Ach, Gehriger
ZACKBUM sieht eine Männer-WG im Luftschutzbunker mit Gehriger, Häsler und Rüesch.
Während US-Präsident Donald Trump mal wieder TACO spielt und sein Ultimatum locker verlängert, wird sein Groupie Urs Gehriger immer kreischiger.
Da ihm zurzeit beim besten Willen nichts mehr einfällt, was er am stabilen Genie im Weissen Haus loben könnte, fällt er über die iranischen Mullahs her.
Die können sich schlecht dagegen wehren, und eine Fatwa dürfte ihnen Gehriger dann doch nicht wert sein. Also kann er ungehemmt vom Leder ziehen:
«Schummeln, tricksen, lügen: Die Mullah-Diktatur in Teheran führt die Welt seit Jahren hinters Licht.
Jetzt, da es von den USA und Israel angegriffen wird und mit dem Rücken zur Wand steht, lässt es die Maske fallen.»
Unglaublich, diese Ayatollen. Sie versprechen nicht nur jedem Märtyrer den Empfang mit 72 Jungfrauen oben im Himmel. Sondern sie haben doch tatsächlich behauptet, Raketen nur mit einer Reichweite von bis zu 2000 km herzustellen.
Und jetzt das: «Am Freitagmorgen Ortszeit feuerte der Iran zwei ballistische Mittelstreckenraketen auf Diego Garcia ab, einen gemeinsamen Militärstützpunkt der USA und Grossbritanniens im Indischen Ozean. Diego Garcia liegt knapp 4000 Kilometer weit vom Iran entfernt.»
Gehriger kriegt sich fast nicht mehr ein: die Iraner haben gelogen. Jetzt lassen sie ihre Maske fallen und Gehriger fühlt sich offenbar persönlich von ihnen bedroht:
«Kritiker der Militärmission der USA und Israel behaupten seit Wochen, die Gefahr der Iraner werde übertrieben. Von Kriegspropaganda ist die Rede. Die Kleriker-Riege stelle keine unmittelbare Gefahr dar.
Mit den jüngsten Angriffen auf Diego Garcia ist klar: Europa ist nicht vor iranischen Aggressoren sicher. Städte wie Berlin, Rom oder Paris sind in Reichweite des iranischen Raketenprogramms.»
Gefahr, Gefahr, japst Gehriger wiederholt. Die auch Zürich droht, nebenbei.
Es braucht natürlich die Abgefeimtheit eines fundamentalistischen Wahnsinnigen, um solche schrecklichen Lügen in die Welt zu setzen. Mit der iranischen Führung zu verhandeln und ansatzlos und ohne Kriegserklärung über den Iran herzufallen, das ist hingegen anständig-zivilisiertes Verhalten.
Eine Mädchenschule wegen angeblich veraltetem Kartenmaterial bombardieren, zuerst jede Schuld am Tod von über 160 Menschen abstreiten und dann eine «Untersuchung» ankündigen, das ist selbstverständlich lobenswert und korrekt.
Vielleicht könnte sich Gehriger auch einen Moment lang fragen, was die USA eigentlich auf Diego Garcia zu suchen haben, ein letztes Überbleibsel des englischen Kolonialimperiums. Gehriger könnte sich fragen, ob es friedenssichernd ist, dass die USA neben Diego Garcia über 800 Militärstützpunkte auf der Welt unterhalten.
Gehriger könnte sich fragen, ob die mehr als 500 Eingriffe in innere Angelegenheiten anderer Länder seit dem Zweiten Weltkrieg (offen militärisch oder verdeckt subversiv), die häufig so lange abgestritten wurden, bis den USA nichts anderes übrig blieb, als sie zuzugeben, keine Anreihung von Lügen sind.
Aber nein, die Mullahs haben doch tatsächlich über die Reichweite ihrer Raketen geschwindelt. Wobei davon auszugehen ist, dass im Gegensatz zu Gehriger viele informierte Kreise das wussten.
Abgesehen davon, dass keine der Raketen den Stützpunkt erreichte: wenn US-Militärs tatsächlich überrascht auf diesen Versuch reagiert haben sollten, dann sind sie noch bescheuerter, als sie mit dem bislang gescheiterten Angriffskrieg auf den Iran beweisen.
Es ist allerdings zu hoffen, dass Gehriger seinen sicherlich vorhandenen Luftschutzbunker abgestaubt hat, die Vorräte auffüllte und sich sicherheitshalber nie weiter als zehn Minuten Fluchtdistanz davon aufhält. Oder aber, Gehriger, Häsler und Rüesch haben sich zur Dreifachnutzung entschieden.
Möglicherweise trägt der WeWo-Journalist bei der Arbeit bereits einen Schutzhelm. Der ihm aber immer wieder über die Augen rutscht.









Auch Saddam Hussein (der «neue Hitler») soll ja eine soooo große Gefahr für Europa gewesen sein. Alles Lüge, sogar das weiße Pülverchen, das Colin Powell bei der Uno hochhielt. Oder die Brutkastenlüge. Immerhin: Damals log man noch vor der Uno, um den Krieg zu legitimieren.
Ob Leute wie Gehriger wirklich glauben, was sie schreiben? Oder ist was Anderes dahinter?
Interview 4 – Christoph Lemmer: Frank-Walter Steinmeiers Bewertung des Iran-Kriegs
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/18-20/18-20-live-2026-03-25#
Werter Chef, den Running-Gag mit den 72 Jungfrauen, würde ich mir in diesem Kontext sparen. Dieses Narrativ/Hadith hat nur im Sunnitentum (kaum) Relevanz, in der Shia gar nicht. Nur damit Sie Ihre wichtigen Beiträge nicht unnötig mit halbgefährlichem Viertelwissen bekleckern.
Okay, AI weiss dazu:
Auch im schiitischen Islam gibt es:
Huris (ḥūr al-ʿayn) als Paradiesgefährten, Beschreibungen von Freude und Belohnung im Jenseits
Aber: keine standardisierte Zahl wie 72, häufig stärker spirituell interpretiert
Aber eben, nur so von wegen «Jungfrauen», hier kein Platz für orientalistische Altmännerprojektionen aus dem 19. Jahrhundert.
M.E. unterscheidet sich Herr Zeyer in seiner Radikalität nicht von den erwähnten drei Herren. Gemäss Hufeisentheorie ist es egal, ob linksherum oder rechtsherum eine oder mehrere Schrauben locker. Exzessiv wird Beides irgendwann zum gleichen Müll.
Als Müllmann sollten Sie aber vielleicht ein einziges, winziges Argument zur Hand haben. Hufeisentheorie, was für ein Nonsens …
Sinnlos. Alles, was nicht passt, ist kein Argument für Sie. Strenggläubig halt.
Kleiner Widerspruch: ich habe ein Argument verwendet, Sie keins …
Dreifachnutzung wäre brandgefährlich.
Das famose Trio könnte ihre Kräfte bündeln und
den Untergang des Abendlandes beschleunigen.