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Judenhass wie eh und je

29. September 2026/36 Kommentare/in Allgemein/von redaktion@zackbum.ch

Replik auf «Ach, Alex», eine Kritik an seinem Artikel in der «Weltwoche».

Von Alex Baur

In der Weltwoche habe ich kürzlich die UNO als antisemitische «Schwatzbude» bezeichnet und die Rede des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu daselbst als Glanzstück «in einem Meer von Mittelmass und Heuchelei». Kollege René Zeyer qualifiziert mich deshalb als «geschichtsvergessen» und Netanyahu als «mutmasslichen Kriegsverbrecher».

Stichwort «Schwatzbude»: Weil der prominente Nazi Wilhelm Frick den deutschen Bundestag 1927 als «Schwatzbude» bezeichnete, darf man gemäss Zeyer diesen Begriff nicht mehr verwenden. Dazu kann ich nur sagen: Im Gegensatz zu René Zeyer bin ich kein Deutscher, ich teile diese Hemmungen nicht und nehme mir die Freiheit, die UNO-Vollversammlung, die im Übrigen nicht mit einem demokratisch legitimierten Parlament zu vergleichen ist, als das zu bezeichnen, was sie ist, eine Schwatzbude. Abgesehen davon haben die Nationalsozialisten kein Exklusiv-Recht auf den Begriff. Hitler war ein bekennender Vegetarier, was nicht heisst, dass alle Vegetarier Nazi wären.

Stichwort «Kriegsverbrecher»: Die hanebüchene Propaganda-Mär vom «Genozid» in Gaza, deren Absurdität Netanyahu in seiner Rede meisterhaft entzaubert hat, war das eigentliche Motiv meines Kommentars. Es war die Regierung von Gaza, welche diesen Krieg am 7. Oktober 2023 gegen Israel ohne jeden Anlass und ohne Warnung aus dem Hinterhalt losgetreten hatte; Hamas stellt die Regierung in Gaza seit 2006; Gaza ist ein autonomes Territorium, war nie ein Teil Israels und ist längst judenfrei; Israel hatte diesen Krieg nie gesucht; im Gegensatz zur israelischen Armee schützten die Hamas die eigenen Zivilbevölkerung nicht, sondern benutzen diese vielmehr als menschliches Schutzschild (was tatsächlich ein Kriegsverbrechen darstellt); unter den mutmasslich über 70 000 Kriegsopfern befanden sich neben Hamas-Terroristen zweifellos zahlreiche zivile Opfer; die Verantwortung für diese Opfer tragen ausschliesslich die Hamas, die alles daran setzten, möglichst viele zivile Opfer zu generieren und propagandistisch zu verwerten; die israelische Armee rief die Zivilbevölkerung über alle möglichen Kanäle auf, das Kriegsgebiet zu verlassen, was jedoch von Hamas, die sich vorzugsweise in Spitälern und Schulen verbunkerte, systematisch verhindert wurde; das gleiche gilt für die von Hamas sabotieren humanitären Hilfslieferungen an die Bevölkerung von Gaza. Das ganze Setting ist derart zynisch, dass es schwerfällt, ernsthaft darauf einzugehen.

Ich habe in jungen Jahren eine schöne Zeit in Israel verbracht, das Dilemma um dieses Land ist mir einigermassen geläufig. Traurig, dass Hunderttausende Palästinenser 1948 aus Israel vertrieben wurden, traurig, dass im selben Zeitraum eine halbe Million Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden (die seither weitgehend judenfrei sind), traurig auch die zwölf Millionen Volksdeutschen, die damals aus Osteuropa vertrieben wurden. Spätestens in der zweiten Generation fanden sich die deutschen und jüdischen Vertriebenen mit ihrem Schicksal ab. Wenigen Deutschen würde es heute einfallen, die Rückgabe von Ostpreussen, dem Sudetenland oder Siebenbürgen zu fordern (und wenn sie es tun, dann werden sie geächtet). Die arabischen Nachbarn haben mehrere Angriffskriege gegen Israel lanciert und, wie die Deutschen, alle verloren. Der Unterschied besteht darin, dass die UNO das Rückkehrrecht der Palästinenser faktisch als vererbbar erklärte – ein völkerrechtliches Unikum – und dafür sorgte, dass der Konflikt auf immer und ewig bestehen bleibt.

