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Schlagwortarchiv für: Beat Balzli

René Zeyer

Samstag ist der neue Sonntag

20. September 2026/7 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Auch der «SonntagsBlick» wird weggespart.

Natürlich begleitet vom üblichen Gequatsche. Die Dame mit der extrabreiten Visitenkarte übertrifft sich im Bullshit Bingo mal wieder selbst:

«Unter der Woche dominiert der Takt. Am Wochenende wollen Menschen verstehen, was die Woche geprägt hat – und gleichzeitig Inspiration für ihre freie Zeit finden. Genau für diesen Moment schaffen wir ein stärkeres Angebot: mehr Journalismus, mehr Sport, mehr Service und mehr Zeit zum Entdecken.»

Oder auf Deutsch: nachdem der «Sonntag» des Wanner-Clans schon lange zur «Schweiz am Wochenende» geworden ist, spült der Ringier-Clan nun den eigenen Sonntagstitel und macht ihn zum «Blick fürs Wochenende», der zum ersten Mal am 9. Januar 2027 erscheinen soll.

Wobei nicht auszuschliessen ist, dass bis dann der Niedergang der Printauflage dermassen rasant weitergeht, dass sowieso eine Weiterführung von sechs mal gedrucktem «Blick» infrage gestellt wird. Denn seitdem Ladina Heimgartner am Gerät ist, schrumpfte die Druckauflage auf jämmerliche 58’000 Exemplare.

Im Jahr 2000 waren es noch stolze 314’000. Natürlich ist die gesamte Printbranche im Niedergang. Aber das Enteiern eines Boulevardblatts, neu ohne Boulevard, rabiate Führungswechsel, das Schaffen eines ganzen Zoos von artfremden Heads, Officers und Chefs, total missglücktes Rumschrauben am Logo, das Berufen unfähiger, aber weiblicher Führungskräfte, die erfolglose Kopierübung «Blick+», das alles leistete seinen Beitrag zu einem speziellen Sturzflug.

Nun also der Rückzug vom Sonntag, verbrämt als angeblich «stärkeres Angebot». Damit begibt sich die «Blick»-Familie ihrer stärksten USP: die Sportberichterstattung. Denn mit Redaktionsschluss Freitagabend geht das meiste durch die Latten.

Was auch schöngeschwatzt wird: am Samstag gibt es schon einen «Blick». Der wird nun einfach etwas aufgemotzt und auf Tabloid umgestellt. Ob die Schrumpfredaktion um Reza Rafi die Fusion vollständig überlebt, wird sich zeigen.

Die verbliebenen Sonntagsblätter in der Deutschschweiz, die «SonntagsZeitung» und die NZZamSonntag, behaupten tapfer, dass sie am Erscheinungstag festhalten wollen. Obwohl auch hier die Redaktionen mit den Wochenblättern weitgehend zusammengelegt sind. Und insbesondere die NZZamSonntag einen bedenklichen inhaltlichen Tiefflug hingelegt hat, seit Beat Balzli am Gerät ist. Während der Chefredaktor SoZ Arthur Rutishauser weiterhin tapfer Primeurs raushaut. Und das ganz ohne eigene Redaktion.

Das Problem am Sonntag sind die Zustellungskosten. Die wurden bislang durch drei geteilt, ab nächstes Jahr durch zwei. Ob das vor allem der Abholzer Pietro Supino vom Coninx-Clan weiter stemmen wird?

Auf der anderen Seite sind voreilige Grabesreden oder Besserwissereien, bevor das erste Exemplar des SoBli am Samstag erschienen ist, verfrüht.

Richtig ist hingegen, dass es anlässlich einer solchen rabiaten Umstellung und Sparmassnahme durchaus mehr unternehmerische Innovationsfähigkeit hätte geben können. Aber die Vorteile hybrider Lösungen, überhaupt die Existenz des Internets, ist in der überbezahlten und unterbelichteten Teppichetage der Verlage immer noch nicht angekommen.

Sie scheitert seit Jahren an der einfachen, jedoch existenziellen Frage: wie schaufle ich zahlende Leser und Inserenten ins Internet, damit ich mich von «die News von gestern, heute Morgen serviert» trennen kann?

Es kann nicht häufig genug wiederholt werden: wer sich bis heute beim Online-Werbekuchen von Google, Facebook & Co. abtrocknen lässt und mit Krümeln bescheidet, ist unfähig.

Alleine Google und Meta kassieren in der Schweiz rund 2,4 Milliarden Franken jährlich. Publizistische Medien erzielten läppische 300 Millionen, plus die noch existierenden Rubrikenmärkte. Also Dreiviertel für die internationalen Techplattformen.

Der SoBli hat (noch) eine beglaubigte Auflage von 74’700 Exemplaren. Sonntags-Frühzustellung, Druck, Nacht- und Sonntagszuschläge, da lassen sich schätzungsweise vier Millionen Franken pro Jahr einsparen.

Peanuts, lächerlich, um im Vergleich dazu eine Traditionsmarke aufzugeben.

Michael Ringier ist ein bekennender Aston-Martin-Fahrer. Das Valkyrie Coupé kostet unter Freunden rund 4,5 Millionen. Man vergleiche.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/09/Bildschirmfoto-2026-09-16-um-10.43.18.png 683 1465 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-09-20 05:00:212026-09-16 10:52:43Samstag ist der neue Sonntag
René Zeyer

ZomBli?

17. Juli 2026/4 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

So hätte der SoBli über sich getitelt. Früher.

Zunächst: Der Primeur stammt von der «Republik». «Vergangene Woche hat der Ringier-Verlag entschieden, den «SonntagsBlick» per Ende 2026 einzustellen. Das zeigen Recherchen der Republik.» Recherchen? Das hätten «verschiedene, voneinander unabhängige Quellen bestätigt». In Wirklichkeit war’s wohl ein Verräter mit Zugang zur Chefetage. Andere gefloppte Primeurs lassen aber einen Restzweifel.

Die Entwicklung der Auflage des SoBli ist tatsächlich selbst im Jammertal der Printmedien jämmerlich: im Jahr 2000 waren es noch 330’000 verkaufte Exemplare, 2010 dann 250’000, 2020 noch 125’000, und aktuell rund 74’000. Was der SoBli online einspielt, ist nicht bekannt, da das nie eigenständig gemessen wurde und er ab 2010 dort totalintegriert in blick.ch wurde.

Es ist allerdings nicht zu vermuten, dass die absurde Rechnung des Gerichts in Sachen Spiess-Hegglin zutrifft, dass Ringier dort Tausende von Franken pro Artikel verdient.

Also Rückgang um 78 Prozent seit 2000, nochmals fast eine Halbierung seit 2020. Das hat allerdings, wie überall sonst auch, nicht nur mit Internet, Google, Social Media, abwandernden Inseraten und anderem Leseverhalten zu tun. Das ist die übliche Entschuldigungsarie der unfähigen Verlagsmanager.

