangels Reichweite von «Somms Memo» um Stürmchen im Wasserglas handelt.

Vielleicht ist es sogar segensreich, dass beim «Nebelspalter» nicht mal der Trick funktioniert, dass man zuerst ein Werbevideo anschauen muss, bevor man den Artikel lesen darf. Aber schade auch, das bleibt irgendwo zwischen Sekunde 15 und Sekunde 0 immer hängen:

«Sie können diesen Artikel in 1 Sekunde freischalten»; diese Ankündigung könnte man stundenlang anschauen.

Nun hat es doch sehr zum Unwillen von Somm der US-Präsident Joe Biden gewagt zu sagen, man könne nicht «noch einmal 30 000 tote Palästinenser» in Kauf nehmen, um die Hamas zu besiegen. Daraus schliesst Somm messerscharf, was sonst niemandem auffiel: «Natürlich distanzierte sich Biden damit von Israel, einem der engsten Verbündeten der USA, was weltweit sofort bemerkt wurde.»

Vielleicht könnte man das auch so sehen, dass sich Biden von weiterem kriegsverbrecherischem Blutvergiessen distanzierte. Aber mit diesen einleitenden Bemerkungen erreicht Somm erst seine Betriebstemperatur:

«Jedenfalls war dieses Eingeständnis ein Fehler – zumal alle Gegner Israels diese hohe Zahl von Opfern ständig propagandistisch einsetzen, um davon abzulenken, wer eigentlich diesen Krieg ausgelöst hatte. Hamas, eine Mörderbande – nicht Israel, ein demokratischer, westlicher Rechtsstaat.»

Lassen wir mal dahingestellt, wie sehr Israel ein demokratischer, westlicher Rechtsstaat ist, mit einem Ministerpräsidenten, der mittels einer Justizreform versuchte, der sicheren Gefängnisstrafe zu entgehen.

Dann aber beginnt Somm, an der Anzahl Toten zu zweifeln. Dabei stützt er sich auf die Untersuchung eines US-Professors. Der hat seine Meinung im rechtsradikal-jüdischen Magazin «Tablet» veröffentlicht, das durch rabiate Attacken selbst gegen jüdische Holocaust-Überlebende unangenehm auffällt (vielleicht sollte Sommer gelegentlich mal «The Atlantic» lesen, wirkt horizonterweiternd). Zudem scheint Professor Wyler eine Mietmeinung zu sein:

Auf solch wackelige Quellen stützt Somm also seine Zweifel an den Angaben über die Anzahl Toter im Gazastreifen. Galoppiert aber ungezügelt los:

«Laut Hamas sollen (jeden Tag!) 70 Prozent der Opfer Frauen und Kinder betreffen. Da aber 25 Prozent der gesamten Bevölkerung erwachsene Männer sind, würde das bedeuten, dass die israelische Armee kaum Männer tötet, insbesondere sehr wenige Hamas-Terroristen. Das mutet doch sehr merkwürdig an, zumal die Israelis nicht dafür bekannt sind, mit Absicht auf Frauen zu zielen, wenn daneben ein männlicher Terrorist steht.»

Vielleicht sollte Somm zunächst mal einen Anfängerkurs in Prozentrechnen belegen, aber Zahlen, wie der Misserfolg des «Nebelspalter» beweist, sind nicht so seine Sache.

Selbstverständlich können die Zahlen, die vom Gesundheitsministerium Gazas veröffentlicht werden, das ein Propagandaorgan der Hamas ist, bezweifelt werden. Das wird innerhalb und ausserhalb Israels getan; allerdings gibt es auch genügend Stimmen, die diese Zahlen für zumindest im Streubereich der Wahrheit halten.

Angesichts der unbezweifelbaren desaströsen Zerstörungen der Infrastruktur im Gazastreifen kann wohl kaum davon ausgegangen werden, dass es lediglich ein paar hundert zivile Tote dabei gab. Dass Israel inzwischen Gebiete attackiert, die sie zuvor den Bewohnern im Norden als sichere Fluchtdestinationen schmackhaft machte, kann ausser von eingefleischten Israel-Fans wohl nur als Gipfel des Zynismus bezeichnet werden.