Die Israel-Debatten, mit denen ich vor 50 Jahren konfrontiert wurde, waren exakt dieselben wie heute. Ich gelangte damals zum Schluss, dass es sich um ein regionales Problem handelt, bei dem allen Beteiligten am meisten gedient wäre, wenn sich Unbeteiligte nicht einmischen. Im gelebten Alltag stellte ich damals fest, dass israelische Juden und Araber verblüffend gut miteinander zu Schlage kommen. Immerhin sind heute 21 Prozent der israelischen Staatsbürger Araber, von denen viele in der Armee dienen, die meisten sind zweisprachig, nehmen an Wahlen teil, in Israel gibt es mehr Moscheen als in den meisten europäischen Ländern. Das Palästina-Problem ist ein Vehikel für Despoten, an denen es in der arabischen Welt nie mangelte. Auch unter den Juden gibt es einige, die den Konflikt bewirtschaften. Ich habe mich deshalb über Jahrzehnte der leidigen Debatte verweigert.

Aus zwei Gründen habe ich diese neutrale Position in jüngerer Zeit aufgegeben. Zum einen ist es der unsägliche weltweite Palästina-Hype. Wenn der historische Nazi-Vergleich schon im Raum hängt, dann würde den Palästinensern die Rolle des deutschen Volkes am ehesten gerecht. Die meisten zivilen Opfer waren unschuldig, wie in jedem Krieg, doch die Palästinenser hatten, wie die Deutschen, die Regierung gewählt, die den Angriffskrieg lancierte. Die Vernichtung des Judenstaates ist das erklärte Ziel von Hamas und Konsorten, den Kindern in Gaza wird von klein auf eingetrichtert, dass nur ein toter Jude ein guter Jude ist. Möglichst viele Palästinenser zu töten war nie das Ziel Israels, weder explizit noch implizit. Wie es den Palästina-Aktivisten gelungen ist, diese Opfer-Täter-Symmetrie mit plumper Propaganda in ihr Gegenteil zu verkehren, ist mir ein Rätsel. Ich kann nur konstatieren, dass es ihnen auf der internationalen Bühne erschreckend gut gelungen ist.

Womit wir beim zweiten Punkt wären. In Europa geben sich die Palästina-Aktivisten noch Mühe, wenigstens rhetorisch zwischen Zionismus und Judentum zu unterscheiden. In Südamerika, wo ich lebe, ist dieser Schleier längst gefallen. Wenn die linken Aktivisten hier von Zionisten reden, dann meinen sie unverblümt den «ewigen Juden», diesen geldgierigen, heimatlosen Wucherer, der über mysteriöse kapitalistische Netzwerke die Welt beherrscht. Von Lula da Silva (Brasilien) über Gustavo Petro (Kolumbien), Luis Arce (Bolivien), Gabriel Boric (Chile) bis Nicolás Maduro (Venezuela) setzten die sozialistischen Staatschefs den Gaza-Krieg unisono mit dem Holocaust gleich; doch wer diesen fürchterlichen Krieg am 7. Oktober 2023 losgetreten hatte, erwähnten sie mit keinem Wort. Perus marxistischer Interims-Präsident José María Valcárcel verstieg sich ungestraft in die These, die Juden hätten schon den zweiten Weltkrieg vom Zaun gerissen. Adolf Hitler sah es nicht anders.

