• Home
  • QA
  • Links
  • Podcast
  • Video
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Ein gefährlicher Irrer

8. April 2026/8 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

US-Präsident Donald Trump spinnt. Das ist nun amtlich.

«Öffnet die verfickte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben – Ihr werdet sehen! Gelobt sei Allah.» Kann man das noch steigern?

Ja, wenn man ein schwer gestörter Narzisst ist, der mal wieder TACO spielte und ein Ultimatum an das andere hängte. Weil angeblich der Iran ihn darum gebeten habe. Allerdings hört Trump Stimmen, die nur in seinem Kopf sind.

Nun droht er mal wieder mit der Zerstörung der Infrastruktur des Iran, also mit Angriffen auf Kraftwerke, Strassen und andere zivile Ziele. Eindeutig die Ankündigung von Kriegsverbrechen, mit denen Israel bereits unterwegs ist.

Oder nicht? Das seien keine Kriegsverbrechen, meint Trump, weil die Iraner «Tiere» seien. «Jede Brücke, jedes Kraftwerk im Iran wird zerstört», randaliert der Präsident, völlig ausser Kontrolle.

«Wir haben ihre Navy, ihre Air Force und ihre Mine-Droppers vernichtet», so Trump. «Das grösste Problem mit dem Iran ist, dass sie nicht kommunizieren können. Wir kommunizieren wie vor 2000 Jahren, mit Kindern die Nachrichten überbringen».

Das ist eine Mischung von verbalem Randalieren und unverständlichem Gestammel. Dazu ein erschreckendes Video, wie Trump tief versunken im Gebet im Oval Office sitzt, umgeben von klerikalen Predigern, die ihm religiöse Kraft spenden wollen.

Er legt noch einen drauf:

«Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben, sie wird nie wieder zurückkehren. Ich will nicht, dass das passiert, aber vermutlich wird es das.»

Es ist das erste Mal in der Gesichte, dass ein US-Präsident ein monströses Kriegsverbrechen ankündigt. Seine Soldaten müssen nun entscheiden, ob sie seinen verbrecherischen Befehlen folgen – und später vielleicht selbst zur Verantwortung gezogen werden. Oder ob sie seine Befehle verweigern – mit allen Konsequenzen, die das im Militär hat.

Sein Pseudo-Kriegsminister Pete Hegseth, der den Kreuzfahrerspruch «deus vult» (Gott will es) auf seinen Arm tätowiert hat, will frömmlerisch noch einen drauflegen: die Amerikaner sollen «im Namen Jesu Christi jeden Tag auf gebeugten Knien« für einen US-Sieg im Iran beten. Ein fundamentalistischer Wahnsinniger dort hätte es es nicht besser formulieren können, nur mit anderen Figuren.

Das könnte problemlos auch von einem Mullah sein: «Lass’ jede Kugel gegen die Feinde der Gerechtigkeit und unserer grossen Nation ihr Ziel finden.»

Religiöser Wahnsinn und zunehmender Kontaktverlust mit der Wirklichkeit. Denn einmal ist der Iran bereits durch einen überwältigenden Sieg in die Knie gezwungen, all sein Waffenarsenal vernichtet, betteln nur Trump bekannte Führer um einen Deal, während die Schiffbarmachung der Strasse von Hormus gar nicht das Problem der USA sei.

Und handkehrum soll die endlich freigegeben werden, der angeblich schon längst besiegte Iran in die Steinzeit gebombt werden, weil er immer noch nicht gegenüber den absurden Wünschen Trumps willig sei.

Wenn es nur das Vokabular wäre, das für einen US-Präsidenten völlig inakzeptabel ist, nun ja. Erfolglose New Yorker Immobilienhaie verwenden halt keine gepflegte Sprache. Wenn es nur der zunehmende Realitätsverlust wäre, mit 79 und nach viel Bräunungscreme ist man halt nicht mehr ganz da.

Aber da ist die Ankündigung von klaren, eindeutigen Kriegsverbrechen, die nicht schongeschwatzt werden können, weswegen inzwischen selbst die «Weltwoche» in dieser Beziehung verstummt ist.

Da ist die Begründung, dass es sich nicht um Kriegsverbrechen handle, weil die Iraner Tiere seien, angeführt von sehr gestörten Menschen.

Sagt ein sehr gestörter Mensch.