Bis hierhin könnte man das Geschwafel einfach als unreflektiertes Gehampel eines bekennenden Israel-Fans («das sind die Guten») abtun. Aber nun kommt der Teil, wo’s dem Leser übel wird:

«Gewiss, es gibt zahlreiche zivile, mitunter unschuldige Opfer, und niemand freut sich darüber. Krieg ist furchtbar.
Dennoch ist davon auszugehen, dass wir nicht wissen, wie viele es sind. Bei allen Angaben, die wir kennen, handelt es sich um Propaganda von Mördern, die rufen: Fasst die Mörder!
In einem Krieg sterbe die Wahrheit zuerst, heisst es. Wenn es aber um Israelis und Juden geht, erfreut sich die Lüge der Unsterblichkeit.»

«Niemand freut sich darüber»? «Mitunter unschuldige zivile Opfer»? Das ist alles, was Somm emphatisch einfällt? Propaganda von Mördern? Und ein angeblich «demokratischer Rechtsstaat» macht keine Propaganda, kann keine Kriegsverbrechen begehen? Auch die USA sind wohl ein demokratischer Rechtsstaat. Dennoch begingen sie Kriegsverbrechen ohne Zahl, vielleicht erinnert sich Somm noch an den Vietnamkrieg und die von Kriegsverbrecher Kissinger angeordnete Ausweitung auf Kambodscha und Laos, an den Einsatz des Dschungelentlaubungsmittels Agent Orange, wofür die USA bis heute keinen Cent Wiedergutmachung zahlten (ausser nach jahrzehntelangem Ringen an die eigenen Kriegsveteranen).

Die Lüge erfreue sich der Unsterblichkeit, wenn es um Israelis und Juden gehe, behauptet Somm. Dabei sollte seine Infamie «niemand freut sich darüber» ihn unsterblich begleiten. Abgesehen davon, dass es «gute» Israelis gibt, die genau das tun, sich darüber herzlich freuen. Es müsste tiefenpsychologisch untersucht werden, wieso Somm die israelische Regierung für die Verkörperung des reinen Guten hält, ohne jegliche journalistische Distanz ihr alles glaubt, während für ihn die Hamas die unbezweifelbare Verkörperung des reinen Bösen ist. Nach der Devise: Mörder und Terroristen lügen immer. Auch dann, wenn sie die Wahrheit sagen.

Ein solches primitiv-dualistisches Weltbild wendet er auch auf den Revolutionär Lenin («grösster Massenmörder der Geschichte») an. So als ehemaliger Trotzkist; Renegaten sind immer die Schlimmsten. So wie Kriegsgurgeln, die in einem anderen Leben Mitglied der GSoA waren. Der Mann hat’s gerne kommod, einfach, holzschnittartig, primitiv, gut, böse, ja, nein. Wer sich so von keines Gedanken Blässe ankränkeln lässt, eine apodiktisch richtige Meinung sein eigen nennt, ist meistens zuinnerst ein tief verunsicherter Mensch. Erfolglosigkeit im Berufsleben kann dafür ein Auslöser sein.

Wer meint, unbezweifelbar das Richtige zu wissen und zu schreiben, liegt unbezweifelbar falsch. Ist ein Gesinnungsgenosse aller religiöser Wahnsinnigen, ob christlich oder islamistisch, die ebenfalls im Glauben an eine ordnende höhere Macht die einzig seligmachende Wahrheit verkünden – und zu ihrer Verteidigung bereit sind, notfalls auch über Leichen zu gehen.

Wieso die prominente Herausgeberschaft des «Nebelspalter» und all die Spender von 100’000 Franken, die Somm verröstet, einen solchen Chefredaktor tolerieren, ist schleierhaft.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2022/04/Nebel.jpeg 448 907 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2024-03-15 05:00:042024-03-14 20:49:47Es reicht, Markus Somm
René Zeyer

Der moralische Kompass

6. Dezember 2023/2 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Es gibt keine neue Antworten auf alte Fragen. Dennoch müssen sie immer wieder beantwortet werden.