Die nicht  so glückliche «Blick»-Familie  hat’s allerdings besonders schwer getroffen. Schon ein halbes Jahr nach ihrem Eintritt wurde Ladina Heimgartner im Oktober 2020 CEO der Blick-Gruppe. Von da an ging’s noch steiler bergab.

Zum einen gab’s das übliche Bullshit Bingo:

«Wir wollen die relevanteste Medienmarke der Schweiz sein. … Der Journalismus bleibt das Herzstück unseres Geschäfts. … Digital first bedeutet nicht Print last. … Unabhängiger Journalismus ist für eine Demokratie unverzichtbar.»

Das sind nicht mal Gedanken im durchsichtigen Negligé, das ist luftiges Nichts.

Die Dame ohne jegliche Verlagserfahrung (sie kam aus der geschützten Werkstatt des rätoromanischen Staatsgebührensenders) stapelte dann mit Modewörtern wie «Resilienz» tief, verantwortete ein teures, aber völlig idiotisches Redesign mit Kästchen-Logos und einem l in Form eines Regenrohrs. Das sollte die Boulevardblätter angeblich weiblicher machen.

Und überhaupt  wurden sie enteiert; Boulevard ohne Boulevard, war die absurde Linie. Funktioniert etwa so, wie wenn man mit Platzpatronen in den Krieg zieht. Büsis, Blut, Busen? Igitt. Der ewige Renner Sex-Ratgeber? Weg damit. Blut? Nur noch in homöopathischen Dosen. Büsis? Gut, wenn’s sein muss. Aufreger, Kampagnen, Volkes Stimme, die ständige Eroberung der Lufthoheit am Stammtisch? Pfui.

Begleitet wurde das von einem rasanten Wechsel der Führungskräfte, denn irgend jemand musste ja die Verantwortung übernehmen, ohne am Schlamassel schuld zu sein. Christian Dorer, der mit seinem Schwiegersohn-Charme das menschliche Antlitz des noch einigermassen erfolgreichen Boulevards war: auf üble Weise abgesägt und entsorgt. Andreas Dietrich und Gieri Cavelty, erschreckt durch das Schicksal Dorers, reine Ja-Sager. Dann das letzte Aufgebot Rolf Cavalli und Reza Rafi, die sich wenigstens bemühen, zu retten, was zu retten ist.

Dazu die grösste Fehlbesetzung seit Christine Maier: Steffi Buchli, der erste «Chief Content Officer». Wenn man Form und Inhalt nicht mehr verschlimmbessern kann, dann fummelt man halt einen ganzen Zoo von absurden Titeln hin. Chiefs, Officers, Heads, die lange Zeit den halben Tag in Koordinierungssitzungen verbringen mussten, um herauszufinden, wer eigentlich wofür genau zuständig sei. Bei Absurd-Titeln wie «Head of Editorial Product & Innovation», im Unterschied zum «Head of Editorial Department». Hingegen der «Head of Growth Management» hat offensichtlich kläglich versagt. Kein Wunder, eine Frau. Ups, das war aber sexistisch.

Dazu kamen noch Blattmacher, Tagesleiter und Ressortleiter, plus eine vielköpfige Geschäftsleitung. Ach ja, und noch ein paar Indianer. Reporter, Aussenstellen, wo altbewährte Haudegen sassen und grossartige Storys herbeischleppten? Ach was, da kann man prima sparen. Reiner Slapstick, wenn’s nicht so tragisch wäre.

Ach doch, für eine Rückkehr des «Blick» zum alten, bewährten Logo reichte es dann doch, während der «SonntagsBlick» nochmal echt unter die Räder kam. Wie dichtete ZACKBUM damals? «Fällt dir gar nichts ein, mach doch ein Redesign».

Inzwischen lässt Ringier verlauten, dass es den SoBli weiterhin als «eigenständiges, starkes publizistisches Produkt» geben werde. Nur halt vielleicht nicht mehr am Sonntag. Das würde dann bedeuten: neu SaBli. Oder WoEnBli. Oder FaSoBli. Oder BlüBli. Eines ist sicher: es wird die schlimmstmögliche Variante werden.

Nur eines wird’s überleben, garantiert. Das Wort zum Sonntag (oder zu jedem beliebigen Wochentag) von Frank A. Meyer. Denn ohne seine lenkenden Eingriffe wäre Ringier, der Bundesrat, die Schweiz, Europa, ja die ganze Welt verloren.

Eng wird es allerdings auch für die noch zwei in der Deutschschweiz überlebenden Sonntagsblätter. Auch die SoZ ist dramatisch krankgeschrumpft worden, nur dank des Einzelkämpfers Arthur Rustishauser gibt sie manchmal Lebenszeichen von sich. Und die NZZaS? Man möchte fast meinen, wenn der Nachname des Chefredaktors mit B anfängt, dann wird’s zappenduster. Und hier heisst er Balzli. Mit Vornamen sogar Beat, doppeltes Vorzeichen.

Aber das ist nicht mal das Schlimmste. Die insgesamt rund 8000 Zusteller, die die Post beschäftigt, kosten trotz Subventionen nicht schlecht am Sonntag. Ging mal durch vier, zurzeit noch durch drei. Ob sich zwei das noch leisten und teilen können?

Von den grummelnden Redaktoren ganz zu schweigen, die am Samstagabend lieber ein vegetarisches Menü mit ihren Liebsten zu sich nehmen möchten, als noch die letzten News einzufangen, die fünf Stunden später sowieso Oldies sind.

Ist doch völlig klar, dass die drei Nulpen an der Spitze von Tamedia, Pardon, «Tages-Anzeiger», verflixt, dann halt TX, von «Blick» und von der NZZ bereits abgesprochen haben, wie das weitergeht. Einmal darf der Leser raten.

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/07/Bildschirmfoto-2026-07-16-um-15.23.05.png 606 908 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-07-17 05:00:012026-07-16 15:50:40ZomBli?
René Zeyer

Balzli macht buh

19. Juni 2026/4 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Fällt dir fürs Editorial gar nichts ein, schreib den ganz grossen Untergang rein.

Doomsday-Propheten haben einen Vorteil: irgend wann kommt er immer, der nächste Untergang. Meistens ist es dann kein Weltuntergang, sondern einfach eine geplatzte Blase. Seit John Law die französische Wirtschaft zuerst sanierte und dann ruinierte, erfolgt das mit schöner Regelmässigkeit.

Wobei man nicht vergessen sollte, dass Law die Grundlagen für das heutige Papier- oder Fiat-Geld legte, was kein kleines Verdienst ist.

Ölkrisen, der Schwarze Montag von 1987, die asiatische Finanzkrise, Dotcom-Krise, die globale Finanzkrise von 2007, die europäische Schuldenkrise, immer wieder sahen sich alle bestätigt, die mit Plakaten herumlaufen: the end is near.

Die Ursachen sind immer die gleichen: Spekulationsblasen, exzessive Verschuldung, Fehlanreize und mangelhafte Regulierung der Finanzmärkte. Befeuert durch übermässige Gier.

