Trans Tagi

Das Blatt ist wirklich am Ende. Nicht mal das Sommerloch kann das entschuldigen.

Was ist von einer Redaktion zu halten, die so etwas durch alle Kontrollinstanzen schlüpfen lässt und dem zahlenden Gast noch Geld dafür abknöpft, einen solchen Schwachsinn lesen zu müssen?

Eine Volontärin, dazu die einschlägig bekannten Alexandra Kedves, Stefan Häne, plus die Ex-Corona-Kreische Marc Brupbacher nehmen sich eines Themas an, das eigentlich keinen interessiert. Im wilden Zoo von inzwischen rund 300 Gender (kein Witz) gibt es auch sogenannte trans Frauen. Also Personen, die meinen, das Schicksal habe sie in einen nicht ihrem wahren Geschlecht entsprechenden Körper gesteckt. Der Körper ist männlich, sie seien aber in ihrer Wirklichkeit Frauen. Davon gibt es nach groben Schätzungen etwa 10’000 in der Schweiz, 0,1 Prozent der Wohnbevölkerung.

Radikale Minderheit ist schwer untertrieben. Nun ist der Vorfall, dass eine solche Transe meinte, mit Pimmel Zugangsrecht ausgerechnet in eine für Frauen reservierte FKK-Badi zu haben, ausdiskutiert. Dass sie sich zudem weigerte, den Anweisungen des Personals Folge zu leisten, auch noch Widerstand gegen die Polizei leistete und in Handschellen abgeführt werden musste, wäre die Krönung des Wahnsinns, wenn das nicht die Berner Regierung geschafft hätte, die sich dafür absurderweise entschuldigte.

Man kann getrost davon ausgehen, dass dieses Ereignis rund 99,9 Prozent aller Tamedia-Leser schwer am Allerwertesten (männlich/weiblich/nonbinär) vorbei geht. Aber das Blatt der achtsamen, inkludierenden, nicht-diskriminierenden und jeder Form von Sexismus gegenüber feindlich eingestellten Denkungsart sieht hier klaren Erziehungs-, Aufklärungs- und Belehrungsbedarf.

Also verlangt es sogar noch Geld dafür, dass seine Leser mit einem Artikel belästigt werden, in dem «Trans Frauen Stellung nehmen» dürfen. Das journalistische Schaffen erschöpft sich darin, dass deren Äusserungen, die wir hier nicht qualifizieren wollen, einfach aufgezeichnet und eins zu eins wiedergegeben werden.

Schon das Titelzitat lädt zum Lesen ein: «Ich achte immer darauf, meine Genitalien nicht zur Schau zu stellen». Dazu kann ZACKBUM nur sagen: wir auch, wir auch. Und alle unsere Leser hoffentlich ebenfalls.

Statt hier Anlass zum Verdacht der Frauenfeindlichkeit zu geben, erschöpfen wir uns darin, einige Schmuckstücke der Aussagen unkommentiert dem geneigten Leser zu servieren. Keine Angst, wer bei der Lektüre das beängstigende Gefühl bekommt, sein Hirn fange an zu verdampfen: geht wieder vorbei.

«Ich nehme es sehr ernst, wenn es cis Frauen irritiert oder geängstigt hat, im Frauen-FKK-Bereich männlich gelesene Körper oder männliche Geschlechtsteile zu sehen … Es ist menschenunwürdig, trans Frauen auszugrenzen … Wenn wir Frauen uns gegeneinander ausspielen lassen, nützt das am Ende nur sexistischen Männern … Später, als ich als Frau gelesen wurde, haben mich Männer auf der Strasse belästigt und verfolgt … Die Ängste von cis Frauen vor männlichen Körpern nehme ich ernst, aber ein Körper an sich ist keine Handlung … Der «männlich gelesene Körper», vor dem sich manche fürchten, gehört in Wahrheit oft der schüchternsten Person am Beckenrand …»

Und als krönender Abschluss unser absoluter Liebling:

«Ein Penis vergewaltigt nicht, Männer vergewaltigen.»

14 Kommentare
  1. Ruedi Rudolf
    Ruedi Rudolf sagte:

    Oben ohne!

