NZZ und Neutralität

Ballade eines Schweizer Weltblatts, das sich selbst abhandenkam.

Teil 1

Von Philipp Gut*

Wer ist eigentlich der Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ )? Eric Gujer oder Cédric Wermuth? Die Frage mag etwas maliziös klingen, doch sie führt direkt zu des Pudels Kern. In der Beurteilung der schweizerischen Neutralität, über deren Verankerung in der Verfassung das Stimmvolk am 27. September entscheidet, ist zwischen der Gujer-NZZ und der Wermuth-SP kaum ein Unterschied auszumachen. Beide sprechen wahlweise von einer «Putin-» oder «Blocher-Initiative». Der sozialdemokratische Politologe Wolf Linder bemerkt, die SP habe diese Kampfbegriffe gar von der NZZ kopiert, was «unter der Gürtellinie» sei und weitere Argumente offenbar entbehrlich mache, wie er in einem offenen Brief an die Parteiführung schreibt.

Falke von der Falkenstrasse

Tatsächlich ist die NZZ -Berichterstattung über die Neutralität und die Neutralitätsinitiative ein radikaler Bruch mit der eigenen Tradition. Das springt sofort ins Auge, wenn man die Artikel eines Gujer und anderer Redaktoren mit dem vergleicht, was ihre Vorgänger geschrieben haben. Was über 200 Jahre lang granitfest galt, ist plötzlich Makulatur. Dabei gehören die Gedanken zur Schweizer Neutralität, die ein publizistischer Leuchtturm wie Willy Bretscher, NZZ -Chefredaktor von 1933 bis 1967, formuliert und in die Welt getragen hat, zum Klügsten und Klarsten, was man bis heute zum Thema lesen kann.

Doch beginnen wir mit der Gegenwart. Da erklärt Gujer in einem Leitartikel vom 15. August, es sei endlich an der Zeit, «Putin klar als Feind» zu benennen, wohlwissend, «dass die Benennung eines Feindes immer die Möglichkeit eines bewaffneten Konflikts mit sich bringt». Eine publizistische Kriegserklärung.

Ein Teil der Schweizer Öffentlichkeit habe bereits kapituliert und betreibe Appeasement, behauptet der Falke von der Falkenstrasse, und zielt damit auf Christoph Blocher und alle, die an der umfassenden Neutralität der Schweiz festhalten. Gujer wirft Blocher «Geschichtsklitterung» oder «die bewusste Legitimierung russischer Aggression» vor, wofür spreche, «dass sich die Propaganda des Moskauer Aussenministeriums und Aussagen Blochers verblüffend ähneln». Beide kritisierten unisono, die Schweizer Regierung höhle die Neutralität aus, indem sie die westliche Sanktionspolitik mittrage. Beide plädierten «für eine absolute Neutralität, die keinen Unterschied dabei macht, ob sie einer Diktatur oder einer Demokratie gilt».

Obwohl Blocher vor einem dritten Weltkrieg und vor möglichen weiteren russischen Angriffen auf europäische Staaten warnt und Russland als grösste Gefahr für die Sicherheit der Schweiz und Europas bezeichnet, stellt ihn Gujer als Handlanger des Kremls dar («Hier ist augenscheinlich etwas zusammengewachsen, was zusammengehört»). Für Gujer – wie für einen Wermuth – sind Blocher und die SVP, die als einzige Partei noch eine konsequente Neutralitätspolitik verfolgen, bloss «Claqueure einer Diktatur».

Auf nach Brüssel!

Stattdessen zeigt die Kompassnadel der NZZ nach Brüssel, dem Sitz von Nato und EU. «Die Schweiz bekennt sich zur westlichen Gemeinschaft und leistet einen aktiven Beitrag, dass Putin und Konsorten die Welt nicht nach ihrem autoritären Willen umgestalten können», gab Gujer in einer Rede an der Generalversammlung der AG für die Neue Zürcher Zeitung am 13. April 2024 die Richtung vor.