Beat Balzli, der Chefredaktor der «NZZamSonntag», ist immer verzweifelt auf der Suche nach einem Thema für sein Editorial. Jüngste Verzweiflungstat: «Willkommen in der Dagobert-Ökonomie – oder warum der Crash nicht weit weg ist». Schon der Titel ist ein typischer Balzli. Was der Börsengang von SpaceX mit Dagobert Duck zu tun hat (der nie an die Börse ging), und wieso das, oh schreckliche Metapher, Elon Musk zur «reichsten Ente der Welt» mache, wer weiss das schon.

Zu dieser Holzhacker-Logik passt die handgeschnitzte Illustration, die jeder Anfänger besser hinkriegte:

Amateur-Sauglattismus à la NZZaS. Bildzitat.

Aber eins weiss Balzli: «Der Kapitalismus produziert den grössten Exzess seit seinem Bestehen – und alle fragen sich, ob das gut endet. Wahrscheinlich nicht, lautet die Antwort.» Endlich mal eine klare Antwort eines Sehers. Wahrscheinlich nicht. Oder schon. Oder doch. Oder anders.

Er kann seine Warnung sogar mit Zahlen unterlegen: «Doch die Traumfabrik der Musk-Jünger ist ein finanzarithmetischer Albtraum. Allein im ersten Quartal produziert die Truppe des Visionärs einen Verlust von 4,3 Milliarden.» Verluste sind allerdings kein sinnvoller Messfühler für die Sinnhaftigkeit einer Investition. Sollte Balzli eigentlich wissen.

Musk ist tatsächlich ein Traumtänzer, der immer neue Innovationen (oder Ankündigungen davon) genialisch zu vermarkten weiss. Elektroautos, damit überrumpelte er die Autoindustrie. Tesla hat eine Börsenkapitalisierung von 1,4 Billionen US-Dollar. Mehr als die nächsten zehn Autobuden der Welt zusammen. Dabei verkauft er weniger Autos, und die Chinesen haben ihn technologisch längst abgehängt. Aber seit wann hat die Börse etwas mit Rationalität zu tun.

Nun hebt Balzli aber den Warnfinger hoch in die Luft: «Kommt der Crash? Zumindest kommt er näher – und er dürfte «viel gravierender» ausfallen als das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000, meint Gita Gopinath, die ehemalige Chefökonomin des Internationalen Währungsfonds.»

Immer gut, wenn man sich dabei auf eine Fachfrau abstützen kann. Macht ja nichts, dass Gopinath schon mehrfach daneben lag, so mit ihrer Prognose, dass der Inflationsschub nach der Pandemie nur ein schnell vorübergehendes Phänomen sei. Überhaupt glaubt sie an eine regelgebundene Wirtschaftspolitik, was angesichts eines US-Präsidenten Trump doch eher illusionär ist.

Aber zurück zu Balzli, der sich wie meist beim Ausstieg aus seinem Editorial verbremst: «Glücklich, wer dann Bargeld, Immobilien und einen Gemüsegarten besitzt. Oder wie Dagobert Duck sagen würde: «Lieber reich und gesund als arm und krank.»»

Bargeld? Angesichts der Tatsache, dass die Überschuldung der meisten Industriestaaten nur weginflationiert werden kann, wenn es nicht gar eine Währungsreform regeln muss, ein kühner Ratschlag.

Das ist nun eine Binse wie die Vorhersage des nächsten Crashs. Wohlfeile Prognosen, nach der Devise: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert das Wetter – oder bleibt, wie es ist.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/06/Bildschirmfoto-2026-06-16-um-09.42.46.png 459 1184 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-06-19 05:00:172026-06-18 15:19:09Balzli macht buh
René Zeyer

Rässe alte Tante

6. Juni 2026/8 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

An der Falkenstrasse geht es wie im hölzernen Himmel zu und her.

Da soll noch einer sagen, ein uraltes Traditionsblatt bewege sich nur gravitätisch und wie die Peristaltik.

Anfang 2025 schied Nicole Anliker aus der Chefredaktion aus. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der digitalen Transformation des Blatts. Marc Felix Serrano, der seit 2017 das erfolgreiche Berliner Büro aufgebaut hatte, verabschiedete sich Ende 2025.

Während nach René Scheu mit Rico Bandle wieder ein Feuilletonchef installiert wurde, der es durchaus auch krachen lässt, krachte es im Zusammenhang mit der versuchten Einwechslung von Dominik Feusi vom «Nebelspalter».

Der hätte die Wirtschaftsredaktion ergänzen sollen, wurde aber noch vor Stellenantritt von einem internen Heckenschützen abgeschossen. Der spielte dem Ein-Mann-Recherchiergenie Fabian Eberhard vom SoBli eine Untersuchung zu, die ergeben hatte, dass Feusi anno 2024 in einem Fall ungeniert und ungeschickt plagiiert hatte.

Im Vorfeld war der Leiter der Bundeshausredaktion der NZZ mit Getöse zu CH Media gewechselt. Fabian Schäfer war bereits der zweite Abgang nach dem Wirtschaftsredaktor Hansueli Schöchli. Der hatte zuvor unter Ausreizung des liberalen Prinzips im Blatt ein Interview von Katharina Fontana gekontert.

Schon der Versuch, Markus Somm als neuen Chefredaktor zu installieren, war an einem Aufstand der Redaktion gescheitert. Auch Jonas Projer musste erleben, dass Mobbing eine der Lieblingsbeschäftigungen der NZZaS-Redaktion ist. Nur zwei Jahre dauerte seine Amtszeit als Chefredaktor. Dann musste er blitzartig durch Beat Balzli ersetzt werden, der eigentlich als Verstärkung für Deutschland eingekauft worden war.

Und seither durch erratische Editorials und eine allgemeine Sittenverluderung bei der NZZaS auffällt.  Mit dem Absägen von Projer hatte sich die Redaktion allerdings selbst ins Knie geschossen. Interne Hoffnungen, seine Nachfolge antreten zu können, erfüllten sich nicht. Im Gegenteil, die Redaktion wurde enger in den Machtbereich von God almighty Eric Gujer eingebunden. Und die begabte Wirtschaftsjournalistin Zoé Baches ging oder wurde gegangen.

Womit die wichtigste Personalie erwähnt wäre. Denn die Amtszeit des Urgesteins Gujer neigt sich dem Ende zu. Er ist bereits seit 1986 für die NZZ tätig und übernahm 2015 die Chefredaktion. In seiner Regentschaft überstand er das unselige Wirken der CEO-Fehlbesetzung Veit Dengler. Schon vor seiner Zeit hatte der Digital-Guru Peter Hogenkamp nach vollmundigen Ankündigungen eine miese Performance und einen unheimlich schwachen Abgang hingelegt.

