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Porno-NZZaS

Errötend bringt ZACKBUM einen Ausschnitt des Covers zur Kenntnis.

Beat Balzli weiss nicht, wohin er mit der NZZaS will. Das ist bedenklich. Er lässt aber auf dem Cover Dinge zu, die sicherlich die Mehrheit der NZZaS-Leser irritieren, abschrecken, abstossen.

Denn ineinander verschlungene, nackte und  weibliche Körper, schwarze und weisse, die Andeutung zweier Gesichter, brutal beschnitten, was soll das? Dazu der Lockstoff-Titel «Verstehen Sie Sex noch?» Und der herbeigezerrte Anlass, dass es seit einer Woche ein neues Sexualstrafrecht in der Schweiz gilt.

Der Text dazu, von der einschlägig bekannten Nicole Althaus, die gerne mehr oder minder wackelige Texte über Sexualität absondert, dazu das männliche Feigenblatt Thomas Isler, mangels inhaltlichem Gewicht gleich nochmal mit einer merkwürdig illustrierten ganzen Zeitungsseite eingeschenkt, was soll das?

Indem man die Hände merkwürdig verschränkt?

«Wie geht heute Sex?» Ist das eine Frage, die man sich stellen muss? Die man beantwortet haben möchte? Und selbst wenn, auf den folgenden knapp 24’000 A bekommt man auch nur unablässig Fragen, sehr wenig Antworten.

Immerhin kommen die Autoren zu einer trivialen Erkenntnis: «Nun wird kaum jemand sein Liebesleben verändert haben, weil vor einer Woche das neue Gesetz in Kraft getreten ist.» Und zitieren aus einer alten und umstrittenen Umfrage von Amnesty International aus dem Jahre 2019, wo 22 Prozent aller befragten Frauen (Männer zählen da bekanntlich nicht) angaben, «ungewollt sexuelle Handlungen erlebt» zu haben.

Dazu wurden rund 4500 Frauen in der Schweiz befragt, davon über 4000 online, «beworben über die Kanäle von Amnesty International». Bekanntlich ist anonymen (und nicht erst nachträglich anonymisierten) Umfragen mit grosser Skepsis zu begegnen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Begriff «ungewollte sexuelle Handlungen» oder seine Abgrenzung zu «sexuelle Belästigung» nicht definiert wird. Also schlichtweg eine Nonsens-Umfrage.

Ansonsten können die Autoren nur fragen, fragen, fragen.

«Was also läuft in den Schlafzimmern im Land falsch? … Was ist Sex? … Welche Bedeutung hat Sex in unserer Gesellschaft, und welche Bedürfnisse befriedigt er? … Doch wie lernt der Mensch, das, was er will, von dem zu unterscheiden, was er nur meint, wollen zu sollen?» Ad nauseam, wie man in gehobenen Kreisen sagt.

Dazu kommen dann Expertinnen und Spezialistinnen und Buchautorinnen zu Wort. Und wenn ein Journalist heutzutage eine Reise tut, und sei’s auch nur ins Zürcher Oberland, dann muss er dieses welterschütternde Ereignis gleich in den Text einbauen:

«Am Kiosk beim Zürcher Klusplatz lockt der «Blick» mit Kim Kardashian im knappen Leoparden-Bikini auf der Front, kurz bevor die Stadt ins Land übergeht, ist das Rüebli auf dem Werbeplakat für die Eigenmarke «Miini Region» von Coop zu einem erigierten Penis übermalt worden. Und auch wo die Häuser seltener werden, entdeckt man vor und nach jeder Haltestelle irgendein Graffito an einer Hauswand, welches das F-Wort enthält.»

Was das mit der Frage, wie heute Sex gehe, zu tun hat? Wieso wurden nicht die Wetterbedingungen oder der Preis des Taxis thematisiert?

Dazu noch eine Prise Sauglattismus (die BDSM-Szene sei vorbildlich, weil hier eben vorher ausführlich geredet wird), und zum Abschluss kommt noch tatsächlich der «vorvorgestrige «Playboy»-Gründer Hugh Hefner» zu Wort und wird gelobt, denn der habe gesagt: «Sex findet zwischen den Ohren statt, nicht zwischen den Beinen.»

Damit Isler auch noch etwas zu schreiben kriegte, darf er dann noch die «Geschichte des Sexualstrafrechts» ab 1532 aufrollen. Das erspart natürlich das Googeln ungemein.

Was für eine neuerlich dysfunktionale Ausgabe. Beat Balzli verliert sich im Editorial in Erinnerungen an «Das grosse Fressen» (ein Film von 1973). Daneben werden die «letzten Tage von Joe» heruntergezählt. Man ist nun schon per du mit dem US-Präsidenten, und alle diese Countdowns erinnern fatal an das Herunterbeten der letzten Monate, Wochen, Tage, Stunden, Minuten, Sekunden der Herrschaft Fidel Castros. Der dann friedlich mit 90 Jahren im Bett starb, nachdem er freiwillig die Macht altershalber abgegeben hatte.

Dann ein interessantes Stück über das korrupte Bildungssystem Indiens und ein Versuch, mit Snobismus die krachende Niederlage der Torys in England zu erklären. Dann ein riesig und kühn illustriertes Porträt von Präsident Macron, der unbeeindruckt wie weiland angeblich Nero dem Brand von Paris-Rom zuschaut. Diese Idee muss man erst mal an den Haaren herbeiziehen. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Dysfunktion dann auch die «Wirtschaft». Oder ist ein Artikel darüber, dass Schweizer Firmen die Namensschilder überdenken, weil Mitarbeiter gestalkt werden könnten, wirklich einen Aufmacher wert? Dabei wäre die Recherche darüber, dass Banken mit riskanten Hypothekenvergaben gewaltige Risiken in ihre Bücher nehmen, durchaus interessanter.

Und sonst? Was sonst? Auf Seite 52 ist mit den Leserbriefen Schluss, das ist sonst.

Nicht nur, dass Balzli schmerzlich vermissen lässt zu enthüllen, was es denn nun mit der Digitaloffensive auf sich hat, was eigentlich schon die Aufgabe seines Vorgängers gewesen wäre. Mit einer unablässig sich nach unten, ins Belanglose, Schlüpfrige, Niveaulose steigernden Covergestaltung setzt er sich auch der Frage aus, wie lange Eric Gujer dem noch zuschauen wird.

Achtung, Satire

Bei empfindlichen Journalisten mit Glaskinn muss man das sagen.

Nehmen wir uns den amtierenden US-Präsidenten als Beispiel. Schliesslich ist er die weisse Hoffnung vieler Journalisten und sagt über seinen Konkurrenten Donald Trump: «Ich verbrachte 90 Minuten auf der Bühne und debattierte mit einem Typen, der die Moral eines Strassenköters hat». Wie er dann wohl die Moral seines Sohnes qualifizieren würde?

Auch nicht gerade nett. Aber ZACKBUM geht es hier mehr um Joe Bidens Behauptung:

«Ich kann diesen Job machen.»

Das ist ein Wahlspruch, den sich auch viele Schweizer (und deutsche) Journalisten zu Herzen nehmen.

