Index der zu verbietenden Wörter
Die katholische Kirche hat ihren Index der verbotenen Bücher aufgegeben. Ersatz muss her.
1966 verabschiedete sich die katholische Kirche endgültig vom Index Librorum Prohibitorum. Damit endete eine 1559 begonnene Tradition. ZACKBUM verfügt über die letzte Ausgabe.

Heutzutage sollten stattdessen eine ganze Reihe von Wörtern auf einen Index gesetzt werden. Damit würde einiges an keifigem verbalem Hyperventilieren verhindert, die Debatte etwas versachlicht.
ZACKBUM schlägt diese nicht vollständige Liste vor:
- autoritäre Methoden / autoritär – sollte wenn schon an konkreten Merkmalen festgemacht werden
- braun / braune Gesinnung / braune Truppe – kaum verhüllter Nationalsozialismusvorwurf
- braune Zeiten / erinnert an braune Zeiten – NS-Analogie
- demokratiefeindlich / antidemokratisch – belegungsbedürftige politische Wertung
- diktatorisch / Diktaturmethoden – starke Analogie, bei demokratischen Institutionen schnell überzogen
- extremistisch / Extremist – besonders heikel, wenn als Tatsachenbehauptung statt Werturteil verwendet
- faschistisch / Faschist – schwerer politischer Vorwurf; Kontext und Tatsachengrundlage entscheidend
- faschistoid – etwas abgeschwächt, aber eindeutig in derselben Assoziationssphäre
- faschistoide Methoden / Tendenzen – ebenfalls erklärungsbedürftig
- gesichert rechtsextremistisch – nicht einfach Synonym für „rechts“; bei Bezug auf eine behördliche Einstufung muss klar sein, wer genau wen so eingestuft hat und warum
- Gleichschaltung / gleichgeschaltet – historisch stark NS-konnotiert; für Medien oder Institutionen besonders polemischer Vergleich
- Goebbels-Methoden / Goebbels-Propaganda – extreme NS-Analogie
- Hitler-Vergleich / wie Hitler – nur in sehr eng begründeten Zusammenhängen seriös
- Hitler-Verharmloser – schwerer personenbezogener Vorwurf
- Machtergreifung – historisch mit 1933 verbunden; für normalen demokratischen Regierungswechsel problematisch
- Nazi / Nazi-Partei / Nazi-Methoden – bei heutigen Personen oder Parteien besonders schwerwiegend
- nationalsozialistisch / nationalsozialistische Methoden – noch konkreter als „faschistisch“
- neonazistisch / Neonazi – Tatsachenkern; nicht als beliebiges Schimpfwort verwendbar
- NSDAP-Methoden / wie bei der NSDAP / erinnert an die NSDAP – unmittelbare Gleichsetzung bzw. Analogie
- Propaganda – an sich legitimer Begriff, wird aber häufig als delegitimierendes Etikett statt analytischer Beschreibung eingesetzt
- Putin-Versteher – Abwertung von jedem, der den Kreml-Herrscher nicht für einen irren Kriminellen hält
- Putin-Partei – dafür reicht schon die Forderung nach Gesprächen mit Russland
- Rassist / rassistisch – je nach Formulierung Werturteil mit oder ohne Tatsachenkern
- rechtsextrem / Rechtsextremist – deutlich präziser zu begründen als «rechts» oder «rechtsradikal»
- rechtsradikal – politikwissenschaftlich nicht deckungsgleich mit rechtsextrem
- SA-Methoden / SA-Manieren – schwerwiegende Gewalt- und NS-Analogie
- Stürmer-Stil / wie der Stürmer – Vergleich mit antisemitischer NS-Hetzpropaganda
- totalitär / totalitäre Methoden – starke Systemqualifizierung
- völkisch – historisch belastet, höchstens als politikwissenschaftlicher Begriff mit Beleg verwendbar
- Weimarer Verhältnisse / wie in der Weimarer Republik – häufig historisch unscharf
- Wiedergänger der Nazis / geistige Erben der NSDAP – besonders weitreichende historische Zuschreibung
- wie 1933 / Zustände wie 1933 / erinnert an 1933 – maximal aufgeladene NS-Analogie
- Zerstörer der Demokratie / Feinde der Demokratie – starke Wertung, die konkrete Handlungen oder Ziele voraussetzt
Allerdings stünden dann viele Dummschwätzer, ob dick oder doof oder beides, ziemlich wortlos und nackt da.