Der aktuelle CEO Felix Graf fährt einen scharfen Reifen mit der Übernahme der Plakatgesellschaft APG/SGA, während in diversen Schweizer Städten ein Verbot der Aussenwerbung diskutiert wird.

Während Dengler mit seinem Versuch, in seinem Heimatland Österreich mit der NZZ Fuss zu fassen, krachend scheiterte, macht Gujer die erfolgreiche Expansion nach Deutschland unangreifbar. Aber auch er entgeht der Altersguillotine nicht, obwohl er dem Vernehmen nach gerne länger im Amt geblieben wäre.

Und dann? In der Pole Position steht Benedict Neff. Er verdiente sich als Feuilletonchef die Sporen ab und ersetzte dann endlich Alles-Besserwisser Peter Rásonyi als Chef Ausland, der zu einem «strategischen Projekt zur Internationalisierung» aufs Abstellgleis geschoben wurde.

Chanchal Biswas, der den Kampf um die Leitung des wichtigen Wirtschaftsressorts gewann, wäre ebenfalls ein möglicher Kandidat. Dann gäbe es noch die Quotenfrau Christina Neuhaus, wenn auch die NZZ nicht in erster Linie nach Kompetenz, sondern nach Geschlecht entscheiden will.

Am 12. Januar 1780 gegründet, 246 Jahre alt. Nicht nur aus persönlicher Nostalgie wünscht ihr ZACKBUM auch zukünftig alles Gute. Denn bei allem Gemecker: gegen sie sind die anderen Medien in der Schweiz ein Schluck lauwarmes Wasser. Ausser diese Medienplattform, natürlich.

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/06/Bildschirmfoto-2026-06-02-um-10.19.52.png 511 1168 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-06-06 05:00:372026-06-02 17:03:14Rässe alte Tante
René Zeyer

Die Zocker-Lobby

29. April 2026/5 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Die UBS lobbyiert im roten Bereich.

Eigentlich geht es nur um eine Winz-Witz-Eigenkapitalerhöhung von 20 Milliarden Franken, bei einer Bilanzsumme von 1600 Milliarden. Peanuts, viel zu wenig bei dem systemischen Risiko, das von dieser Monsterbank ausgeht, die ein viel grösseres Rad als das gesamte BIP der Schweiz dreht (einsamer Weltrekord).

Weil aber vom gehebelten EK der Bonus abhängt, wehren sich CEO Sergio Ermotti & Co. mit Händen und Füssen gegen dieses symbolische Pflästerchen. Und setzen Lobbying in einer für die Schweiz bislang ungenannten Dimension ein. Drohen sogar mit Wegzug, als ob sie anderswo eine Gratis-Staatsgarantie (von wegen too big to fail) kriegen würden.

Natürlich ist es auch eine mediale Schlacht, mit interessanten Kampflinien. Dass ein Dumpfschwätzer wie Markus Somm auf die UBS-Propaganda reinfällt, nun ja, bedauerlich, nicht überraschend, so what.

Bedenklicher ist schon, dass die NZZ sich plötzlich zum Sprachrohr der UBS aufschwingt und einen kritischen Kommentar nach dem anderen veröffentlicht, dass diese durch Aktienausgabe kinderleicht zu finanzierende Kapitalerhöhung eigentlich des Teufels sei und unbedingt vermieden werden müsse.

Sonst drohe mehr oder minder der Untergang der Eidgenossenschaft. Sogar ehemalige UBS-Direktoren dürfen hier als «Experte» verkleidet dagegen anstänkern.

Währenddessen ist der «Blick» das Sprachrohr der Kritiker der UBS geworden, wo wahre Experten wie Marc Chesney die dürftigen Argumente der UBS zerpflücken dürfen und sich Bundesrätin Karin Keller-Sutter in gewählten Worten über die Propagandaschlacht der UBS erregen darf: «Es entspricht aber nicht dem gängigen Stil, dass man so dezidiert gegen unsere Institutionen antritt. Das ist ein eher neuer Stil im Umgang eines Unternehmens mit dem Staat.»

Chesney geht noch einen Schritt weiter und prognostiziert die nächste Bankenkrise. Aus einem einfachen Grund. US-Präsident Donald Trump lockert wieder einmal die Regulierungsvorschriften für Banken in den USA: «Erste Erleichterungen sind bereits in Kraft, die zentralen Punkte wie eine tiefere Eigenkapitalquote sollen bis Anfang 2027 folgen. Darüber hinaus werden die Aufsichtsbehörden zurückgebunden und wird ihr Personalbestand erheblich gekürzt», fasst der «Blick» zusammen. Chesney setzt noch einen drauf: «Die Zutaten für die nächste akute Krise sind vorhanden, die Frage ist nur, wann sie kommt.»

Denn die letzte von 2008 begann genau mit solchen Lockerungsübungen.

Aber auch Gegner der Kapitalerhöhung wie der emeritierte Bankenprofessor Martin Janssen kommen zu Wort, er spricht gar von «einer Erpressung des Parlaments». Allerdings nicht durch das Lobbying der UBS, sondern durch die Finanzministerin.

Die NZZ unkt: «Keller-Sutter droht eine Niederlage im Parlament». Auch Beat Balzli steuert einen seiner verpeilten Kommentare bei: «Die UBS-Phobie oder warum die reine Fixierung auf das Kapital von gestern ist».

Tamedia tut das, was das Qualitätshaus an der Werdstrasse am besten kann: es eiert herum und interviewt. Auch CH Media ist sich nicht sicher, ob sich der Wannerclan das Wohlwollen der UBS verspielen will oder nicht. «Scharfe UBS-Regulierung würde Kredite verteuern», darf hier der Gastkommentator Urs Furrer schreiben. Er ist Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes und offenbar von Finanzkenntnissen eher unbeleckt.

Redaktorin Florence Vuichard flüchtet sich ebenfalls in ein gepflegtes Einerseits-Andererseits: «Der Bundesrat verschärft die Eigenkapitalvorschriften für die Grossbank, macht aber auch Konzessionen.» Ist das gut oder schlecht? Eben, einerseits, andererseits.

Und «20 Minuten» macht ebenfalls das, was das Pendlerorgan am besten kann: es zitiert Artikel der anderen. So habe die «Financial Times» geschrieben, «Parlamentarier hätten führenden UBS-Managern zugesichert, die strengen neuen Vorschriften würden abgeschwächt».

Was die UBS hier tut, ist tatsächlich ein professionelles, nicht gerade billiges Lobbying mit allen Schikanen. Direktkontakte zu Parlamentariern und Medienschaffenden. Einsatz von Verbänden als Multiplikatoren. Drohung mit Abstrichen bei der Parteienfinanzierung.

Zugleich werden die Narrative gesetzt («Schweiz verliert Wettbewerbsfähigkeit, Kapitalregeln gefährden Jobs»). Dazu typisches Framing. Diese Reform gefährde die Schweiz (weniger Kredite, teurere Hypotheken, Schwächung Finanzplatz). «Experten» werden mobilisiert, Reputations- und Elitennetzwerke aktiviert.