Fangen wir mit dem Ausland an. Die beiden Spitzenkräfte der «Süddeutschen Zeitung» haben mit einer Schmierenreportage über den ihnen unliebsamen Politiker Aiwanger den Ruf recht ramponiert; mit einer Bespitzelungsaktion gegen die eigene Redaktion während der Plagiatsaffäre um eine stellvertretende Chefredaktorin den Ruf versenkt. Dennoch sagen Wolfgang Krach und Judith Wittwer (obwohl die öffentlich eigentlich nie etwas sagt) sicherlich: Wir können diesen Job machen.

Der «Stern» hatte mal einen Henri Nannen als Chefredaktor und weit über eine Million Auflage. Der Henri-Nannen-Preis wurde umbenannt, den heutigen Chefredaktor kennt keiner, die Auflage kratzt an der Schwelle zu unter 300’000. Dennoch sagt Gregor Peter Schmitz, der sich nicht entblödet, bei der Preisverleihungsfeier nur vegetarische Gerichte anzubieten: Ich kann diesen Job machen.

Die Geschäftsführerin samt Chiefs, Officers und Kopfsalat bei der kleinen, unglücklichen «Blick»-Familie, die ein grauenhaftes Redesign zu verantworten hat, den kompetenten und erfolgreichen Oberchefredaktor Dorer mit unverständlicher Begründung feuerte, dem Boulevardblatt den Boulevard abtreiben will, mit «Blick+» einen plussenden Minuserfolg landete, Ladina Heimgartner sagt sicherlich auch: Ich kann diesen Job machen.

Das Quotenfrauen-Duo an der Spitze des einstmals angesehen Tages-Anzeigers ist dafür verantwortlich, dass das Blatt dramatisch an Substanz verloren hat, woke Gutmenschen mit ihren Hobbys und Steckenpferden die Leser quälen und vertreiben dürfen, die verbliebenen Konsumenten streng erzogen und auf den richtigen Lebensweg geführt werden sollen, wobei auch Schreibverbote und Kochgebote helfen sollen. Kompetente Vorgänger wurden zurückgestuft, wer kann, verlässt das sinkende Schiff. Dennoch sagen Raphaela Birrer, bei der die Redaktion zusammenzuckt, wenn sie ein neues Leitartikel-Desaster ankündigt,  und «Digital Leader» Kerstin Hasse im Duett: Wir können den Job.

Bevor aufgeheult wird: ja, das ist natürlich sexistisch und Ausdruck der Rape Culture und ein Beispiel für die männlich dominierte Unterdrückungssprache.

Auch Beat Balzli, der zur Chefredaktion der NZZamSonntag kam wie die Jungfrau zum Kind und seither nicht so recht weiss, was er mit diesem Job anfangen soll (zumindest von einer Online-Offensive ist nichts zu sehen), während er gleichzeitig allen Egobolzen auf der Redaktion freien Auslauf gibt, dabei aber das Niveau des Blatts, vor allem auf dem Cover, bedenklich senkt, sagt sicherlich: Ich kann diesen Job machen.

Das gilt selbstverständlich auch für Thomas Bucheli, dem Oberwetterfrosch von SRF. Zu den vornehmsten Aufgaben gehört die Wetterprognose; das ist eigentlich der Sinngehalt und die Existenzgrundlage eines Meteorologen. Denn der Mensch ist zu faul, morgens aus dem Fenster zu schauen. Er will am Vorabend schon wissen, ob er den Regenschirm einpacken soll. Und ob er sich sommerlich, hochsommerlich oder hitzesommerlich anziehen soll. Da ist ihm Bucheli aber keine grosse Hilfe. Bereits zum zweiten Mal weist ihm die «Weltwoche» nach, dass er sich – neuer Rekord – um bis zu 11 Grad mit Temperaturvorhersagen verhaut. Komischerweise immer nach oben, nie nach unten. Während professionellere Wetterdienste ziemlich nahe an den tatsächlich gemessenen Temperaturen liegen. Bucheli sieht aber nach wie vor keinen Anlass zur Selbstkritik, SRF räumte ihm (und seinem Hauptkritiker nicht) sogar eine Rechtfertigungsarie vor laufender Kamera ein. Denn auch Bucheli meint sicher: Ich kann diesen Job machen.

Das meinen auch viele Wirtschaftsjournalisten, die zwar keine Bilanz lesen können, aber furchtbar wichtige Ratschläge erteilen. Das meinen viele Auslandjournalisten, die am Schreibtisch in der Schweiz sitzen, aber genau wissen, wie es in Venezuela, China, Cabo Verde oder Uganda zu und her geht. Das meint die ganze Bagage von woken Kulturjournalisten, die absolute Schreibnullen hochjubeln und die wenigen noch nicht geflüchteten Leser mit Suadas über inklusive Sprache quälen. Das meinen all die Träger eines ganz, ganz kleinen Bildungsrucksacks, die zudem nur ein Löffelchen dabei hatten, als der Herr Hirn vom Himmel regnen liess.

Aber allesamt meinen sie, dass sie ihren Job machen könnten. Schlichtweg schon deshalb, weil sie keinen anderen können. Obwohl für so viele, viel zu viele das Diktum von Karl Kraus gilt: «Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können – das macht den Journalisten.» Da aber die meisten gar nicht wissen, wer Kraus war, kratzt sie das auch nicht.

Denn noch etwas haben sie mit Biden gemeinsam: Selbstkritik, Einsehen des eigenen Unvermögens – völlig ausgeschlossen. Niemals. Nur unter Zwang. Und selbst dann nur gequält und oberflächlich.

Damit geht’s dann steil den Bach runter in die Bedeutungslosigkeit und Abschaffung der eigenen Existenzgrundlage. Wofür niemand Bedauern verspürt.

NZZaS: unser Sorgenkind

Geistesnahrung in Sonntagszeitungen: stattdessen Hungerspiele.

Es gibt Grenzen für alles, vor allem nach unten. Daher hat ZACKBUM die Lektüre des «SonntagsBlick» aufgegeben. Die «Sonntagszeitung» schwankt auf der dünnen Linie zwischen Abfall und Beifall hin und her. Ein einigermassen sicherer Wert war bis anhin die NZZaS, wenn man ihre grenzdebile Beilage aussen vor lässt.

Aber auch das Mutterblatt schwächelt in letzter Zeit in einer Art, die besorgniserregend ist. Da ZACKBUM nur diagnostizieren und nicht therapieren kann, eine weitere Bestandsaufnahme der Merkwürdigkeiten, Flachheiten und Haltlosigkeiten.

Das fängt wie immer mit der Coverstory und ihrer Bebilderung an:

Auch bei dem Blatt aus dem Hause NZZ wogt nun Wokes? Mit Verlaub, Fussball, auch wenn das sexistisch und diskriminierend empfunden werden mag, gar als Ausdruck unserer «Rape Culture», ist ein Männerspiel. Von Männern, mit Männern, für Männer. Es gibt auch Frauenfussball, zugegeben. Aber das ist eine Verirrung wie Zwergenwerfen.

