Serbelndes: Die Sommerserie
Erste Lieferung: Das Fass ohne Boden «Bajour».
Die «Stiftung für Medienvielfalt» machte 2018 einen grossen Fehler. Nachdem sie das Flop-Projekt «TagesWoche» finanziell unterstützt hatte, vertraute sie dem Bruchpiloten Hansi Voigt und begann, dessen Furz «Bajour» zu bezahlen. Das Online-Werk publizierte in den ersten Betriebsjahren noch Nutzerzahlen. Aus Scham unterlässt es das seither.
Zunächst sollte die Stiftung nur die ersten drei Jahre mit Millionen anschubfinanzieren, anschliessend noch höchstens den Betrag verdoppeln, den «Bajour» selbst erwirtschaftet. Da das zum Bankrott geführt hätte, wurden ab 2022 weitere Millionen hineingeschüttet. Auch ein «Media Forward Fund» machte den Fehler, das Organ mit 400’000 Euro zuzuschütten.
Da der Verein um Voigt («Gründer», Herausgeber und in der Geschäftsleitung) seit Jahren kaum Zahlen veröffentlicht, ist schwer abzuschätzen, welche Einkünfte er selbst erwirtschaftet. Er will angeblich 12’000 NL-Abonnenten haben und ein paar tausend zahlende Unterstützer.
Monatliche Unique User, Seitenaufrufe, Visits? Da sendet das transparente Organ das grosse Pausenzeichen.
Ach, und der Inhalt? Über den hat sich ZACKBUM schon einige Male erheitert. Wer mehr zu lachen haben will, kann unter diesem Stichwort hier suchen. Nach x Redesigns, bei denen Kraut und Rüben immer wieder anders zusammengeworfen wurden, kommt es aktuell so daher:

Weitere rasant relevante Themen, brandaktuell serviert:

Oder das hier, auch erst mehr als eine Woche alt:

Davon, Leute vor sich selbst zu schützen, hat Voigt & Co. offenbar auch noch nie etwas gehört. Dabei könnte er sich inzwischen, nachdem sein anderer Verein «Netzcourage» die Schraube gemacht hat, diesem Projekt mit voller Energie widmen.
Nun kommt eine knallharte Frage, die ganz Basel umtreibt:

Weder auf den ersten, noch auf den letzten Blick ist erkennbar, welchen Mehrwert «Bajour» eigentlich darstellt, wieso man hier etwas lesen, geschweige denn unterstützen sollte. Schon lange sieht die Homepage recht ungepflegt, beliebig und schlecht gemacht aus. So nach der Devise: einfach mal wieder was reinhauen, damit es nicht zu sehr alt und verstaubt daherkommt.
Bedauerlich ist auch hier, wie bei weiteren Projekten, die ZACKBUM in dieser Serie beschreiben wird, welche Geldmengen verröstet werden. Für nichts und wieder nichts. Sicher, die «Republik» ist unerreichter Spitzenreiter in dieser Disziplin. Aber Kleinvieh macht auch Mist.
An grossen Worten fehlt es dabei nie:
«Bajour liefert Übersicht, Hintergrund und die moderierte Debatte zur Stärkung der Demokratie, Generationen übergreifend, mit verschiedenen Formaten, spielerisch und neugierig. In Zukunft auch vermehrt auf der Homepage.»
Entsprechende Taten folgen dann allerdings nie.










Der Journalismus und Hansi Voigt werden nie Freunde werden. Klamauk auf 20Min Online, Copy/Paste von Reddit auf Watson und jetzte das Basler Desaster… Ich würde schätzen einen hohen zweitstelligen Millionenbetrag in holprige Schenkelklopfer verwandelt.
Provinziell, gut gemeint und wieder zielsicher daneben.