Klare Drohungen werden umgeschminkt (Vermeidung des Worts Bestrafung, Ersatz durch «Überdenken» von Optionen).

Bei den Medien ist die Drohung mit Inserateboykott bei unbotmässiger Berichterstattung Vergangenheit. Heute kommen andere Formen von Sponsoring zum Einsatz:

  • Konferenz-Sponsorings (Wirtschaftsforen, Debattenformate)
  • Content-Partnerschaften / Thought Leadership
  • Podcast- und Video-Sponsoring
  • Beilagen, Themen-Specials, Roundtables

Die Drohung mit einem Streichen dieser Anlässe wirkt genauso …

All das belegt ironischerweise genau das, was die Monsterbank abstreitet: sie hat offensichtlich viel zu viel politische Macht, weil sie systemrelevant ist.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-28-um-11.18.16.png 553 1180 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-04-29 05:00:152026-04-28 12:08:36Die Zocker-Lobby
René Zeyer

Besserwisser NZZ

25. April 2026/0 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Die Gazette weiss alles. Besser. Aber vergeblich.

Das Intelligenzblatt für die gehobenen Stände und die Finanzelite verliert langsam aus den Augen, was mal ihre Hauptaufgabe war. Berichten, was so passiert, plus Analyse und Einordnung. Stattdessen meint nicht nur Sandkastengeneral Georg Häsler, ohne seine Ratschläge seien moderne Kriege (und die Verteidigung der Schweiz) gar nicht mehr denkbar.

Ganz allgemein wird kommentiert, gemeint, gefordert, besser gewusst, geratschlagt, gelabert, dass es eine Unart hat. Analysieren wir mal eine aktuelle Homepage und ordnen ein.

Zuoberst gibt es tatsächlich einige Meldungen, aber dann beginnt die Abteilung «Iran-Krieg» bereits mit einer Meinung: «Luftangriffe werden das iranische Regime nicht stürzen. Jetzt ist Zeit für Diplomatie», kommentiert Anne Allmelig. Die Hamburgerin ist im Oktober 2024 zur NZZ gestossen und bringt den in der Schweiz sehr beliebten teutonischen Rechthaber-Ton ins Blatt: «Israel und die USA sollten mit Teheran über ein Ende des Konflikts verhandeln.» Das sollten sie wohl, tun sie aber nicht, zum grossen Tort der Kommentatorin.

Auch ihr Chef Peter Rásonyi leidet öffentlich vor dem Leser an der Welt: «Victor Orban ist gefallen. Doch Trump folgt ihm noch lange nicht». Das ist für seine Verhältnisse noch ein sanfter Stupser für die Welt. Tut der Internationale Strafgerichtshof etwas seiner Meinung nach Verpeiltes, dann wird er drakonisch-kategorisch: «Die Haftbefehle gegen israelische Regierungsmitglieder sind überheblich.» Wobei ihm nicht bewusst ist, wie überheblich ein solcher Satz ist.

Christian Wildhagen macht sich so seine Gedanken zum weltbewegenden Thema, wie sich Porträtierte gegenüber ihren Porträts verhalten: «Offizielle Darstellungen von Politikern und Machthabern führen regelmässig zu Streit – wie jüngst im Fall eines Zürcher Regierungsrats. Die Erwartungen der Porträtierten und der Anspruch der Maler auf einen eigenen Blick gehen selten zusammen.» Das nennt man eine Binsenwahrheit von unüberbietbarer Flachheit.

Aber damit nicht genug, Giorgio Scherrer muss auch noch seinen Senf dazu geben: «Die drei Gemälde des Martin Neukom: Der Streit um missliebige Ölbilder zeigt das Überborden der politischen Image-Kontrolle». Vom Überborden der Kommentaritis ganz zu schweigen.

Auch in den hohen Hallen von «Pro» mit seinen «exklusiven Analysen» wird wie wild kommentiert: «Künstliche Intelligenz macht Technik-Firmen zu Rüstungsunternehmen. Damit werden sie zu militärischen Zielen». ZACKBUM sagt nur Palantir, Palantir, Palantir. Und fragt sich: wo bleibt hier Häsler? Ach so, der schwelgt mehr in Panzern, Flugzeugen und Artillerie. Als Ewig-Gestriger.

Neben der Wal-Qual gibt es natürlich noch eine zweite Tierart, die kommentiert werden muss: «Genick brechen, sterilisieren oder hätscheln? Städte ringen um den richtigen Umgang mit Tauben». Wohnungsnot, Velowege, woker Wahnsinn? Pipifax, zuerst geht es ums Genick der Tauben. Da ist das Verb ringen richtig eingesetzt.

Dabei kommen wir erst jetzt zum Ressort «Meinung» wo ja gemeint werden darf, bis der Bildschirm glüht. Hervorragend schräg wie immer Beat Balzli: «Ein Placebo gegen Dichtestress – oder warum der Bundesrat gerade versagt». Der Mann geht sogar einen Schritt weiter. Er diagnostiziert nicht nur Versagen, sondern gibt auch gleich die Gründe dafür an. Auch Herbie Schmidt muss einen grossen Schritt für die Menschheit kommentieren: «Die Rückkehr zu Knöpfen im Auto ist kein Rückschritt».

Schliesslich redet noch Matthias Kamp aus Peking den führenden Genossen ins Gewissen: «China fährt einen gefährlichen Kurs. Das Land muss sich aus der einseitigen Abhängigkeit von den Exporten befreien». Hoffentlich nehmen das Xi und seine Gesellen noch rechtzeitig zur Kenntnis und setzen es um!

Gastkommentare lassen wir mal ausser Konkurrenz laufen; wir krönen diese Sammlung mit einem Kommentar von God Almighty himself, der wie immer geschliffen mal nicht die Weltläufe regelt und ordnet, sondern seinen Miteidgenossen ins Gewissen redet: «Kleine Anarchisten und grosse Angsthasen: Die Eidgenossen sind ein kompliziertes Volk. Und sie stehen sich selbst im Weg. Eine kurze Schöpfungsgeschichte aus Schweizer Sicht.» Mit verbalem Kleingeld hat Eric Gujer es nicht so.

Das war ein unvollständiger Überblick der Meinungsvielfalt in der NZZ. Ach so, Analyse und Einordnung? Nun, wie antwortete der damalige Feuilletonchef der «Zeit» Fritz J. Raddatz mal auf ein zugesandtes Manuskript des Jungspunds René Zeyer, der gerade seine erste Auslandsberichterstattung publiziert sehen wollte: «Wir haben mit den Reiseberichten von Hans Magnus Enzensberger ein Niveau gesetzt, das wir nur ungern verlassen möchten.»

Das sollten sich viele NZZ-Kommentarschreiber auch mal zu Herzen nehmen. Kommentar heisst nicht: ich labere mir was von der Seele. Sondern ein gewisses Niveau sollte es schon haben.

