Panik macht sich breit
Keiner zu klein, Meinungsträger zu sein.
Es ist wie beim Referendum gegen die schon auf sicher geglaubte Subventionsmilliarde für reiche Medien-Clans. Zuerst überhebliches Grinsen, dann ernste Gesichter und schliesslich reine Panik beim Schlussspurt. Eine bescheuerte Werbekampagne mit einem Wilhelm Tell, der mit einer Zeitung eine Mauer kaputthaut. Haben wir gelacht.
Bei der 10-Millionen-Initiative spielt sich sehr Ähnliches ab. Zuerst meinten die Gegner, das Massieren der Anti-SVP-Reflexe, plus ein Sprutz «alles Rassisten und Fremdenfeinde», plus Panikmache (wenn ihr das annehmt, gibt es in den Spitälern kein Personal mehr; dann ist eure Rente futsch), das würde doch locker reichen.
Aber dann, ja dann, ergaben die Meinungsumfragen, dass sich doch tatsächlich eine Mehrheit abzeichnet. Nun geht’s wieder los. Die Medien tun ihr Möglichstes, die Menge der Befürworter der Initiative zu steigern.
Zunächst, das ist gefürchtet bei Freund und Feind, griff Tamedia-Chefredaktorin Raphaela Birrer in die Tasten und warnte: «Achtung: Die SVP will Sie täuschen». Die Täuschung bestand allerdings darin, dass es sich hier um einen Leitartikel mit Sinn und Verstand handeln sollte.
Auch das Hausgespenst bei Ringiers gibt Laut und Frank A Meyer empfiehlt den Lesern seiner Besserwisserkolumne im SoBli, dass sie gefälligst ein Nein in die Urne zu legen hätten.
Nun kommt noch Stefan Schmid von CH Media. Stefan who? Bitte schön, der Mann am Fenster beim St. Galler Tagblatt, dessen Einzugsbereich ebenfalls die Weltblätter Werdenberger & Obertoggenburger umfasst. Der darf in der immerhin auflagenstärksten Zeitung «Schweiz am Wochenende» seine Erkenntnisse auf den Leser regnen lassen.
Allerdings braucht der keinen Regenschirm und dürfte sich schon beim Titel leicht indigniert abgewandt haben: «Die Schweiz sitzt auf einem hohen Ross». Ach was, wie macht das denn die Schweiz?
Nun, so: «Nur wir Schweizer debattieren über volle Züge, Wohnungsknappheit und Expats, die das Bier auf Englisch bestellen. Luxusprobleme in einem der reichsten Länder Europas». Hm, interessant, in keinem anderen Land Europas wird über Dichtestress, Wohnungsknappheit und Masseneinwanderung debattiert?
Ist es ein Wunder, dass in der Schweiz lebhaft debattiert wird? Nein, aber dazu müsste der IQ leicht angehoben sein, weil erstens im Gegensatz zu allen anderen Ländern im Haus Europa in der Schweiz Volksabstimmungen ständig stattfinden. Und zweitens, weil sich die Wohnbevölkerung Deutschlands in den letzten 5 Jahren um 1 Prozent gesteigert hat, in der Schweiz um 17 Prozent.
Aber wieso soll man sich durch Fakten Geschwurbel kaputt machen lassen.
Dann will sich Schmid didaktisch in die Kurve legen: «Man muss Wachstumsschmerzen ernst nehmen. Die Schweiz wächst schnell und die Politik ist langsam. Der Wohnungsbau etwa ist ungenügend». Aber das wäre dann doch zu verständnisvoll, also fährt er fort: «ein freilich selbst gemachtes Problem, das wir nicht den Asylbewerbern in die Schuhe schieben können». Was eigentlich auch keiner tut, aber was soll’s.
Dann spricht Schmid eine Binse gelassen aus: «Ein Ja zur 10-Millionen-Initiative würde man in unseren Nachbarstaaten nicht als freundeidgenössischen Wink über den Gartenhag interpretieren.» Nein, würde man nicht. Nur: na und?
Aber wenn Schmid schon bei Banalitäten und Plattheiten verweilt, wieso nicht noch eine: «Europa wird der vom Wohlstand verwöhnten Eidgenossenschaft nicht entgegenkommen.» ZACKBUM wiederholt sich: na und? Erwartet das jemand?
Dann erhebt er die Banalität des Gedankens zur Weltordnung:
«Wir riskieren stattdessen ausgerechnet in einer Zeit, in welcher man sich mit den Nachbarn lieber gut stellt, weil auf andere kein Verlass mehr ist, politische und wirtschaftliche Verwerfungen. In der Konsequenz gar das Ende der bilateralen Verträge. Das wäre unklug.»
Die Schweiz soll sich also mit den verlässlichen Nachbarn Frankreich, Deutschland oder Italien gutstellen? Mit Liechtenstein vielleicht, warum nicht.
Aber was sind Banalitäten ohne einen guten Schuss reinen Schwachsinns? «Aber Deutschland, dessen Bürger bitte nicht in die Schweiz emigrieren sollen, darf uns dann wenigstens vor Russland schützen. Widersprüche noch und nöcher.» Deutschland schützt die Schweiz vor Russland? Weil sonst der Alptraum aller kalten Krieger von anno dazumal wahr würde und der Iwan käme? Und nicht mehr länger der Deutsche droht, das kleine Stachelschwein im Rückzug einzunehmen?
