• Home
  • QA
  • Links
  • Podcast
  • Video
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Schlagwortarchiv für: Ausländerkriminalität

René Zeyer

Was guckst du?

1. Juli 2026/5 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Die Nationalitätenfrage beim Massaker von Stade.

In der norddeutschen Stadt Stade sind sechs Personen durch Schüsse tödlich verletzt worden. Es soll sich vermutlich um einen Sorgerechtsstreit handeln, der völlig entgleiste.

Natürlich begann sofort die Motivforschung und die Frage, wer denn der Täter sei. Er soll 45 Jahre alt sein und bereits zuvor polizeiauffällig. Soweit ist sein Hintergrund unbestritten.

Allerdings gibt es eine heikle Frage: welcher Nationalität gehört er an, bzw. was ist sein kultureller Hintergrund, welche Rolle könnte seine Mentalität gespielt haben, seine Herkunft, seine Überzeugungen?

Da begann dann das grosse Eiern. «Der Verdächtige sei ein 45-Jähriger aus dem Raum Hannover», wusste die «Süddeutsche Zeitung». Es handle sich beim «mutmasslichen Schützen» um «einen 45-jährigen Deutschen mit türkischen Wurzeln», berichtete die NZZ. Noch undeutlicher ist Tamedia: «Die Polizei hat zwei Menschen festgenommen. Darunter ist auch der mutmassliche Schütze. Die Rolle der zweiten Person ist unklar.»

Für den «Blick» ist es auch Tage danach ein «45-jähriger Angreifer mit türkischen Wurzeln». Nur die «Bild» spricht schnell Klartext: Es handle sich um eine in Deutschland geborene Person mit türkischer Staatsbürgerschaft.

Das liegt zunächst daran, dass die Polizei in Niedersachsen die Nationalität von Tatverdächtigen nicht routinemässig veröffentlicht. Innenministerium und Polizei begründen dies mit Persönlichkeitsrechten und dem fehlenden unmittelbaren Zusammenhang zwischen Staatsangehörigkeit und Straftat.

Im Gegensatz zur Schweiz. Hier wird die Nationalität – wie immer kantonal geregelt, aber überwiegend – angegeben. Es gibt aber weder eine gesetzliche Pflicht, das zu tun – oder zu unterlassen.

Hintergrund ist das aufgeladene Thema Ausländerkriminalität. Hier fängt das Schlachtfeld bereits bei den Definitionen an. Nehmen wir Straftäter mit Migrationshintergrund oder mit ausländischer Staatsangehörigkeit? Migratuonshintergrund wäre natürlich höher, wobei der Begriff Ausländer auch straffällige Touristen, Durchreisende, Asylsuchende oder Personen ohne festen Wohnsitz umfasst.

Wie auch immer, der Anteil von nichtdeutschen Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität liegt bei 42,9 Prozent; in der Schweiz sind 57,9 Prozent ausländische Beschuldigte bei StGB-Delikten.

Entsprechend überproportional ist dann auch deren Anteil an der Gefängnisbevölkerung. Im Vergleich dazu beträgt der Anteil Ausländer an der ständigen Wohnbevölkerung in Deutschland 15,5 Prozent, in der Schweiz 27,3 Prozent. Nimmt man den Begriff Migrationshintergrund (erste oder zweite Einwanderergeneration), steigt das in Deutschland auf 31 Prozent, in der Schweiz auf 40 Prozent.

Nun ist wohl unbestreitbar, dass insbesondere ein religiöser Hintergrund, genauer der Glauben an eine mittelalterlichen und voraufklärerischen Islam, zu mit unseren zivilisatorischen Einstellungen nicht vereinbaren Ansichten über das Verhältnis zwischen Mann und Frau und zwischen Gläubigen und Ungläubigen führt.

Um es mild auszudrücken.

Vor diesem Hintergrund versuchen gewisse Massenmedien, zu denen in Deutschland auch der «Spiegel» gehört, besonders bei solchen Schreckenstaten diesen Hintergrund auszublenden, bzw. als nicht erheblich zu verschweigen. Um dann doch verdruckst einzuräumen, dass es sich um einen in Deutschland geborenen türkischen Staatsbürger handelt.