Ich habe mich stets dagegen gesträubt, Israel-Kritik leichtfertig mit Antisemitismus gleichzusetzen. Doch wenn ich mir die zynische Umkehr von Opfer- und Täterrolle nach dem 7. Oktober 2023 vor Augen halte, finde ich beim besten Willen keine andere Erklärung: Es ist der Judenhass von eh und je. In den letzten zehn Jahren erliess die UNO 188 Resolutionen gegen den winzigen Judenstaat, doppelt so viele als gegen den ganzen Rest der grossen weiten Welt (91), wo sich tagtäglich fürchterliche Tragödien zutragen. Rational ist das nicht nachvollziehbar. Mit den Israel-Hassern zu verhandeln ist sinnlos, sie wollen die Vernichtung einer Nation, die es ihrer Meinung nach nicht geben darf. Das ist es, was Benjamin Netanyahu vor der UNO in seiner brillanten Rede zum Ausdruck brachte. Die Vertreter von 77 Nationen verliessen die Schwatzbude demonstrativ, bevor er zu reden begann – und gaben ihm damit auf plastische Weise recht.

Schlagworte: 7. Oktober 2023, Alex Baur, Antisemitismus, Benjamin Netanyahu, Israel-Kritik, Judenhass, Kriegsverbrecher, Palästina-Hype, René Zeyer, Replik, Schwatzbude, UNO
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36 Kommentare
  1. René Küng
    René Küng sagte:
    30. September 2026 um 13:42

    Was machen wohl all die Wiedergutmacher mit einem Anti-Semiten wie dem hier:
    https://www.bazonline.ch/ronen-bar-verklagt-netanyahu-wegen-7-oktober-903083961710

    Zwar schon wieder weg aus den Schlagzeilen, aber immerhin, die Gwalitetsmädien können ihre Einäugigkeit und Lügen keine 10 Jahre mehr vertuschen.
    Wie lange brauchen deren letzte Abonnenten hier im Forum noch, bis sie merken, dass die Geschichte sich wiederholt – auf die andere Seite rum.

    Die Antisemiten sind die, die aus ihrem drögen Schema, ob links-rechts, Araber-Juden, zackbum oder sackdumm-Medien nicht mehr zum selber denken kommen.
    Ein Existenzrecht der Juden steht nicht zur Frage, aber ein Verbrecherstaat wie Israel genauso wie die abdriftenden Pseudo-Demokratie-Regierungen unter dem Diktat der GlobalistenAgendas.

    Holt Euch noch einen Booster bei Schnappatmung und hackt nicht nur auf ast ein, ein anonym der immerhin unbetreut Informationen sortiert.

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:
      30. September 2026 um 17:11

      „Wie lange brauchen deren letzte Abonnenten hier im Forum noch, bis sie merken, dass die Geschichte sich wiederholt – auf die andere Seite rum.“
      Einer dieser singulär blöden Sätze. Einer dieser Sätze, die zerfallen würden wie ein Bovist, wenn man versuchen wollte, sie in Ordnung zu bringen.

      Antworten
    • Robert Müller
      Robert Müller sagte:
      30. September 2026 um 17:30

      „Ein Existenzrecht der Juden steht nicht zur Frage“…Danke Küng, ihre grenzenlose Menschlichkeit rührt zu Tränen. Juden dürfen existieren. Das sind Worte die runterlaufen wie israelisches Olivenoel.

      Antworten
  2. Peter Pancake
    Peter Pancake sagte:
    29. September 2026 um 23:47

    Israel hat doch mit Javier Milei einen sehr treuen Verbündeten in Südamerika und diesen sogar mit dem Genesis-Preis ausgezeichnet, der auch oft als jüdischer Nobelpreis bezeichnet wird.
    Und so stimmen diese drei – USA, Argentinien und Israel auch gerne mal gegen den Rest der Welt z.B. bei der UNO Resolution über den Sklavenhandel, als sich 123 Länder für eine solche ausgesprochen haben und die drei als einzige dagegen waren.
    Milei vergleicht sich auch gerne mal mit Protagonisten aus dem alten Testament, als Moses, der sein Volk ins gelobte Land führen würde.
    Und es gibt noch diese Idee des zionistischen Kongress in Basel anno 1903 mit der Idee das jüdische Volk entweder in Patagonien oder Uganda als Alternative zu Palästina anzusiedeln.
    Später wurde diese Idee insb. im rechtsreaktionären Umfeld auch bekannt als der geheimnisumwitterte «El Plan Andinia».
    Milei und Nethanyahu haben dieses Thema auch immer wieder mal aufgenommen.