Aber auch hier gilt: Zum Glück oder zum Pech ist mal der Platz alle, also hurtig noch eins draufgesetzt aus den wilden Gefilden von Absurdistan: «Ein Kleinstaat, selbst ein reicher wie die Schweiz, sollte demütig bleiben, solidarisch auch, freundlich zu den anderen. Erfolg ist nicht gottgegeben. Man kann herunterfallen, wenn man nicht aufpasst, vom hohen Ross.»
Lustigerweise nennt man diese Sprachmarotte Rechtsversetzung. So kann ZACKBUM nur demütig bitten: ist denn niemand so freundlich, Schmid vor sich selbst zu schützen?









Damals am 23.6.2016 beim Brexit gaben sich die Gegner siegessicher, alle Umfragen deuteten auf ein Nein hin und dann kam die grosse Klatsche mitunter auch der genialen Analyse des Dominic Cummings die «Vergessenen» gezielt zu bearbeiten mit direkten Messages und so das Teil zu drehen.
Diesmal fast auf die Woche genau 10 Jahre später merken die Gegner, dass es nicht reichen könnte und versuchen es mit dem letzten Mittel – der Schürung von Panik, damit man so noch genügend Nein Stimmer an die Urnen bringen kann.
Ob das am Ende reicht? Fraglich, zumal man mit Beat Jans doch einen ziemlichen Underperformer im BR für diesen Abstimmungskampf hat.
Gestern morgen standen die Wetten auf Polymarket mal bei mageren 33cent auf ein Ja. Bei 1000$ Einsatz hätte man dann satte 3030$ zurück bekommen. Aktuell stehen sie bei 41cent, gäbe also immer noch 2443$ zurück bei einem Ja.
Apropos Fakten Ende 2020 hatte die CH 8.67 Mio Einwohner — Ende 2025 waren es 9.124 Mio — das sind zwar eine Menge mehr — aber bei weitem keine +17% sondern nur 5.24%, wenn man das mit Deutschland vergleicht, wo die Bevölkerung allerdings nur 0.4% zugenommen hat von 83.155 Mio Ende 2020 auf 83.5 Mio Ende 2025.
2025 ist die Bevölkerungszahl in Deutschland übrigens um 100’000 gesunken — davon sind auch einige in die Schweiz abgehauen.
Schmid hat keine Ahnung.
Auch die Italiener, die Franzosen und die Deutschen hoffen
mehrheitlich, dass die Schweizer endlich die Notbremse ziehen!
Die traurigste Rolle spielt leider die SP-Prominenz. Ihre Väter waren sich
noch bewusst, dass der Boden ein unvermehrbares Gut ist.
Die heutigen SP-Chaoten haben buchstäblich den Boden unter
den Füssen verloren. Die Grünen waren schon immer etwas zu
grün hinter den Ohren. Etwas zu naturschwärmerisch halt.
Ja, der Stefan Schmid. Gott sei Dank meldet er sich nicht mehr so oft zu Wort. Ich weiss nicht wer das Zeug glaubt das er von sich gibt. Wenn es nicht diejenigen sind die sein Tagblatt kaufen sägt er am eigenen Ast. Was natürlich auch nicht schlecht wäre. Ich frage mich immer wieder, wieso versuchen Journalisten Abstimmungen zu beinflussen. Es würde doch genügen wenn sie selber abstimmen gehen. Wahrscheinlich aus demselben Grund warum immer beschissen und betrogen wird wenn es eine Möglichkeit dazu gibt. Neid und mangelndes Selbstwertgefühl können eine Rolle spielen. Wenn man die Angst der Menschen schürt auf etwas verzichten zu müssen, dann hat man sie. In den 90er Jahren hat mal einer der sich mit seinen Weisheiten reich geschrieben hat gesagt: «Wer spart lebt im Mangel, wer verzichtet lebt im Überfluss». Das hat was und ist mir bis heute geblieben.
Die Schweiz muss die Zuwanderung bestimmen, nicht die Zuwanderung die Schweiz!
20 Jahre lang nichts tun, 20 Jahre lang die Probleme schön reden, 20 Jahre lang das Schweizer Volk verarschen mit falschen Statistiken, Lügenmärchen, uns Angstmacherei, 20 Jahre lang der maroden EU nachhöselen, nun folgt die Quittung, entweder am 14.6 oder dann in naher Zukunft.
Bei dieser Abstimmung wird einmal mehr klar, wie die Medien heute versagen. Statt Recherche und Fakten, platziert jeder Journi seine Meinung. Da sind uns viele US Medien Meilen voraus.
Der Leidartikel von Frau Birrer musste dem Gross»unternehmer» und Zeitungsabwracker Supino gefallen!
Oder eher der deutschen Tagi CEO Jessica Peppel-Schulz
Nachdem die Diskussion hier in den Kommentaren schon ziemlich verflacht ist, hebt nun auch noch der latente Deutschenhass in der D-CH sein faltiges Haupt.
Was bitte soll denn das mit Deutschenhass zu tun haben?
Oder finden Sie die Frau mit ihrem plappermässig hochgejubeltem TA «Qualitätsjournalismus» wirklich so ausserordentlich gut?
Brunner, Orthographiefehler! Man schreibt „Leitartikel“, nicht „Leidartikel“! Abfracker Supino wüsste das.