Millionenkrater «Republik»

3. Teil Sommerserie: braucht’s nicht, kann weg.

Im Vergleich zur Geldvernichtungsmaschine «Republik» sind «bajour» oder «Hauptstadt» blutige Anfänger. Wie heisst es in den Geschäftsberichten so schön:

Aufgrund der vorhandenen Überschuldung konnte nur «aufgrund genügend hoher Darlehen mit Rangrücktritt auf den Gang zum Richter verzichtet werden.» Gleichzeitig weist die Revisionsstelle auf eine wesentliche Unsicherheit der Fortführungsfähigkeit hin.

Konkret heisst das, dass das Organ der guten Denkungsart ein negatives Eigenkapital von fast zwei Millionen hat. Eigentlich müsste sie deshalb schon längst die Bilanz deponieren. Ausser, ihre reichen Gläubiger erklären, ihre Forderungen bei einem Konkurs erst ganz am Schluss geltend zu machen – also in den Kamin zu schreiben.

Dieser Zustand dauert schon seit Jahren an. Trotz Todesdrohungen, Bettelaktionen und ständigem Schönschreiben der finanziellen Situation. Seit dem Crowdfunding im Jahr 2017 haben die selbsternannten Demokratieretter rund 55 Millionen Franken rausgehauen. Dafür haben sie insgesamt rund 9’700 meist ellenlange Artikel veröffentlicht, davon eine grosse Anzahl an Fremdbeiträgen und Ankündigungen und Kolumnen einer schreibenden Schmachtlocke und anderen.

Die Anzahl Festangestellter oszilliert seit Beginn um die Zahl 50. Bei allen Aufrufen zu Spenden und zur Unterstützung ist es diesem grössten Kostenblock niemals in den Sinn gekommen, an den eigenen Gehältern zu sparen, obwohl man nicht müde wird, sich als Unternehmer zu sehen.

Innerhalb der angeblich achtsamen und sorgsam miteinander umgehenden Redaktion kam es zu einer Unzahl an ruppigen Abgängen und zu einem Sexismus-Skandal, der mit dem Rausschmiss eines Starreporters endete, der zuvor nicht einmal angehört wurde. Das kam das Blatt der frommen Denkungsart teuer zu stehen.

Insgesamt wurden mindestens drei Geschäftsführer, drei VR-Präsidenten und mehrere Chefredaktoren auf unterschiedliche Art entsorgt. Besonders ruppig 2022 der Gründer und erste Chefredaktor Christof Moser, der nach erfolgreichem Mobbing gegen ihn seither aus dem Exil in Berlin mosert. Besonders pikant war auch der Kurzauftritt von Roger de Weck, der 2023 mitsamt zwei weiteren VR zurücktrat. In diesem Jahr wurden auch tatsächlich mal 8 Stellen abgebaut. Durch diese Rücktritte musste die juristisch überberatene «Republik» peinlicherweise blitzartig neue VR suchen, weil sie gegen gesetzliche Bestimmungen verstiess.

Zurzeit finanzieren genau 35’867 Abonnenten das Online-Blatt, darin sind allerdings Monats- und Schnupper- und Aktionsabos nicht separat ausgewiesen. Rund 28’500 davon haben im Verlauf des Monats auch tatsächlich mal reingeschaut. Die Übrigen verstehen ihr Engagement offensichtlich als Spende. Damit dürfte die Gesinnungsblase ihre maximale Ausdehnung erreicht haben.

Ach, und der Inhalt? Darüber hat sich ZACKBUM bereits dermassen häufig mokiert, dass wir es diesmal bei einer kursorischen Darstellung bewenden lassen wollen, denn wer will denn dieses Buchenstabenmeer der Langeweile wirklich lesen? In der Berichtswoche hat die «Republik» die üblichen mageren 25 Stücke veröffentlicht.

Aber selbst diese Zahl ist zu relativieren. Davon sind ganze 12 reine Ankündigungen oder eine Gerichtskolumne. Weitere zwei sind die Kolumnen der schreibenden Schmachtlocke und von Anna Rosenwasser. Dazu kommt noch ein Podcast, der einen uralten Artikel rezykliert. Ganze vier Stücke sind von Fremdautoren eingekauft.

Also bleiben als Eigenleistung aller rund 50 Nasen ganze 6 Artikel. Darunter der aufgepumpte angebliche Primeur, dass Ringier den «SonntagsBlick» auf Ende Jahr einstelle, was der Verlag dementiert.

Das ist weniger, als ZACKBUM pro Woche produziert. Eine One-man-Show, die zudem ihre Leser gratis beglückt, niemals jammert oder bettelt.

Nun kann man sagen, dass so immerhin rund 50 Menschen nicht dem RAV zur Last fallen. Und wenn das reiche Erblinke und Gutmeinende als Hobby finanzieren, wieso nicht. Auf der anderen Seite: wenn man die weitgehend wirkungslose und nur mit einer Reihe von angeblichen Skandalen, die allesamt flopten und verkümmerten, unangenehm aufgefallene Online-Veranstaltung an ihren grossen Worten und Zielen misst, wird es peinlich.

Oberpeinlich wird es, wenn man sich überlegt, was man mit diesen 55 Millionen Sinnvolles hätte anfangen können. Aber das gilt ja auch für den «Kosmos» und andere linke Projekte, die vollmundig in die Welt gestossen werden, um dann kleinlaut zu verröcheln. Aber immerhin, dieses Ende steht der «Republik» noch bevor.

7 Kommentare
  1. Oliver Brunner
    Oliver Brunner sagte:

    Funktioniert wie jede linke Organisation. Viele lassen sich für wenig Leistung von anderen bezahlen. Die können eigentlich machen, was sie wollen – es gibt noch so viele linke Erben, die «etwas bewirken» wollen und zu viel Erbe haben. Aber wer so wirschaftet, hat das Recht verwirkt, irgendetwas über Wirtschaft zu schreiben.

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  2. Guido Kirschke
    Guido Kirschke sagte:

    Was bleibt den Darlehensgebern den auch anderes übrig, als das Unvermeidliche durch Rangrücktritte um ungewisse Zeit nach hinten zu verschieben? Das Geld ist verbrannt, das wissen sie natürlich. Wer nicht wirtschaften kann wirft solange gutes Geld schlechtem hinterher, bis keines mehr da ist.

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  3. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:

    Ohne die Hilfe von Privaten und den Brüdern wären die 50 Journis alles Sozialfälle oder Dauergäste beim RAV!

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    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:

      Stimmt Brunner! Sagen Sie das doch endlich mal unserem Gastgeber und Meister. Ich glaube, er würde das sogar schreiben. In Ihren Worten.

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      • Victor Brunner
        Victor Brunner sagte:

        Mein Tipp damit sie nicht den ganzen Tag auf meine Kommentare warten. Sie konsumieren «Bares für Rares», warum nicht vorher «Die Küchenschlacht und nach BfR die «Rosenheim Cops». So sind sie 3 Stunden beschäftigt, müssen nicht auf Brunner warten. Anschliessend kann die Spitex sie füttern und zu Bette bringen!

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  4. Rolf Hug
    Rolf Hug sagte:

    Zusammenfassend kann man sagen: Die grösste Leistung der Republik ist es, immer noch genügend links-grüne Sponsoren zu finden, die diesen Schrott grosszügig finanzieren, ohne ihn jemals zu lesen. Denn wenn sie ihn lesen würden, kämen auch sie vielleicht auf den Gedanken, das Geld anderweitig zu verwenden.

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