Warum nur, warum, muss dann die NZZaS zwei weibliche Fans ins Bild rücken? Und abgesehen davon, ist «Warum berührt Fussball unsere Seele?» wirklich ein Aufmacherthema für das Blatt der Richter und Denker? Die höchstens Kopfball spielen, und wer ist hier schon in der Lage, die Abseitsfalle richtig zu erklären.

Und daneben eine Blödelei über Garfield? Und weiter unten die überschätzte, aber von der NZZaS gehätschelte Krimiautorin Christine Brand? Dazu «Russische Hackerangriffe rollen an», eine Schlagzeile von zeitloser Aktualität.

Muss Beat Balzli den Leser in seinem Editorial wirklich damit belästigen, dass er schlecht geschlafen hat? Vom Start eines Jets auf einer Schweizer Autobahn zurück zur Landung in der Normandie: «Welch historische Klammer, welch Gänsehautmoment.» Welch Geschwurbel. Offen bleibt, ob Balzli beim Lesen seines Texts ein Feuerzeug oder das Handylicht geschwenkt hat.

Denn, es ist mal wieder so weit: «Sie ist die Zeitenwende, und sie ist gekommen, um zu bleiben. Die Welt, wie wir sie gekannt haben, existiert nicht mehr.» Und die Geschichte muss umgeschrieben werden. Und als Konzernlautsprecher muss Balzli natürlich auch noch das «Swiss Economic Forum der NZZ» erwähnen. Sich dafür aber mit quietschen Reifen in die Kurve legen.

Dann die übrige Doppelseite am Anfang zum brandheissen Thema: «Was soll das Ganze überhaupt?». Ist halt schon blöd, wenn der Bundesrat, der das Birkenstock-Theater inszeniert, zu den Freisinnigen gehört.

Dann aber eine lustige Sammlung von Europaparlamentariern als Ansammlung von Skandalnudeln und Ausgemusterten. Immerhin ein sinnvoller Beitrag zu den Wahlen, die den meisten Wahlberechtigten in der EU schwer am Füdli vorbeigeht.

Dann wirft die NZZaS das Dreigestirn Georg Humbel, Daniel Friedli und Simon Marti in die Schlacht. Allerdings hätten die ein besseres Thema verdient. Denn «Das Zürcher Liebesnest» des deutschen NSU-Terroristen, na ja. Die brandheisse Story:

«Der dringende Verdacht: Die Frau soll vor Jahren eine intime Beziehung mit einem der meistgesuchten Rechtsterroristen Deutschlands unterhalten haben. Sie soll die ehemalige Freundin von Uwe Mundlos sein. Der Terrorist habe sich während der brutalen Anschlagserie auf Ausländer immer wieder in der Schweiz aufgehalten, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».»

Also die Story ist vom «Spiegel», was können die drei – ausser abschreiben – sonst noch bieten? «Das Bundesamt für Justiz erklärt gegenüber der «NZZ am Sonntag», dass die Schweiz die deutschen Ermittlungen unterstützt». Hallo, Breaking News, der Hammer, wieso wird das nicht auf die Front gehämmert?

Vielleicht, weil das eigentlich die einzige News in diesem ellenlangen Artikel ist, der nochmals die längstbekannte Geschichte der rechten NSU-Terroristen nacherzählt. Und die Geschichte des «Spiegel». Angereichert mit solchen Hammerquotes: «Kenner des NSU halten Mundlos’ Schweizer Beziehung für plausibel

Aber nun kommt noch die Eigenrecherche, ganz gegen Schluss:

«Gemäss Recherchen der «NZZ am Sonntag» verkehrte die mutmassliche Freundin des Rechtsterroristen im Umfeld einer bekannten Band aus der Szene, für die sie Konzertsäle gemietet haben soll. Von deutschen Rechtsextremen wurde sie als wichtige Organisatorin bezeichnet. Die Frau lebte zeitweise in einer Wohngemeinschaft mit anderen Rechtsextremen in einer Zürcher Vorortsgemeinde.»

Wenn man «gemäss Recherche» schreiben muss, macht man sich eher lächerlich.

Aber leider: «Die Frau hat auf mehrfache Kontaktversuche dieser Zeitung nicht reagiert.» Richtig blöd ist dann: «Bei der Befragung im März soll die mutmassliche Freundin des Terroristen bestritten haben, Mundlos gekannt zu haben. Auch die Durchsuchung der Wohnung soll keine Ergebnisse geliefert haben, schreibt der «Spiegel». »

Oder auf Deutsch: dünne Geschichte, vom «Spiegel» angerührt, von der NZZaS nacherzählt, für den Schweizer Leser von sehr beschränktem Wert.

Dann begibt sich die NZZaS aber mutig in die Todeszone, in den Feminismus (oder das, was vom ihm heute noch übrig ist):

Streitende Frauen beim Frauenstreik? Kann man das mit Schlammcatchen regeln? Stutenbissig? Darf auch an Haaren gerissen werden? Warum müssen Frauen nur immer männliche Vorurteile bestätigen?

Wieso dann die NZZaS der Autorin Brand eine Doppelseite einräumt, obwohl die bekannt dafür ist, dass sie Crimestorys so erzählt, dass der Leser völlig verwirrt zurückbleibt? Dürfen wir den Anfang ihrer letzten in der NZZaS zitieren? «Noch denkt niemand etwas Schlimmes». Das wird schon bei Schulaufsätzen in der oberen Primarschule moniert.

Aber sehr lustig ist dann die Fortsetzung der Häme über die Migros, diesmal das «MMMuskelspiel». Der Migros-Kommunikationschef soll beim «Blick» interveniert – und indirekt mit einem Inserateboykott wegen zu kritischer Berichterstattung gedroht haben. Das ist grossartig, denn Christian Dorer war zuvor lange Jahre der erfolgreiche Oberchefredaktor der «Blick»-Gruppe, bis er von seiner Vorgesetzten wegen nie substantiierter, schwammiger Vorwürfe von einem Tag auf den anderen abserviert wurde.

Rache soll man kalt geniessen, obwohl der Mann mit dem Schwiegersohncharme das natürlich abstreiten würde.

Das sagte sich offenbar auch Peer Teuwsen, der sich immerhin die Feder an den Hut stecken kann, auf die skandalöse Behandlung des Autors Alain Claude Sulzer aufmerksam gemacht zu haben. Der sollte über die Verwendung des Wortes «Zigeuner» in einem eingereichtem Manuskript ernsthaft nachdenken, obwohl die Handlung in den 70er-Jahren spielt, wo der Begriff diskriminierungsfrei in aller Munde war. Sonst bekäme er halt keine Fördermittel.

Sulzer zog daraufhin sein Gesuch zurück. «Was wurde er verhöhnt und als Mimose belächelt. Er hätte doch sehr wohl zu einem Gespräch mit der staatlichen Förderungsstelle erscheinen können», schreibt Teuwsen. Aber: es war alles noch viel schlimmer: Die Baselbieter Kulturchefin «Esther Roth hatte ihr Veto eingelegt, sie sei laut GPK (Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rats, Red.) nicht bereit gewesen, «Mittel zu sprechen». Entgegen der Empfehlung des Fachausschusses, der das Gesuch «aufgrund seiner literarischen Qualität» fördern und dies dem Autor schriftlich mitteilen wollte».