Das ist etwa so absurd wie die kubanische Position, dass es auf der Insel seit 1959 keinen Rassismus mehr gebe. Denn das sei im Sozialismus unmöglich, daher müsse auch nichts mehr dagegen unternommen werden. Resultat: es gibt kaum ein rassistischeres Land als Kuba.

Dieses Geeier gewisser Mainstreammedien ist Wasser auf die Mühlen aller Demagogen, die von Lückenpresse und Lügenpresse reden. Ihnen diesen Gefallen zu tun, ist weder schwarz, noch weiss. Sondern schlichtweg aschgrau und bescheuert.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/06/Bildschirmfoto-2026-06-30-um-10.06.32.png 566 1202 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-07-01 05:00:322026-06-30 15:37:35Was guckst du?
René Zeyer

Haut den Urbaniok

21. Februar 2026/13 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Kriminelle Ausländer. Da dreht der woke Journalist im roten Bereich und braucht Hilfe von oben.

Alleine der Absender war schon verdächtig: bei einer Rede vor der UNO nahm US-Präsident Donald Trump die Schweiz als Beispiel für die schädlichen Folgen der Migration:

Der «Blick» lief zu mathematischen Höchstformen auf. Er behauptete kurz gefasst: eine richtige Zahl ist falsch. Wie das? Nun, mit etwas abenteuerlicher Zahlenakrobatik geht das.

Auch Sabrina Bundi von Tamedia fand neben einer Story über den Wechsel von Winzern von Trauben zu Oliven noch Zeit, sich den blondgefärbten Amok zur Brust zu nehmen: «Experte ordnet ein: Trump redet von «72 Prozent Ausländern» in Schweizer Gefängnissen – hat er recht?»

Einordnen ist immer gut, Experte ist natürlich noch besser. Auch Bundi muss zunächst einräumen, dass die Zahl, knirsch, stimmt. Damit ist der «Faktencheck» eigentlich auch schon beendet. Denn nun darf der Experte wunschgemäss diverse Gründe anführen, wieso das so ist – und wieso Trump mit der Zahl zwar recht hat, daraus aber dennoch nicht geschlossen werden darf, dass Ausländer krimineller als Schweizer seien. Also im Prinzip und überhaupt.

Das war Ende September letzten Jahres. Problem erledigt? Aber nein, da kam doch der Experte Frank Urbaniok, der sich beim Thema Kriminalität wie kein Zweiter auskennt, auf die freche Idee, ein Buch zu schreiben, indem er unwiderlegbar nachweist, dass die Ausländerkriminalität – Sauerei auch – um bis zu 120 mal höher ist als die Durchschnittskriminalität der Eidgenossen.

Das sorgte für rote Köpfe in der Gesinnungsblase, vor allem bei Tamedia. Aber die armen Kämpfer für die richtige Interpretation von falschen Zahlen, ähm, von richtigen Zahlen, die man aber falsch verstehen muss, ähm, also von falschen Zahlen, sack nochmal, also von im Prinzip richtigen Zahlen, die aber von Rechtspopulisten, räusper, also gut, ZACKBUM gibt auf.

Es gibt inzwischen einen neuen Triggerpunkt und die Gesinnungsblase bläst wieder die Backen auf. Den setzt ausgerechnet die FDP. Die habe nämlich in einem Positionspapier «ihr Wahlkampfthema für das kommende Jahr festgelegt: Ausländerkriminalität», weiss Daniel Winkler. Der ist im Hauptberuf reformierter Pfarrer, schüttet aber im Kopfblattsalat von Tamedia seine falsch verstandene Nächstenliebe aus («Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.» Jesus).

Auch er stellt im Titel die Frage: «Sind Ausländer krimineller als Schweizer?» Aber statt sie mit einem korrekten Ja zu beantworten, gerät er sofort ins Schwiemeln und Schwurbeln: «Die Kriminalstatistik verleitet zu simplen Schlüssen. Nötig sind nicht pauschale Schuldzuweisungen, sondern soziale Massnahmen.»

Das ist doch mal eine klare Antwort auf eine simple Frage. Oder doch nicht. Nun, Anlass für die Philippika des Pfarrers ist das Positionspapier der FDP über Ausländerkriminalität. Da muss er zuerst das richtige Umfeld schaffen.

