«Historiker» Markus Somm
Ehrenwort: wirklich das letzte Mal, dass sich ZACKBUM mit diesem Irrwisch befasst.
Bei den Wahlen in Berlin hat die «Linke» mit 25,7 Prozent und einer Steigerung um 13,4 Prozent abgeräumt. Die vorherigen Regierungsparteien SPD und CDU haben insgesamt 15,8 Prozent verloren. Bei der Wahl zum Landtag von Mecklenburg-Vorpommern schwang die AfD mit 38,2 Prozent obenaus, die CDU flog gar mit 4,9 Prozent aus dem Parlament.
Das ist für den Hobby-Historiker Markus Somm Anlass genug, im roten Bereich zu drehen. «Berlin wählt die Kommunisten. Was ist los?», fragt er in «Somms Memo» fassungslos. Das habe «nicht einmal die KPD fertiggebracht», behauptet er. «Diese Stadt ist bankrott», jammert er.
Nichts davon trifft zu. Aber in der Hektik geraten ihm halt seine rudimentären Geschichtskenntnisse ziemlich durcheinander. Ausflug ins Kannitverstan. Fakt eins: die Stadt ist dank der Misswirtschaft von SPD und CDU bankrott, nicht wegen der Linken. Aber Somm galoppiert weiter:
«1929 wurde in Berlin die Stadtverordnetenversammlung neu gewählt, so hiess damals das Parlament der 4-Millionen-Stadt. Dabei erreichte die KPD, die Kommunistische Partei Deutschlands, 24,6 Prozent der Stimmen.
Das war das beste Resultat, das die KPD oder ihre Nachfolgeparteien SED, PDS und die Linke je an einer Stadt- und Landeswahl in Berlin erzielt haben.Bis 2026.»
Quatsch.
Bei der Reichstagswahl vom November 1932 erzielte die KPD im Wahlkreis Berlin 37,7 Prozent und verwies damit die SPD mit 23,8 und die NSDAP mit 22,5 Prozent auf die Plätze. Und 1946, bei den letzten gemeinsamen Wahlen vor der Teilung der Stadt, kam die SED in Ost-Berlin auf 29,8 Prozent. Dass sie beispielsweise 1979 auf der Einheitsliste in Ost-Berlin auf 99,57 Prozent kam, ist hingegen eher humoristisch zu verstehen.
Etwas Aufheiterung könnte auch Somm vertragen, denn er gesteht: «Es ist deprimierend.»
Offenbar aus dieser Depression heraus macht Somm nun den Vergleich, der so sicher wie das Amen in der Kirche kommen muss:
«Die Linke erreichte 25 Prozent.Damit hat sie sogar eine andere antisemitische Partei in den Schatten gestellt: die NSDAP. Im Juli 1932 kamen die Nazis in Berlin auf 24,6 Prozent. Das war ihr bestes Ergebnis je in freien Wahlen.»
Man kann die Wahlen vom März 1933 nur sehr eingeschränkt als frei bezeichnen. Aber hier erhielt die NSDAP in Berlin 31,2 Prozent, dicht gefolgt von der KPD (30 Prozent), die zusammen mit der SPD (22,5) trotz allen Einschränkungen und Schikanen eine absolute Mehrheit erreichte.
Dann schliesst das Zahlengenie Somm: «Ich wünsche Ihnen einen weniger irrsinnigen Wochenbeginn.»
ZACKBUM wünscht ihm, dass er zuerst einen Faktencheck mache, bevor er mit falschen Zahlen jongliert. Denn angeblich geht’s ihm doch um Fakten, und die sollte man trotz Depression auf die Reihe kriegen.
Kleiner Tipp: reicht die eigene nicht, hilft die KI gerne.










Mein Abgleich der Berliner Wahlergebnisse ergibt: Somm und Zackbum haben beide einen wesentlichen Fehler – allerdings unterschiedliche.
Somm hat recht mit den 24,6 % der KPD bei der Stadtverordnetenwahl 1929. Falsch ist aber seine Aussage, dies sei das beste Ergebnis der KPD bzw. ihrer Nachfolgeparteien in Berlin gewesen: Die PDS erreichte 1990 in Ost-Berlin 30,08 %.
Zackbum hat wiederum recht mit den 37,7 % der KPD im November 1932. Der entscheidende Haken: Diese Zahl gilt für den damaligen Reichstagswahlkreis Berlin, nicht für ganz Berlin. Für die Stadt Berlin insgesamt weist Gonschior 31,02 % aus. Dasselbe Problem betrifft die von Zackbum genannten Zahlen für März 1933.
Damit sind die Zahlen nicht unbedingt widersprüchlich – „Berlin“ bezeichnet in den verschiedenen Tabellen nicht immer dasselbe Gebiet. Zackbum hätte diese Gebietsabgrenzung ausdrücklich nennen müssen. Gleichzeitig ist Somms „bestes Ergebnis“-Behauptung schlicht widerlegt.
Noch ein wichtiger Punkt: Bei der Berliner Stadtverordnetenwahl 1933 lag die KPD übrigens nur bei 19,5 %, die NSDAP bei 38,3 %. Auch hier muss man strikt zwischen Stadtverordneten- und Reichstagswahlen unterscheiden.
Quellen:
https://www.gonschior.de/weimar/Preussen/Berlin/Uebersicht_RTW.html
https://www.berlin.de/politische-bildung/politikportal/politik-in-berlin/wahlen-und-direkte-demokratie/wahlergebnisse-im-wandel/
https://www.berlin.de/politische-bildung/publikationen/broschueren/lpb_metropole-berlin_web-bfrei.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Wahl_zur_Stadtverordnetenversammlung_von_Gro%C3%9F-Berlin_1929
https://de.wikipedia.org/wiki/Wahl_der_Stadtverordnetenversammlung_von_Berlin_1990
Bei den Wahlen in Grossberlin vom 12.3. 1933 kann ich allerdings die Zahlen von Herrn Zeyer auch nicht nachvollziehen.