Damals sagte er auch: «Wollen wir uns noch eine autonome Landesverteidigung leisten? Wenn nicht, was folgt daraus: ein Beitritt zur Nato und die Preisgabe der Neutralität?» Unter Gujers Ägide rät die NZZ unablässig zu einem Näherrücken an das westliche Militärbündnis und an den Machtblock namens Europäische Union. Da ist das Abwracken und Niederschreiben der Schweizer Neutralität und einer eigenständigen und unabhängigen Aussenpolitik zwischen den Blöcken und über den Fronten nur logisch: Wer nach Brüssel will, muss die Neutralität wegräumen.

Beispiele? «Die kleine Schweiz ist verletzlich – verbindliche Spielregeln mit der EU sind in ihrem Interesse», schrieb NZZ -Redaktor Tobias Gafafer im April 2024. Das Verhältnis der Schweiz zur Europäischen Union werde «zu Unrecht schlechtgeredet». Und am 20. August 2026 dekretierte er: «Die Schweiz muss die Chancen des EU-Pakets nutzen.»

Ins selbe Horn bläst Georg Häsler, NZZ -Redaktor, Berner FDP-Politiker sowie Offizier der Schweizer Armee, der auch schon im Kampfanzug an einer Medienkonferenz teilnahm und als so etwas wie der militärstrategische Lautsprecher der Redaktion fungiert. «Ausgerechnet jetzt, wo stabile Beziehungen zu den Nachbarn an Bedeutung zunehmen, verfällt die Schweiz dem Eigensinn. Eine Annahme der jüngsten SVP-Zuwanderungsinitiative würde in Brüssel und allen anderen europäischen Hauptstädten als Vorentscheidung für die neuen EU-Verträge gelesen – die wohl letzte Möglichkeit, gleichberechtigt am Binnenmarkt zu partizipieren, ohne gleich beitreten zu müssen», meinte Häsler im Mai 2026, vor der Volksabstimmung über die Nachhaltigkeitsinitiative. «Die Europäer schliessen die Reihen» – und die Schweiz solle sich gefälligst mit ins Glied stellen. Das ist der Tenor und die aussenpolitische Devise der Redaktion.

Den Vogel schoss Inlandchefin Christina Neuhaus in einem Kommentar vom 25. August 2026 ab. Allen Ernstes nahm sie die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die immer schon gegen die bewaffnete Neutralität war, als Referenz und Kronzeugin: Sie lehne «Blochers Volksbegehren ohne Wenn und Aber ab». Auweia. Wenn die das sagen. Bretscher würde sich im Grab umdrehen.

«Uneingeschränkt, absolut»

Im Licht der eigenen Geschichte betrachtet, ist das eine Wende um 180 Grad, um nicht zu sagen: ein Verrat am geistigen Erbe, an der NZZ-DNA. Die Belege finden sich im Archiv. Wenn ein Gujer die Vorstellung einer «absoluten Neutralität» in die Nähe von moralischem Versagen und Parteigängertum für das Böse auf der Welt rückt, widerspricht er damit auch frontal dem NZZ-Idol Bretscher. «Die Neutralität der Schweiz ist uneingeschränkt, absolut», erkannte Bretscher in seinem Meisterstück, dem berühmten Leitartikel «Die schweizerische Neutralität» vom 17. Oktober 1939.

Wer die Schuld an diesem Krieg trug und wer der Aggressor war, war vom ersten Kriegstag an sonnenklar. Dennoch verfiel Bretscher nicht der Versuchung, die Neutralitätsmaxime einem wohlfeilen Moralismus zu opfern. Auf die wiederhergestellte, keinen Vorbehalten, keiner Differenzierung mehr unterliegende «uneingeschränkte Neutralität» der Schweiz könne «nicht der Schatten eines Zweifels oder einer Zweideutigkeit fallen». Sie bedeute die «bedingungslos gleiche Behandlung beider Parteien in einem kriegerischen Konflikt durch die neutrale Schweiz», militärisch abgesichert durch die Schweizer Armee, die «die Unabhängigkeit, Unversehrtheit und Sicherheit des Vaterlandes gegen jeden fremden Angriff, komme er, woher immer, mit allen Mitteln schützen» werde, wie der Bundesrat am 30. August 1939 betonte.