Roth hatte zuvor noch den Vorwurf der Zensur weit von sich gewiesen. Nun will sie «keine Stellung nehmen», der Autor Sulzer ist «nur noch sprachlos angesichts dieser staatlichen Willkür». Es bleibt zu hoffen, dass die von Anfang an laut gewordenen Rücktrittsforderungen gegen Roth endlich erfüllt werden.

Was ist bloss mit der NZZaS los?

Erfindet sie sich nicht neu, dann könnte sie untergehen.

Die NZZaS hat, ungewöhnlich für beharrliche und gemächliche alte Tante an der Falkenstrasse, einige Chefredaktorenwechsel hinter sich. Der erste Nachfolger von Felix E. Müller wurde als zu leicht befunden. Der zweite wurde von der Redaktion weggemobbt. Nun ist der dritte am Gerät, der eigentlich gar nicht dafür, sondern für einen Einsatz in Deutschland vorgesehen war.

Beat Balzlis Editorials merkt man an, dass er noch sehr in Deutschland verwurzelt ist, dass er ein Wirtschaftsjournalist ist und dass er niemandem auf die Füsse treten will. Seiner Redaktion, offenbar gewitzigt von den Erfahrungen seines Vorgängers, lässt er weitgehend Freiraum. Den sie dann auch – zum Leidwesen des Lesers – fleissig ausnützt. Egotrips, Geschmäcklerisches von Spesenkönig Peer Teuwsen, das Feuilleton tobt sich ungehemmt aus, das Magazin müsste eigentlich sofort eingestellt werden, bevor es noch mehr zur Lachnummer verkommt.

Von der erwarteten Online-Offensive ist nichts zu merken, intelligenter und unterhaltsamer Denkstoff auf Niveau, schön wär’s. Es ist die Frage, wie lange God almighty Eric Gujer hier noch zuschaut, bis er die Fusion mit der NZZ vollendet und den Chefredaktor der NZZaS zum Grüssaugust zurückstuft. Das wäre dann nicht mehr Balzli, der sich endlich der Aufgabe widmen könnte, für die er für teures Geld eingekauft wurde. WEr’s dann würde, schwer zu sagen. Nur eines ist klar: es wird eine Frau sein, wetten?

Aber zurück in die Gegenwart. Ein Editorial über das Klima-Urteil von Strassburg und die Reaktion der Ständeräte? Echt jetzt? Die Schlafpille zum Einstieg. Dann ein Stück Betrachten der Betrachter beim Betrachten. Die Betrachter betrachten Amal Clooney, an der sich Kritiker des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) abarbeiten, die wegen den Haftbefehlen gegen den israelischen Ministerpräsidenten und seinen Verteidigungsminister in Wallungen geraten. Sie behandeln sie dabei sexistisch wie ein Pin-up-Girl.

Clooney gehört nämlich einem hochkarätigen Expertenteam an, mit Juristen der allerersten Liga, die den Erlass von Haftbefehlen für alle für rechtens beurteilt haben. Ende der Durchsage. Oder höchstens noch das, was Clooney hinzufügt: «Kein Konflikt darf ausserhalb des Rechts sein, kein Täter über dem Gesetz.» Einfacher kann man es selbst für Blödköpfe und unreflektierte Israel-Groupies nicht sagen.

Aber immerhin, auch die NZZaS arbeitet zwar mit dem Glamour-Faktor, indem sie ein Foto verwendet, auf dem Amal in Designerrobe an der Seite vom nicht minder attraktiven George posiert. Aber sie würdigt deren Eintreten als Menschenrechtsanwältin; ein Gebiet, auf dem sie sich grosse Meriten erworben hat.

Selbstverständlich verübte und verübt die Hamas Kriegsverbrechen. Deren kann sie auch angeklagt werden, weil sie den ICC anerkennt. Israels Regierungspersonal kann nur angeklagt werden, weil es dort wütet; der Staat anerkennt (wie die USA, wie Russland, wie Syrien) den Gerichtshof nicht.

Also, das Foto ist der NZZaS unwürdig, der Text nicht.

Die nächste Seite ist mehr Bauchnabelschau, denn sie handelt vom Niedergang der deutschen FDP. Als klarer Warnhinweis an die Schweizer Freisinnigen: aufgepasst, so könnte es euch auch gehen. Überhaupt, die NZZaS beschreibt mit Lust Abgänge: «Da stand der britische Premierminister Rishi Sunak am Mittwoch vor dem Regierungssitz in Downing Street sprichwörtlich im Regen. Das englische Wetter, das die Himmelsschleusen immer zum richtigen Zeitpunkt öffnet, durchnässte seinen massgeschneiderten Anzug. Je  länger die Rede dauerte, desto mehr klebte das Jackett an seinem Körper.»

Dann wird’s allerdings etwa zeitgeistig dünn, angefangen beim Titel: «Fremde im eigenen Bad». Hä? Gemeint ist, dass angesichts der Mietzinse nicht nur Studenten (Pardon «Studierende», wieso dann aber nicht Berufstätigende?) in WGs ziehen. Der Klassiker wird albgenudelt, Einzelfall, dann Aufschwung ins Allgemeine, dann der Fachmann, dann wieder Einzelfälle. Gähn.

Peer Teuwsen weiss genau, der bislang nicht gross als TV-Experte auffiel, was die neue SRG-Direktorin zu tun hat. Typischer Besserwisser-Journalismus.

Dann sozusagen das Herzstück dieser Ausgabe, eine Abrechnung mit der Migros. Ein echtes Sahnestück, gut recherchiert, munter geschrieben: «Doch das grosse M ist derzeit eher ein auf den Kopf gestelltes W: Es wankt, es wackelt, es wurstelt vor sich hin.» Ein Lob für Moritz Kaufmann und Janique Weder. Sie hätten allerdings eine bessere Illustratorin verdient; das Gekleckse schreckt den Leser eher ab, als dass es ihn animiert. Was schade wäre. Was da blaue Männchen mit zu Dreiecken verformten Pinseln wollen oder sollen, ein Graus:

Dass man das auch mit Texten kann, beweist dann Teuwsen, Rostock. Dorthin ist er geeilt, um ein paar Sätze mit der deutschen Erfolgsautorin Caroline Wahl zu wechseln. Die sei grossartig, besonders, was ihre Dialogführung betrifft, behauptet Teuwsen. Dann gibt er ein Beispiel dafür (ZACKBUM versichert eidesstattlich: das haben wir nicht erfunden):

«Tilda: Ida. Ich schüttle den Kopf. Ida: Nein, Tilda. Tilda: Ida. Ich weiss einfach nicht mehr, was ich machen soll. Wie ich dir helfen kann. Ich: Gar nicht. Ich brauche keine Hilfe. Tilda: Ich mache mir Sorgen. Ida: Musst du nicht. Ida: Ich habe es doch bis jetzt ganz gut allein geschafft. Habe ich das gerade wirklich gesagt?, frage ich mich, sehe in Tildas Augen, dass ich das gerade wirklich gesagt habe, und wir brechen tränend in Lachen aus. Ich korrigiere: Ich habe bis jetzt überlebt.»