    Antworten
  3. Birger Reed
    Birger Reed sagte:
    29. September 2026 um 18:42

    Nicht nur der Nationalsozialismus, sondern auch die heute geläufige Art Sozialismus hat eine grosse Gemeinsamkeit mit dem Antisemitismus aka Judenhass. Beide erzählen dem Volk: “Es gibt da eine verbrecherische Gruppe, die euch und andere Unschuldige bestiehlt, ausnützt und sogar tötet. Die muss liquidiert werden. Ihr aber seid die überlegen Guten, ihr seid Opfer und habt alles Anrecht auf deren Geld, Land und Häuser. Kämpft euren gerechten Kampf!” Das glauben die Völker noch so gerne. Funktioniert mit Juden sehr gut (auch wenn die zu Millionen in Armut lebten), aber auch ganz leidlich mit Reichen, mit “dem Westen”, mit Kolonialisten, Konzernen, Vermietern, Europäern, Weissen, Männern oder was auch immer. Kein Wunder, findet die wieder angelaufene Entjudung Berlins (die Juden ziehen nicht wegen dem meteorologischen Klima weg) eine begeisterte Mehrheit bei blonden und anderen deutschen Bürgern. Von wegen “Nie wieder.”

    Antworten
  4. Jürg Streuli
    Jürg Streuli sagte:
    29. September 2026 um 15:21

    In Berlin erfüllen sich die Träume der Judenhasser immer mehr. So manche werden wohl von der Schweiz nach Berlin umziehen.

    Antworten
    • René Zeyer
      René Zeyer sagte:
      29. September 2026 um 15:32

      Gelbe Karte: Das hat nun nichts mehr mit dem Inhalt des Artikels oder einem anderen Kommentar zu tun. Weiter so, und es gibt Gebrüll wegen «Zensur» …

      Antworten
  5. René Küng
    René Küng sagte:
    29. September 2026 um 11:35

    “Some of them might in 10 years wake up and say, ‘Why did I justify that?’”
    Da halte ich mich an die – zu wenigen ! – Juden, die den Mut haben, ihre Stimme gegen den Wahnsinn und die Verbrecher am Ruder des israelischen Staates zu erheben.
    Ob Wallace Shawn , Dr Gabor Maté und ein paar andere, keine Anti-Semiten, einfach eine erschreckend kleine Minderheit, die sich gegen den Wind, Sturm, stellt. Und wie immer, es ist viel einfacher mit der Masse zu stampfen, damals, heute.
    Mit dem Unterschied, heute zeigt Google Earth von oben herab das totale Wirken der ‚einzigen Demokratie‘ in Nahost, 1-1.
    Von Seiten ‚der Bösen‘ und über Internet auch ungeschminkt, hautnah.
    Als Propaganda der Einen gegen die Propaganda der Anderen.

    Abgesehen vom Fanatismus der Einen wie dem Fanatismus der Anderen ist das Leiden der VIELEN anscheinend das, was Baur und seine Claqueuren weit abseits vom Schuss nicht berührt. Solange es nicht die Einen trifft.
    https://www.hollywoodreporter.com/news/general-news/wallace-shawn-israeli-treatment-gaza-nazi-1236127279/

    Wenn jedes ‚Opfer‘ der zackbum-Feder zukünftig die Gelegenheit bekommt, oder wahr nähme, wie Baur nun zum zweiten Mal, führt das dann zu einem neuen Format; zackbumbäng?
    Zu noch tieferen Gräben, zum garderobefreien pängbummen im Pforum?
    Ich sehe keine Annäherung der Positionen durch sachlichen, fairen, intelligenten Austausch im Geiste Kants oder einem guten Geist pro Menschlichkeit.

