Blick»-Lacher
Und schon wieder eine Blütenlese der schönsten «Blick»-Flops.
Zunächst aber tiefe Bewunderung: dem «Blick» ist endlich die definitive Story für «Blick+» gelungen. Dafür lohnt es sich doch, zu plussen:

Geheimnisvoll, dunkel, mysteriös. Genau so soll doch Boulevard sein, der kein Boulevard mehr sein soll. Oder anders analysiert: wer den Wegleitungen von Ladina Heimgartner konsequent folgt, landet hier. Und damit niemand meint, das sei nun aus dem Zusammenhang gerissen, hier die Kontextualisierung:

Das Gewinnspiel rechts ist übrigens auch für Nicht-Plusser zugänglich.
In dieser Aufmacher-Story des People-Ressorts liegt der Gag im Kleingedruckten:

Also gut, in Wirklichkeit treten sie – eingeladen von Liechtenstein – im «Deutschen Haus» auf. Da ist dann ziemlich viel Paris drum herum. Der der wirkliche Brüller kommt hier:

Denn publiziert wurde diese Mega-People-Story – am 18. Juli. Doch, 2024, also ist sie brandaktuell. Für «Blick»-Massstäbe.
Hier hingegen spricht man von einer klassischen Bild-Text-Schere:

Man geniesse es, abends «einen Wein zu trinken», spricht die Dame. Beweis: die gefüllten Weingläser in der Hand.
Aber immerhin, das Thema Klo und Klobürste scheint vorläufig erledigt zu sein, denn auch der «Blick» hat gemerkt: es ist heiss. Also her mit dem neusten Ratgeber:

Ein Fall für die «Senior Community Editorin» Emilie Jörgensen. Wir nehmen eine neue Feder im gigantischen Kopfschmuck des «Blick»-Teams zur Kenntnis. Neben Heads, Chiefs, Leaders und so weiter. Wobei, die Frage bleibt: gibt es auch eine «Community Editorin» ohne Federschmuck? Einen Junior? Einen Head Chief Executive Senior Editor? Aber gut, das würde von der hier gestellten Frage wegführen.
Und die Antwort? Tja, das stellt sich der «Blick»-Leser wieder so einfach vor. Ohne eigene Arbeit geht da nix:

Immerhin drei (!) Leser haben sich zu einem Kommentar aufgerafft, wobei einer – vielleicht hitzebedingt – eher ranzig ist: «Tja wenn eine/r der Beiden ein Sturkopf ist kann man auch nichts ändern wenn man an die Öffentlichkeit geht und die Zeit anderer Leute stiehlt. Trennt euch oder seid ruhig.» Solchen Zuspruch aus der «Community» hat man gern!
Dann tut «Blick» so, als gäbe es nicht die grossartige Serie «Kim looking at things», die wirklich zum Schieflachen ist.

Hier schaut Kim der Dickere bloss mit leicht derangierter Frisur auf eine überschwemmte Strasse. Das will die Welt, zumindest der «Blick»-Leser, natürlich sehen.
Ein bunter Strauss ist wie immer die Rubrik «News». Zunächst einmal wird etwas buhuhu gemacht, als ob sich die Welt nicht schon genug schütteln würde:

Anschliessend aber ein gut geschütteltes Allerlei von fern und nah, von hie und da, über dies und das:

Kriegsversehrte, Hornissen, Einwohnerzahlen, Selbstunfall, Venezuela, Solitaire. Da ist doch für jeden etwas dabei.
Und als Absackerchen der Klassiker. Die Meldung, dass es nichts zu vermelden gibt. Immer Ausdruck einer gewissen Verzweiflung, aber wenn die Alternative ein leerer Raum mit der Schlagzeile «adsfasdf» wäre, ist diese Rücksicht auf den Leser verständlich:

Vielleicht darf ZACKBUM hier noch meckern, dass Oberzeile und Titel so ziemlich das Gleiche sagen. Denn wenn sie nicht zurücktritt, dann will sie offenbar bleiben. Aber gut, doppelt gemoppelt hält besser.