Den Text von Teuwsen muss man auch überleben … Da kann man sich nur damit trösten, im Kino den Kracher «Furiosa: A Mad Max Saga» anzuschauen.

 

Gute Nachricht zuerst

Anlass zu leisem Optimismus im neuen Jahr.

ZACKBUM hat diverse Male beklagt, dass die Medienkolumne in der NZZaS eine Schande für die Zunft, die Medien und die Kolumne ist.

Das perlte an den Verursachern nicht ohne Reaktion ab. Alina Wanner keifte in einer Kolumne zurück und keilte so unanständig gegen ZACKBUM, dass die Sonntagszeitung eine Gegendarstellung in Form eines Leserbriefs veröffentlichen musste.

Aber nun hat das Elend sein Ende. Beat Balzli bedankt sich bei den beiden letzten Kolumnisten, ohne ihre Vorgänger zu erwähnen. Der schreibende Rentner und die noch nicht verrentete Schreiberin lassen zukünftig die Leser, die Medien und die deutsche Sprache in Ruhe.

Immerhin.

Ein grauenvolles Jahr

Tiefseebohrung. Das beschreibt den Zustand der Schweizer Medien im Jahr 2023.

Dass nach der Entlassungsrunde vor der Entlassungsrunde ist, daran mussten sich die verbliebenen angestellten Redakteure gewöhnen. Die grossen Verlagshäuser Tamedia, CH Media und Ringier zeigen damit den überlebenden Journalisten, was sie von ihnen halten: nichts.

Sie sind ein unangenehmer Kostenfaktor, bis die KI die meisten ihrer Aufgaben übernimmt. Den gutbezahlten Managern in der Teppichetage ist auch 2023 nur ein einziges Heilmittel gegen die Arglist der Zeit eingefallen: sparen, feuern, letzte Fleischreste vom Knochen abschaben. Das ist erbärmlich.

Allerdings tun auch die Journalisten nicht gerade viel, um die wichtigsten Assets, Glaubwürdigkeit und Vertrauen, zu schützen und zu bewahren. Nabelschau, kreischige Rechthaberei, Bedienung der Gesinnungsblase, Schwarzweiss-Verblödung. Wer dachte, man sei noch nie so schlecht über einen Krieg informiert gewesen wie in der Ukraine, sah sich eines Schlechteren belehrt. Was im Gazastreifen tatsächlich passiert, niemand weiss Genaueres.

In beiden Fällen versagt die Journaille auf einem ihrer wichtigsten Handlungsfelder: analytische Einordnung liefern, Argumente zur Bildung einer eigenen Meinung bei den Lesern. Da vielfach ältere und damit teurere Journalisten weggespart werden, sinkt das allgemeine Niveau der Berichterstattung auf erschreckend bildungs- und kulturlose Minusgrade. Historische Zusammenhänge, Kenntnis von Kultur und Literatur, was nicht im schnellen Zugriff mit Google aufpoppt, existiert nicht.

Wenn die Sprachverbrecher Lukas Bärfuss und Kim de l’Horizon als die zwei bedeutendsten Vertreter der Schweizer Gegenwartsliteratur angesehen werden, dann ist wohl der Boden der Geschmacklosigkeit erreicht. Wobei man mit solchen Vermutungen vorsichtig sein sollte. Bevor Kim auftauchte, meinte man den mit Bärfuss alleine schon ausgelotet.

Wer meinte, die Sprachreinigungshysterie, die Verhunzung der deutschen Sprache durch Gender-Sternchen und andere Methoden zur angeblichen Inkludierung habe einen dermassen hysterischen Höhepunkt erreicht, dass es nur noch vernünftiger werden könne, sah sich ein weiteres Mal getäuscht. Das gilt auch für alle Post-#metoo-Schwurbeleien.

Unbelegte Anschuldigungen öffentlichkeitsgeiler Weiber oder anonymer Denunzianten reichten auch 2023 aus, um Karrieren zu vernichten oder Menschen fertigzumachen. Trotz vielen Flops haben die Scharfrichter in den Medien nichts dazugelernt. Schnelle Vorverurteilung, grosse Entrüstung, dann peinlich berührtes Schweigen, wenn der Skandal mal wieder keiner war. Aber auf zum nächsten, der kommt bestimmt.

Auch als Jahresbilanz muss man festhalten: Dass sich die Medienproduzenten weiterhin von Google, Facebook & Co. online die Werbebutter vom Brot nehmen lassen, ist an Unfähigkeit und Dummheit nicht zu übertreffen. Das Gejammer über wegfallende Print-Inserate und der anhaltende Ruf nach staatlicher Unterstützung der Vierten Gewalt sollen nur übertönen, dass die Krise der Medien nicht den Umständen geschuldet ist, sondern selbstverschuldet.

Kein vernünftiges Distributionsmodell, das aberwitzige Geschäftsmodell, für immer weniger immer mehr zu verlangen, seichte Inhalte, sich im Hamsterrad der Online-Produktion bis zur Bewusstlosigkeit drehende News-Abdecker – wie kann man für diese klägliche Leistung ernsthaft Geld vom Konsumenten verlangen?

Geradezu autistisch richten viele Redakteure ihren Blick an diesen Problemen vorbei, schauen in sich hinein und langweilen den Leser mit der Leere, der sie dort begegnen. Oder regen ihn auf, indem sie ihre politischen und sozialen Steckenpferde auf offener Bühne zu Tode reiten. Ein Kommentar zur Gratis-Abgabe von Tampons, wieso traut sich keiner mehr, die einzig richtige Antwort an der Themenkonferenz zu geben: «Aber nicht im Ernst

In diesem Niedergang wird das Schweizer Farbfernsehen, die mit Gebühren alimentierten Radiosender immer wichtiger. Aber das Angebot der SRG ist dermassen lausig, dass die 200-Franken-Gebühreninitiative intakte Chancen hat. Auch hier ist es den privaten Unternehmen nicht gelungen, eine valable Konkurrenz dazu auf die Beine zu stellen. Das sei eben die Übermacht der SRG, jammert der Wannerclan von CH Media. Anstatt zuzugeben, dass die Einkaufstour in den elektronischen und Printmedien als deutlichstes Resultat lediglich eine Massenentlassung gebracht hat.

Völlig von der Rolle sind Tamedia und Ringier. Der Tagi war einmal eine ernstzunehmende, linksliberale Stimme, seine Leitartikel und Forderungen hatten Gewicht. Aber heute? Das nimmt doch keiner mehr ernst, wenn sich die Oberchefredaktorin zu Wort meldet und absurde Forderungen zu den nächsten Bundesratswahlen aufstellt.

Der «Blick» als wichtigstes Organ des Hauses Ringier wurde seines Wesenskerns beraubt, die Führungsriege geköpft, dafür ein Rudel von Heads und Chiefs installiert, deren Funktionsbezeichnungen kabarettreif sind. Weniger lustig sind allerdings ihre Leistungen. Springer zieht weiter in die Zukunft und trennt sich konsequent von seinen Printtiteln. Ringier kauft sie auf. Mathias Döpfner mag persönlich ein eher unausstehlicher Mensch sein, was er mit Marc Walder gemein hat. Aber der Unterschied im Wirken und in der Performance der beiden an ihren Unternehmen beteiligten CEOs ist unübersehbar.

