Wer hat uns verraten?
Keine abweichende Meinung in der SP-Gesinnungsblase erlaubt.
Den Slogan haben die Genossen vom «Spiegel» geklaut: «Sagen, was ist». Allerdings darf man im «direkt-magazin» nur das sagen, was erlaubt ist.
«In unseren Beiträgen greifen wir aktuelle Themen auf, erklären komplexe Sachverhalte und ordnen politisch ein», behauptet die Redaktion forsch. Sie besteht allerdings nicht wirklich aus Journalisten. Das «Magazin der SP Schweiz» wird von Lena Allenspach geleitet.
Ein reines SP-Gewächs. Praktikum bei der SP Schweiz, Mitarbeit in der No-Billag-Gegenkampagne der Partei, dann Wechsel zur Gewerkschaft syndicom, seit Juni 2022 Mediensprecherin der SP Schweiz.
Also eine in der Wolle gefärbte Sozialdemokratin. Aber noch viel mehr verdient Rudolf Strahm diese Bezeichnung. Zudem verfügt er im Gegensatz zu Allenspach über ein enzyklopädisches Wissen. Auch im Gegensatz zu ihr hat er sich die rund 1200 Seiten (plus Anhänge) des Bilateralen-3-Vertrags durchgelesen. Ebenso die Botschaft des Bundesrats dazu, obwohl sie 1086 Seiten umfasst und 159 Franken kostet.
Strahm hat viele Jahre lang für «SP-direkt» Argumentarien und Dokumente verfasst. Die SP konnte dabei von seinem umfassenden Wissen und seiner Fähigkeit zu klaren Formulierungen profitieren. Er war Nationalrat, Preisüberwacher und ist einer der wenigen mit umfassendem wirtschaftlichem und politischem Sachverstand in dieser Partei.
Damit brüstete sich die Gazette, bis er aufgrund seiner umfangreichen Studien zum Schluss kam, dass diese Verträge einen klaren Eingriff in die Volksrechte bedeuten. Er begründet das glasklar: EU-Rechtstexte werden zum Teil mit der Integrationsmethode wortwörtlich in das schweizerische Recht integriert. Das Bundesgericht ist verpflichtet, diese Texte anzuwenden. Bei Streitfällen ist die Auslegung des Europäischen Gerichtshofs verbindlich, ein Integrationsgericht der EU.
Er spitzt die Problematik zu:
«Man stelle sich weiter vor, ein Initiativkomitee würde eine Volksinitiative lancieren, die in einem Punkt dem EU-Recht widerspricht. Was hat dann Vorrang? Wird der Initiativtext ungültig? Wer entscheidet abschliessend? Und wie würde die Volksabstimmung unter einer Sanktionsdrohung Brüssels ablaufen?»
Aus diesen und vielen weiteren Gründen kommt er zur klaren Schlussfolgerung, dass die Abstimmung darüber selbstverständlich dem Ständemehr unterstellt werden muss.
Man kann nun mit Fug und Recht dieser Meinung sein, oder aber ihr kompetent zu widersprechen versuchen. Wie es sich für ein Debattenmagazin gehören würde.
Aber diesen Text von Strahm kennen wir, weil er auszugsweise in der «SonntagsZeitung» abgedruckt wurde. Der volle Wortlaut ist auf seiner Webseite nachzulesen.
Wieso das? Dieser Gastkommentar hat den Titel: «Was ich bei der SP nicht sagen darf». Denn die Parteileitung hat die Redaktion angewiesen, diesen Text eines verdienten SP-Genossen nicht zu veröffentlichen. Ungeheuerlich.
Und die Redaktion hat nicht etwa mit Aufstand oder Kündigung gedroht, sondern gekuscht. Ungeheuerlich.
Zudem ist diese Zensurmassnahme von triefender Blödheit. Denn damit bekam der Text natürlich öffentliche Aufmerksamkeit, wie es bei einer Publikation in dieser Randgruppenbroschüre niemals der Fall gewesen wäre.
Aber damit ist das Elend noch nicht zu Ende erzählt. ZACKBUM wandte sich mit fünf einfachen Fragen an diese sogenannte Redaktion:
- In der SoZ vom 13. September 2026 steht, dass die Parteileitung untersagt habe, dass ein Beitrag des SP-Urgesteins Strahm im «direkt-magazin» erscheinen dürfe. Stimmt das?
- Welche Begründung gab die Parteileitung dafür an?
- Wieso lässt sich die Redaktion des Magazins diesen Zensur-Eingriff gefallen?
- Die Position Strahms, wie sie von der SoZ wiedergegeben wird, ist offensichtlich von tiefer Sachkenntnis geprägt. Wieso hat sie keinen Platz in diesem Magazin?
- Was sagen Sie zum Vorwurf, dass das ein typischer Fall von Gesinnungsblase ist, innerhalb derer keine abweichende Meinung toleriert wird?
Sie hätte ausreichend Zeit gehabt, nach erster Schrecksekunde das zu tun, was im seriösen Journalismus im Rahmen des primitivsten Anstands Gang und Gebe ist: eine Antwort zu stammeln. Sei es auch nur «kein Kommentar, goht di nüd ah.»
Stattdessen tiefes Schweigen. Ist das alles elend und peinlich.