Bretscher – auch diese analytische Unterscheidung geht seinen Nachfolgern durch die Lappen – stellte klar, dass die strikt und absolut neutrale Aussenpolitik der Schweiz nicht mit moralischer Indifferenz oder gar einem Maulkorb für den Bürger zu verwechseln sei: «Die unbedingte Wahrung der Neutralität ist für das Schweizervolk eine Selbstverständlichkeit, die durch den Umstand, dass das gleiche Schweizervolk daneben auch seine bestimmten Meinungen über den Krieg hat, gar nicht berührt wird.»

Mit anderen Worten: Gesinnungsneutralität verlangt niemand. Die Neutralität der Schweiz als Lebensversicherung in Zeiten des Kriegs misst sich nicht daran, wie man sich dabei fühlt, sondern daran, was sie bewirkt. Entsprechend verteidigte Bretscher die «unbedingte Neutralität» und wies jede «willkürliche Ausweitung des Neutralitätsbegriffes» als «unstatthaft und gefährlich» zurück.

«Martyrium der Neutralität»

Während heutzutage nicht nur eine NZZ, sondern auch der Schweizer Bundesrat und die Parteienvertreter von links bis Mitte-rechts nach Applaus aus dem Ausland gieren und alles tunlichst vermeiden wollen, was irgendjemandem, vor allem aber den «europäischen Partnern» missfallen könnte, erinnerte Bretscher in einem weiteren Leitartikel vom 2. November 1942 an das «Martyrium der Neutralität». Dieses bestehe wesentlich darin, «dass wir es beim besten Willen keiner der Kriegsparten recht machen können».

Schon damals klangen die Vorwürfe der Neutralitätsgegner und -verwedler wie heute: Man tadle das «Stillesitzen» der Schweiz als nationalen Egoismus, und man drohe den «Abseitsstehenden», dass sich ihre Haltung früher oder später an ihnen rächen werde, beobachtete Bretscher. Inzwischen ist das zum Narrativ nicht bloss der NZZ, sondern der politischen Elite des Landes geworden.

Nachzulesen sind die Gedanken des weitsichtigen Chefredaktors in einem Sammelband seiner wichtigsten Kommentaren zwischen 1933 und 1944. Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen, legte die NZZ das Buch zum 90. Geburtstag ihres bedeutendsten Angestellten nochmals auf. Im Vorwort schrieb der damalige Chefredaktor Hugo Bütler, die ausgewählten Texte seien «Dokumente eines publizistischen Kampfes um Freiheit und Unabhängigkeit der Schweiz». Man schrieb das Jahr 1987, und ein schweizerisch-deutscher Jungjournalist, aufgewachsen in der Bundesrepublik, machte seine ersten Gehversuche in der NZZ als Praktikant. Sein Name: Eric Gujer.

_____________

Fortsetzung folgt.
*Der Artikel erschien zuerst in der «Weltwoche». Mit freundlicher Genehmigung des Autors.

17 Kommentare
  1. Oliver Brunner
    Oliver Brunner sagte:

    Auch wenn der Artikel gewisse Spuren von Realität enthält, ist es grösstenteils doch das typisch Geschwurbel der «Weltwoche», die seit einigen Jahren in der Aussenpolitik kaum mehr von RT zu unterscheiden ist und sowohl für Putin als auch Trump eine absurde Bewunderung pflegt.

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  2. Manfred
    Manfred sagte:

    Natürlich ist ein bisschen Neutralität keine. Aufrichtig wäre es, klar zu sagen, dass der Beitritt zur NATO und die Assoziierung zur EU die beste Option für die Zukunft der Schweiz sei und die Sache mit offenem Visier auszutragen. Dieses Herumgeeiere ist nur noch peinlich.

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  3. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:

    Originaltext Neutralitätsinitiative:
    2) Die Schweiz tritt keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis bei. Vorbehalten ist eine Zusammenarbeit mit solchen Bündnissen für den Fall eines direkten militärischen Angriffs auf die Schweiz oder für den Fall von Handlungen zur Vorbereitung eines solchen Angriffs.

    Die typische schweizerische Rosinenpickerei. Wir gehen keine Bündnisse ein aber wenn wir in Gefahr sind sollen uns Bündnisse helfen.

