Wumms: Dominique Eigenmann
Anti-Demokrat und Verächter des Rechtsstaats. Tamedia skrupellos.
Der Brüssel-Korrespondent des Qualitäts-Kopfblattsalats aus dem Glashaus an der Werdstrasse spart nicht mit klaren Worten: «Friedrich Merz macht einen kolossalen Fehler», rügte er den deutschen Bundeskanzler scharf.
Dennoch ist der Mann noch an der Regierung und Eigenmann hat längst ein neues Opfer seiner Amokläufe gefunden. Nun ist es gleich ein ganzes Land, dass etwas begreifen muss, was für Eigenmann sonnenklar ist.
Denn der Weltanalyst und leider ungehörte Seher und Warner weiss: «Die langfristige Finanzierung Kyjiws wird für Europa zur Schicksalsfrage: Von ihr hängt nicht nur das Überleben der Ukraine ab, sondern auch die Sicherheit Europas.»
Deshalb soll Belgien, also soll die Regierung, sich nicht länger dagegen sperren, dass über 200 Milliarden Dollar Vermögen der russischen Notenbank, die dort lagern und arretiert sind, als Sicherheit für einen Kredit an die Ukraine herhalten sollen.
Aber: «Der knurrige belgische Ministerpräsident Bart De Wever hält die Idee für «grundlegend falsch» und spricht von «Diebstahl» – fast wie Wladimir Putins Propaganda in Moskau.»
Was für ein Trottel, wenn nicht eine Marionette Putins, nicht wahr? Richtig wäre, wenn es nach Eigenmann ginge:
«Europa wird derzeit faktisch in der Ukraine verteidigt. Deswegen muss die EU nächste Woche an ihrem Gipfel mutig sein und den «Reparationskredit» an Kyjiw solidarisch beschliessen. Bei allem Respekt für die Ängste von Kleinstaaten: Auch Belgien sollte begreifen, dass das in seinem langfristigen Interesse liegt.»
Muss die EU mutig sein, sollte Belgien etwas begreifen? Eigentlich nicht.
Vielmehr müsste Eigenmann vielleicht begreifen, dass die Aufgabe der Eigentumsgarantie, das Betreten von absolutem Neuland, indem fremdes Staatsvermögen nicht nur eingefroren, sondern faktisch enteignet wird, die Büchse der Pandora öffnen würde.
Die Idee eines «Reparationskredits» mit dem Vermögen der russischen Notenbank als Sicherheit ist nichts anderes als eine Schlaumeierei, um einen direkten Diebstahl unzulänglich zu bemänteln.
Es gibt gute Gründe, dass das noch niemals in der Geschichte passiert ist. Ausser, ein Land hat den Krieg verloren, wie Deutschland zweimal im letzten Jahrhundert. Aber Russland wird den Ukrainekrieg garantiert nicht verlieren, die Ukraine wird ihn garantiert nicht gewinnen.
Ein solcher Rechtsbruch würde dem Ansehen der EU schweren Schaden zufügen. Schlimmer noch: auch andere Staaten, wie China, Indien oder viele Länder der Dritten Welt würden sich fragen: sollten wir der EU irgendwie schräg reinkommen, wäre es dann möglich, dass unsere Gelder der Notenbank auch zuerst beschlagnahmt, dann ihre Zinsen verwertet und sie schliesslich schlichtweg gestohlen werden?
Das hätte dann zur Folge, dass diese Länder ihre Guthaben zurückfordern würden – Vertrauenskrise.
Eine Vertrauenskrise ist das Schlimmste, was einem Finanzsystem passieren kann. Hat ein Kleinkunde kein Vertrauen mehr in seine Bank, dann rennt er zum Schalter und will sein Geld zurück. Passiert das massenhaft, gibt es einen Bank-run – die Bank ist pleite.
Euroclear in Belgien ist eine der ganz grossen internationalen Player. Als zentrale Verwahrstelle (CSD) und Abwicklungsdienstleister für Wertpapiere (Aktien, Anleihen), die sichere und effiziente Abwicklung von Transaktionen zwischen Banken und grossen Finanzinstituten ermöglicht, oft als «Notar der Finanzwelt» bezeichnet wird und wichtige Dienstleistungen wie die Verwaltung von Wertpapierleihen und Sicherheiten anbietet.
Wenn dort aufbewahrtes Geld plötzlich keinen Schutz mehr geniesst, dann ist es durchaus denkbar, dass viele Staaten ihre Guthaben zurückhaben möchten. Das wäre dann sozusagen ein internationaler Bank-run – eine Katastrophe, ein Crash, das mögliche Ende des Euro.
Aber all das ist Eigenmann offenbar egal – in seinem blinden Hass auf Putin steigert er sich in brandgefährliche Forderungen.
Oder, schlimmer noch, obwohl er mit scharfen Worten Ratschläge, Anordnungen und Befehle erteilt, hat er keine Ahnung, worüber er schreibt.
Aber das wird bei Tamedia immer mehr die Normalität.
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