Verschwörungstheoretiker ist auch so ein Wort…
SRG-Propaganda, Staatsfunk, Zwangsgebühren-Zahler, Haltungs-Journalisten, Belehrungsjournalismus, Volkserzieher, Mainstream-Medien, MS-Medien, Mietmäuler, Staatspropaganda, Woke-Wahnsinn, Woke-Welle, Klimakleber, Klima-Hysteriker, Links-grüne Filterblase, Rot-grüne Blase, Gutmensch, Gratismut, Gesinnungs-Zensur, Cancel Culture, Corona-Hysterie, Impf-Gläubige, Systemlinge und Politaktivismus, Scholl-Latour für Arme, Westentaschen-Intellektuelle, Schreibende Schmachtlocke, Flachzange, Bestatter jeglichen Humors, Die 55 Nasen, Schönschreiber und Schaumschläger, Das Glashaus an der Werdstrasse, Besserwisser vom Dienst, Bundesgenossen, Japsen und Zetern, Bocksgesang, Medial gewandter Sandkastenspieler
…jetzt aber ab aufs Lastenvelo. Fähnli nicht vergessen!
Und von wegen Index.
Ist ja grossartig, dass zackZeyer sich weiterhin Tag für Tag mit den Lügen-, Dumm- und Manipulations-Organen rumschlägt, damit die wenigsten ihren Spiegel haben.
Für eine informierte Gesellschaft gehörten diese Medien auf einen VORSICHT-Index – aber das erledigen die rasant auf ihre eigene unArt.
Halt wieder mal:
Wenigstens einmal die Woche eine Rezension / Seitenblick auf ’neuere‘ Medien,
Global Bridge
Transition News
Fassadenkratzer
Multipolar-Magazin
Apolut
Häring
oder uncut-news, da gibt’s helle Köpfe aus der ganzen Welt, ohne Sand im Hirn.
Ansonsten: Berliner Zeitung, die dürfen / können noch Journalismus,
damit uns Herr Zeyer nicht in Deppression abdriftet.
Aber wenn gute Bücher den Dienst auch leisten, um zackbum im Gleichgewicht zu all dem Schrott zu halten, den er für uns bloss stellt, dann ist auch gut.
Besser jemand macht diese Ochsentour, als dass die ohne Widerspruch rumgackeiern und Gift streuen ohne Ende in die Gesellschaft.
An den Worten könnt ihr sie erkennen.
Vor allem wenn dann die Taten noch viel näher an ihren Worten sind, als ihnen lieb sein kann.
OK, muss ja nicht aufgearbeitet werden.
Kopf in den Sand (oder Sand in den Kopf) reicht auch,
da wird jeder Index überflüssig.
Ordnungspolitischer Zwischenruf, würde die NZZ sagen. Statt munter Zwiegespräche zu führen, wie wäre es mit weiteren Ergänzungen des Index?
„Schwurbler“ Abwertender Begriff für Corona-Skeptiker. Unzulässig, da mittlerweile durch Fakten widerlegt.
Holocaust
Vergleiche des Holocausts mit anderen Ereignissen sind stark umstritten, weil sie den beispiellosen Völkermord an den Juden oft verharmlosen oder die Geschichte verzerren.
In gewissen politischen Kreisen scheint auch der Begriff «Täterin» auf dem Index zu stehen oder per se gar nicht zu existieren.
In einem Umfeld wo sogar das Wort Mensch noch mit «Menschin» gegendert wird.
Allerdings muss man dazu anfügen, dass schon die phantastischen Märchenerzähler, die Gebrüder Grimm, jenes kannten und es wurde bereits im Deutschen Wörterbuch zu deren Lebzeiten aufgeführt, also in der ersten Hälfte des 19. Jh.
Immerhin hat diese Unsitte mit den Genderpronomen nach dem Namen wieder etwas nachgelassen. Allenfalls bei der JUSO wird das noch praktiziert, gehört doch Missgendern zu einem der gröberen Faux-Pas überhaupt, den man begehen kann. Man beabsichtigt damit trans, intergeschlechtlichen und nicht-binären Mitgliedern einen «Safe Space» anbieten zu können.
Alles ausführlich beschrieben im NZZ Artikel vom 2.6.2024:
«Willkommen in der heterofreien Zone» – einem lesenwerten Einblick in die doch für die meisten etwas gar befremdliche JUSO-Welt.
Ich verstehe ja den Ärger, den Meinungen verursachen, die schlecht begründet, diffus formuliert und offensichtlich sentimentgeladen sind. Vorallem, wenn man sich in der komfortablen Position sieht, es besser zu können. Allerdings sind Anderer Meinungen als solche stets zu respektieren, auch wenn es schwerfällt. Das gilt für Ostdeutsche, die nicht verstehen, was an ‚völkisch‘ schlecht sein soll ebenso, wie für junge Aktivisten, die partout die Welt verbessern wollen. Ein ‚Index der Verbotenen Wörter‘ erscheint mir ein Fiebertraum eines ermüdeten Demokraten zu sein, der sich damit unversehens in schlechter Gesellschaft wiederfindet.
Aktuell wäre noch «ethnische Säuberung» hinzuzufügen (Kanzler Merz über AfD).
Vergessen gegangen bei René Zeyer:
Wie steht es mit dem inflationär verwendeten Wort «Kriegsgurgel» ?
