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Tatä! «Blick+» hat Abonnenten

Immerhin mehr als der «Nebelspalter». Wir gratulieren.

Allerdings weniger als die «Republik» Nämlich 16’000, die die «Freemium Paywall» zu «Blick+» überklettert haben. Sollen. Das wären 158’000 Franken im Monat Einnahmen. Wobei natürlich eine unbekannte Anzahl Lock- und Gratisabos sind.

Dafür sollen die stolzen Besitzer rund 200 Artikel pro Monat exklusiv lesen können, Pardon, «plussen», wie es in der völlig verunglückten Werbekampagne heisst. Darunter besonders viel Service und Ratgeber. Über die Qualität dieses Angebots hat sich ZACKBUM bereits erschöpfend geäussert.

1,5 Millionen Online-Leser will der «Blick» monatlich haben. Das würde bedeuten, dass sich etwas über ein Prozent dieser Leser entschlossen haben, für diesen angeblichen Mehrwert etwas zu bezahlen. Genauer: aufgerundet 1,07 Prozent.

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Zur Illustration. Das sind 100 Prozent, symbolisiert mit 100 Punkten.

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Das ist ein Prozent, symbolisiert mit einem Punkt. Nein, wir liefern nicht gratis eine Lupe nach.

Aber man kann die Wirklichkeit so oder so sehen, bekanntlich. Eine Registrierungsschranke vor der Paywall sei «vielleicht das Schlüsselelement für unseren erfolgreichen Start gewesen», behauptet Adrian Gottwald gegenüber einer britischen Zeitung.

Denen kann der «Head of Reader Revenue» ja viel erzählen, die interessieren sich sowieso mehr für den Gesundheitszustand von König Charles.

Neben den hochklassigen Zusatzartikeln bekämen die Abonnenten noch mehr Guetzli, weiss Gottwald, «wie Führungen durch die Redaktion und Rabatte auf Veranstaltungen». Also das Übliche halt, wenn man saure Gurken loswerden möchte.

Aber «erfolgreicher Start»? Rund sieben Monate später 16’000 Abos? Nicht mal zehn pro Tag? Man rechne. Um erfolgreich die Paywall richtig hochzuziehen, ohne grausam Traffic zu verlieren, bräuchte es wohl mindestens die Hälfte als Abos vom jetzigen Traffic. Das wären also 750’000. Bei 2300 Abos pro Monat dauert das, Moment, rund 326 Monate. 27 Jahre.

Das hat zwei Vorteile. Die aktuelle Führungscrew mit Heads, Chiefs und Chefs und Leitern ist dann schon längst in die Pension abgeschwirrt. Und den «Blick» wird es so nicht mehr geben.

Also kann man doch sagen:

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Das ist einerfolgreicher Start.