    Antworten
    • René Zeyer
      René Zeyer sagte:
      29. September 2026 um 12:07

      Unabhängig vom Erkenntnisgewinn, der in diesem Fall tatsächlich überschaubar ist, hat hier jeder das Recht auf eine Replik, die sich im weiten Rahmen des Anstands bewegt. Oder wie wir richtig sagen: jeder darf sich öffentlich zum Deppen machen.

      Antworten
      • René Küng
        René Küng sagte:
        29. September 2026 um 12:21

        Ziemlich garderoben- und absolut belegfrei.
        Ist das Zeyer?

        Antworten
      • Robert Müller
        Robert Müller sagte:
        29. September 2026 um 19:48

        Der Erkenntnisgewinn ist ziemlich eindeutig, wenn man keine ideologischen Scheuklappen hat oder zufällig Zeyer oder Küng heisst.
        „Jeder darf sich öffentlich zum Deppen machen.“
        Ihr Wort in Allahs Ohr…

        Antworten
  6. René Zeyer
    René Zeyer sagte:
    29. September 2026 um 11:22

    Ordnungspolitischer Zwischenruf. Bislang sind die Kommentare (einigermassen) zivilisiert, was bei diesem Thema erstaunlich ist. Bravo. ZACKBUM wird dafür sorgen, dass das auch so bleibt, wenn man sich wie üblich ineinander verbeisst.

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:
      29. September 2026 um 12:10

      Wie wollen Sie denn die Äusserungen einiger der üblichen Verdächtigen hier anders bezeichnen denn als primitivsten Antisemitismus? Der eine feige einsilbige Anonymling hier plaudert doch auf grausligstem Verschwörungstheoretiker-Niveau. Das geht aber durch.

      Antworten
      • René Zeyer
        René Zeyer sagte:
        29. September 2026 um 12:18

        Es gibt primitivsten Semitismus, es gibt primitivsten Zionismus, es gibt primitivste Netanyahu-Lobhudelei, und es gibt das primitivste Gegenteil von all dem. Solange es nicht justiziabel ist oder meine Spielregeln verletzt, gilt: Was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall.

        Antworten
      • Ast
        Ast sagte:
        29. September 2026 um 12:35

        Komm schon Bitterli, seien Sie ein Mann! Oder auf Jiddisch: a Mentsh.

        Antworten
        • Peter Bitterli
          Peter Bitterli sagte:
          29. September 2026 um 14:42

          Schau er, Ast:
          Bei Nichteinverständnis mit der aktuellen Israelischen Politik ist ein Verweis auf die jiddische Sprache alles Andere als zwingend. Er kann soweit folgen? Aber es gibt sich halt jeder auf seine ganz eigene Art als das zu erkennen, was er wirklich ist. Da ist es auch vollkommen wurscht, ob er sich ein halbes oder ganzes oder gar kein Pseudonym ausgewählt hat.

          Antworten
          • Ast
            Ast sagte:
            29. September 2026 um 16:19

            Das mit dem Pseudonym wurmt ihn schampar, aber wie schon gefragt: haben Sie inhaltlich etwas zu berichten resp. zu berichtigen?

      • Martin Arnold
        Martin Arnold sagte:
        30. September 2026 um 15:15

        Kees van der Pijl, «Israel and 9/11, The rise of atlantic zionism». Gerade eben auf englisch erschienen. Das ist nicht Verschwörungstheorie sondern Verschwörungspraxis.

        Antworten
  7. Oliver Brunner
    Oliver Brunner sagte:
    29. September 2026 um 11:18

    Danke, Alex Baur.