Gemäss der guten alten Wikipedia hatte die NSDAP damals 38.26%, die Sozis 22% und die Kommunisten 19.47% — allerdings betrifft das Gross-Berlin
https://de.wikipedia.org/wiki/Wahl_zur_Stadtverordnetenversammlung_von_Gro%C3%9F-Berlin_1933
Aber auch im kleineren Stadtkreis Berlin (in den Grenzen vom 1.10.1920) mit Wahlen schon am 5.3.1933 sind die Zahlen der KPD anders.
Somms 24.6% finden sich da sogar wieder, allerdings 1928 und nicht 1929
04.05.1924 17,9
07.12.1924 16,3
20.05.1928 24,6
14.09.1930 27,3
31.07.1932 27,3
06.11.1932 31,0
05.03.1933 24,5
Ist offensichtlich doch nicht ganz alles so einfach.. unten die Quelle zu den Zahlen der KPD
https://www.wahlen-in-deutschland.de/wuupberlin.htm
Vermutlich hat ihn der Wahlkampfslogan und ultimative Reizwort «Enteignungen» so dermassen getriggert, dass er die historische Uebersicht vollkommen verloren hat.
Die rund 320’000 öffentlichen und sozialen Wohneinheiten, die man zwischen 1990 und 2010 zum Teil zu Schnäppchenpreisen von wenigen zehntausend Euro an Goldman Sachs und sonstige Heuschrecken verschleudert hat, mitunter auch in der damaligen SPD Wowereit Phase «Berlin ist arm, aber sexy», die will sich die Linke jetzt am liebsten gratis mittels brachialen Enteignungen wieder zurückholen.
Dass da der geläuterte Ex-Trotzkist Somm völlig den Faden verliert, das erstaunt in Folge auch nicht mehr wirklich.
Der Wähler nimmt seine Verantwortung nicht mehr wahr, ist geschichtsblind oder vergesslich. In New York wird ein Juden- und Chrstenhasser Bürgermeister, wenn er genug alt gewesen wäre, hätte er am 11.09.2001 laut gejubelt über die feigen Terroranschläge auf die Hochhäuser. In Berlin werden die Linken demaskiert. Sie verbrüdern sich mit den scheusslichsten Antisemiten der heutigen Zeit, den Palästinenserfreunden, den Hamasgroupies.
Wieso haben sie Leuchte das nicht den antisemitischen Juden gesagt, ohne die Mamdani jetzt nicht Bürgermeister wäre.
https://www.jta.org/2025/11/05/politics/mamdani-wins-33-of-the-jewish-vote-in-nyc-compared-to-63-for-cuomo-exit-poll-shows
Somm ist ein Plagöri!
Ihr Beitrag hat bedeutend mehr Substanz als zum Beispiel diejenigen von Streuli oder Hug, die nicht einmal richtig auf den Mann nachtreten können. Herzliche Gratulation!
Der Beitrag von Herr Brunner ist zumindest ein Echo auf den – letzten….. – Artikel zu Somm.
Ihr Echo ist letztlich nur nachtreten nachtreten nachtreten in Ihrer eigenen Echokammer.
Bitter, bitterer, Bitterli,
Bitte
wäre ein Gewinn für zackbum, wenn der Chef Somm&Bitterli nur noch bringen würde, wenn es nicht manisch selbstentblössend ist.
Ansonsten Vorschlag zur punktuellen Umbenennung des blogs:
sackdumm.
Auf diese originelle Idee einer Umbenennung kam schon eine gewisse Dame aus Zug. Sie sind also in guter Gesellschaft.
Jene Dame aus Zug hat sich allerding in einem epochalen selbstzerfleischenden Klagefeldzug gegen unzählige Journis, Chefredakteure und Verlage fast schon wieder Mediengeschichte geschrieben.
Mit diesem Verfahren gegen Ringier gelang es ihr zum ersten Mal in der Schweizer Mediengeschichte, einen Medienkonzern erfolgreich auf die Herausgabe von kommerziellen Gewinnen aus einer Boulevardkampagne zu verklagen.
Nur das grosse Finale vor Bundesgericht steht noch aus, da Ringier Rekurs eingelegt hat.
Allerdings finanziell dürfte das für die Klägerin so oder so ein ziemlich teures Desaster werden, wie Zackbum auch schon mal detailliert vorgerechnet hat.
Wenn das Bubli ganz beleidigt ist, geht es zum Lehrer und petzt.
Das mit dem Hobby-Historiker Somm mag zutreffend sein. Unbestritten ist jedoch, dass Berlin längst zur gescheiterten woken Stadt der Schande geworden ist. Wenn jetzt eine rot-rot-grüne Regierung das Zepter übernimmt, so jubeln die arabischen Verbrecher-Clans. In Berlin wird der Juden-Hass mit dem Wohlwollen der linken Regierung noch gefährlicher. Welch eine Schande für die Stadt der Wannsee-Konferenz und der Organisation des Holocaust.
Besonders nachtragend scheint der Remmo Clanchef offenbar im Gegensatz zu sonstigen Rachefeldzügen gegenüber der Linken nicht zu sein, wurden seinem Clan unter Rot-Rot-Grün Regierung doch 2018 fette 77 Immobilien beschlagnahmt und über den Grossteil sind immer noch Verfahren hängig, ob die mit illegalen Geldern erworben wurden.