Und die Einordnung? Ob die pluralistische Diskursivität im poststrukturalistischen Zeitalter im Blick der Luhmannschen Systemtheorie und der herrschaftsfreien Kommunikation von Habermas den gestrengen Urteilen von Derrida, Finkelkraut oder gar Houellebecq standhält, darf wohl mit Michel Foucault («Überwachen und Strafen») bezweifelt werden.

Oder ganz einfach: schön, haben sie drüber geschrieben.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-22-um-09.32.49.png 606 1176 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-04-25 05:00:232026-04-22 09:35:36Besserwisser NZZ
René Zeyer

Tief unten

22. April 2026/1 Kommentar/in Allgemein/von René Zeyer

Wieso hält niemand die NZZaS auf?

Die NZZ-Aktionäre waren friedlich gestimmt und winkten an der GV alles durch. Dabei half sicherlich die verfehlte 200-Franken-Dividende, die sich der Verlag eigentlich gar nicht leisten kann.

Während das Stammblatt einigermassen Kurs hält, kennt die NZZaS eigentlich nur das Motto des französischen Autors Joris-Karl Huysmans: «Là-bas», Tief unten. Falls noch so viel Bildung auf der Redaktion existiert.

«Mein Kind ist in der Kita. Droht ihm dort Gefahr?» Da müsste der SoBli protestieren, dass ihm die Konkurrenz ein Boulevard-Thema wegnimmt. Und wenn schon Hemmungslosigkeit ausgebrochen ist: «Lasst Timmy sterben!» Was der Wal aber zur Begeisterung des Publikums ums Verrecken nicht tut. Man vermisst irgendwie eine Teilnahme an der Debatte, ob in Zürich Tauben gekeult werden dürfen oder nicht.

Aber die Kita-Krise gibt schon genug skandalisierbaren Stoff: «Nach Jahren des Wachstums befindet sich die Kita-Branche in einem prekären Zustand.» Beweis? «Das zeigen auch Hilferufe von Betreuerinnen auf Social Media». Echt jetzt?

Die Letzten, die sich an einem Kita-Bashing versuchten, waren die Demokratieretter von der «Republik». Und gingen wie üblich mit ihren unbelegten Vorwürfen baden.

Die NZZaS versucht es mit der Luftpumpe. «Mitte Juni letzten Jahres ging bei einem Ausflug ein «kleiner Bub» verloren». Und wurde in der Obhut eines Buschauffeurs aufgefunden. Furchtbar, ein Systemversagen. Denn «der Fall steht nicht isoliert da». Erst kürzlich ging ein kleiner Bub « am Zürcher Glattpark-See vergessen». Jesses, zwei Fälle. Früher brauchte es für eine Welle mindestens drei. Aber bei den allgemeinen Sparmassnahmen …

Und dann die Übergriffe. Immerhin zwei aktuelle Fälle. Aber für die «tragischen Wiederholungen» muss weit in die Vergangenheit gegriffen werden. 2011, 2019. Immerhin, das sind vier, also eindeutig eine Welle. Und heutzutage kommt dann schnell die Frage auf: «Sollen Männer überhaupt in Kitas arbeiten?» Denn fast alle Übergriffe werden von pädophilen Männern verübt. Deshalb gibt es in Australien bereits einen «nappy ban». «Den männlichen Pädagogen ist es seither verboten, Windeln zu wechseln oder Kinder auf die Toilette zu begleiten.»

Weil die Doppelseite trotz Riesensymbolbild und dem wie immer absonderlichen Editorial von Beat Balzli noch nicht voll ist, halt noch ein Kasten mit Kommentaren einer Facebook-Gruppe «von Kita-Betreuungs- und Leitungspersonen». Das nennt man heutzutage eine harte Recherche.

Dann räumt der Orbán-Ersatz in Ungarn offenbar bereits kräftig auf. Immerhin ein witziger Titel über einer nicht ganz taufrischen Story: «Zittern auf goldener Toilette».

Überhaupt scheint die Produktion einen Scherzkeks gefrühstückt zu haben. Über neue Gewohnheiten auf dem Bau: «Linie statt Lager hell». Allerdings doch etwas hingeprügelt, so wie das Symbolbild mit fremder Geldnote:

Dann die schon fast obligatorische Haut-die-SVP-Story. Ein japanischer Konzern will 3000 Arbeitsplätze ins Limmattal bringen. «Und die SVP muss sich nochmals fragen, wie sie zum Wachstum steht». Hallo SVP, bitte antworten, die NZZaS wartet.

Dann wieder Abteilung Sauglattismus auf dem Boulevard: «Showdown der Superspermien». Soll das ein Angebot an den SoBli werden, die beiden Blätter zusammenzulegen?

Als wäre es der NZZaS selber peinlich, kommt dann aber endlich ein Artikel, der ganz, ganz oben ansetzt: «Was hält diese Welt eigentlich noch zusammen?» Gute Frage, aber leider soll sie Hans Joas beantworten. Hans who? Der «Soziologe und Philosoph» hat leider nur philosophisches Kleingeld dabei und mäandert etwas um die regelbasierte Weltordnung gestern, heute und vorgestern herum.

Mit Ausflügen ins Absurde: «Ich sehe grosses Potenzial in einem Bündnis global aufgestellter Religionen.» Wunderbar, angeführt von Donald Trump, Benjamin Netanyahu und einem noch nicht liquidierten Religionsführer aus dem Iran wird diese Gemeinschaft dann Friede, Freude, Eierkuchen verbreiten.

Die Wirtschaft, oh je, versucht’s mit einer Titelstory über – Weleda. Ja, diese anthroposophisch angehauchte Hautpflegebude. Dann lebt Klaus Schwab offenbar immer noch, was schön für ihn ist. Benjamin Triebe erklärt anhand des Ölpreises langatmig, was ein ein Margin Call ist und wieso der gefährlich sein kann. Dafür schaut man sich besser den wohl genialsten Film über die Finanzbranche an: eben «Margin Call». Kevin Spacey wie immer grossartig, sogar Demi Moore liefert ab, und Jeremy Irons als Big Boss ist unerreicht. Von der Story ganz zu schweigen; endlich versteht hier auch der Laie, welcher Wahnsinn in den grossen Finanzhäusern regiert.

Nicht viele Tierfreunde macht sich dann die NZZaS mit der ausführlichen Darstellung, wie segensreich so ein Walkadaver am Meeresgrund sein kann, dank ihm entstehe «ein einzigartiges Ökosystem». Ob man dem Blatt vielleicht sagen sollte, dass dieser Timmy mit seiner Höhe von 1,6 m aus dem flachen Wasser ragt?

Und wenn sie schon dabei ist, sich Freundinnen zu machen:

«Frauenherrschaft gab es noch nie».

Wumms. Denn «für die Existenz eines Matriarchats gibt es bis heute null Belege». Hui, das kann Ärger geben.