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Seit die Menschheit sich überlegt, was der Unterschied zwischen Gut und Böse ist, gibt es eine teuflisch einfache Frage: Darf das absolut Gute das absolut Böse tun, um das Gute zu befördern und das Böse zu bekämpfen?

Diese Frage wurde schon in unendlich vielen Dilemmata durchgespielt. Darf der Entführer gefoltert werden, damit er das Versteck des Entführten bekannt gibt, der zu ersticken droht? Darf der Terrorist dem Waterboarding ausgesetzt werden, damit er Zeitpunkt und Ziel eines Anschlags verrät? Darf der Geiselnehmer erschossen werden, auch wenn damit das Leben der Geisel gefährdet wird? Darf man lügen, um der Wahrheit willen?

In der Eiseskälte der reinen Vernunft Immanuel Kants gibt es darauf eine klare Antwort: «Es ist also ein heiliges, unbedingt gebietendes, durch keine Konvenienzen einzuschränkendes Vernunftgebot; in allen Erklärungen wahrhaft (ehrlich) zu sein.»

Eine Lüge beeinträchtige immer den Wert der Wahrhaftigkeit. Da kann es keine Nutzenabwägung geben, laut Kant:

«Die Pflicht zur Wahrhaftigkeit ist eine unbedingte Pflicht, weil das Vertrauen auf Versprechen einer der Grundsätze ist, die die menschliche Gesellschaft zusammenhält.»

Ausgangspunkt für diese Überlegungen war ein Aufsatz von Benjamin Constant, der zu einem gegenteiligen Schluss gekommen war. Sein Gedankenspiel: darf man gegenüber einem Mörder lügen, wenn der fragt, ob sich ein von ihm verfolgter Freund zu uns geflüchtet habe? Natürlich darf man das, sagt Constant, und er begründet es so: «Es ist eine Pflicht, die Wahrheit zu sagen. Der Begriff von Pflicht ist unzertrennbar von dem Begriff des Rechts. Eine Pflicht ist, was bei einem Wesen den Rechten eines anderen entspricht. Da, wo es keine Rechte gibt, gibt es keine Pflichten. Die Wahrheit zu sagen, ist also eine Pflicht; aber nur gegen denjenigen, welcher ein Recht auf die Wahrheit hat. Kein Mensch aber hat Recht auf eine Wahrheit, die anderen schadet.»

Demgegenüber argumentiert Kant: «Denn sie (die Lüge, Red.) schadet jederzeit einem anderen, wenn gleich nicht einem andern Menschen, doch der Menschheit überhaupt, indem sie die Rechtsquelle unbrauchbar macht.»

Was hat diese Debatte, die um 1797 geführt wurde, also acht Jahre nach der Französischen Revolution, die in Europa erstmals grundlegende Fragen der Moral und Menschenrechte aufwarf, mit heute zu tun? Staubt es da nicht aus längst vergangener Geschichte, wurde das in der «Dialektik der Aufklärung» nicht längst widerlegt: «Die reine Vernunft wurde zur Unvernunft, zur fehler- und inhaltslosen Verfahrensweise»?

Oder anders gefragt: gibt es übergeordnete Prinzipien, deren Verletzung eine Beschädigung der Grundsätze darstellte, «die die menschliche Gesellschaft zusammenhalten»?

So abstrakt-absurd der Gedanke auf den ersten Blick erscheint, so bedenkenswert wird sein Inhalt, wenn man ihn an aktuellen Konflikten spiegelt. Natürlich ist die Ukraine, ist der Nahe Osten gemeint. Angesichts der russischen Verbrechen und der Verbrechen der Hamas, ist da das Gute nicht berechtigt, auch Böses zu tun?

Muss man da nicht einen Schritt weitergehen und das zutiefst korrupte, autokratische System von Selenskyj, das die Presse so wie Russland zensiert und keinerlei Opposition zulässt, nicht genauso unbedingt verteidigen wie den zutiefst korrupten israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu, der mit einer Justizreform versuchte, den Rechtsstaat auszuhebeln, um selbst dem Gefängnis zu entgehen, kaum wäre seine Immunität aufgehoben?