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    • Peter Pancake
      Peter Pancake sagte:

      Nur mit den ultraschnellen Hyperschallraketen oder nur schon konventionellen Raketen sieht die Schweiz dann aber ganz alt aus, wenn die erst über der Schweiz entdeckt werden und dann helfen selbst Patriotabwehr nicht mehr viel.
      Und die verklärte Meinung, dass die NATO oder wer auch immer dann Heidiland feuerwehrmässig zur Hilfe eilen würde, wenn sie dann mal angegriffen werden würde, ist doch auch ziemlich realitätsfremd.
      Es war unsere dienstleistungsdevote Ausprägung vor allem vs. dem Reich von «Neutralität», welche uns in den beiden Weltkriegen vor Ungemach bewahrt hat.
      Hat damals schon ganz gut geklappt, darum gibt es keinen Grund dies
      nochmals in der Verfassung festzuschreiben.
      Und die Mär, dass Neutralität vor einem Aggressor wirklich schützen würde, die wurde im 2. WK gleich mehrfach widerlegt in Benelux, Dänemark, Norwegen..

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      • Marco
        Marco sagte:

        Wie bitte? Benelux und Danmark mit der Alpenfestung zu vergleichen, in der alles zwischen 20 und 60 bewaffnet in Uniform stand?
        Und Norwegen hat doch wunderbar kooperiert. Haben die nicht heute noch die Swastika auf der Flagge der Luftwaffe?

        Es behauptet niemand einen absoluten Schutz durch die Neutralität. Darum muss sie ja auch verteidigt werden. Was viele immer noch nicht verstanden haben, trotz Anschauungsunterricht aktuell und im 2.WK: mit Luftangriffen kann man Infrastruktur zerstören, aber kein Land einnehmen. Man muss daher unterscheiden, was man für ein Szenario unterstellt. Einer Besatzung können wir uns erwehren, weil der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Wenn die Schweiz eine funktionierende Armee mit ausgebildeten, ausgerüsteten Bodentruppen HÄTTE, käme niemand auf die Idee, sie besetzen zu wollen.
        Gegen Luftangriffe können wir uns nur schlecht erwehren, weder allein, noch im Verbund. Darum sind die 30 F-35 für die Verteidigung so nutzlos wie ein Sack am Kinn. Sie wurden nur bestellt, um mit der NATO Kampfeinsätze zu fliegen.
        Der einzige Grund, die Schweiz mit Hyperschallraketen anzugreifen, sind die Zielscheiben, die wir uns ins Land gepflanzt haben: Satellitenschüsseln für die Amis, Rüstungsindustrie für die Deutschen und die Energieverteilnetze, die der BR mit den EU-Kapitulationsverträgen unter fremde Kontrolle stellen will.

        Ich habe jedenfalls von den Anschluss-Befürwortern und Antirusslandreflex-Bewirtschaftern noch kein realistisches und überzeugendes Angriffsszenario gesehen oder gehört, das einen Anschluss in irgendeiner Weise rechtfertigen würde.
        Das VBS führt selbstverschuldet nur noch eine Pfadi und will jetzt auch noch Geld für veraltetes und nutzloses NATO-Kampfgerät ausgeben. Zu allem Übel hat der Pfister dieses unsägliche SEPOS nun noch vollends unter NATO-Kontrolle gestellt. Für diese Anschlusspläne und nie vorgestellte Szenarien zu hypothetischen Russlandangriffen ist jeder Franken zuviel.

        Die Schweiz soll integral neutral werden, damit die Spinner in Bern das Land nicht in einer kalten Übernahme an die EU verjubeln und damit dieselben uns nicht in einen Krieg hineinmanôvrieren, der uns nichts angeht. Wer anderer Meinung ist, soll im Zeughaus Ausrüstung fassen und sich freiwillig bei Selenski melden, aber nicht wie feige Hunde an der Urne das ganze Land in Geiselhaft nehmen.

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        • Edie Brown
          Edie Brown sagte:

          Danke, Marco. Wenn ich all die Kommentare hier lese, erkenne ich, dass die geballte Ladung an Lügen offenbar wirkt. Was für Verunglimpfungen und Geschichtsverdrehungen.