    Antworten
  8. Ast
    Ast sagte:
    29. September 2026 um 11:12

    Ich störe die feuchten Träume der Heimweh- Kibbuzniks ungern, stolpere aber seit Monaten über Berichte von Haaretz, The New Yorks Times, dem Wall Street Journal und jüngst The Atlantic, Zeitschriften die allesamt nicht im Ruch des Judenhasses stehen, wie der Autor im billigsten Hasbara-Sprech hier titelt, welche belegen, dass Nethanyahu aka Mileikowsky schon weit im Vorfeld durch die Ägypter, die UAE und eigene Geheimdienste mehrfach gewarnt war, dass ein Angriff durch die Hamas bevorsteht.
    Wie erklärt der Autor, dass man 6 (sechs) Stunden benötigte bis man auf die Hamas-Attacke reagierte? Die Kibbuz-Freunde wissen: in ca. einer Stunde ist man mit dem Auto von Jerusalem aus in Gaza, mit einem Apache Helikopter braucht man 15- 20 Minuten.
    Ja, wieso waren die meisten Posten unbesetzt, wo man sich sonst damit brüstete, dass Gaza der bestüberwachte Ort war, man jede Maus hörte?
    Was meint der Autor zur Hannibal-Direktive der Israelis, die besagt, dass israelische Geiseln besser getötet als gerettet werden sollen, und der wohl hunderte Israelis zum Opfer fielen?
    Was meint der Autor zu den Berichten von Chirurgen aus aller Welt, die von gezielten Kopfschüssen auf Kleinkinder in Gaza berichten?

    Ich fürchte Alex Baur ist selber ein schamloser Heuchler.

    Und, leider geil, falls die Chauvi-Boomer glauben, die von Israel verursachten Kriegsflüchtlinge aus Gaza, dem Westjordanland, aus dem Libanon, Syrien, dem Iran etc. blieben dann schön zu Hause, haben sich geschnitten. Die Wege der Flüchtlingsströme sind vorgezeichnet und werden dann wohl wie 2015/16 mit gütiger Hilfe auch durch israelische NGOs an den richtigen Ort geleitet. Ceuta grüsst und den Letzten beissen die Hunde, vielleicht sind’s aber auch ihre Kinder.

    Danke an zackbum- R. Zeyer.

    Antworten
    • K. Meyer
      K. Meyer sagte:
      29. September 2026 um 14:37

      @Ast
      Wer den „Chauvi-Boomer“ und den „Heimweh-Kibuzznik“ als Kampfbegriffe braucht lässt grad so richtig die Hosen runter. Juso-Slang der dümmsten und infantilsten Art. Fehlt nur noch „alte, weisse Männer“. Ich dachte bisher es handle sich um einen Blog von Erwachsenen und für Ebensolche mit entsprechender Diskussionskultur (meistens…), aber das ist schon arg peinliches Pubertätssprech was sie hier von sich geben. Ceuta den Iraelis in die Schuhe zu schieben lässt ihr Furiosum wenigsten mit einer unfreiwillg humorvollen Note ausklingen.

      Antworten
      • Ast
        Ast sagte:
        29. September 2026 um 16:15

        Und was haben Sie inhaltlich zu berichten resp. zu berichtigen?

        Antworten
        • K. Meyer
          K. Meyer sagte:
          29. September 2026 um 18:29

          Auf was für einen Inhalt denn? Dass Israel das Oktober-Massaker absichtlich zugelassen hat, wie sie hier schamlos insinuieren. Und das all die endlosen Flüchtlingsströme aus islamischen Staaten durch Israel orchestriert werden? Glauben sie allen Ernstes, auf so einen Nonsens gehe ich inhaltlich weiter ein? Was kommt als Nächstes, das 9/11 vom Mossad geplant wurde, oder dass es verkleidete Juden waren, die das Tanzfest angriffen um die anschliessende Auslöschung Palästinas zu rechtfertigen? Unsägliche Gaga-Theorien von Hardcore-Antisemiten vornehmlich aus der Linksextremen- und Islamisten-Ecke? Passen sie auf, mit wem sie sich gemein machen, nützliche Trottel zahlen am Schluss immer die Zeche.