Ist es nicht erbärmlich, wie viele sonst scharfe Denker und Analytiker zu unreflektierten Kriegsgurgeln und verbalen Blutsäufern werden, die mit der Beschreibung schrecklicher Verbrechen einer Kriegspartei die Kriegsverbrechen der anderen zu rechtfertigen versuchen?

Wenn es stimmt, dass die israelische Armee die Bewohner des Gazastreifens aufgefordert hat, den nördlichen Teil zu verlassen und in den vermeintlich sicheren Süden zu flüchten, um den dann zu bombardieren, gibt es da eine Relativierung zu den Massakern, die die Hamas verübte? Kann man sich da mit dem Gemeinen gemein machen, das Böse relativieren oder akzeptieren, dass es vom Guten verübt wird?

Die Ermordung von Bin Laden hat bei jedem vernünftigen Menschen Befriedigung ausgelöst, dennoch war sie völkerrechtlich eine illegale Handlung. Wurde damit das Gute befördert oder beschädigt? Erreicht Israel wirklich sein Ziel der vollständigen Liquidierung der Hamas – oder schafft es durch die Tausenden von Toten als Kollateralschäden nicht neue Heerscharen von todeswilligen, fundamentalistischen Wahnsinnigen? Ist es auch der Fluch der vermeintlich guten Tat, dass sie fortzeugend Böses gebiert?

Natürlich haben wir im Lehnstuhl in der wohlbeheizten Stube sitzend gut reden und schreiben. Umso lächerlicher wirken zunächst alle bis an die Zähne bewaffneten Kampfschreiber, deren Helm bis über die Augen heruntergezogen ist und sie blind für jede Reflexion macht. Sie wollen mit schrecklichen Verbrechen schreckliche Verbrechen legitimieren. Sie denunzieren jeden Aufruf zu Waffenstillstand als Unterstützung des Bösen, als Rechtfertigung böser Taten. Sie turnen mit Absolutismen durch Relatives und rechtfertigen, was nicht zu rechtfertigen ist, unter keiner Flagge.

Wie schnell geht hier mal wieder der moralische Kompass verloren. Der muss nicht so eiskalt-abstrakt funktionieren wie bei Kant. Aber etwas Reflexion sollte ausreichen, um zur ewig wiederkehrenden Antwort auf die ewige Frage zu gelangen: Nein, das Gute kann nicht grenzenlos böse werden, um das Gute zu bewahren. Es gibt eine feine rote Linie, deren Überschreiten dazu führt, dass es keinen Unterschied mehr zwischen dem Guten und dem Bösen gibt. Sondern nur noch eine Frage des Blickwinkels.

Da es (ausser für Gläubige) keine Letztbegründungen gibt, darf es auch keine unendlichen Relativierungen des Absoluten geben. Es gibt kein Gutes, das gut bleibt und nicht beschädigt werden kann durch böse Taten. Es muss immer ein Abwägen geben. Aber das ist unendlich schwierig; dummes Gepolter ist unendlich einfach.

Nicht nur, dass sich noch zur Reflexion fähige Menschen weder mit der Sache der Palästinenser noch derjenigen Israels gemein machen können. Von der Teilnahme an Demonstrationen ganz zu schweigen; da gerät man allzu schnell in schlechte Gesellschaft. Schlimmer noch: im wilden Hantieren mit Begrifflichkeiten wie Recht auf Selbstverteidigung, unschöne, aber nötige Begleiterscheinungen eines berechtigten Vernichtungskriegs, Kampf um, Sieg über, keine Verhandlungen, bis zuerst, Erpressung durch Geiseln, Inkaufnehmen von, mit all diesen Gedankentrümmerstücken verwirrter Geister, in all dem auch hier herrschenden Blasendenken, Echokammern, fanatischen Rechthabereien geht das Wichtigste verloren, gerät zumindest ausser Sicht.

