Rot, die Farbe der Dummheit
Wie man sich ohne Not in die Kacke manövriert.
Fangen wir beim Parteiprogramm der SP Schweiz an. Wirklich, immer noch den Kapitalismus überwinden und die Armee abschaffen?
Gehen wir weiter zur Parteispitze. Eine lange Zeit pausierende Mattea Meyer und ein durchaus auch Sabbaticals geniessender Cédric Wermuth. Beides ehemalige Jungsozialisten. Studenten, die noch niemals wirklich arbeitstätig waren. Sondern zwei Berufspolitiker.
Sie bedienen zwar ein wokes, städtisches Publikum, und Wermuth geriert sich als Frauenversteher, der deren Anliegen sogar noch besser als eine Frau vertreten kann. So seine putzige Begründung, als er eine SP-Ständeratskandidatin wegbügelte (und dann die Wahl verlor).
Zudem musste er als Polit-Oldtimer eine Sonderbewilligung einholen, dass er nochmals als Nationalrat kandidieren kann. Sonst wäre es eng geworden mit den Einnahmen.
Auf Kritik regieren beide mopsig. Als Rudolf Strahm bemängelte, dass die SP kein überzeugendes Konzept zur Zuwanderung habe, sich von ihrer Basis, der Arbeiterschaft, entfernt, zu moralisierend geworden sei und von einer kosmopolitischen Elite dominiert, schwiegen die beiden Vielschwätzer an der Spitze beleidigt.
Und schickten den Berner SP-Fraktionschef Samuel Bendahan vor, der Belangloses eierte.
Schon im Fall des seither mit einem Glanzresultat wiedergewählten Regierungsrats Mario Fehr zeigte die SP, dass ihr Linientreue wichtiger ist als eine erfolgreiche Politik. Als der sich für eine konsequente Durchsetzung des Asylrechts stark machte, beschloss die Geschäftsleitung der Zürcher SP, ihn 2021 ihren Delegierten nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Regierungsrat zu empfehlen.
Darauf trat er nach 39 Jahren aus der Partei aus. Und erzielte anschliessend das beste Resultat aller Kandidaten.
Das Trauerspiel wiederholt sich nun mit Daniel Jositsch. Nach der alten Devise «tritt dir einer auf die Flosse, ist’s sicher ein Genosse», wurde der unbequeme Jositsch mit einer klassischen Intrige abgesägt. Zuerst kam ein absenderloses Papier in Umlauf, das alle seine Abweichungen von der Parteilinie aufzählte.
Als er eine Sonderdelegiertenversammlung beantragte, um seine Nomination für die nächsten Ständeratswahlen so früh wie möglich zu erlangen, lancierte sich die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Badran via ein willfähriges Organ selbst als Ersatz. Dabei tat sie so, als sei sie erst kurz vor der DV auf diese originelle Idee gekommen.
Seither beharkt sie Jositsch in der ihr eigenen, zurückhaltenden Art («Möchtegern-Alphamännchen»). Jositsch keilt zurück, dass er sich schon frage, wieso Badran noch vor zwei Jahren seine Bundesrats-Kandidatur unterstützt habe, ihn jetzt aber als Ständerat für untauglich halte.
So sicher wie das Amen in der Kirche wird Jositsch morgen seine Kandidatur als Parteiloser oder zumindest ohne die Unterstützung der SP bekannt geben.
Damit hat auch hier die SP das schlimmstmögliche Szenario gebastelt. Wie im Fall Fehr hat sie einen Stimmengaranten ohne Not abgesägt. Ob es der Saftwurzel und Schwingerin des verbalen Zweihänders Badran gelingen wird, den Ständeratssitz für die SP zu halten, ist fraglich.
Ob es Jositsch gelingen wird, ihn ohne die Unterstützung der SP zu behalten, ist ebenfalls fraglich. Gut möglich, dass beide sich gegenseitig so viele Stimmen wegnehmen, das davon ein lachender Dritter profitieren wird.
Schon die ersten Scharmützel zwischen den beiden haben gezeigt, dass hier über politische Differenzen hinaus eine gegenseitige, tiefe Antipathie existiert. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Badran zunehmend einen gewissen Altersstarrsinn entwickelt und bei Zahlenangaben immer fahriger und unsicherer wird, was sie mit verbalen Blutgrätschen zu überspielen versucht.
Und die Parteispitze? Schweigt auch hierzu, habe anscheinend Jositsch ein «Gesprächsangebot» gemacht. Worauf er dankend verzichtete; er wüsste nicht, worüber man noch sprechen solle.