          Antworten
          • Ast
            Ast sagte:
            30. September 2026 um 12:12

            Besten Dank für den Versuch einer inhaltlichen Erwiderung. Wenigstens rennen Sie nicht wie das Glaskinn zum Chef, um Zensur zu fordern. Was ich hier «schamlos insinuiere», ist u.a. in Israel und im englischsprachigen Raum schon längst ein Politikum und Thema bis in den Mainstream, aber die betreuten europäischen Zuschauer und Leser, speziell im deutschsprachigen Raum, begnügen sich eben mit dem Proxy-Kinderprogramm: gib uns täglich unsere Doku über Hitlers Helfer, die pöse Muslim-Mafia, die armen Juden, Captain America, den kinderfressenden Russ, die ausgebeuteten, mutigen, starken Frauen, die Klimaleugner, die Coronaleugner, die toxischen Männer und andere die durchs Dorf gejagt werden, wie jüngst die eierlegende Wollmilchsau Xhaka, der nicht nur Mann, sondern auch Migrant, Muslim, Coronahäretiker und sogar noch Fussballer ist. Der Blick hat dazu mit seinen Schlagzeilen schon fast Stürmer-Qualität erreicht, aber auch der Tagi-Leser hätte ihn gerne gehängt…. Des Weiteren basteln Sie Strohmänner: ich habe nie behauptet, dass «alle Flüchtlingsströme durch Israel gesteuert werden». Falls Sie aber davon ausgehen, dass Flüchtlingsströme rein zufällig entstehen, ist das ziemlich naiv. Ihre Projektionen betr. 9/11 kommentiere ich nicht. Zur Schubladenentsorgung verlinke ich noch den «Linksextremen Islamisten» Tucker Carlson und die beiden «Judenhasser» Blumenthal und Finkelstein:
            https://www.youtube.com/watch?v=zw5H0fFkj-k
            https://www.youtube.com/watch?v=Jmv2h1WYnNo

            Wohl bekomm’s

  9. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:
    29. September 2026 um 10:42

    Die Replik von Alex läuft ins Leere. Er sollte einfach mal die Landkarte Israels von 1946 und 2026 vergleichen. Landraub in üblem Masse, Vertreibung von Palästinensern. Grund für Resolutionen in der UNO, die Baur despektierlich als Schwatzbude bezeichnet. Der Überfall der Hamas auf Israel war auch Folge davon. Baur sollte auch die Anzahl Toten auf israelischer und palästinensischer Seite vergleichen!

    Antworten
    • Edie Brown
      Edie Brown sagte:
      29. September 2026 um 16:54

      Du meine Güte! Wer hat denn seit 1948 all die Kriege gegen Israel vom Zaun gerissen?

      Die ganzen Kommentare hier sind erschreckend.

      Antworten
      • Victor Brunner
        Victor Brunner sagte:
        29. September 2026 um 17:56

        Nicht erschrecken, einfach Fakten lesen!

        Antworten
        • Edie Brown
          Edie Brown sagte:
          30. September 2026 um 11:33

          IHRE Fakten etwa?

          Antworten
  10. Hartmuth Attenhofer
    Hartmuth Attenhofer sagte:
    29. September 2026 um 10:40

    Sehr einverstanden mit Alex Baur. Mehr von dieser Denke ist nötig.

    Antworten
  11. Mathias Wyss
    Mathias Wyss sagte:
    29. September 2026 um 9:11

    Um das wieder mal in Erinnerung zu rufen:
    https://www.spiegel.de/geschichte/hitlers-arabischer-freund-a-3361088e-0002-0001-0000-000065469611

    Antworten
  12. H.R. Füglistaler
    H.R. Füglistaler sagte:
    29. September 2026 um 8:57

    Schade, dass ich Alex Baur nicht begegnet bin. Auch ich habe zwei Reisen nach
    Jerusalem hinter mir. Dank meinen(aufgeklärten) jüdischen Freunden begann
    die erste Reise auf einem Kreuzfahrtschiff von Venedig nach Haifa. Mit 10%
    Journalistenrabatt! Es war die wunderbarste Reise meines Lebens. War es die
    junge Schwedin an Bord, die leider auf Zypern von ihrem Papi allzufrüh per
    Jeep abgeholt wurde? War ein höherer Uno-Offizier, keine Chancengleichheit.