    Die Hitze der Stadt ist im Sommer brutal
    Da man fürchterlich matt ist, wird das Leben zur Qual
    Darum strömen die Blassen zu den städtischen Kassen
    Weil die Frische, die hat man nur in einem Bad
    Leider Gottes, die Sitten sind vollkommen entglitten
    Jeder geht, wie man sagt, schon beinah splitternackt
    Sogar die Dame befreiten ihre obere Weite
    Dass die Sonne versenkt, was man nicht mehr verhängt

    Am Familienbecken sitzt ein älterer Herr
    Der zuckt auf seiner Deckn ganz nervös hin und her
    Seine Blicke sind statisch und sein Pulsschlag fanatisch
    Er hat was entdeckt, was ihn ziemlich erregt
    Ja, es ist dieses Wippen an den weiblichen Rippen
    Dass er ständig fixiert, weil es ihn fasziniert
    Plötzlich machts ein Kracher, es ist sein Herzschrittmacher
    Leider endgültig hin schuld daran ist nur sie

    Wenn sie sich so entblößen ohne jede Moral
    In verschiedenen Größen ist das fast ein Skandal
    Schaut man in Liegestühle, hupft die weibliche Fülle
    Einem förmlich ins Gsicht, das gehört sich doch nicht
    Da man muss sich entrüsten, wenn sie sich so erbrüsten
    In der schönen Lobau schreit eine reifere Frau
    Die durch die Cellulitis, leider nicht mehr so fit is
    Und der Grund warums schreit is nur blanker Neid

    Ein sehr sportlicher Langer ölt sich vorsichtig ein
    Er passt in seinen Tanga beinah nicht mehr hinein
    Er bemüht sich beim Schmieren Mädchen zu imponieren
    Doch bei so einer Hitz nimmt man keine Notiz
    Da gibt sich er einen Stößer und zieht einfach den Gössermuskel
    Vorsichtig ein und geht flockig vorbei
    Dabei bekommt er Gefühle, er braucht dringend a Kühle
    Schwimmen kann er nicht gehn mit sein neuen Toupet

    https://www.youtube.com/watch?v=KkDojqZ5_FQ

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  2. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:

    Der Tagi nimmt wieder Wohnungssuchinserat auf!
    Die Volontärin (der Architekt und seine Frau schlafen Sommer und Winter auf dem Balkon) böse auf den Leim gekrochen hat wieder zugeschlagen. Mit Claudia Schmid sucht sie für die Eltern von Schriftsteller Biedermann eine Wohnung im TA. Mehr Filz, Schleim und Peinlichkeit geht nicht. Qualitätsjournalismus nach B&B (Birrer und Bärtschi).

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  3. Peter Pancake
    Peter Pancake sagte:

    Seit sich die SP von der ehemaligen Arbeiterpartei unter der Fuchtel des Politbüros Meyer/Wermuth und der ganzen ex Juso BerufspolitikerInnen zu einer großenteils marginalen Opfergruppenpartei entwickelt hat, ist es natürlich für den «linksliberal gelesenen» Tagi fast schon eine «Pflicht» sich an solchen Nonthemen bis zum erbrechen abzuarbeiten um die restlich verbliebene schwindende Leserschaft noch halten zu können.
    An der Werdstrasse scheint man sogar richtig nach solchen Stürmchen im Wasserglas zu lechzen, die dann mit Dauerberichterstattung und dümmlichen Meinungskommentaren zu medialen Orkaenchen aufgepimpt werden.

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  4. Manfred
    Manfred sagte:

    Niemand sollte vergessen, dass nach den letzten Anpassungen an der sogn. Rassismusstrafnorm, jede Kritik an solchen Auswüchsen nur eine Handbreit von strafrechlichen Konsequenzen entfernt ist.

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  5. Armin
    Armin sagte:

    «rund 99,9 Prozent aller Tamedia-Leser schwer am Allerwertesten (männlich/weiblich/nonbinär) vorbei geht»
    Ich würde das nicht so leichtfertig behaupten. Wir leben alle in unserer «Bubble».
    Aus meiner Sicht schreitet die linksgrüne Verblödung ungehindert voran. Anderen ist es immer noch zu wenig blöd.
    Man schaue nur, wie die Bürgernden bei der 10 Mio und der SRG-Initiative abgestimmt haben. Da wird mir Angst und Bange.

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  6. K. Meyer
    K. Meyer sagte:

    „Eine Volontärin, dazu die einschlägig bekannten Alexandra Kedves, Stefan Häne, plus die Ex-Corona-Kreische Marc Brupbacher nehmen sich eines Themas an, das eigentlich keinen interessiert“
    Damit ist das publizistische Konzept des Tagesanzeigers vollumfänglich erklärt.

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  7. A. Zurbuch
    A. Zurbuch sagte:

    Bin nicht einverstanden mit der Aussage «…99,9 Prozent aller Tamedia-Leser schwer am Allerwertesten…». Warum zahlen sie denn Geld dafür? Sie könnten ja einfach das Abo beenden.

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