Ach, und die NZZ? Ein Leuchtturm mit einigen blinden Flecken auf der Linse, das Bild ist schwer zu schlagen, so zutreffend ist es. Häufig Labsal und Kopfnahrung, manchmal aber auch ärgerliche Ausflüge ins Unterholz der vorgefassten Meinungen und neuerdings auch üblen Rempeleien in einer Tonlage, die die alte Tante seit Ende des Kalten Kriegs nicht mehr verwendete.

Auch der ruppige Umgang mit Chefredaktoren ist neu. War die Absetzung von Markus Spillmann zwar ein absolutes Novum, aber dennoch gerechtfertigt, wurde die Absetzung von Luzi Bernet und sein Ersatz durch Jonas Projer eher ruppig durchgeführt. Das war aber noch geradezu stilvoll und zartbesaitet im Vergleich dazu, wie dann Projer entsorgt wurde.

Dabei, wie bei der Nicht-Inauguration von Markus Somm als NZZ-Chefredaktor, spielte die Redaktion eine üble Rolle. Bei Somm stellte sich im Nachhinein heraus – als er mit der Absurd-Idee, aus dem «Nebelspalter» ein bürgerlich konservatives Kampforgan zu machen, baden ging –, dass der NZZ doch einiges erspart blieb. Aber der Zwergenaufstand in der Redaktion gegen Projer führte nur erwartungsgemäss dazu, dass die NZZaS viel näher an das Stammblatt gebunden wurde. Der notfallmässig installierte Beat Balzli ist noch viel mehr von der Gnade Eric Gujers abhängig als sein Vorgänger.

Allerhand Betrübliches und Besorgniserregendes ist von den Medien im Jahr 2023 zu vermelden. Gibt es Hoffnung für 2024? Für die klassische Medien nicht. Vor allem bei Jugendlichen haben sie längst die Meinungshoheit als Newslieferant verloren. Wenn der Bezahl-Inhalt qualitativ sich kaum von Gratis-Angeboten unterscheidet, wieso soll ein vernünftiger Mensch noch etwas bezahlen?

Natürlich sollte der Content einer Newsplattform nicht gratis sein. Eine Bezahlschranke macht aber nur dann Sinn, wenn dieser Inhalt auch etwas wert ist. «Blick+» ist das beste Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Die Idee wurde bei «Bild+» abgekupfert, aber jämmerlich umgesetzt. Tamedia macht ähnlichen Unsinn, indem es beim Berliner «Tagesspiegel» die Idee übernimmt, sauteure Angebote für spezifische Zielgruppen zu machen. Wer einen  fantasielosen Verwaltungsrat mit einer digitalen Offensive betraut, der sich dann an seine frühere Wirkungsstätte erinnert, ist selber schuld.

Nein, das ist kein Aufsteller,diese Jahresbilanz. Aber zum Jammertal, durch das der Journalismus wankt, passt eben auch, dass solche offenen Worte nurmehr hier auf ZACKBUM möglich sind.

Für das anhaltende Leserinteresse, liebe Worte (immer hinter vorgehaltener Hand) und auch (wenige) Widerworte danken wir ganz herzlich.

 

Macht’s KI besser?

Wie die NZZaS beweist: nein.

Diese Illustration ist, wie man mit der Lupe der Byline entnehmen kann, mittels KI hergestellt worden. Sie vermischt den angestaubten Groove der 70er-Jahre mit der Art, ein Gesicht zu modellieren, wie es im Anfängerkurs für Zeichner geübt wird. Prozentzeichen in den Augen, das rundet das Bild noch mit einem Schon-wieder-Effekt ab.

Aber wer weiss, vielleicht wäre eine hausgemachte Illu noch viel schlimmer herausgekommen. Aber das ist nur die Ouvertüre für noch viel Schlimmeres.

Mal im Ernst, lieber Beat Balzli, das soll die erste Doppelseite im Heft sein? Ein misslungener Wortscherz als Titel, ein riesengrosses, aber völlig inhaltsleeres Visual, umrahmt von einem ungeheuerlichen Textriemen, der zudem in seiner Aussage so dünn ist, dass man auch eine Kurzmeldung daraus machen könnte?

Seich und Scheich, Schleich und reich, wären das nicht wenigstens bessere Titel gewesen? Oder noch besser: hätte man den Platz nicht entschieden besser verwenden können?

Aber immerhin, auf Seite vier fährt die NZZaS mit einer Berichterstattung fort, die sonst kein Organ leistet: «Was tun die israelischen Siedler, während im Gaza gekämpft wird? Ein Besuch im Westjordanland». Denn häufig wird übersehen, dass in der illegalen Besiedlung und durch die massenweise Ermordung von Palästinensern auch hier Israel nicht wirklich darum bemüht ist, irgendwann einmal die Voraussetzungen für eine Verhandlungslösung zu schaffen.

Hier schwafelt die Direktorin einer NGO, die sich für die Interessen der Siedler einsetzt: «Es gibt ein palästinensisches Heimatland, das von den Vereinten Nationen geschaffen wurde. Es heisst Jordanien.» Und wer meint, religiöser Wahnsinn sei von der Hamas gepachtet, wird von ihr eines Schlechteren belehrt: «Es ist unsere religiöse Pflicht, das Land zu besiedeln, das Gott uns gegeben hat.»

Auf Seite 12 setzt die NZZaS dann ihr Tradition fort, mit einer denunziatorisch-unanständigen Fotografie das Niveau deutlich nach unten zu senken:

Selbst der Chefredaktor der NZZaS sähe ziemlich bescheuert aus, wenn man ihn so fotografierte. Das tat das Blatt schon bei einem AfD-Politiker, ohne sich dafür zu schämen. Da wir damals nur eine nassforsche Antwort der Unternehmenskommunikation bekamen, als ZACKBUM Beat Balzli anfragte, was er denn davon halte, verzichteten wir diesmal.

Obwohl hier nicht nur das Foto, sondern auch der Titel von einer unanständigen Häme ist, die nichts mit seriösem Journalismus zu tun hat.

Völlig von der Rolle ist dann auch der Aufmacher der Kommentar-Seite. Der Fern-Korrespondent Markus Bernath aus Wien meldet sich zur Abwechslung nicht mit einem Aufruf zur Fortsetzung des Gemetzels in der Ukraine zu Wort. Aber er kann sich dennoch ins Absurde steigern: «Das Heilige Römische Reich muss Vorbild der EU werden». In Wien ist sicherlich die Toleranz gegenüber Bedepperten und Belämmerten grösser als anderswo auf der Welt. Wieso aber die NZZaS einen solchen Titel (vom Inhalt ganz zu schweigen) dem fassungslosen Leser vorsetzt, das muss das süsse Geheimnis eines neuen Chefredaktors bleiben, der seinen Laden offensichtlich noch nicht im Griff hat.