Die Hochkultur widmet sich dann tatsächlich dem Biopic über Michael Jackson. Auch hier ist der Titel noch das Beste: «Weder schwarz noch weiss». Wer dann schon immer mal wissen wollte, was eine «Belieberin» ist (nein, nicht das, was einige männliche Schweine unter den Lesern jetzt denken), sollte unbedingt S. 52 lesen. Alle anderen: einfach überblättern.

Tja, und damit hat sich’s auch fast ausgeblättert. Und man ist geplättet, um diesen Kalauer nicht ungenutzt zu lassen.

Wenn das so weitergeht, wird der Sonntag noch zeitungsfrei.

 

 

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-19-um-20.26.52.png 463 833 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-04-22 05:00:002026-04-20 16:27:17Tief unten
René Zeyer

Wie der Herr, so das Gescherr

9. März 2026/7 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Meinungspluralismus à la NZZ.

God Almighty hat den Kurs vorgegeben. Ein militärischer Angriffskrieg gegen den Iran sei «legitim». Das ist das missbräuchliche Kosewort für eine illegale Aktion. Denn entweder ist etwas legal – oder es ist illegal. Wenn etwas legitim oder anders herum illegitim ist, dann bedeutet das, dass es nach dem persönlichen Wertekanon des Autors eigentlich legal oder illegal ist. Nur traut er sich nicht, das so zu sagen.

Aus nicht gerade legitimen Gründen. Nun gilt auch bei der NZZ, um es in ihrem Niveau auszudrücken: «Plane qualis dominus, talis et servus». Wenn also Eric Gujer vor einer Woche in seinem grossen Weltenlenker-Samstagskommentar dem Krieg seinen Segen gibt, dann darf Beat Balzli in der NZZaS nicht hintenan stehen:

«Trumps fahrlässige Vorgehensweise verunmöglicht es vielen, die Sinnhaftigkeit der Intervention zu sehen – obwohl es sie gibt. Der Schlag gegen Iran mag aus Sicht mancher Völkerrechtler illegal sein, sie lassen aber nicht nur Israels Bedrohungsempfinden ausser Acht. Das toxische Grossmachtdenken, die tägliche Repression gegen die Bevölkerung und das Erschiessen Zehntausender Demonstranten machen das Regime der Mullahs zu einem legitimen Ziel.»

Während Gujer noch im Prognose-Modus schrieb, leitet Balzli seine Legitimation mit einer Kritik an Trump ein, die wiederum mit einer ellenlangen Ausführung über den lachhaften Auftritt der First Lady als Leiterin einer Sitzung des Uno-Sicherheitsrats.

Überhaupt ist diese Ausgabe der NZZaS geprägt von unheilschwangerem Geraune und hilflosen Fragen: «Denn er weiss nicht, was er tut», wandelt Gordana Mijuk einen Filmtitel mit James Dean ab. «Doch was nun?», fragt sie fassungslos, um dann fast zwei Seiten darauf zu verwenden, die Frage nicht zu beantworten.

Weiter im Slalom: «Mehr als ein paar Wochen werde Iran den amerikanisch-israelischen Angriffen nicht standhalten können, sagt Rez Zimmt, renommierter Kenner der islamischen Republik. Dennoch könne das Regime in Teheran überleben». Nun ja, wenn Petra Ramsauer am Gerät ist, dann wird’s immer merkwürdig widersprüchlich. Dass Zimmt Direktor beim «Institut für Studien zur nationalen Sicherheit» in Tel Aviv ist, tut seiner wissenschaftlichen Neutralität sicherlich keinen Abbruch.

Dann eine journalistische Gratwanderung:

«Blick in die Moschee in Schlieren», sagt die Bildlegende. Was allerdings jedem auffällt: der «Blick» ist eine «Illustration», wie es verschämt in 4-Punkt-Schrift oben rechts heisst.

Hier führt Wunschdenken den Griffel bei der Titelsetzung: «Orban schwächelt». Das tut er in der NZZaS allerdings bereits seit Jahren.

Dann wird die NZZ mal wieder ihrem Ruf als Sprachrohr der FDP gerecht. «Ein Ja wäre ein kolossaler Schuss ins eigene Knie», darf Co-Präsident Benjamin Mühlemann unwidersprochen behaupten. Seine Tätigkeit als Parlamentarier und Kommunikationsberater und Lobbyist für nicht ausgewiesene Auftraggeber ist hingegen kein Thema.

Auf der Debatte-Seite tut dann Markus Bernath das, was machtlose Journalisten immer am liebsten tun: machtvoll fordern und kritisieren. «Europa am Nullpunkt: Es darf nicht zu Trumps Aufräumservice werden.» Denn: «Jetzt ist ein eigener Kurs gefragt, um nicht ins Chaos zu geraten.» Schreibt euch das hinter die Ohren, ihr Pfeifen. Bundeskanzler Merz hält erschrocken beim Aufräumen inne, EU-Chefin von der Leyen starrt bleich auf den Nullpunkt, Präsident Macron setzt mutig einen eigenen Kurs, während sie alle Bernath danken.

Merke: Wirklich lächerlich macht man sich, wenn man sich der Lachhaftigkeit seines Geschreibsels dank stolzgeschwellter Brust und mit tapfer geschulterter Bedeutungsschwere gar nicht bewusst ist.

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-08-um-10.06.40.png 794 1249 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-03-09 05:00:542026-03-08 10:14:07Wie der Herr, so das Gescherr
René Zeyer

Sonntagsblätter stochern im Nebel, Teil 2

4. März 2026/1 Kommentar/in Allgemein/von René Zeyer

Was machen die Redaktionen mit dem Kenntnisstand bis Samstagnacht?

Hier geht’s zu Teil 1.

Dann nimmt sich Robin Bäni im SoBli des Themas an. Bildstark, kenntnisschwach. Wer so einen Lead textet, könnte auch gleich dem Leser zurufen: bitte überblättern: «Der neue Krieg ist eine Zäsur im Nahen Osten». Eine Gedankentiefe, die vor Bedeutungsschwere kaum geradeaus laufen kann. Perfekt ergänzt durch den ersten Satz: «Im Nahen Osten herrscht Krieg». Das überrascht diejenigen SoBli-Leser, die den ganzen Samstag hindurch auf jegliche Informationsquellen verzichtet haben. Und auf Gespräche mit Mitmenschen.

Neben vielen Bildern und zu viel Text arbeitet auch der SoBli natürlich mit einer Infografik. Menschen mit leichter Farbenblindheit werden den Grafiker verfluchen, der die Ziele im Iran rot auszeichnete und die Gegenschläge mit einem etwas dunkleren Rot. Note 4, knapp genügend unter Zeitdruck.

Dann kommt – Überraschung – das Interview mit einem Fachmann. Wer wohl? Aber sicher, der «renommierte Islamwissenschaftler Reinhard Schulze» darf sich selber wiederholen. Aber immerhin sind die Fragen von Lino Schaeren intelligenter als die von Münger. Also Note 5.