Wen das noch nicht genügend ängstigt: das war erst ein wenig mehr als das erste Jahr dieser Präsidentschaft. Wenn wir alle richtig Pech haben, stehen uns noch knapp drei Jahre bevor.

Schlagworte: Bastarde, Donald Trump, gestört, Iran, Kriegsverbrechen, Narzisst, Pete Hegseth, religiöser Wahn, Steinzeit, Tiere, Weltwoche
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf LinkedIn
  • Per E-Mail teilen
https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-07-um-14.33.09.png 608 965 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-04-08 05:00:222026-04-08 14:40:35Ein gefährlicher Irrer
Das könnte Dich auch interessieren
Ach, Münger
Haut den Urbaniok
Was hat fauler Journalismus mit Genozid zu tun?
Wetzel dreht durch
Präsident! Trump! Infiziert!
After-Journalismus
Wenn einem NZZ-Journalisten gar nichts einfällt
Ach, Gujer
8 Kommentare
  1. Armin
    Armin sagte:
    8. April 2026 um 16:30

    “Everything is going to be fine in the end.
    If it’s not fine it’s not the end.”
    Oscar Wilde
    😉

    Antworten
  2. Niklaus Fehr
    Niklaus Fehr sagte:
    8. April 2026 um 10:26

    Andererseits muss ich sagen, dass ein normaler Mensch nicht in der Lage wäre die Welt einmal gründlich umzukrempeln. Denn das hat sie bitter nötig. Auch wenns weh tut. Die Erde ist nicht dazu bestimmt zum Paradies zu werden, mit Friede, Freude Eierkuchen. Sondern um unterzugehen. Einen neuen Himmel und eine neue Erde brauchen wir, gemäss Offenbarung 21,1-7. Und wir werden sie bekommen – aber erst in etwa 1700 Jahren…

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:
      8. April 2026 um 16:13

      Ääääh, ˋtschuldigung: Spinnen Sie?

      Antworten
      • Niklaus Fehr
        Niklaus Fehr sagte:
        8. April 2026 um 18:22

        Ja.

        Antworten
  3. H.R. Füglistaler
    H.R. Füglistaler sagte:
    8. April 2026 um 8:26

    Der Irre scheint aber doch im letzten Moment einen Rückzieher
    gemacht zu haben.

    Antworten
  4. A. Zurbuch
    A. Zurbuch sagte:
    8. April 2026 um 7:52

    Genau so ist es und es ist zutiefst schockierend. Was aber noch schockierender ist, sind die Reaktionen in den Medien und der Politik darauf. Was nun folgen müsste, wären konkrete Schritte um sich von diesem irren Imperium mit diesem irren Imperator unabhängiger zu machen.

    Antworten
    • Manfred
      Manfred sagte:
      8. April 2026 um 10:32

      Damit verschwimmen die Unterschiede zwischen dem Iran, Russland und den USA – und damit dem Westen – zumindest in meiner Wahrnehmung. Wie beschrieben: religiöser Wahn, Lügen und menschenverachtender Zynismus. Welcher Vorwurf, den wir Russland gemacht hatten, fällt jetzt nicht auf uns zurück? Die peinlichen Schmeicheleien von Rutte, die missglückte Anbiederung von Merz, .. Wie soll ich das anders deuten, als totalen moralischen Bankrott?

      Antworten
      • Peter Bitterli
        Peter Bitterli sagte:
        8. April 2026 um 16:17

        Wie? Als Pragmatismus? Als Realpolitik? Und wenn es stinkt, stinkt es halt. Was wollen Sie tun? Man greift ja so oder so in die Kacke. Moralisieren, wie Sie es offenbar empfehlen, stinkt noch mehr. Immer. Zuverlässig.

        Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Kleines Vademecum für Kommentarschreiber27. August 2020 - 16:08
  • Wer wir sind und was wir wollen25. August 2020 - 15:07
  • ZACKBUM.ch startet: Die Rückkehr der Medienkritik25. Juli 2020 - 6:05
© Copyright - Zackbum | Webdesign: 60francs.ch |  info@zackbum.ch | Datenschutz |  Impressum
Link to: Familienschande Link to: Familienschande Familienschande Link to: Iran? Äh … Link to: Iran? Äh … Iran? Äh …
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Unsere Website verwendet Cookies zur besseren Bedienbarkeit. Durch Ihre Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.