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Weiber!

2. April 2026/7 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Schon wieder werden männliche Vorurteile bedient.

So schnell war nur selten ein Aufmacher-Artikel von der Homepage des «Blick» verschwunden:

Für Nicht-Eingeweihte: das ist ein Akronym für Gülsha Adilji, Yvonne Eisenring und Maja Zivadinovic. Die feierten mit einem gemeinsamen Podcast Erfolge und füllte sogar das Hallenstadion in Zürich. Warum? Gute Frage.

Aber nun das. Adilji, deren Kolumne in der «SonntagsZeitung» schon mehrfach Erwähnung bei ZACKBUM fand («Die Zumutung aus dem Hause Tamedia»), ist ausgestiegen. Per sofort. Warum? Gute Frage.
Schlechte Antwort: ««Wir haben festgestellt, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von der Weiterentwicklung des Podcasts haben», sagen die drei Frauen. Den Entscheid für den Abschluss des Projekts hätten sie gemeinsam getroffen», sülzt der «Blick».

Allerdings, so trippelt sich Tamedia an die nicht so lustige Konsequenz heran: «Die bereits angekündigte Frühlingstour mit fünf Shows in Basel, Zürich und Bern findet statt – allerdings ohne Gülsha Adilji. Sie steigt «aus persönlichen Gründen» aus. »

Da gibt es dann ein kleines Problem, das «Blick» adressiert, wie man heute neudeutsch sagen würde: «Was passiert jetzt mit meinen Zivaddiliring-Tickets?» Denn die wiederum werden im Wesentlichen über Ticketcorner vertrieben. Und an der Bude ist «Blick»-Herausgeber Ringier zu 50 Prozent beteiligt.

Da hat der «Blick» dann doch eher schlechte Nachrichten: «Manchen dürfte das sauer aufstossen – und sie wollen möglicherweise ihre Tickets zurückgeben. Wie stehen in diesem Fall die Chancen? Blick hat beim Schweizer Konsumentenschutz nachgefragt. Sara Stalder, Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz, sagt: «Vermutlich ist es chancenlos, das Ticket aufgrund der anderen Zusammenstellung des Trios zurückgeben zu können.» Sie bezieht sich dabei auf die AGB von Ticketcorner, die laut Stalder «typisch für die Ticketbranche» sind.»

Es gibt da höchstens einen kleinen Hoffnungsschimmer: «Das Ticket kann über die Ticketcorner-Resale-Plattform ‹Fansale› zum Verkauf angeboten werden», zitiert der «Blick» nochmals die Konsumentenschützerin, die hier ganz sanft ist.

Man kann natürlich sagen: jeder ist selber schuld, der sich dafür ein Ticket gekauft hat.

Auf der anderen Seite ist es belustigend, dass weder der «Blick», noch der Tagi mit einem Wort erwähnen, dass die übliche Begründung doch wohl zum Himmel stinkt.

Natürlich kann es immer unterschiedliche «Vorstellungen von der Weiterentwicklung» geben, das kennt sogar ZACKBUM. Aber Knall auf Fall vor einer geplanten und demnächst startenden Tournee aussteigen, für die schon Tickets verkauft wurden? Das sieht nicht wirklich nach unterschiedlichen Vorstellungen aus, sondern nach einem handfesten Krach, bei dem die Fetzen flogen.

Dass der «Blick» darum herumtänzelt, verständlich, Ticketcorner. Aber wieso das der Tagi und die übrigen Medien auch tun? Die SI verrät immerhin, dass «Blick» mutig nachgefragt habe und zur Antwort bekam: «Darüber hinaus möchte Gülsha nichts weiter dazu sagen.»

Und: «Am letzten Freitag gewann das Trio noch den Podcast-Award in der Kategorie «Live». Bereits da fehlte Gülsha bei der Preisverleihung.»

Nun kann man natürlich sagen, dass dieses Ereignis noch unwichtiger ist als das Schicksal des Buckelwals, der sich immer wieder auf den Sand setzt.

Auf der anderen Seite ist doch interessant, wie zahm die Medien werden, wenn sie Furcht vor dem Urteil haben, sie könnten da allenfalls sexistisch oder gar frauenfeindlich rüberkommen.

ZACKBUM kennt auch da keine Furcht und sagt nur: Weiber.

PS: Gestern war übrigens 1. April, im Fall …

Schlagworte: Blick, Buckelwal, Duo, Hallenstadion, Krach, Podcast, Ringier, Sara Stalder, Tamedia, Ticketcorner, Tickets, Trennung, Weiber, Zivaddiliring
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https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-31-um-16.12.52.png 1250 1932 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-04-02 05:00:512026-03-31 16:21:56Weiber!
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7 Kommentare
  1. Ruedi Rudolf
    Ruedi Rudolf sagte:
    3. April 2026 um 22:10

    «Hashtag My Ass» (Official Video)
    https://www.youtube.com/watch?v=hc0S9Qg9Imc

    Antworten
  2. K. Meyer
    K. Meyer sagte:
    2. April 2026 um 18:51

    Manchmal ist es eine Gnade, zu den Nicht-Eingeweihten zu gehören…

    Antworten
  3. Niklaus Fehr
    Niklaus Fehr sagte:
    2. April 2026 um 12:28

    Wäre ich Journalist, dann müsste ich jetzt schreiben: «Die Fans von Gülsha sind entsetzt». Hat einer geschrieben weil Sissing bei GNTM rausgeflogen ist. Ich bin es auch. Jeden Tag aufs Neue.

    Antworten
  4. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:
    2. April 2026 um 8:01

    Der Grund für die Trennung ist banal, Zickenkrieg unter den 3 Frauen in den 40ern. Die spätpubertierende Gülsha kann mit einer anderen Frau nicht mehr und verarscht darum ihre Fans. Schön wäre wenn sie ihre Plapperkolumne bei der SoZ nicht mehr könnte, bleibt dann immer noch ihr Jöbli bei REFLEKT!

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:
      2. April 2026 um 14:23

      Ich habe auf Sie gewartet, Brunner. Nachtreten, gegen Frauen. Ganz Ihr Ding!
      Jaaa, Bitterli hat es kürzlich mit einem Maderl auch getan. Aber eben so krachzackbumsexistisch, dass damit eine neue Ebene eingezogen wurde. Das Stück spielte gleichzeitig auf der Metaebene und auf der Dummerchenebene. So, Brunner, darf man das.

      Antworten
      • Victor Brunner
        Victor Brunner sagte:
        2. April 2026 um 17:58

        Habe den Kommentar für sie verfasst das es Ihnen nicht langweilig wird!

        Antworten
  5. Hug Rolf
    Hug Rolf sagte:
    2. April 2026 um 6:05

    Dieses Frauending war so überflüssig wie Blick, TA und Republik zusammen. Die Eitelkeit und der Hochmut der drei Damen war wohl zu gross, um noch auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

    Antworten

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