Erste Arbeit im Weinberg des Herrn: «Es ist ein Thema, das seit Jahren von der grössten Partei der Schweiz, der SVP, konsequent und erfolgreich bewirtschaftet wird.» Also reine Kopisten, diese FDPler.

Zweite Arbeit: Aber wer ist denn daran Schuld, sozusagen der Gehörnte mit den gespaltenen Hufen und dem Schwefelgeruch? Der war doch auch mal ein Engel, bevor er fiel. Genau wie der hier: «Als Einflüsterer dient der FDP der renommierte forensische Psychiater Frank Urbaniok. Mit seinem Buch «Schattenseiten der Migration» hat er es sich – wie es scheint – zur Lebensaufgabe gemacht, bestimmte Staatsangehörige auf vermeintliche kulturelle Defizite zu reduzieren. Seit Monaten missioniert er mit seinem Buch durch ganz Europa.»

Einflüsterer, Lebensaufgabe, vermeintlich, reduzieren, missioniert mit seiner falschen Lehre in ganz Europa, pfui Teufel. Dem stellt Winkler ein tapferes «vade, Satana», entgegen, geh weg von mir, Satan.

Dann zitiert Winkler den «Strafvollzugsexperten Benjamin F. Brägger», der ein paar Bücher über den Strafvollzug publiziert hat und den bereits Bundi in ihrer Gegenschreibe auf Trump zu Hilfe bat.

Der sieht die Sache natürlich richtig, also in Winklers Sinn. Der andere hingegen, nun ja: «Was Frank Urbanoik ausblendet», dieses demagogische Schlitzohr. Auch Winkler muss zunächst einräumen: «Es lässt sich nicht bestreiten: Ausländer sind in der Kriminalstatistik übervertreten.» Knirsch. Dann kommt auch er natürlich zum grossen Aber: «Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass nicht die Nationalität entscheidend ist, sondern bestimmte Risikofaktoren.»

Die Studien sind so zahlreich, dass Winkler darauf verzichtet, auch nur eine zu erwähnen. Dafür, nimm das, du Blender, du Ausblender: «Vier Kriterien erhöhen die Wahrscheinlichkeit, straffällig zu werden: Geschlecht, Alter, sozioökonomischer Status und Bildungsniveau. Auch wenn Urbaniok diese Faktoren weitgehend ausblendet – sie sind zentral.»

Damit kann man aber die weit überproportionale Zahl von ausländischen Straftätern und Gefängnisinsassen nicht wegbeten. Also was tun? Zum einen der Kampf gegen die «Mär, dass Ausländer grundsätzlich krimineller als Schweizer seien!» Sie sind es nämlich nicht grundsätzlich. Nur faktisch.

Wie streichelt man das nun weg? Richtig, mit Nächstenliebe natürlich. Es brauche keine «pauschalen Schuldzuweisungen, sondern soziale Massnahmen, verstärkte Bildungsanstrengungen und verbesserte Integrationsangebote. Wo Menschen Freundlichkeit und Offenheit erfahren, wächst Vertrauen – und wird das Gute in ihnen geweckt.»

Das möchte ZACKBUM sehen, wie Pfarrer Winkler osteuropäische Diebesbanden oder nordafrikanische Kriminaltouristen Freundlichkeit und Offenheit erfahren lässt – worauf sie fromm und bekehrt in ihre Länder zurückkehren und auch dort das Evangelium verkünden.

Darf inzwischen wirklich jeder Schwachsinn bei Tamedia erscheinen? Darf dort ein renommierter Fachmann wie Urbaniok so angerempelt werden, nur weil dessen Expertise nicht in den Kram passt?

Was für eine Verelendung. Oder sagten wir das schon?

 

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-19-um-17.52.15.png 605 913 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-02-21 05:00:012026-02-21 08:26:29Haut den Urbaniok
René Zeyer

Rechnen mit «Blick»

1. Oktober 2025/2 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Eine richtige Zahl sei falsch. Wie geht das?

US-Präsident Donald Trump hat vor der UNO gross ausgeholt und sich selbst über den grünen Klee gelobt. Das meiste, was er dafür als Begründung anführte, ist blühender Blödsinn.

Doch dann erwähnt er eine Zahl, zu der «Blick»-Redaktor Daniel Macher zunächst nur einfällt: «Diese Zahl ist korrekt, sie liegt genau genommen bei 72,5 Prozent». Hätte er hier aufgehört, wäre es zwar kein Artikel geworden, aber dafür hätte er sich viel Peinlichkeit erspart.