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    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:

      Brunner, der Vorwurf der Kontaktschuld zu den Deutschen trifft Sie hart und sehr berechtigterweise. Dieses Völkchen plaudert doch ununterbrochen etwas von Rosinenpickerei. Indem Sie sich hier ein- bzw. unterordnen, verraten Sie zudem ein gehäuftes Mass an Selbsthass, etwas, was der aufmerksame Leser dieser gastfreundlichen Spielwiese immer schon vermuten konnte. Über die wiederum dadurch sich offenbarenden Kontaktverschuldungen wollen wir an dieser Stelle gar nicht anfangen zu spekulieren.

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    • Peter Mueller
      Peter Mueller sagte:

      Zwischen Vorbehalt und Soll liegen Welten, die Ihnen offenbar immer verborgen bleiben werden.

      Im übrigen mag kein Mensch diese lästigen Rosinen, die wir angeblich bei fast jedem politischen Entscheid im Zusammenhang mit internationalen Kraken picken, nach Verlautbarung der Endlosschleife der Linken.
      Wenn jemand Rosinen pickt, dann doch nur, um das ekelhafte Zeug aus dem Kuchen zu puhlen, damit er eben geniessbar wird.

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  4. Basil Weiss
    Basil Weiss sagte:

    Der Autor übersieht, dass die Gründung der UNO 1945 und die Sanktionspolitik sowieso nach diesem berühmten Leitartikel von 1939 erfolgten. Die Welt hat sich seither verändert, auch die Bedeutung der Neutralität.

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    • Peter Mueller
      Peter Mueller sagte:

      «Die Welt hat sich seither verändert, auch die Bedeutung der Neutralität.»

      Eine Parole.
      Die Welt verändert sich täglich.
      Inwiefern sich diese Binse mit der Umdeutung der Nichtparteinahme verbinden lässt, wäre noch zu begründen. Die alleinige Nennung zweier grundverschiedener Verhalte im gleichen Satz schafft keine Kausalität.

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    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:

      Philipp Gut dürfen Sie kein Wort glauben. Der ist ein Rabulistiker und Anheizer aus Getriebenheit. Die Warnung gilt übrigens nur für sein Geschriebenes. Redet er, versteht man sowieso rein gar nichts, und jeder darf für sich den Ärger heraushören, an dem er selber laboriert.

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  5. Jürg Streuli
    Jürg Streuli sagte:

    Die Redaktion der NZZ ist bis zum Chefredaktor verdeutscht worden. Nun schreibt die NZZ eben wie die Süddeutsche. Der blanke Russen-Hass ist zur alles einigenden Ideologie geworden. Die NZZ lebt noch einzig aus ihrem Renommee in der Vergangenheit. Ein Qualitätsunterschied zum Tages-Anzeiger ist kaum noch erkennbar. Traurig eigentlich.

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    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:

      Die NZZ war nie etwas Anderes als ein Russenfresserblatt. Das geht nahtlos so seit dem Ende des Weltkrieges, auch wenn damals die Ukrainer, Weissrussen, Russen, Balten und allerlei asiatische und berggängige Völkerschaften einen gemeinsamen Staat hatten. Mit dramatischen Verwerfungen übrigens oft gerade dann, wenn kein Russe auf dem roten Zarenthron sass.

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  6. A. Zurbuch
    A. Zurbuch sagte:

    Treffender kann man es nicht formulieren. Leider ist die Wahrnehmung bei Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern auf Bundesratslinie. Auch dank der ständigen, medialen Berieselung. Die Schweiz mit ihren Vorzügen ist, realistisch betrachtet, verloren. Der Wohlstand und die Vorzüge der Schweiz werden noch einige Jahre nachhallen, mehr nicht.

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    • Peter Mueller
      Peter Mueller sagte:

      Ich denke nicht, dass die Wahrnehmung der Mehrheit auf Linie des establishments dümpelt.
      Genau deshalb greift dieses Konglomerat zu diesen Verleumdungs- und Anbräunungsmethoden, die jeden Verteidiger oder Sympathisant der Neutralität, immerhin Staatssäule, aberwitzigerweise zu einem Verräter deklarieren, der mit einer Diktatur im Bett liege.
      In Wirklichkeit meinen sie aber einen „Verrat” an ihrer eigenen Sache, nämlich die Schweiz an den Europäisch/transatlantischen Block zu verschachern.

      Der Dieb ruft: «Haltet den Dieb!»
      Die Landesverräter rufen: «Haltet die Putinfreunde!»

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