Denn die Fragen, ob man um eines höheren Zwecks willen lügen darf, wann es übergesetzlichen Notstand gibt, was das Gute tun darf, um den Sieg des Bösen zu verhindern, ohne selber böse zu werden, diese Fragen sind zwar uralt, müssen aber immer wieder neu beantwortet werden. Das setzt aber voraus, dass man sich nicht im Nebel des Krieges verliert, den klaren Blick bewahrt und zunächst einmal zugibt: keiner, nicht einmal Kant, hat den Anspruch auf die einzig richtigen Antworten. Selbst der Papst hat den Anspruch auf Unfehlbarkeit aufgegeben. Im Gegensatz zu ach so vielen Kommentatoren.

Diese Erkenntnis, deren die meisten in der Hysterie des Gekreisches nicht mehr mächtig sind, wäre der einzig wahrhaft richtige Ausgangspunkt für eine sinnvolle Debatte. Bis wir den erreichen, was fraglich ist, gilt nur mal wieder Shakespeare:

And all our yesterdays have lighted fools
The way to dusty death. Out, out, brief candle.
Life’s but a walking shadow, a poor player
That struts and frets his hour upon the stage,
And then is heard no more. It is a tale
Told by an idiot, full of sound and fury,
Signifying nothing.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2023/12/Bildschirmfoto-2023-12-05-um-10.14.23.png 324 395 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2023-12-06 05:00:122023-12-05 14:06:45Der moralische Kompass
René Zeyer

Wumms: Markus Somm

26. Oktober 2023/8 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Schwatzen im Nebel des Krieges.

Somm müsste sich eigentlich um den serbelnden «Nebelspalter» kümmern, nachdem nach dem brutalen Rausschmiss des Chefredaktors der Print-Ausgabe der Versuch krachend gescheitert ist, sie dem Online-Auftritt anzunähern.

Aber es ist ein altes Phänomen, dass man sich lieber ums Grosseganze und die Welt kümmert als um das Wichtigkleine in nächster Nähe.

Also benützt Somm seine Kolumne in der «SonntagsZeitung», um mal wieder allen anderen Medienschaffenden die Knöpfe reinzutun. Schon im Titel erklärt er, wie er die Welt sieht: «Die Israelis sind die Guten». Vielleicht zeigen sich hier Restanzen seiner linksradikalen Vergangenheit. Da war es auch immer klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Nur: damals gehörten die Israelis sicher nicht zu den Guten für einen strammen Linken.

Als Aufhänger für seine Kolumne über die Guten nimmt er die Berichterstattung über die Explosion bei einem Spital im Gazastreifen. Bekanntlich passte die «News York Times» ihre Berichterstattung mehrfach an. Entsprechend der sich entwickelnden Informationslage, aber Somm sieht das anders: «Von Tätern war keine Rede mehr, von neuen Erkenntnissen oder neuen Quellen ebenso wenig – obschon in der Zwischenzeit die Israelis plausible Beweise vorgelegt hatten, dass es sich um eine Rakete der Palästinenser selbst gehandelt haben muss.»

Natürlich, wenn die per Definition und laut Somm «Guten» «Beweise» vorlegen – vielleicht sollte ein guter Journalist da von Indizien sprechen, die genauso wenig wie die Behauptungen der Palästinenser bislang von unabhängiger Seite bestätigt wurden –, dann ist die Sache doch klar.

Aber nun galoppiert Somm erst richtig los: «Es war eine Lüge, eine Hamas-Lüge, fabriziert von Hamas-Mördern, die den Tod der eigenen Leute den Israelis unterschieben wollten. Dass Terroristen lügen, kann keinen überraschen, dass aber die berühmtesten Zeitungen und Fernsehsender des Westens darauf hereinfallen, das umso mehr.»

Es mag den einäugigen Somm vielleicht überraschen, dass die «berühmtesten Zeitungen und Fernsehsender des Westens» auch schon auf Lügen der Guten hereingefallen sind. Oder hat er die «Massenvernichtungswaffen»-Lüge schon vergessen, mit der die USA samt Koalition der Willigen den Irak überfiel, was einen gescheiterten Staat und Hunderttausende von Toten hinterliess? Oder die «Brutkasten»-Lüge? Oder die Tongking-Lüge? Um nur drei Beispiele zu nennen.