Kommt halt davon, wenn ideologisch verbohrte Leichtmatrosen am Steuerruder sind.











Gut geschriebene, spannende Analyse, nicht so guter Titel; etwas zu vulgär, auf Badran-Niveau anstatt auf Jositsch-Niveau, wenn man so will.
Die Aussage von Badran bei ihrem Gschpönli Mike Müller: «Wisst ihr, warum Stalking kein Straftatbestand ist? Weil Jositsch dagegen war und die Abstimmung zum Kippen brachte.»
Ist sowas von grottenfalsch, da es seit dem 1.1.2026 Stalking jetzt auch im StGB Art. 181b noch spezifischer aufgeführt ist, aber auch vorher gab es schon rechtliche Mittel um gegen Stalker vorzugehen, jetzt einfach noch spezifizierter.
Aber passt natürlich gut zu diesem «Rosenkrieg» gemäss SP Logo, dass sie die grosse Frauenmehrheit in der SP nochmals zusätzlich gegen Jositsch anheizen wollte mit solchen verleumderischen und ehrverletzenden Unterstellungen gerade bei so einem tendenziell frauenspezifischem Thema und dies ausgerechnet gegen einen Strafrechtsprofessor — einer Materie in der Badran wohl nicht sonderlich gut bewandert ist wie eben auch bei den Zahlen nicht, wo sie z.T. nicht mal einfachste Tabellen richtig lesen und verstehen kann.
Seit die roten Kinderkhmer die Macht bei der SP übernommen hat und ihrer Erschöpfungsauszeit geht es mit ihr stetig abwärts. Akzelerierende fachliche Inkompetenz wird mit Gepolter übertüncht.
So wird das definitiv nix mit diesem Ständeratssitz – ihre notorisch unkritische Fanbasis ist dafür nicht stark genug und viele andere nervt sie inzwischen immer mehr mit ihrem Kreis 4 Gassengeschnorre.
Ein Zweikampf Badran/Jositsch wäre echt amüsant.
Wie sich die beiden bei Covid noch in den Armen lagen!
«Alpha-Männchen» ist doch neckisch. Ein allfälliges Badran-Komitee
sollte in diesem Stil weiterfahren. Kein Hass, etwas Humor und
die Frauen gewinnen!
Das „Möchtegern-Alphamännchen“ ist als Möchtegern-Herabwürdigung etwa so lustig und inspiriert, wie wenn Jositsch sich seinerseits bösartig zu Badrans gewinnender äusserlicher Erscheinung äussern würde (was er glücklicherweise nicht tut). Linker Kindergarten-Humor für die Alternativ-Beiz.
Was um Gottes Willen soll Badran im Ständerat? Als Zürcher müsste man sich endlos fremdschämen für so einen ungehobelten Trampel.
Extreme Politiker werden allenfalls in den Nationalrat aber nie in den Ständerat gewählt, immer nur gemäßigte. Damit hat Badran den ihrer Partei die Chance auf einen Sitz kaputtgemacht. Jositsch hat sie ihn wohl auch kaputtgemacht, wobei denkbar wäre, daß er die Wahl allenfalls trotzdem schafft, weil er eine breitere Unterstützung und größeres Ansehen als Badran genießt. Aber schwierig.
Harald Martenstein. Scharfzüngig.
https://www.youtube.com/watch?v=uNHf8FQzWy4
Es gibt nichts Besseres für die Schweiz, wenn weiterhin die beiden pubertären Kommunisten Wermuth und Meyer die SP ins Niemandsland und damit Bedeutungslosigkeit führen. Für den Ständeratskampf in Zürich wäre eine Ausmarchung zwischen dem Gutmenschen Jositsch und der Furie Badran nicht nur unterhaltsam, sondern tatsächlich ein Gewinn, wenn dabei eine Drittperson aus einer echt bürgerlichen Partei, den Posten erben könnte.
Süss-saure Mischung aus Wunschdenken, Banalitäten und Polemik.
Die beiden pubertären Kommunisten führen die SP just nicht ins Niemandsland und damit Bedeutungslosigkeit [sic!], sondern zu Mitgliederzuwachs und leichtem Stimmengewinn.
Dass Dritte lachen können, wenn zwei sich streiten, weiss man seit meine Grossmutter eine Fahrradkette hättewärewürde. Es ist, wie Sie vielleicht noch bemerken werden, genau der Inhalt des Textes unseres Gastgebers, der die Binsenwahrheit allerdings in einen Zusammenhang mit beratungsresistenter Dummheit stellt.
Bitterli, der Weise, hat gesprochen, …
Vor Ihnen kann man einfach nichts verstecken.