Unverschämter Michael Marti
Der überhebliche Schmock hat die letzte Grenze überschritten.
Gölä kann Michael Marti nicht leiden. Die Begeisterung über den Mundart-Sänger sei «nichts anderes als die Rache der Provinz an den blasierten Städtern». Also an Marti höchstpersönlich, der wohl seinen Sturz aus der Chefredaktion des «Tages-Anzeiger» weiterhin verarbeiten muss. Sozusagen ein Long-Trennungsschmerz.
Natürlich kann man über die Sangeskunst von Gölä verschiedener Meinung sein. Was sich Marti allerdings im Nachgang zur 10-Millionen-Initiative geleistet hat, müsste in einem anständigen Blatt mindestens eine Abmahnung nach sich ziehen. Also wird er im Tagi sicherlich dafür gelobt.
Der «studierte Germanist und Historiker» (wohl so bezeichnet, weil ohne Abschluss?) «unterrichtet an verschiedenen Schweizer Ausbildungsstätten Journalismus». Kein Wunder, dass der immer mehr vor die Hunde geht.
In dieser «Meinung» nimmt sich Marti den SVP-Nationalrat Thomas Matter vor. Zunächst reibt er dem «Vater der 10-Millionen-Initiative» nochmal dessen Niederlage rein. Der habe sie «stoisch» entgegengenommen, will Marti via «Blick» wissen, «um dann vor den Medien über seine Töchter zu reden. Diese könnten, sagte er, «nicht mehr allein in die Stadt, weil sie Angst haben»».
Kurzer Ausflug zum deutschen Bundeskanzler Merz, der im Herbst 2025 auch von zunehmender Gewalt gegen Frauen in deutschen Innenstädten gewarnt hatte. Oder wie das Marti sieht:
«Die Botschaft war klar: Ausländische Männer bedrohen deutsche Frauen. Unter dem Slogan «Wir sind die Töchter» gingen daraufhin in Deutschland Tausende auf die Strasse – aus Protest gegen die politische Instrumentalisierung weiblicher Angst.»
Wie kann eine reale Tatsache zur «politischen Instrumentalisierung weiblicher Angst» werden? Haben die Frauen nun Angst, und wenn ja, wieso wäre dann ein Hinweis darauf Instrumentalisierung?
Aber Logik war noch nie die Stärke des Studierten. Denn nun setzt er zum irren Slalom an, der dann im braunen Sumpf endet:
«Gewalt gegen Frauen ist real, Belästigung im öffentlichen Raum ebenso. Und viele Frauen wünschen sich mehr Sicherheit.» So weit, so verständlich. Hätte Marti hier gestoppt, hätte er sich nicht seinen Ruf ruiniert, so er einen hat. Denn nun wird’s aschgrau: «Doch das Narrativ von der Angst der Töchter, das besonders gerne konservative Politiker bemühen, ist älter als jede moderne Kriminalstatistik.» Ach, schwups wird aus einer realen Angst ein «Narrativ».
Aber auch das ist nur die Einleitung zu einer Ungeheuerlichkeit: «Ob freiwillig oder unfreiwillig: Matter reiht sich damit in eine problematische Tradition ein.» Unfreiwillig? Hätte man also Matter dazu gezwungen? Was für ein Unsinn. Aber das ist erst die Einleitung zur Zwangseinreihung durch Marti mit der Nazikeule:
«Antisemitische Hetze stilisierte schon im 18. Jahrhundert jüdische Männer zur Gefahr für Mütter und Töchter. In den USA diente der angebliche Schutz weisser Frauen dazu, rassistische Gewalt gegen schwarze Männer zu rechtfertigen.»
Es ist eigentlich nicht zu fassen, wie diese bösartig-demagogische Unterstellung, die Marti ganz freiwillig macht, durch alle Kontrollinstanzen schlüpfen konnte. Marti kommt zum Höhepunkt: «Die Tochter als Kronzeugin der Angst ist eine langlebige Figur. Dank Thomas Matter übernimmt sie nun auch in der Schweizer Migrationspolitik eine tragende Rolle.»
Nein, dank dem Schmierfink Marti wird hier der Versuch unternommen, den SVP-Politiker in eine antisemitische, rassistische Ecke zu bugsieren. Eine solche Unverschämtheit muss man sich erst mal trauen. Und dann muss man noch ein Organ finden, ein angebliches Qualitätsmedium, dass diese Unverschämtheit auch noch publiziert.
Dazu passt, dass es bei diesem Blatt erst nach Stunden jemandem aufgefallen ist, dass Matters Familie nicht Personen öffentlichen Interesses sind. Worauf ihre Gesichter verpixelt wurden, nachdem sie online zur Besichtigung freigegeben waren. Widerlich ist kein Ausdruck dafür.
PS: Das Elend nahm damit kein Ende. Nach längerem Nachdenken entschied irgend einer der verbliebenen Content Provider, dass ein Foto mit verpixelten Köpfen vielleicht doch nicht ideal sei. Also wurde es zum dritten Mal verändert und durch das hier ersetzt:

Ist das ein Elend bei Tamedia (Screenshot als Bildzitat).
Klagen gegen ein skrupelloses Blatt haben häufig keinen Erfolg. Hier aber sei Matter zugeraten. Gegen diesen üblen Rufmord sollte er vorgehen.











Man beachte überdies, dass das Qualitätsblatt die Kleckserei von Marti sogar als «Analyse» bezeichnet hat. Nun, wenn man davon «yse» weglässt, kommt man dem wahren Sachverhalt immerhin etwas näher.
Und beim Tages-Peiniger gilt wieder mal Brechts Devise: «Vor allem aber achtet scharf / Dass man hier alles dürfen darf.»
Beeindruckende Vita übrigens: https://fau.ch/ueber-uns/team/michael-marti/ So viele Kürzel, dass einem geradezu schwindlig davon wird.
Marti weiss nicht was Antisemitismus ist, er verhöhnt ihn und das im «Qualitätsmedium» Tages-Anzeiger. Die Dummköpfe haben die Redaktion übernommen!
Verblüffende Fragestellung, Brunner! Ich werde der Sache nachgehen.
Die ganz grosse Feigheit (oder Blindheit?) liegt bei den zu Ende Studierten, die sich gegen diese öffentlichen Dumpfbacken auf allen Kanälen nicht aktiv wehren.
In der irrigen Annahme, dass ihre (materiell) gesicherte Position es wert ist, was uns Allen zusammen in Salami-Scheiben perfide gestohlen wird.
Es ist nicht einmal nur die Freiheit, sie sind digital dabei, der Menschheit auch die Würde (falls vorhanden) zu rauben.
Aber Marti hat die Haare schön. Das muss man ihm lassen.
Einfach wie einer der volldressierten Knuddelbären, denen ihre Olle schlussendlich doch den kürzlich nebenan im Genossenschaftsbau eingezogenen Maghrebiner vorzieht.
Danke für die Chance zum Nachtreten.
Immer gern.
Hätten sich alle SVP-Grössen wie Thomas Matter für eine
lebenswerte Schweiz eingesetzt, das Resultat wäre wohl etwas
besser herausgekommen. Zuviele haben sich feige verdrückt.
Einige kann man ruhig als Verräter bezeichnen. Das Volk der
Hirten entpuppte sich einmal mehr als Schafsherde. Dank
der heutigen SP geht es weiter in diese Richtung!
Verräter, jaja. Und auch noch „ruhig“ als solche zu bezeichnen. Das sah Väterchen Stalin seinerzeit ähnlich.