Leider fährt er fort: «doch sie allein erzählt nur einen Teil der Geschichte».

Dabei wäre Macher doch im Prinzip qualifiziert: «Daniel hat ein Magisterstudium in Geschichte und Amerikanistik absolviert und sein journalistisches Handwerk in Hamburg gelernt.» Aber vielleicht war er dort beim «Spiegel», wo man leider nicht mehr wirklich echtes Handwerk lernt, sondern Haltungsjournalismus oder Relotius-Journalismus.

So nimmt auch hier das Unheil seinen Lauf, wenn er den anderen Teil erzählen will: «Eine tiefergehende Analyse zeigt, dass Trumps populistische These, Migration würde die Kriminalität in die Schweiz bringen, einer genaueren Betrachtung nicht standhält.»

Populistisch ist immer gut, aber die «genauere Betrachtung» von Macher ergibt eigentlich nur, dass 72,5 Prozent aller Gefängnisinsassen in der Schweiz – sagen wir es nicht-populistisch korrekt – einen starken Migrationshintergrund haben. Wie Trump völlig richtig sagte.

Doch Macher will uns helfen zu kapieren, dass das zwar so ist, aber eben doch nicht wirklich: «Um die Zahlen richtig zu verstehen, muss man zwischen den verschiedenen Gruppen von Ausländern in den Gefängnissen unterscheiden.»

Wie das? Es gebe eben Ausländer und Ausländer. Nämlich solche mit festem Wohnsitz, Asylanten und vor allem solche ohne festen Wohnsitz. Leider ändert auch das nichts daran, dass 72,5 Prozent, aber das sagten wir wohl schon.

Macher stürmt ungehemmt zum Ziel: es gebe «keinen direkten Zusammenhang zwischen den Migrationsbewegungen und der Kriminalitätsrate. Populistische Thesen wie die von Trump halten einer genauen Überprüfung nicht stand.»

Man mag nun einwenden, dass Trump wirklich nicht unbedingt eine verlässliche Quelle ist. Wie wäre es dann mit Dr. Frank Urbaniok, 23 Jahre lang Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes (PPD) im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich und ein ausgewiesener Kenner des Strafvollzugs?

Der hat zum grossen Ärger von Populisten wie Macher vor Kurzem ein Buch veröffentlicht. Mit dem Titel «Schattenseiten der Migration: Zahlen, Fakten, Lösungen».

Die mit ganzen Zahlengebirgen belegten zentralen Erkenntnisse des Fachmanns:

Ausländer bzw. Personen mit «nicht-einheimischer Herkunft» sind in der Kriminalstatistik überproportional vertreten – insbesondere in Bereichen wie Gewalt- und Sexualdelikten.

Hinter dieser Überrepräsentation stehen oft kulturspezifische Prägungen — also Einstellungen, Werte, Rollenbilder, Normen, Gewaltverständnisse, die in Herkunftsgesellschaften stärker verankert sind und sich auf das Verhalten auswirken könnten.

Diese Prägungen können auch dann fortwirken, wenn Menschen formal integriert sind.

Das ist halt blöd gelaufen für Macher, wenn er populistisch dem Populisten Trump eine reinwürgen will. Aber leider dafür das aktuelle Fachbuch der Schweizer Koryphäe zu diesem Thema entweder nicht kennt – oder ignoriert.

Nach der guten alten Journalistenregel: ich lasse mir doch von ein paar blöden Wahrheiten meine schöne Story nicht kaputtmachen.

https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-24-um-22.09.37.png 572 1334 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2025-10-01 05:00:422025-09-26 10:24:34Rechnen mit «Blick»

  • Kleines Vademecum für Kommentarschreiber27. August 2020 - 16:08
  • Wer wir sind und was wir wollen25. August 2020 - 15:07
  • ZACKBUM.ch startet: Die Rückkehr der Medienkritik25. Juli 2020 - 6:05
© Copyright - Zackbum | Webdesign: 60francs.ch |  info@zackbum.ch | Datenschutz |  Impressum
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Unsere Website verwendet Cookies zur besseren Bedienbarkeit. Durch Ihre Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.