Das gilt auch für die Story «Krieg gegen die Frauen. … Sexualisierte Gewalt im Krieg ist uralt, über ihren Einsatz als Kriegstaktik spricht man aber erst seit kurzem». Es ist bis zu einem gewissen Grad erlaubt, eine verschnarchte Uralt-Story verbal im Lead aufzupumpen. Aber hier verlassen Gina Bachmann und Raphaela Roth definitiv den Streubereich der Wirklichkeit. Letztere nicht zum ersten Mal. Über Vergewaltigung als Bestandteil der Kriegsführung wird schon seit vielen Jahren geforscht und publiziert. Auch wenn das die beiden Damen vielleicht nicht mitbekommen haben sollten.

Der ungebremste Niedergang setzt sich auf Seite 23 fort. Hier versemmelt Nicole Althaus mal wieder ein im Prinzip interessantes Thema. Nein, es ist nicht dir Rede von Wechseljahren, sondern von Charisma. Spannende Sache, nur: charismatische Menschen überschritten Grenzen, weiss Althaus. Das ist noch ein – wenn auch langweiliger – Ansatz. Ungenießbar macht das Folgende dann der Nachsatz: «Aber warum sind das oft vor allem Männer?»

«Oft vor allem», deutlicher kann man die Unsicherheit der Autorin, ob sie da auf dem richtigen Weg sei, nicht ausdrücken. Immerhin: das warnt den intelligenten Leser davor, weiter seine Zeit zu verschwenden. Dass man die Seite ohne Erkenntnisverlust überblättern kann, beweisen auch Aline WannerFast wie die Werbung einer Sekte») und Rolf DobelliSeien Sie unzuverlässig») mit ihren Titeln. Danke schön.

«Wirtschaft»? Der reichlich vorhandene «Sponsored Content» ist mit Abstand das Interessanteste … Aber immerhin, die «Kultur» glänzt für ein Mal mit einer Abrechnung mit dem unfähigen Direktor von «Pro Helvetia». Nach dieser Breitseite ist es immerhin fraglich, ob er wirklich bis 2025 im Amt überleben wird.

Das beschwingt, bis man zur letzten Seite gelangt. «Die Summe aller Frauen, Teil 42». Das Grauen nimmt kein Ende.

 

Ist nicht lustig

Die NZZaS macht Gähn-Journalismus.

Neuer Chefredaktor, das verheisst eigentlich immer Neues. Neuer Auftritt, neuer Elan, neue Schwerpunkte. Neuer Auftritt, das ist Beat Balzli immerhin gelungen. Die Frontseite ist nun nicht mehr der Furz eines AD, sondern eine modernem Journalismus entsprechende Seite eins.

Aber sonst?

Büchertipps als Aufmacher, Nicole Althaus darf sich schon wieder ihrem Lieblingsthema, der Menopause, widmen. Ein parteipolitischer Schuss vor den Bug des SP-Kandidaten Beat Jans. Der Wolf. Die Armee. Gähn.

Ein Editorial als ordnungspolitischer Zwischenruf gegen Demokratiemüdigkeit. Schnarch. Kriegsgegurgel, die «prahlenden Russen» gegen die «kriegsmüden Europäer»: Stefan Scholl und Markus Bernath dürfen ihre Steckenpferde zu Schanden reiten. Wieder und wieder. Man reiche das Riechsalz.

Blätter, blätter. «Die Hälfte der Menschheit muss durch die Wechseljahre». Und das, seit es die Menstruation gibt. Aber muss das die andere Hälfte der Menschheit, dazu die Hälfte der Frauen, die es noch vor sich haben, die dritte Hälfte, die es hinter sich hat, wirklich lesen? Man reiche Streichhölzer für die Augenlider.

Bis Seite 22 durfte man hoffen, dass die Seite mit der Gastkolumne der «Scherz, du bist umzingelt»-Komikerin Patti Basler, dem leider immer noch nicht vollständig pensionierten Felix E. Müller und dem Rezyklier-Monster Rolf Dobelli gespült wurde. Aber nein, hier sind diese Schlafwandler.

Dann aber der Aufreger: «Eine gut getarnte Geldvernichtung», so fährt die NZZaS der Verteidigungsministerin Viola Amherd an den Panzer. Ob sie das auch täte, wenn die in der FDP wäre?

Zoé Baches und Jürg Meier machen den Sargdeckel über der Credit Suisse nochmal auf. Tapfer, aber völlig sinnlos. Neu-Kolumnistin Nicole Kopp hat herausgefunden, dass Smartphone, asoziale Medien und der E-Mail-Posteingang von der Arbeit ablenken. Ratschlag: «Hauptsache, die Konzentration kehrt zurück.» Oder das Schlafbedürfnis. Um diese uralte Erkenntnis lauwarm zu servieren, dafür sollte sie eigentlich gecancelt werden. Aber sie ist eine Frau, also wird das nicht geschehen.

Ach, und dann gibt es Ilja Trojanow immer noch. Gut zu wissen, gut für ihn. Schlecht für den Leser.

Apropos: «Die Summe aller Frauen, Teil 41». Zum Einschlafen noch ein Alptraum. Super.

 

Unternehmenskommunikation

Wie würde wohl die NZZaS darauf reagieren?

Es ist bekannt: Journalisten sind im Austeilen Weltmeister, beim Einstecken haben Sie ein Glaskinn.

Gerne heulen Sie auch auf, wenn ihre journalistischen Anfragen nicht oder schnippisch beantwortet werden. Diesem edlen Brauch schliesst sich ZACKBUM gerne an.

Die aktuelle NZZaS veröffentlichte dieses demagogisch-unanständige Foto eines AfD-Politikers:

Es steht ausser Frage, dass das im seriösen Journalismus nicht geht, deshalb hat ZACKBUM das scharf kritisiert. Nun wollten wir dem frischgebackenen Chefredaktor Beat Balzli gerne Gelegenheit zur Stellungnahme geben:

An Sie nun die Frage, was Sie von der Photographie zum Artikel «Mit Umfragen gedopt» halten. Stimmen Sie mir zu, dass das eine unanständige, demagogische Abqualifizierung eines offenkundig nicht als Sympathieträger geltenden AfD-Politikers ist?
Wenn ja, werden Sie das öffentlich richtigstellen oder zumindest hier auf ZACKBUM?
Darauf sollte man eine anständige Antwort erwarten dürfen. Geantwortet wurde, allerdings nicht von Balzli, sondern von der Leiterin Unternehmenskommunikation der NZZ AG. Sie probiert es im nassforschen Ton:
«Vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir wollen mit unserem Journalismus Debatten anstossen. Offenbar gelingt uns das.»
Mit solchen Fotos will also die NZZ neuerdings Debatten anstossen. Das gelingt ihr tatsächlich. Allerdings steht es wohl ausser Debatte, dass das weder dem Stil des Hauses, noch primitivsten Anstandsregeln, noch einem respektvollen Umgang mit politischen Gegnern entspricht.
Man kann sich vorstellen, was die NZZ rhabarbern würde, wenn von einem FDP-Politiker oder gar ihrem Chefredaktor ein solches Foto öffentlich verwendet würde.
Dass sich Balzli gleich am Anfang seiner neuen Karriere wegduckt und hinter der Leiterin Unternehmenskommunikation versteckt, ist auch nicht die feine oder mutige Art.
Wie schriebe da die alte Tante, würde es sie nicht selbst betreffen? Quo vadis, NZZaS?