    Dann einige Kibuzzim abgegrast. Da sah man viel vom Deutschen Wirtschaftswunder.
    Diese Kantinen! Alles gesponsert von kleinen und grossen Adenauers.
    Immerhin war der deutsche Michel bezüglich Waffenlieferungen noch etwas
    zurückhaltend. Er spendierte noch keine atomwaffenfähige U-Boote.
    Das kompensierte Big Brother dafür im Uebermass.
    Viele Schweizer habe ich getroffen. Einigen gingen zum Glück die Augen auf.

    Ein prägendes Erlebnis möchte ich noch erwähnen. Es gab sehr viele Russen
    im jungen Zionistenstaat. Wie war das eigentlich möglich? Gabs da am Ende
    den Eisernen Vorhang etwa gar nicht?
    Jedenfalls haben sich zwei in Liebe gefunden. Sie aus Deutschland, er aus
    Sowjetrussland. Zwei wunderbare Menschen. Sie spöttelte manchmal ein
    bisschen über ihn, glaubte er doch unerschütterlich an eine friedliche
    Welt in Gerechtigkeit. Er hat fast den ganzen Krieg als Waffenmechaniker
    durchgekämpft. Und ist doch Mensch geblieben. Ein unglaublicher Herzensmensch.

    Seither rede ich von Mütterchen Russland`

    Antworten
  13. Guido Kirschke
    Guido Kirschke sagte:
    29. September 2026 um 8:53

    Sehr gute Klarstellung. Vielen Dank dafür. Die Neusozialistische Internationale ist und war nie eine Freundin Israels, das leider ein Fakt.

    Was mir wirklich nicht bekannt war, ist folgendes:»… dass die UNO das Rückkehrrecht der Palästinenser faktisch als vererbbar erklärte – ein völkerrechtliches Unikum …». Dies erklärt den «ewigen» durch internationales Geld unterstützten palästinensichen Flüchtling. Ich war schon vorher zur Erkenntnis genommen, dass der Friedensvertrag von 1948 ein Kernproblem ist. Wenn damals gleichzeitig das Rückkehrrecht für Palästinenser festgezurrt wurde, dann macht es den Vertrag noch umstrittener. Israel müsste doch eigentlich diesen Vertrag zu seinen Gunsten ändern wollen, aber davon höre ich nirgends etwas.

    Antworten
  14. Peter Bitterli
    Peter Bitterli sagte:
    29. September 2026 um 7:40

    So ist es. Danke!

    Antworten
  15. A. Zurbuch
    A. Zurbuch sagte:
    29. September 2026 um 6:37

    Eine grösstenteils sachliche Replik. Schön wäre es gewesen, noch ein wenig auf Netanjahu einzugehen. Aber das Gesamtbild des ewigen Judenhasses, insbesondere der Hinweis zu den UNO Resolutionen, ist sehr zutreffend.

    Antworten
  16. Rolf Hug
    Rolf Hug sagte:
    29. September 2026 um 6:32

    Bravo Alex Baur für diesen hervorragenden Text. Es braucht Mut heutzutage für die einzige Demokratie im Nahen Osten einzustehen, in einer Welt wo Lügen zur Wahrheit und Wahrheit zur Lüge wird. Dieser Text sollte an der Unoversammlung in sämtlichen Sprachen vorgetragen werden und sämtliche Zeitungen sollten ihn abdrucken.

    Antworten
    • Frommenwiler
      Frommenwiler sagte:
      29. September 2026 um 18:05

      Ihrem Kommentar kann ich nur zustimmen.

      Antworten

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