Dann, zweite Überraschung, der Schweizer Aspekt: «Vier EDA-Mitarbeiter wollten ausfliegen – doch dann begann der Krieg». Note 5. Und schliesslich: «Kann Reza Pahlavi den Iran in die Freiheit führen?» Gut, kann man machen, muss man nicht machen. Statt einige Buchstaben zu verschwenden, hätte man auch kurz antworten können: nein.

6 Tabloid-Seiten Iran, Gesamtnote 4,5.

Die «NZZamSonntag» versucht es mit einem, nun, sagen wir mal originellen Ansatz:

Wollen «wir» keinen Sex mehr, weil wir wegen des Irankriegs Triebhemmungen haben? Wäre mal eine Antwort. Aber hier ergreift die nicht ganz sattelfeste Petra Ramsauer das Wort und ernennt, auch originell, Saudiarabien «neu zur dominierenden Macht in der Region». Ach was, und da soll es Leute geben, die das von Israel oder den USA denken.

Daniel Foppa, der stv. Chefredaktor, wirft den Ball im Editorial (Allah sein Dank, dass uns Beat Balzli erspart blieb) ins Spielfeld USA zurück: «Die Innenpolitik wird Trump bald einholen». Midterms, Prognosen über eine ungewisse politische Zukunft Trumps. Beim Aufsatz würde man sagen: Thema verfehlt. Aber originell. Also eine knappe 4.

Daneben darf Ramsauer dann ihre These ausführlich spazieren führen, ergänzt durch ein, nun ja, originelles Porträt von Mohammed bin Salman, dem «Kriegsprofiteur». Leicht absurd, aber auch originell, daher eine 4,5. Ergänzt durch – Überraschung – eine Time line.

Daneben eine Reminiszenz an den jungen Donald Trump, der damals durch die Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran und die schwache Reaktion der USA ein «Iran-Trauma» erlitten haben soll. Auch originell, daher 4,5.

Und das war’s dann schon bei der NZZaS zum Thema Iran. Man wollte wohl doch gesittet nach Hause und schlafen. Also insgesamt eine 4.

Gekniffen war natürlich die «Schweiz am Wochenende». Die lag den ganzen Sonntag mit Redaktionsschluss Freitagabend rum. Blöd gelaufen.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-01-um-15.41.28.png 774 1286 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-03-04 05:00:062026-03-03 17:43:19Sonntagsblätter stochern im Nebel, Teil 2
René Zeyer

Überblättertes

9. Februar 2026/0 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Selber schuld: ZACKBUM wollte gerecht diesmal «SonntagsZeitung» drannehmen.

Die guten Nachrichten zuerst. Sie ist billiger als die «NZZamSonntag». Fr. 6.40 gegen 7.50. Und sie hat kein Editorial von Beat Balzli. Dann hat sie aus der Schreckenskammer Crans-Montana ein neues Stück Wahnsinn zutage gefördert.

Unglaublich. Mehrere IT-Plattformen des Wallis wurden von einem psychisch labilen externen IT-Techniker gewartet. Der schliesslich in der Klapsmühle endete, worauf diese Software ausser Betrieb genommen wurde und der Sicherheitschef der Gemeinde keine Informationen über durchgeführte Brandinspektionen mehr hatte. Ein Stück wirklich aus dem Tollhaus.

Plus ein Interview mit dem Ökonom Reiner Eichenberger, der wie immer interessante Ideen und Ansichten zur Halbierungsinitiative hat: «Wir brauchen Vielfalt ohne einen überfütterten Dominator.» Nicht schlecht.

Allerdings sülzt daneben die SRG-Ombudsfrau Esther Girsberger in aller Unabhängigkeit zum Wort «Linksdrall» bei der SRG: «Diese Pauschalisieren ärgert mich.» Dabei hat sie gerade einer Beschwerde grösstenteils recht gegeben. Die Deutschland-Korrepondentin Alexandra Gubser zeigte mal wieder einen ganz deutlichen Linksdrall.

Schon auf Seite 19 überfällt dann die Brachial-Kolumnistin Gülsha Adilji (da sehnt man sich sogar nach Balzli) den unvorbereiteten Leser mit der Mitteilung: «Ich habe mich vor sieben Fremden nackt ausgezogen.» Das will man sich wirklich nicht vorstellen.

Der Rest des ersten Bundes ist allerdings Aufgewärmtes und Aufgekochtes.

Gähn.

Schön, dass ihr die SoZ für diesen internen Knatsch eine ganze Seite einräumt, mit dem journalistischen Ansatz: was wollten Sie zu diesem Thema schon immer mal sagen? Und wann waren Sie das letzte Mal so gross im Bild?

Und dann kann man lesen, wie es ist, wenn die ewige Frage des Chefredaktors «und welchen Nachzug haben wir sonst noch zu Crans-Montana» mit einem Sozialporno beantwortet wird:

Auch Martin Suter hat nicht immer Sternstunden und nimmt, mangels anderer Themen, schon ganz, ganz früh Anlauf für den nächsten US-Präsidentschaftswahlkampf:

Themenmangel beherrscht auch die «Wirtschaft»:

Diese Frag dräut unheilschwer über uns, seit es Arbeit gibt. Wie wäre es aber mal mit einer Untersuchung, ob das Lesen der SoZ krank macht?

Michèle Binswanger sorgt dann gegen Schluss noch für etwas Pep am Sonntag:

Und schliesslich noch eine Erkenntnis, die wir schon immer geahnt haben:

Und schliesslich eine Erkenntnis, die … oder sagten wir das schon:

Wenn man diese vier Artikel auf die SoZ anzuwenden versucht, kommt man zu interessanten Resultaten.

Es ist allerdings die Frage, wie viele Leser bis zur Seite 62 durchhalten, ohne sich Streichhölzer in die Augenlider zu klemmen.

Früher, ja früher war der Sonntag der gegendarstellungsfreie Raum. Unter der Woche wurde recherchiert, dann wurde der Betroffene am Samstagnachmittag zur Stellungnahme aufgefordert, in der Hoffnung, dass er überrumpelt nichts sagt. Oder vergeblich versucht, seinen Anwalt oder einen Richter zu erreichen, der eine Superprovisorische erlassen würde.

Und schon hatte man einen hübschen Kracher, der manchmal sogar länger als bis am Montagmorgen vorhielt.

Aber heute? Heute ist Überblättern angesagt, kurz reinbeissen und mit einem schalen Geschmack im Mund zurückbleiben. Wie lange das noch gutgeht? CH Media hat sich bereits vom Sonntag verabschiedet …

 

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-08-um-18.36.53.png 611 915 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-02-09 05:00:572026-02-09 13:28:58Überblättertes
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  • Kleines Vademecum für Kommentarschreiber27. August 2020 - 16:08
  • Wer wir sind und was wir wollen25. August 2020 - 15:07
  • ZACKBUM.ch startet: Die Rückkehr der Medienkritik25. Juli 2020 - 6:05
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