Der «Spiegel» spinnt, neue Lieferung
Ein Magazin schreibt sich ins Elend.
Schon im August 2024 musste ZACKBUM das erste Mal konstatieren, dass das ehemalige Nachrichten- und inzwischen Meinungsmagazin spinnt.
Das konnte man unter anderem an zwei Titeln festmachen:

Die Welt ist dann doch nicht zu ihrem Ende gekommen, der Faschismus hat (noch) nicht gesiegt, aber der «Spiegel» kennt sie und sich selbst tatsächlich nicht mehr.
In dieser üblen Tradition legte er nach:

Vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt ernannte er den Spitzenkandidaten der AfD zum «gefährlichsten Mann Deutschlands». Zuletzt war Hermann Göring so tituliert worden, aber das wusste die geschichtsvergessene Redaktion wohl nicht.
Wo ist der Nachweis für den Superlativ, fragte ZACKBUM?
Offenbar hat ihn selbst Chefredakteur Dirk Kurbjuweit nicht gefunden. In seiner Verteidigung des Covers baute er nämlich nachträglich eine bemerkenswerte kleine Klausel ein: Ulrich Siegmund sei «aus Sicht liberaler Demokraten» aktuell der gefährlichste Mann Deutschlands.
Hat alles nichts genutzt; der Wähler blieb stur und unbelehrbar und erfüllte das Kanzlerwort von einer Halbierung einer Partei. Allerdings meinte der die AfD und nicht seine CDU.
Kommt die Redaktion dann wenigstens zur Besinnung und fängt vielleicht mal an, Kontakt mit der Wirklichkeit zu nehmen, nach Ursachen und Motiven zu forschen, Analysen zu liefern? Ach was:

In der Mitte der gefährlichste Mann Deutschlands, umrahmt von den beiden Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. Eingefärbt in Alarmrot.
Zusammen sind sie nun «Verfasssungsfeinde». Gerade in Deutschland ein scharfes Wort. Gibt es denn in der Titelgeschichte wenigstens den Hauch eines Belegs, eines Indizes, gar eines Beweises, dass dem so ist?
Nein, er ist gespickt mit Konjunktiven, Geraune, Hinweise auf angebräunte Vergangenheiten von Mitarbeitern oder möglichen Parlamentariern der Siegerpartei. Denn keinem der Drei kann der Zerrspiegel direkt Verfassungsfeindliches vorwerfen.
Welche konkreten Ziele der AfD richten sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung – insbesondere Menschenwürde, Demokratieprinzip und Rechtsstaatlichkeit – und welche Belege zeigen, dass die Partei diese Ziele planvoll verfolgt?
Da schweigt die Kreische aus Hamburg. Sie denaturiert ihren viel missbrauchten Slogan «Sagen, was ist», endgültig zu «Sagen, was nicht ist».
Gerade in Zeiten, in denen intelligente Analyse und Erkenntnisgewinn so wertvoll sind wie wohl niemals zuvor seit der Aufklärung, entleibt, entwürdigt sich das Organ in peinlicher Weise.
Die verkaufte Auflage ist die Quittung dafür. Betrug sie im Jahr 2000 noch über eine Million Exemplare, sind es heute inklusive E-Paper noch 636’000. Die tatsächliche Printauflage hat sich halbiert. Nicht zuletzt im Versuch, die AfD kleinzuschreiben, verzwergt sich das Blatt selbst.











Kennt man doch schon vom Spiegel Als das ehemalige NSDAP Mitglied Kurt Georg Kiesinger im Dezember 1966 Bundeskanzler wurde in einer grossen Koalition mit der SPD, lautete die Ueberschrift im Spiegel schon damals in der Ausgabe 50/1966 «Kartell der Angst».
https://www.spiegel.de/politik/kartell-der-angst-a-185fd7ba-0002-0001-0000-000038223930
Menschenkind, Eierspeise, das war vor 60 Jahren. In Worten: Sechzig! Eine andere Zeit, ein anderer „Spiegel“, andere Sudler oder vielleicht eben noch Journalisten. Das haben Sie aber schon gemerkt, oder? Dass das völlig abgeranzt ist und zu keinem Vergleich taugt, oder? Wieso tragen Sie den Stuss dann trotzdem zu Markte?
Es gibt eben nichts neues unter der Sonne.