SP gleich Juso. Jositsch und Fehr wurden weggemobbt. Strahm erhält einen Maulkorb. Sogar Bodenmann («rosarote Barbershop-Linke») ist verstummt. Toleranz gibts (noch) für den Also Sommaruga als Anführer des Palästina-Flügels.
Wenn man sich auf «der richtigen Seite der Geschichte wähnt», wie das SP Politbüro auch gerne mal unverhohlen rumtrötet, dann ist es nicht verwunderlich, dass sich diese Partei zunehmend einem ideologisch totalitären Politstil zuwendet, wo andere Meinungen, selbst wenn sie noch so fundiert sind, einfach totgeschwiegen und ausgegrenzt werden.
Mittlerweile hat auch der Weltrettungsgrössenwahn in der SP irrationale Züge angenommen. Ungeachtet der epochalen geopolitischen Verschiebungen wird in der Exportnation Schweiz bei jedem Freihandelsabkommen sogleich das Referendum ergriffen, aber wenn es darum geht neue Geldforderungen zu stellen wie z.B. bei der Bekämpfung von Femiziden, dann werden Initiativen gestartet, wie aktuell bereichtet, dass die Schweiz jedes Jahr allermindestens 500 Mio Franken zum Schutz von primär Frauen einsetzen müsse.
Gerne wird dabei das Vorbild Spanien erwähnt, welches dank solchen Finanzmitteln pro Mio EW rund 55% weniger Femizide hat als die Schweiz.
Nur das 5x bevölkerungsreichere Spanien wendet insgesamt aus drei verschieden Töpfen rund 220 Mio Euro dafür auf (208 Mio CHF) und erreicht damit vermutlich ein Maximum, denn 100% der Femizide vermeiden zu können ist und bleibt eine Illusion.
Selbst wenn man von doppelt so hohe Kosten in der CH ausgeht, könnte man angesichts der viel tieferen Bevölkerungszahl in der CH einen wirksamen Schutz für 100 Mio pa hinkriegen und nicht Funiciellos Wunschträume von 500 Mio+ Fr. Vor ca 4 Jahren wollte sie für ihr Lieblingsanliegen sogar noch 0.1% des BIP, was aktuell rund 870 Mio pro Jahr wären.
Aber solange die SP auf dem ethnisch-kulturellen Auge ideologieverblendet völlig erblindet ist und die Femizide nicht auch da draufhin analysiert, ist bei denen eh Hopfen und Malz verloren.
Würden die Sozis mal beginnen wirtschaftlich und sozial effizient zu denken, hätte so eine Vorlage mit 100 Mio vielleicht sogar noch reale Chancen vor dem Volk, aber mit diesen aufgeblähten 500+ Mio können sie es vergessen, das wird das Volk höchstwahrscheinlich klar ablehnen.
Mit so einer grottenschlechten Politik machen sich Funiciello & Co dann unfreiwillig eben auch zu Gehülfen von diesen Frauenmördern, wenn das Volk solch stark überzogene und ineffiziente Anliegen ablehnt, selbst wenn sie eigentlich berechtigt wären, aber eben mit einem viel effizienteren Einsatz von Mitteln wie das z.B. Spanien vormacht.
Aber wenn man so dermassen verpeilt ist, einzig Umverteilung ohne Ende als die ultimative Lösung ansieht, dann kann man eben keine anderen Meinungen mehr zulassen.
Herr Zeyer dürfte in jenen Kreisen eh eine Persona non Grata sein, der man schon aus Prinzip nicht antwortet.
Die SP hasst Meinungsvielfalt. Anstatt den Diskurs aufnehmen Zensur! Lena Allenspach sind «feministische» Anliegen wichtig nicht die Auseinandersetzung mit Sachthemen. Möglich auch das der Sesselkleber Wermuth der Angst um seine Zukunft hat sein Veto eingelegt hat!
Ja, Brunner, hoffentlich nimmt sich unser Meister und Gastgeber dieser interessanten Anregungen einmal an und schreibt einen Text darüber, dass in der SP-Gesinnungsblase keine abweichende Meinung erlaubt ist.
…„kein Kommentar, goht di nüd ah.» wäre aus dieser Ecke noch die zivilisierte Version gewesen. Viel wahrscheinlicher kommt da ein „figg di du Fascho-Arsch“ oder „alten, weissen Hetero-Männern geben wir prinzipiell keine Auskunft“.
P.S. ist auch so eine SP-«Informations»quelle
«Der alte Mann mit dem Schubladen-Kiefer und dem Namen eines Bohnergerätes versucht einmal mehr, uns seine Version von Wirklichkeit einzureiben.»
Dies die Einleitung zu einem Anti-Neutralitätsartikel vor einigen Tagen. Gemeint
ist natürlich Christoph Blocher.
Die heutige SP-Führung ist einfach allerunterste Schublade. Und
besonders blind gegenüber Brüssel.
Die SP wird ihre avantgardistische Politik und ihre agitatorische Kommunikation hoffentlich noch bereuen. Was den Beitrag von Rudolf Strahm betrifft: ich habe den Artikel auf seiner Website gelesen. Und ich bin zu dem Entschluss gekommen, bei der Abstimmung über die sogn. ‚Bilateralen III‘ dagegen zu stimmen, falls sie nicht dem Ständemehr unterstellt werden. Dieser Entscheid ist einfach zu tiefgreifend für politische Taschenspielertricks.