Das sind doch zufälligerweise praktisch allesamt Lieblingsbegrifflichkeiten von Cédric Wermuth, dem grossen selbsternannten Faschismus-«Forscher» und Chefideologen der Sozialdemokratie.
Dann würde man den armen Kerl faktisch weitgehend mundtot machen, wenn er all diese ihm liebgewordenen Begriffe nicht mehr verwenden dürfte um gegen seine unzähligen Lieblingserzfeinde auszuteilen.
Was genau meinen Sie mit „zufälligerweise“? Ist das ein Ironieversuch oder eine Anspielung auf einen eben nicht vorliegenden Zufall? Und wenn letzteres: Möchten Sie Ihre Vermutung ausdeutschen?
Und was ist ein grosser „selbsternannter Faschismus-«Forscher»“? Wenn er selbsternannt ist, dann ist er dieses sicher nicht in Anführungszeichen, sondern im Brustton der Überzeugung. Um dem Leser klarzumachen, dass Sie diese Selbsteinschätzung nicht teilen, brauchen Sie nicht eigens noch Anführungszeichen zu setzen.
Weiter: „Dann würde man den armen Kerl…“, später noch ergänzt durch „…, wenn er all diese…“. Mit dem „dann“ hat man doch begriffen, worum es geht, nämlich eben darum, dass er dann diese Begriffe nicht mehr brauchen dürfte. Das praktische kleine „dann“ ist genau dazu da, vorhergehende Sätze griffig noch einmal in eine Satzlogik einzubinden. Also entweder die Partikel oder der Wenn-Nebensatz.
Aber es ist ja noch nicht fertig. Ein weiterer Nebensatz wird an das unlogische Satzungetüm angehängt, praktischerweise ohne Komma: „…um … auszuteilen“. Nur damit auch der Hinterste ebenso wie der Letzte begriffen hat, was es mit diesem Wermuth auf sich hat. Deshalb folgt auf den „liebgewordenen“ Begriff wohl auch der „Lieblingserzfeind“, nachdem wir schon von den „Lieblingsbegrifflichkeiten“ gehört haben. Ha, jetzt kann sich der Wermuth aber vor lauter Entlarvung gar nicht mehr wehren!
Man nennt so etwas auch schlechten Stil auf kleinstem Raum.
Übrigens sind die indexierten Wörter und Begriffe bei weitem nicht „zufälligerweise praktisch allesamt“ Lieblingsbegrifflichkeiten von Wermuth. Zufälligerweise praktisch sehr viele stammen aus deutschem Kekeife.
@Bitterli
War’s das mit der Selbstinszenierung? Geht’s jetzt etwas besser?
Ist es nur ein historischer Zufall, dass die beiden wohl mit Abstand kombativsten Nationalräte – Wermuth und Funiciello beides Italoschweizer sind?
Dem Land aus dem auch einst Benito Mussolini kam, der 1913 noch als Sozialist/Marxist und Chefredakteur von Avanti! am 1. Mai 1913 in Zürich als begnadeter scharfmachender Rhetoriker als einer der beiden Hauptredner aufgetreten ist, eingeladen von den Gewerkschaften und damaligen linken Organisationen. Vor über 7.000 Zuhörern hielt Mussolini auf dem Zürcher Münsterhof seine emotionale Rede auf Italienisch. Er wetterte heftig gegen den Kapitalismus, die Bourgeoisie und die Ohnmacht der europäischen Diplomatie.
Und dann der grosse Wechsel, einen Weltkrieg später setzte er im ideologischen Politroulette statt auf Rot neu auf Schwarz und «bündelte» im März 1919 seine Kräfte zum von ihm ins Leben gerufenen Faschismus mit den «Fasci italiani di combattimento».
Was danach kam ist bekannt und dunkle Geschichte und erklärt mitunter zu einem Teil auch wieso diese beiden NR mit diesem pränatalen historischen Trauma im ideologischen Rucksack weitaus schärfer agitieren als andere SP Exponenten
Den unheilvollen Einfluss von Adriano Celentano sollte man auch nicht ganz vergessen…
Es könnte sein, Pancake, dass das wirklich nur ein historischer Zufall ist, ja.
Aber was soll eigentlich der Dativ am Beginn des zweiten Pfannekuchenschen Abschnittes? Ein historischer Unfall? Oder Anfall? Abfall? Durchfall?
Ein Schuss Swiss Touch — ist auch eine CH-Seite mit CH Themen – da ist auch so ein verirrter Dativ nicht ganz so schlimm
Finde Ihre Beiträge interessant. Offensichtlich hat der verbitterte möchte gern Oberlehrer einen Narren an Ihnen gefressen. Wenn ich seine Kommentare lese denke ich jeweils https://youtu.be/V3OA57YjmVo?is=e7NydatEj_G__x4Q
Besten Dank Frau Hartmann
«Den Bitterli muss man aushalten können» schrieb mir neulich mal ein weiser Mann, der selber auch sehr oft angefeindet worden ist in seinem Leben von den unzähligen Bitterlis auf dieser Welt.