Aber Somm dreht seine verbale Eskalationspirale weiter und weiter. Es sei sein Eindruck, dass es viele gäbe, «die sich danach sehnten, beide Seiten – Israelis und Palästinenser – für jede Gewalt gemeinsam verantwortlich zu machen, wie man das seit Jahren im Westen zu tun pflegt». Selbst das mag sein, aber ist es denn für Somm ausgeschlossen, dass auch die Guten für Gewalt verantwortlich sein könnten?

Immerhin, dann fällt Somm ein witziges Beispiel der Absurdität ein. Ob denn die NYT jemals eine solche Schlagzeile bringen würde: «Selenski lässt russisches Spital bombardieren, 500 Tote, sagt die Gruppe Wagner». Aber dann hört der Spass auf, wenn er behauptet: «Mördern glaubt man offenbar alles, solange sie Juden umbringen.» Das ist an Perfidie kaum zu überbieten.

Damit begibt auch er sich aus dem immer enger werdenden Raum der sinnvollen Debatte. Mit den folgenden Sätzen schlägt er krachend die Türe hinter sich zu, um in den Sumpfgebieten des Kriegsnebels zu verschwinden: «Erstens, die Israelis sind die Guten. Zweitens, die Hamas greift nicht bloss die Israelis an, sondern den Westen insgesamt. Es ist Zeit, dass wir aufhören, uns mehr zu hassen, als unbedingt nötig ist.»

Erstens: nur in alten US-Western gibt es die zweifellos Guten und die Bösen, die man alleine schon daran erkennt, dass die Bösen immer schwarze Hüte aufhaben. Zweitens, die Hamas greift nicht den Westen insgesamt an, das tun fundamentalistische Wahnsinnige insgesamt, die – wie die Hamas – von fanatisch islamistischen Regimes finanziert werden. In diesem Fall vom Iran, in anderen Fällen von Saudiarabien. Da aber das wahhabistische Scheich-Regime ein guter Freund des Westens ist, logen die westlichen Guten auch herbei, dass die Terroristen von Al-Kaida von Saddam Hussein unterstützt worden seien – obwohl sie alle Saudis waren und Bin Laden der bedeutenden saudischen Baufirma gleichen Namens angehörte.

Daher sollten wir – drittens – solchen Schwaflern wie Somm nicht mehr glauben, als unbedingt nötig ist.

Daher muss sich der gute (wie auch der schlechte) Leser eine einfache Frage stellen: will er sich wirklich von Organen informieren lassen, die von einem solchen einäugigen Propagandaplapperer mit infantiler Schwarzweiss-Weltsicht geleitet werden?

Während Somm so die Welt in gut und böse ordnet, versucht es der «Nebelspalter» mit dem gefühlt zehnten Relaunch, Redesign und «alles neu». Statt harter oder weicher Bezahlschranke ist nun alles gratis, wenn man vorher Werbung konsumiert. Ein solch hilfloses Geruder hat es in der jüngeren Schweizer Mediengeschichte noch nie gegeben. Das ist jenseits von Gut und Böse. Das ist einfach inkompetent.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2022/01/Wumms.jpeg 438 882 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2023-10-26 05:00:332023-10-26 06:22:51Wumms: Markus Somm
René Zeyer

Hort von Freiheit und Demokratie

30. April 2022/2 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Seit der Ukraine scharen sich die Medien wieder hinter den USA.

Der Endkampf zwischen Gut und Böse ist mal wieder ausgerufen. Zum mittelalterlichen Vergleich fehlt nur noch die Endzeit und das drohende Jüngste Gericht.

Das Böse ist klar definiert: Russland. Da braucht es das Gute, so oberhalb der Ukraine. Das können dann nur die USA sein, logo.

Seit dem Zweiten Weltkrieg sind die USA unermüdlich daran, Frieden, Freiheit und Demokratie in die Welt zu bringen. Wenn nötig, allerdings auch mit Gewalt:

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2021/11/Short1.jpeg 291 627 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2022-04-30 06:00:202022-04-29 05:22:40Hort von Freiheit und Demokratie

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