Darf’s etwas weniger sein?

NZZamSonntag und ihr Magazin dümpeln unter neuer Leitung.

Vielleicht ist der Stossseufzer über dem Titel des «NZZ am Sonntag Magazin» ernst gemeint: «Bringt uns die Chefs zurück!».

Zwar hat die NZZaS inzwischen fast mehr Häuptlinge als Indianer. Das Resultat ist aber nicht wirklich eine Friedenspfeife wert; der Leser fühlt sich eher an den Marterpfahl gebunden.

Fangen wir mit der grossen Folter an, dem Magazin. Kann man so ein Cover wirklich ernst meinen?

ZACKBUM liest auch nicht zum Spass, muss sich das aber schöntrinken. Als überzeugte Kampffeministen fragen wir uns einleitend, ob so eine Werbung noch geht:

Aber gut, heutzutage muss jede Redaktion schauen, wo das Geld herkommt. Aber gleich mit Kleingeld klimpern und eine Idee der Konkurrenz rezyklieren, gehört sich das heutzutage auch, lieber Herr Christoph Zürcher?

Trump, Milet, Wilders, Johnson, wie oft werden deren Frisuren wohl noch durchgehechelt? Und braucht es wirklich zwei Nasen, um Weinnase Peter Keller zum x-ten Mal Antworten über alles, «was man über vergärten Traubensaft wissen muss», zu entlocken? Und gibt es denn keinen Redigator bei der NZZ, der diese Krampfumschreibung für Wein streicht?

Gut, wahrscheinlich traut sich Beat Balzli vor Weihnachten nicht, das Magazin zu spülen. Aber fürs nächste Jahr besteht doch wohl Hoffnung.

Immerhin, die Front kommt viel aufgeräumter daher als vorher, wo irgend ein bis auf die Unterhose schwarz gekleideter AD die hirnrissige Idee hatte, an bester Stelle einen Weissraum einzurichten:

Sechs Anrisse, darunter eine hübsche Illustration zur Bauernmacht, dazu vier Artikelstarts. Nicht schlecht. Bloss das Zitat könnte man sich entweder sparen oder halt etwas Kräftigeres als das Gedöns von Gordana Mijuk  («Dubai steht für …») finden.

Dass Balzli in seinem Editorial sein Lieblingssteckenpferd reitet, das Banking, nun ja, er fängt ja erst an, eine Sonntagszeitung zu machen. Wieso er eigentlich zu diesem Job kam (ursprünglich war er bei der NZZ für Deutschland vorgesehen), muss noch enträtselt werden. Genauer: wer im letzten Moment absagte.

Dass die Bauern in der politischen Schweiz über eine noch schlagkräftigere Lobby als Pharma und Finanzen verfügen, ist nun auch eine Erkenntnis, die dem Wetterbericht von gestern ähnelt.

Leider pflegt dann die NZZaS die Unsitte, jemanden, der ihr nicht passt, mit einem demagogischen Bild eins in die Fresse zu hauen. Erstaunlich, auf welch primitives Niveau die alte Tante immer wieder sinken kann:

Es mag viele Gründe geben, die AfD oder ihre Protagonisten nicht zu mögen. Aber deswegen jeglichen journalistischen Anstand zu verlieren, das geht dann auch nicht.

Ziemlich lustig hingegen ist der Versuch der NZZaS, die Aussage von Bundesrätin Baume-Schneider zu stützen, dass die Schweiz ohne weiteres 12 Millionen Einwohner haben könne. Wie das? Nun, von Japan lernen, empfiehlt Felix Lill aus Tokio. Schliesslich beherberge dieser «grösste Ballungsraum der Welt auf deutlich weniger Raum als die Schweiz gut viermal so viele Menschen», nämlich 37 Millionen.

Die Tipps gehören aber eher in die Sendung «Es darf gelacht werden». Waschsalons sparen den Platz für eine «sperrige Waschmaschine», als ob in der Schweiz viele Mieter darüber verfügen würden. Sauglatt ist auch der Hinweis, dass «billige Schnellrestaurants» die «eigene, enge Küche entlasten» können. Liebes-Hotels gäben «Raum für jeden Fetisch». Dazu Wohnungen ohne Bad, zu Fuss einkaufen, schliesslich die «letzte Ruhe im Urnenturm». Wieso die NZZaS – vorausgesetzt, sie will einen gewissen Qualitätsanspruch behalten – diesem «International Journalist» ihre Spalten öffnet, der aus «mehr als 40 Ländern» berichtet haben will, bleibt schleierhaft. Ausser als Sparmassnahme.

Unter diese Rubrik fällt wohl auch «Corona, willkommen zurück!» Pädagogisch wertvoll, sonst aber schnarchlangweilig ist die Reportage, wie denn Videos aus Nahost auf Jugendliche wirken. Aber, es gibt Lichtblicke. So die Reportage über einen zwielichtigen iranischen Vertrauensanwalt der dortigen Schweizer Botschaft.

Gleich um die Rettung der Demokratie («Republik», aufgepasst) kümmert sich Alain Zucker. Wie? Er interviewt den Politologen (who the fuck is) Daniel Ziblatt. Der sei «Politikprofessor an der Harvard University». Allerdings gehört er nicht zu den genau 25 University Professors, ein Ehrentitel dort. Sondern zu den über 2000 dort Lehrenden oder Forschenden. Auch dieses Interview, immerhin ein Service am Leser, hat einen Titel, der es einem leicht macht, auf die Lektüre zu verzichten: «Reiche Demokratien sterben nicht».

Sterbenslangweilig ist dann die Seite «Report und Debatte». Beides findet dort nicht statt. Sondern Schnarchkolumnen vom selbst bei Tamedia abgehalfterten Michael Hermann, der nichts Eigenes zustande bringenden Aline Wanner und vom sich selber rezyklierenden Rolf Dobelli. Einwandfrei der Tiefpunkt des Blatts.

Interessant wird es dann im Wirtschaftsteil. Dort bekommt Iqbal Khan von der UBS Gelegenheit, sich von allen Sünden reinzuwaschen, Lobeshymnen auf seinen Chef Ermotti zu singen und sich so in die Pole Position für dessen Nachfolge zu bringen. Das nennt man Beziehungspflege à la NZZ. Muss es aber sein, selbst solche Flachheiten ohne kritische Nachfrage hinzunehmen? «Die Grösse der UBS sorgt für mehr Stabilität». Wie schon der Kapitän der Titanic sagte.

In der Kultur setzt man auf sichere Werte. Ein Interview mit Christoph Waltz, dessen Schauspielkunst an diejenige von Arnold Schwarzenegger erinnert. Beide kommen mit zwei, maximal drei Gesichtsausdrücken durchs Leben. Und thanks God it’s Christmas. Zeit, «Unsere Besten 2023» auszupacken, das Recycling-Angebot für die Alzheimer-Kranken unter den Lesern.

Dann noch «Die Summe all …», irgendwie soll der Titel weitergehen, aber das hat ZACKBUM nicht ausgehalten.